Halloween 2 von Rob Zombie – Der erste Trailer
Auch wenn mann über diese hirnleere Remake oder Reboot Welle im Horrorkino denken mag wie man will, gibt es immerhin ein wiedersehen mit alten Bekannten. In Halloween 2 wird Michael Myers wieder unter der Regie von Rob Zombie das Messer schwingen.
Link: www.youtube.com
via 5filmfreunde
Categories: Film und Kino Nachrichten, Filmblog Tags: Horror, Rob Zombie, trailer, youtube
Rob Zombie’s Halloween (2007)
Als sich heraus stellte, dass der Musiker und Regisseur (Haus der 1000 Leichen, The Devil’s Rejects, Werewolf Women of the SS) ein Remake zum John Carpenter Klassiker „Halloween – Die Nacht des Grauens“ von 1978 drehen würde, waren viele schockiert. Dem durchgeknallten Horrorfan traute niemand so recht zu die brillante Spannung des Originals erreichen zu können. Dem ist auch so. Doch völlig verbockt hat Rob Zombie den Film dennoch nicht.
So sind die ersten 20 Minuten in denen die White Trash Familie des jungen Michael Myers eine wirklich unterhaltsame Angelegenheit. Zwar wird die meiste Zeit nur geflucht, das sorgt immerhin für gute Laune. Die kann einem zwar vergehen, weil man Daeg Faerch als 10 jährigen Michael ertragen muss, der definitiv eine Fehlbesetzung ist. Nachdem dieser hässliche Milchbubi den Großteil seiner Familie nieder gemetzelt hat, landet er für die nächsten 20 Minuten in der Psychatrie, in der außer diverser Gespräche mit Dr. Samuel Loomis (Malcolm McDowell) und einem Mord an einer Krankenschwester nicht viel passiert.
15 Jahre später nutzt Michael die Gunst der Stunde, als zwei betrunkene Psychiatriewärter in seiner Zelle eine junge Insassin vergewaltigen, um auszubrechen. Er reist in seine Hemiatstadt und meuchelt dort bevorzugt Teenager beim Sex.
Es gab schon schlechtere Filme unter dem Titel Halloween. Aber wie gesagt. Die ersten beiden Halloween Filme gehören nun mal zu den spannendsten und besten Slashern der Filmgeschichte, die mit Halloween H20 immerhin einen würdigen Nachfolger fanden. Rob Zombies Film hat keinen Funken Spannung. Es gelinkt ihm nicht einmal den Halloween Soundtrack richtig zu nutzen, der einem im Originalfilm das Blut in den Ader gefrieren lies.
Statt dessen setzt er auf Titten und Gewalt und seine dumme Hintergrundsgeschichte. Asoziale und Michael Myers passen aber einfach nicht zusammen, da er wie fast alle Slasher Killer eine Ausgeburt der Alpträume einer bürgerlichen Welt ist (Das Gegenteil wäre meinetwegen Letherface). Zumal Rob Zombies Michael Myer nicht das personalisierte Böse ist wie bei Carpenter, sondern einfach nur ein Typ, der eine schwere Kindheit hatte. Auch stört an Michaels Figur, dass er als zwei Meter große kraftstrotzende Kampfmaschine einiges von seiner Bedrohlichkeit einbüsst. Jason Vorhees tat die Vergrößerung in „Freddy VS. Jason“ gut, Michael geht daran zu Grunde.
Geretter wird der Film letztendlich auch nicht mehr durch seine weiblichen Reize. Die sind zwar nett anzusehen, aber Jamie Lee Curtis ist einfach unerreicht. Da hilft es auch nicht, dass Rob Zombies Ehegattin Sheri Moon Zombie sich ein Stelldichein gibt. Neben Malcolm McDowell überzeugt lediglich der deutsche Udo Kier in einer Nebenrolle.
Auch wenn das jetzt so klingt, als sei die 2007er Version von Halloween der hinterletzte Dreck, muss man anerkennend sagen, dass man es nicht mit einem schlechten Film zum tun hat. Wenn man ihn nicht an dem Original misst, hat man es mit einem soliden Slasher zu tun, in dem ordentlich Blut spritzt. Und einem Künstler muss man auch das Recht lassen, einen Klassiker neu zu interpretieren.
Categories: Filmblog, Filmkritik und Review, Horror Tags: Halloween, Michael Myers, Rob Zombie, Udo Kier
The Devil’s Rejects: House of 1000 Corpses 2 (2005)
Jetzt ist Schluss mit lustig! Die Polizei umstellt das Haus der Familie Firefly um ein für alle Schluss mit den sadistischen Morden, Folterungen und Perversionen zu machen. Nach einem heftigen Schusswechsel gelingt es der Polizei schließlich das Haus zu stürmen und Mother Firefly (Leslie Easterbrook) festzunehmen. Otis (Bill Moseley) und Baby können jedoch fliehen (Sheri Moon Zombie). Durch einen kleinen Mord sichern die beiden sich schnell ein Auto und machen sich auf um sich mit Captain Spaulding (Sid Haig) zu treffen. Bevor es aber zur glücklichen Familienzusammenkunft kommt, nehmen Otis und Baby noch eine Country Band als Geisel und spielt ein paar sadistische Spielen mit ihnen. Das eigentliche Ziel der Reise ist aber das Bordell von Captain Spauldings Bruder wo sie sich verstecken wollen. Das ganze wird nur dadurch bedroht, dass Sheriff John Quincy Wydell (William Forsythe) es auf die Familie abgesehen hat um blutige Rache an ihnen für den Mord an seinen Bruder zu nehmen.
Rob Zombie is back in hell. Mit Haus der tausend Leichen gelang ihm ja 2003 ein kleiner Geniestreich, des Horrorkinos. Die Hommage an das Texas Kettensägenmassaker war ein innovativer kleiner Horror B-movie, der künstlerisch den meisten andere Filmen seines Genres und seiner Zeit überlegen war. Im zweiten Teil betritt Rob Zombie jedoch Neuland und liefert keinen billigen Aufguss des ersten Teils. Vielmehr spart er sich die Teenager als Hauptpersonen und Opfer und verlegt den Focus komplett auf Familie Firefly. Die Armen sind ihrer natürlichen Umgebung beraubt und im für sie unnatürlich wirkenden Tageslicht auf der Flucht vor der Polizei. Hier muss man ganz klar sagen, dass Parallelen zu „natural born killers“ und „From dusk till Dawn“ offensichtlich sind Rob Zombie nicht wirklich viel neues liefert. Was aber wenig stört, denn bei The Devil’s Rejects wird Gott sei Dank nicht immer af Coolness geschoben sondern eine wirklich dreckige Welt gezeigt. Höhepunkt der Perversion ist Stelle, in der Sheriff Captain Spaulding, Baby und Otis foltert. Hier gibt es sadistischen Spaß der Spitzenklasse. The Devil rejects ist bestimmt kein Film für Zartbesaitete. Neben der gehörigen Portion Sadismus und Perversion gibt es auch noch jede Menge Gewalt, Blut und Sex. Handwerklich ist der Film ebenfalls besser als die meisten anderen b-movies. Rob Zombie erschafft geile Kompositionen aus Bildern und Musik und macht auch ein paar wirklich tolle Schnitte. Den Film sollte man sich übrigens auf jeden Fall mal im englischen Original ansehen, da The Devil rejects zur Zeit laut Wikipedia der Film ist, der das Wort Fuck am häufigsten enthält.
Übrigens: Tipps zum Hühnersex und andere wirklich lustige Einfälle sorgen die ganze Zeit über für beste Unterhaltung.
Categories: Action und Abenteur, Exploitation, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Thriller Tags: Rob Zombie
