The Fantastic Four (1994 oder 1993)
The Fantastic Four (1994 oder 1993)
Ich habe es endlich geschafft mir die „Fantastic Four“ Version von Roger Coreman anzusehen. Diese entstand einzig und allein aus dem Grund, dass Produzent die Verfilmungsrechte an dem Comic „The Fantastic Four“ besaß und diese Rechte verpufft wären, wenn er den Leuten von Marvel Comic keinen fertigen Film präsentiert hätte.
Also engagierte Eichinger den einzigen Mann, der in der Lage ist, vernünftige Filme zu produzieren auch wenn das Budget minimal ist. Roger Corman. In kürzester Zeit und mit einem Budget von unter 2 Millionen Dollar drehte dieser den Film ab. Weder er noch die Schauspieler noch irgendwer wussten, dass der Film nie für das Publikum gedacht war, sondern lediglich den Zweck erfüllte, die Rechte zu behalten.
Wie immer bei Cormans Filmen, ist auch dieses Produkt handwerklich mehr als solide. Die Effekte sind für den Preis annehmbar und gerade die Maske von Ben Grimm beeindruckt. Die Story braucht zwar ein bisschen, bis sie in Schwung kommt und man wird das Gefühl nicht los, man habe in der kurzen Zeit kein ordentliches Drehbuch hin bekommen.
Doktor Doom ist so leider nur eine Randfigur und bis die „Fantastic Four“ durch ihren Unfall im Weltall überhaupt erstmal fantastisch werden, dauert es recht lang. Der Nebenplot um eine Gruppe ausgestoßener wirkt leider auch wenig spannend. Wobei ich vermute, dass auch die neuen Verfilmungen der „Fantastic Four“ kein unbedingt sinnvolleres Drehbuch haben.
Neben dem Spaß am totalen Trash und dem interessanten Hintergrund des Films, bleibt „The Fantastic Four“ aber ein durchaus unterhaltsamer Film, der aus geringen Mitteln einiges macht.
Mehr Infos auf Deutsch oder ausführlich auf Englisch.
Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Science Fiction Tags: B-Movie, Bernd Eichinger, Roger Corman
The Arena -aka- Naked Warriors (1974)
Das römische Imperium befindet sich auf dem Gipfel seiner Macht und hat einen gewaltigen Hunger nach frischen Sklaven. Von jenseits der Alpen wird die Priesterin Bodicia als Sklavin nach Rom verschleppt und aus Nubien in Afrika, wird Mamawi ebenfalls in das Römerimperium gebracht. Vom Sklavenmarkt geht es für sie zusammen mit zwei weiteren Sklavinnen auf das Anwesen eines reichen Römers. Er ist Besitzer einer Gladiatorenarena. Dort werden die Frauen erst einmal nackt ausgezogen, gewaschen und frisch eingekleidet.
Auf einer am Abend stattfindenden Orgie kommt es zum Eklat. Mamawie und Bidica werden als Tänzerinnen im goldenen Käfig präsentiert. Dabei geht das Temperament mit der stolzen Bodica durch. Sie schlägt einen Gast und wird als Strafe dafür vergewaltigt, während die Orgie um sei herum weiter geht.
Neben der Führung des Haushalts sind die Sklavinnen auch dafür zuständig, mit den Gladiatoren (ebenfalls Sklaven) in der Nacht vor deren Kämpfen das Bett zu teilen, da diese ja mit großer Wahrscheinlichkeit den nächsten Tag nicht überleben.
Eines Tage kommt es zu einem Streit zwischen den Sklavinnen, bei denen sie die komplette Küche des Anwesen verwüsten. Da kommt dem Herren des Hauses die Idee, die Frauen in der Arena, als Belustigung der Zuschauer gegeneinander antreten zu lassen. Die humorvollen Kämpfe gehen gut, bis das Publikum eines Tages nach Blut schreit und Mamawi eine der Sklavinnen töten muss.
Wer ein Fleischbeschau und jede Menge nackte Amzonen erwartet, wird mit „The Arena“ trotz des Alternativtitels „Naked Warriors“ enttäuscht werden. Es gibt nur ein paar Nacktszenen und diese machen sogar Sinn und sind nicht bloß Selbstzweck. Doch gerade weil die Erotik des Films dezent ist, wirkt sie um so mehr. Zumal gerade Margaret Markov und Pam Grier auch in ihren Kostümen vor Sexappeal nur so strotzen. Die beiden standen schon gemeinsam in „Black Mama, White Mama“ vor der Kamera und überzeugen in diesem Roger Corman Film auch schauspielerisch.
Wie gewohnt, bei Corman Filmen ist „The Arena“ Handwerklich sehr gut gemacht. Kamera, Schnitt und besonders Ausstattung und Kostüme lassen kaum Wünsche offen. Lediglich der Versuch eine Schlucht mit Hilfe von Schnitt und Gegenschnitt zu inszenieren (wo es offensichtlich keine Schlucht gibt) wirkt ein bisschen lächerlich. Über das Finale des Films kann man geteilter Meinung sein. Es artet in eine Aneinanderreihung von Gefechten und einer recht langatmigen Flucht aus. Die Kampfszenen sind zwar gut choreographiert, aber letztlich kommt doch inhaltliche Leere auf.
Auf jeden Fall ist „The Arena“ ein schönes Beispiel für Exploitation, der durch starke Frauenrollen besticht. Quentin Tarantino hat Blaxploitation Star Pam Grier deswegen ja auch mit Jackie Brown ein Denkmal gesetzt.
Außerdem ist „The Arena“ mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie Roger Corman späteren Hollywood Größen den Weg bereitet hat. So war bei diesem Film Joe Dante als Editor dabei. Nicht zu Hollywood Ruhm gebracht hat es hingegen Joe D’Amato. Doch auch der war in die Produktion integriert.
2001 hat übrigens der spätere „Wächter der Nacht – Nochnoi dozor“ Regisseur Timur Bekmambetov ein Remake von „The Arena“ unter dem Titel „Gladiatrix“ gedreht.
