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Rob Zombie’s Halloween (2007)

Als sich heraus stellte, dass der Musiker und Regisseur (Haus der 1000 Leichen, The Devil’s Rejects, Werewolf Women of the SS) ein Remake zum John Carpenter Klassiker „Halloween – Die Nacht des Grauens“ von 1978 drehen würde, waren viele schockiert. Dem durchgeknallten Horrorfan traute niemand so recht zu die brillante Spannung des Originals erreichen zu können. Dem ist auch so. Doch völlig verbockt hat Rob Zombie den Film dennoch nicht.

So sind die ersten 20 Minuten in denen die White Trash Familie des jungen Michael Myers eine wirklich unterhaltsame Angelegenheit. Zwar wird die meiste Zeit nur geflucht, das sorgt immerhin für gute Laune. Die kann einem zwar vergehen, weil man Daeg Faerch als 10 jährigen Michael ertragen muss, der definitiv eine Fehlbesetzung ist. Nachdem dieser hässliche Milchbubi den Großteil seiner Familie nieder gemetzelt hat, landet er für die nächsten 20 Minuten in der Psychatrie, in der außer diverser Gespräche mit Dr. Samuel Loomis (Malcolm McDowell) und einem Mord an einer Krankenschwester nicht viel passiert.

15 Jahre später nutzt Michael die Gunst der Stunde, als zwei betrunkene Psychiatriewärter in seiner Zelle eine junge Insassin vergewaltigen, um auszubrechen. Er reist in seine Hemiatstadt und meuchelt dort bevorzugt Teenager beim Sex.

Es gab schon schlechtere Filme unter dem Titel Halloween. Aber wie gesagt. Die ersten beiden Halloween Filme gehören nun mal zu den spannendsten und besten Slashern der Filmgeschichte, die mit Halloween H20 immerhin einen würdigen Nachfolger fanden. Rob Zombies Film hat keinen Funken Spannung. Es gelinkt ihm nicht einmal den Halloween Soundtrack richtig zu nutzen, der einem im Originalfilm das Blut in den Ader gefrieren lies.

Statt dessen setzt er auf Titten und Gewalt und seine dumme Hintergrundsgeschichte. Asoziale und Michael Myers passen aber einfach nicht zusammen, da er wie fast alle Slasher Killer eine Ausgeburt der Alpträume einer bürgerlichen Welt ist (Das Gegenteil wäre meinetwegen Letherface). Zumal Rob Zombies Michael Myer nicht das personalisierte Böse ist wie bei Carpenter, sondern einfach nur ein Typ, der eine schwere Kindheit hatte. Auch stört an Michaels Figur, dass er als zwei Meter große kraftstrotzende Kampfmaschine einiges von seiner Bedrohlichkeit einbüsst. Jason Vorhees tat die Vergrößerung in „Freddy VS. Jason“ gut, Michael geht daran zu Grunde.

Geretter wird der Film letztendlich auch nicht mehr durch seine weiblichen Reize. Die sind zwar nett anzusehen, aber Jamie Lee Curtis ist einfach unerreicht. Da hilft es auch nicht, dass Rob Zombies Ehegattin Sheri Moon Zombie sich ein Stelldichein gibt. Neben Malcolm McDowell überzeugt lediglich der deutsche Udo Kier in einer Nebenrolle.

Auch wenn das jetzt so klingt, als sei die 2007er Version von Halloween der hinterletzte Dreck, muss man anerkennend sagen, dass man es nicht mit einem schlechten Film zum tun hat. Wenn man ihn nicht an dem Original misst, hat man es mit einem soliden Slasher zu tun, in dem ordentlich Blut spritzt. Und einem Künstler muss man auch das Recht lassen, einen Klassiker neu zu interpretieren.

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1 comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - April 3, 2008 at 5:04 pm

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