Sex and the City – der Film
Wer kennt nicht diese Werbung für Telefonsex, die des Nachts die Sendeplätze von DSF oder Vox schmückt? Dort gibt es versaute Teenies, heiße Gays und willige Russinen. Diese drei Gruppen von Dienstleistungerbringern haben jedoch nicht allzu viel mit der neuesten Spielfilmversion einer US Fernseh Serie zu tun.
Reife Frauen ab 40 – der Film
Um diese Pointe zu verstehen, muss man sich natürlich erst einmal bewusst werden, dass es Frauen jenseits der 30 schon schwer haben eine Rolle in einem Kinofilm zu bekommen. Kriegen sie doch eine, dann spielen sie zumeist die alterslosen Filmzombies, der ewig zwischen 20 und 30 jährigen. Männern fällt es da viel leichter zu altern. Schauspieler wie Bruce Willis (dessen in die Jahre gekommen Ex Frau Demi Moore sich ja noch in „Drei Engel für Charlie 2“ als sexy Vamp präsentieren durfte) wurden mit dem alter immer besser. Für reife Frauen ab 40 ist der Zug hingegen abgefahren, wenn sie trotz plastischer Chirugie und Botox langsam ihrem wahrem Alter ähnlich sehen.
Der kapitalistische Postfeminismus
Zwar haben sich auch Jessica Parker und ihre drei Kolleginnen (wohl auch mit Hilfe des oben und im Film erwähnten Botox) gut gehalten und sehen noch halbwegs frisch auszusehen, aber das ist auch die einzige Illusion von Jugend die Film zu Stande bringt. Denn sonst erzählt Sex and the City – der Film mit Länge von über 2 Stunden, in quasi biblischem Ausmass die antike Geschichte der Prinzessin (in diesem Fall wohl eher die der Alten Jungfer) die am Ende ihren Prinzen heiratet. Da wo die Serie aufhörte fängt der Film an und letztendlich erzählt er das gleiche wie fünf Staffeln Sex and the City. Heldin Carry ist erst glücklich mit ihrem Mister Big (der übrigens John James Preston heißt wie man nun erfährt), der sie dann aber in bester „Die Braut die sich nicht traut“ Manier vor dem Altar stehen stehen lässt und sie so bis zum Filmende in tiefste Depressionen stürzt, aus der sie nur mit Hilfe ihres auf Handtaschen fixierten, großbrüstigen, schwarzen Personal Assitents wieder heraus geholt wird. Diese wird übrigens durch die Carry als weise, alte Priesterin in die Geheimnisse des Frau sein eingeführt und darf im Gegensatz zu dieser, ihren Mister Right recht schnell vor den Traualter schleifen. Neben dem Mann fürs Leben kann braucht die emanzipierte Frau nichts weiter als eine 1000 Dollar teure Designerhandtasche für ihr Seelenheil. Marxistischer Warenfetisch wenn man so will.
Die Botschaft ist klar: Die Frau ist unvollkommen ohne ihren Mann!
Zwar ist das Happyend so wie der ganze Film vorhesehbar (wir erinnern uns, dass wir uns quasi in einem Remake der Serie befinden), aber es ist dennoch erstaunlich wie er Frauen dann doch recht überraschend vorbettet, wie sie ihr Leben zu leben habe.
- Die gehörnte Miranda sieht ein, dass sie ihren Mann durch ihren Verlust an Attraktivität und durch sexuelles Versagen in die Arme einer anderen getrieben hat und lässt sich auf eine an Kitsch nicht zu überbiete Versöhnungsszene auf der Broklyn Britch ein.
- Die sentimentale Charlotte darf endlich ihrer Bestimmung, dem Gebähren nachkommen und ein eigenes Kind in die Welt setzen, da sie, wie XXXX Folgen Sex and the City gezeigt haben, doch als Frau recht unvollständig ist ohne ein Kind.
- Die (Ex)Schlampe Samanta übernimmt hingegen die Rolle der Märtyrerin. Sie lässt ihren jungen, gut aussehenden, potenten und zu allem Überfluss sie liebenden Freund von dannen ziehen. Er soll sich lieber eine frische Gebärerin suchen und die Schlampe eines einsamen Todes sterben lassen. Diese Kapitulation, der am Ende des Film ihren 50. Feiernden, ist die mit am herrlich verlogenste Szene des ganzen Films.
Sex macht Spass und man sollte darüber reden
Für einen Film der das Stichwort Sex im Titel hat, wird in „Sex and the City“ erstaunlich wenig gefickt. Das ist zum einen recht löblich, da niemand außer den Fans der im ersten Absatz erwähnten Werbung alte Leute Sex sehen wollen. Zum anderen hätten es trotzdem ruhig mehr als zwei nackte Titten seien können. Von denen die eine übrigens zu Cynthia Nixonund dieandere zu einer jungen Strandschönheit gehört. Erste hat übrigens beim zeigen dieser, ihrer rechten Brust eine der wenigen Sexszenen. Die meisten anderen gehen auf Samantas Nachbar. Dafür dass dieser seinen dicken Schwanz einmal halb ins Bild halten darf sind, seine Sexszenen aber verdammt kurz.
Die Botschaft der Serie, „Sex macht Spass und man sollte darüber reden“ kommt derweil auch zu kurz. Da das Sexleben in der Ehe aufhört und in der Serie alles gesagt wurde, beschränkt man im Kinofilm auf wesentliche langweiligere Themen.
Freunde der Kinobesucherinnen
Männer und sonstige denkende Wesen, die aus irgendeinem grausamen Schicksalsschlag oder auch freiwillig im Sex und die Stadt Film landen, können sich neben dem bombastisch inszenierten Sexismus immerhin über einen kleinen Diss gegen Paris Hilton, das Abrutschen in den Fäkalhumor (Charlotte scheißt sich in die Hose), einen lustigen Fluch und einen kleinen Witz auf Kosten des Iphone freuen. Ansonsten regiert die Langeweile.
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Jungfrau wider Willen – Die neue Sat.1 Show
Es klingt zwar wie ein Aprilscherz, soll aber keiner sein. Der ehemalige „Schulmädchenreport“- und Schmuddelfilmsender Sat.1 will eine neue Coaching Show heraus bringen. Dieses mal soll nicht dem lieben Lukas durch die Supernanny oder armen Kapitalismus- und Konsumopfern Raus aus den Schulden geholfen werden. Vielmehr will der Privatsender eine Psychologin anheuern, um Frauen fit für Sex und Partnerschaft machen.
Wer “Jungfrau wider Willen” moderieren soll ist noch nicht klar, aber angeblich soll das neue Format im Frühsommer starten. Wer also über 25 ist und noch keinen Sex hat, sollte sich beeilen und bei den Berlinern vorsprechen um fit für die Partnerschaft gemacht zu werden.
Ob das Konzept Erfolg haben wird und ob es vielleicht später einen Ableger für männlichen Jungfrauen geben wird ist nicht absehbar, medienhandbuch.de hatte aber die Idee zu:
GangBang unter 18 – Jugendliche werden für Gruppensex “fit gemacht”.
Via: dwdl,
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Wahlwerbung bei der Jungen Union – Sex sells
Die Junge Union. Das sind die jungen, dynamischen Führungskräfte von morgen. Leider werden sie immer wieder mit dem Klischee konfrontiert, sie seien spießig, konservativ und sexuell nicht ausgelastet. Dass dem nicht so ist und dass man wertkonservativ und sexistisch sein kann, zeigt dieses Bericht über eine Werbekampagne der JU. Doch im Gegensatz zu den 68ern steht die Nachwuchs CDU nicht wirklich zu Sex, Drugs und Rock n’Roll.
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Wobei fraglich ist, ob die Junge Union Wittmund ihre eigenen Koitalchancen durch diese Werbekampagne verbessert. Denn so wie aussieht haben die Jungs zur zeit nur eine einzige Blondine werben können. Aber das kann natürlich auch am Parteiprogramm der CDU liegen und muss nichts mit dem Frauenbild JUler zu tun haben.
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Fleischbeschau und Sexismus im StudiVZ
Ich breche hier jetzt bestimmt keine Lanze fürs StudiVZ. Natürlich, sind das böse Menschen, die dir deine Daten klauen und weiterverkaufen. Klar ist auch, dass die Leute die da hinter stecken, keine netten Studenten sind, sondern böse Sexisten und der Holtzbrinck Verlag.
Wir erinnern uns:
Vom StudiVZ Gründer Ehssan Dariani kursieren lustige Videos bei YouTube, wie er mehr oder minder erfolgreich Frauen angräbt (böse Zungen sprechen gar von sexueller Belästigung). Außerdem wurde die Presse darauf aufmerksam, dass diverse Gruppen im StudiVZ gegründet worden waren, in denen ein paar Hormongesteuerte, eine Miss StudiVZ suchten.
Das waren schon harte Zeiten damals. Jetzt hat StudiVZ lediglich mit Mitgliederschwund wegen der neuen AGBs zu kämpfen. Deswegen übersieht man leicht, dass der Facebook Clon weiterhin ein Spielplatz für perverse Voyeure zu sein scheint. Natürlich ist jeder selbst Schuld, wenn er seine privaten Photos im StudiVZ für jedermann sichtbar macht, aber was String Tanga von der Uni Hamburg macht, ist vermutlich nicht immer im Interesse der Studentinnen.
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FHM verleiht sinnvolle und recht sexistische Awards
Im Blog medienlese, bin ich darüber gestolpert, dass der Männermagazin FHM und dessen Leser, Preise für Filme vergeben haben. Da medienlese, genau wie sodomedia ein seriöser Medienblog ist, geht es in dem Artikel primär um die Verleihung für den Award “beste Schleichwerbung in einem Film” und nur sekundär um den Film der am ehesten eine Nacktszene vertragen hätte.
In der Schleichwerbung Kategorie gewann laut medienlese, “Die Simpsons – Der Film” wegen Schleichwerbung für Nokia, dicht gefolgt von “Transformers” für Chevrolet und “Das Bourne Ultimatum” für VW.
Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass die FHM Leser sich in “Transformers” am meisten eine Nacktszene gewünscht haben. Die Herren hätten sich wohl gefreut Megan Fox nackt zu sehen. Deren einzige Existenzgrundlage in dem Film war es, die Väter der Minderjährigen Kinozuschauer und die Spätpubertären Nerds bei Laune zu halten.
Ein bisschen über das Ziel hinaus schießt die FHM und ihre lüsterne Leserschaft mit Platz zwei. In “Harry Potter und der Orden des Phönix” hätte man sich Schauspielerin Emma Watson nackt gewünscht. Das für sich wäre zwar nicht schlimm, aber dass die FHM darauf verweist “das kleine sexy Hogwarts-Stück” sei noch nicht Volljährig, ist von der Wortwahl doch etwas sexistisch geraten.
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