Der Hype um Ortsbasierte Dienste a la foursquare und Gowalla
Wer sich wie ich irgendwo in der lustigen bunten Welt der Social Media (oder wie es damals in der Steinzeit hieß, Web2.0) tummelt, kommt nicht am Thema ortsbasierte Dienste (Location Based Services) wie foursquare und Gowalla vorbei. So scheint es zumindest. Ortsbasierte Dienste ermöglichen es dem Nutzer mit seinem Smartphone seine derzeitige Position zu ermitteln und so in einer Lokalität “einzuchecken”. So weiß der virtuelle Freundeskreis oder auch die gerade besuchte Lokalität, immer wer sich wo befindet. Skeptiker warnen vor der selbst gewollten Totalüberwachung und BigBrother3.0 (wir erinnern uns: 2.0 ist out). Befürworter sehen den praktischen Nutzen für die Organisation des zwischenmenschlichen Zusammenlebens und das Marketing. Denn statt 20 SMS schreiben, in der stünde in welcher Kneipe man gerade sei, bräuchte man nur einmal in einem Location Based Services “encheckenW und der gesamte Freundeskreis wüsste, wo man gerade steckt. Betreiber der diversen Lokalitäten haben auf der anderen Seite beispielsweise die Möglichkeit Nutzern, die oft bei ihnen einchecken Vergünstigungen anzubieten.
So weit die Theorie. Social Media Enthusiasten sind natürlich längst bei foursquare und Gowalla dabei und herrscht in sowohl in der Szene als auch in der Fachwelt der Konsens, dass ortsbasierte Dienste und die gesamte Lokalisierung des mobilen Internet da nächste große Ding sind. Dumm nur, das außerhalb der Welt der medienafinen Menschen, die neue Medien- und Kommunikationsmittel besonders nutzen und darüber schreiben noch kaum jemand ortsbasierte Dienste kennt, geschweige denn nutzt.
Die Smartphone Dichte in der breiten Bevölkerung nimmt zwar rasant zu und er Otto Normalverbraucher, zahlt gerne 1000 Euro für ein Iphone 4 und nutzt damit das mobile Internet. Aber er nutzt es so, wie er es auch zu Hause nutzen würde.
Wie unbekannt die Ortsbasierten Dienste wirklich sind zeigt jetzt eine Studie, deren Inhalt GigaOm zusammengefasst hat. Demnach nutzen nur 4 % der Befragten ortsbasierte Dienste, während 84 % nichts mit dem Begriff anfangen können. 9 % wissen immerhin worum es bei Location Based Services geht und 3 % kennen Leute die solche Applikationen nutzen. Und wie man es nicht anders gewohnt ist, sind die Early Adopters die jungen Männer. Da solche Trends in den USA in der Regel früher losbrechen und erst mit der Zeit von den deutschen und europäischen Nutzern übernommen werden, ist der Hype um Location Based Services derzeit noch unbegründet. Foursquare hat so z.B. lediglich 20.000 aktive Nutzer in Deutschland.
Ich stimme Martin Weigert zu und kann mich seinem Fazit im Artikel auf netzwertig.com nur anschließen. Er sagt dass ein eigener Ortsbasierter Dienst von Facebook das Zünglein an der Waage sein könnte, der den Durchbruch für die Location Based Services einläuten könnte. Facebook steht wohl kurz davor den Location Based Service Hot Potato zu übernehmen. Gerade jüngere Nutzer, die neuen Formen der Nutzung von Social Media offener Gegenüber sind könnten so leicht zu Nutzern der Ortsbasierten Dienste werden.
Die Frage ist ob foursquare und Gowalla dadurch verdrängt werden. Twitter wurde seiner Zeit nicht von Facebook verdrängt und hält sich gegenüber den neu eingeführten Statusupdates auf Facebook. Aber Twitter war zu dem Zeitpunkt als Facebook zum Angriff überging auch bereits tiefer verankert. Für Deutsche Social Networks a la StudiVZ, könnte der Wind durch die ortsbasierte Dienste noch rauher werden, als er eh schon ist. Denn ohne enormes Kapital, wie es hinter Facebook steht, dürfte sich kaum in nächster Zeit eine eigene ortsbasierte Dienste Applikation entwickeln lassen. Zumal die StudiVZ Nutzer in ihrem Nutzungsverhalten doch eher konservativ sind und dem ganzen SchnickSchnack (dem aber die Zukunft gehört) bei Facebook eher skeptisch gegenüber stehen.
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Semantic Web – Web3.0 oder einfach Internet
In den letzten Tagen ist dieses hübsche kleine Video über das Semantic Web oder auch Web3.0 durch die Blogosphäre gegeistert. Da will ich es mir natürlich nicht nehmen lassen es auch meinen Lesern (sofern ich solche habe^^) ans Herz zu legen. Es kommen jede Menge Experten zu Wort und man kriegt einen groben Einblick in welche Richtung sich da Internet derzeit entwickelt.
Das einzige was mich ein bisschen stört ist die Terminologie. Das Bedürfnis der Medienwissenschaft und der Internetbranche nach immer neuen Begriffen für das Internet und die Abläufe die sich dort abspielen, ist zu oft einfach nur ein geschickter Marketing Gag.
Bei Web2.0 war es so und beim Semantischen Internet oder meinetwegen auch Web3.0 sehe ich das ähnlich. Es geht um Technologie und Anwendungsmöglichkeiten die eigentlich schon immer bestanden haben, aber sich bisher anfangs auf Grund verschiedenster Faktoren nicht durchsetzen konnten. Aber darüber möchte ich jetzt keine Generaldebatte beginnen, sondern lieber viel Spass in den nächsten 15 Minuten wünschen.
Bei Wolfgang Schoch grad übrigens noch ein schönes Beispiel gefunden was man sich den jetzt genau unter Semantic Web vorzustellen hat:
“in der Wikipedia finden sich viele Listen, beispielsweise die Liste der britischen Monarchen. Diese Listen werden aber alle von Hand gepflegt, da ein Computer (bzw. die MediaWiki Software) nicht weiß, was ein britischer Monarch ist und wie die Informationen in den Artikeltexten interpretiert werden sollen. Im Semantic Web soll das anders sein. Unstrukturierte Texte sollen beispielsweise mit Hilfe von Annotationen so aufbereitet werden, dass die Informationen darin auch für Maschinen zu verstehen sind.”
Hoffe mal das Zitat ist nicht zu lang und ich werde dafür nicht abgemahnt.
Categories: Internet, Medienblog, social media Tags: medienwissenschaft, semantic web, web2.0, web3.0
Der große Internetführer für Schüler
Bücher über das Internet zu schreiben ist ja immer eine zwiespältige Angelegenheit. Wissenschaftliche Literatur ist leider mehr als schnell veraltet und Bücher für Laien werden oftmals von Autoren geschrieben, die von der Materie keinerlei Ahnung zu haben scheinen. In der Frühzeit des Internet als es noch kein Wikipedia und google gab, war die Lage noch spannender. Damals wurden Bücher veröffentlicht, die einfach Internet-Adressen mit Beschreibungen enthielten. Ein gedruckte kommentierte Linksammlung. Ein nicht aktueller, unpersönlicher Print-Blog ohne Kommentarfunktion und RSS, sozusagen. Oder eher ein gedrucktes Yahoo Verzeichnis. Wobei Yahoo auch lange vor meiner Zeit war.
Beim Ausmisten meines Schreibtisches fiel mir ein solches Exemplar in die Hände. „Der große Internetführer für Schüler“. Mindestens zehn Jahre hat dieses Schätzchen auf dem Buckel (Preise für Internetnutzung werden in D-Mark angegeben). Genutzt habe ich es vermutlich nie. Doch aus heutiger Sicht hat das Büchlein einen gewissen Charme. Da wird im Vorwort für Eltern vor Pornografie gewarnt, aber gleichzeitig klar gestellt, dass damit ja eh nur versucht werde Geld zu verdienen, weshalb die lieben Kleinen letzten Endes doch sicher seien. Besorgten Eltern wird empfohlen nötigenfalls beim Provider nach „Zugriffskontrolle“ zu suchen. Und im „digitalen Tagebuch, dem so genannten Verlaufsortner“ könne man zur Not auch nachsehen wo der Nachwuchs sich so herumtreibe. Gut das man den Verlauf nicht löschen kann.^^
Die mit Screenshots, Beschreibungstexten und jeweils drei Stichwörtern versehenen Links, reichen von kuren Domains bis hin zu gewaltig langen URL-Monstern. Letztere sind ohne Kopieren/Einfügen damals wie heute eine Tortur.
Die Qualität der „verlinkten“ Seiten lässt sich aus heutiger Sicht schwer beurteilen. Sie reichen von Seiten die auf Uniservern liegen und vermutlich heute noch genau so existieren, über Portale bis hinzu privaten Webseiten auf Tripod, T-Online oder geocities Wepspace.
Der große Internetführer für Schüler, öffnet ein Fenster in die Steinzeit des Internets. Lange vor Web2.0, google und Wikipedia. Auch wenn das Buch wie gewollt und nicht gekonnt wirkt, hat seine Wiederenddeckung mich auf eine interessante kleine Zeitreise geschickt. Nichts desto trotz wandert das Werk jetzt in die Tonne. Sollte ich ein Stück Mediengeschichte vernichten: Asche auf mein Haupt.
Ein verärgertet Amazon Kunde kritisierte übrigens:
die angegebenen links sind absolut unnütz, da man sie bei jeder suchmaschiene auch kostenlos erhält.
andere links sind schontotal veraltet und die angeblichen tips kann man sich auch an den hut schmieren…
Categories: Internet, Medienblog Tags: buch, medienwissenschaft
Der Tot des Johannes Rau bei Twitter
Nicht nur der King of Pop ist tot. Nein auch Altbundespräsident Johannes Rau!
Was daran so spannend ist?
Stefan Keuchel, seinerseits “press spokesperson for Google Germany”, hat die Nachricht, dass Johannes Rau heute verstorben sei getwittert (Versehen mit dem Kommentar, dass er dies erst über twitter mitbekommen habe. Dabei verlinkte er auf einen Spiegel.de Artikel.
Spannend an der ganzen Sache ist, dass sich diese Meldeung sehr schnell bei twitter durch ReTweets verbreitete. Viele Twitterer haben die Tatsache, das Johannes Rau schon seit über drei Jahren tot ist wohl vergessen und nicheinmal auf die Datumsangabe des Spiegel.de Artikels geschaut. Auch das hohe Ansehen, dass frischkopp innerhalb von Twitter hat dürfte ein Rolle gespielt haben.
Interessant an der ganzen Sache ist nun, wie sich eine solche Falschmeldung bei Twitter einerseits rassend schnell verbreitet (der normale Twitter User muss ja keine Inforamtionen nachrecherchieren) und dass der Fehler andererseits innerhalb von kürzester Zeit durch das Netzwerk bzw. die kollektive Inteligenz korregiert wurde.
Dieser Artikel ist auch im Trierer Medienblog erschienen.
Categories: Internet, Medienblog Tags: medienwissenschaft, Twitter
Wissenschaftliche Konferenzen organisieren mit contoo
Wissenschaftliche Kommunikation im Internet ist nicht immer einfach. Das weiß jeder der im Alltag mit ihr zu tun hat. Wer darüber hinaus größere wissenschaftliche Veranstaltungen organisieren will, benötigt dafür oftmals sehr viel Zeit und Logistik.
Eine Unterstützung für die Organisation und Verwaltung von wissenschaftlichen Konferenzen bietet contoo Congress Administration. Mit dem Angebot von contoo ist es möglich, das organisatorische Rückgrat einer Konferenz anzulegen und sich dabei an die besonderen Bedürfnisse teilnehmender Wissenschaftler anzupassen.
Wie funktioniert das?
Auf der contoo Webseite lässt sich mit Hilfe eines Assistenten in wenigen Schritten eine Konferenz anlegen. Kinderleicht wird man durch die verschiedenen Schritte geleitet und kann die Daten der Konferenz (Datum, Veranstaltungsort, Thema, etc.), seine eigenen Logos, die Arten der verschieden Vorträge und Symposien eingeben. Auch lassen sich Fristen, Teilnehmerbeiträge und Anmeldeformalitäten eintragen und dadurch automatisch Formulare für die Anmeldung generieren. Ferner es ist möglich eine Bestätigungsmail für Teilnehmer zu formulieren, die nach deren Anmeldung an diese geschickt wird.
Für die Präsentation der Konferenz werden diese Daten alle in eine eigene Webseite integriert, die man mit Hilfe eines leicht verständlichen Editors bearbeiten kann. Es ist möglich, eigene Bilder hoch zu laden oder Dateien (z.b. Informationsflyer als PDF) zum Download anzubieten. Wer bei einem Punkt der Konferenzplanung mal nicht weiter weiß oder Funktionen der Menüs nicht so recht versteht, kann während der gesamten Eingabe und Planung auf die Hilfe-Funktionen zurückgreifen.
Ist die Konferenz nun angelegt und fertig bearbeitet, kann man sich unter dem zweiten wichtigen Menüpunkt „Verwalten“ den Details der Konferenz widmen und den Ablauf vor Beginn der Konferenz überwachen. So kann man sich die bereits angemeldeten Teilnehmer anzeigen und über die Suchfunktion je nach Bedarf sortieren lassen. Auch gibt es die Möglichkeit, verschiedenen Teilnehmern und Beitragenden schnell und einfach E-Mails zu schicken.
Für den Fall, dass die Teilnehmer der Konferenz Abstracts einreichen, bietet contoo die Möglichkeit diese schnell und einfach zu sichten und je nach Bedarf frei zu schalten oder zu editieren. Ebenso wie die eingegangenen Registrierungen und Abstracts lassen sich auch das Programm und die
geplanten Vorträge durchsuchen.
Die fertig erstellte Webseite der Konferenz bietet schließlich den Teilnehmern auch eine Vielzahl an Möglichkeiten. So lassen sich beispielsweise Abstracts ohne große Mühe einstellen und der Ablauf der Konferenz lässt sich als ausführliches Programm in tabellarischer Ansicht oder in einem übersichtlichen Stundenplan anzeigen.
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem man mit seiner Konferenz-Webseite wirklich online gehen will, bleibt contoo übrigens vollkommen kostenlos, sodass man nach Herzenslust erst einmal testen und ausprobieren kann.
Categories: Internet, Medienblog Tags: konferenz, medienwissenschaft, Trigami
Noam Chomsky im Interview mit Ali G.
Noam Chomsky ist ein sehr berühmter Linguist und begegnet einem in der Medienwissenschaft Trier auf jeden Fall einmal in einer Vorlesung. Nicht persönlich, aber in Form eines Videos. Auch wenn ich seine linguistischen Arbeiten nicht kenne, sind seine Veröffentlichungen zu Medien sehr spannend und dürften jeden Verschwörungstheoretiker eine helle Freude sein.
In seiner Eigenschaft als Linguist wurde Noam Chomsky von Ali G. interviewt.
Link: www.youtube.com
Categories: Internet, Medienblog Tags: medienwissenschaft, Noam Chomsky, youtube
Siegfried Kracauers Analyse des Films Das Cabinett der Dr. Caligari
Das Cabinett der Dr. Caligari wurde, auch unter Berücksichtigung finanzieller Aspekte, im Studio produziert und es wurden statt Bauten gemalte Kulissen verwendet. Auch auf Grund dieser gemalten Kulissen gilt Caligari als expressionistischer Film. Details und Formen wurden vereinfacht, verzerrt und abstrahiert. Es dominieren schräge Linien sowie gezackte und bedrohlich wirkende Formen und Schatten waren aufgemalt. Auch die Zwischentitel sind in diesem Stil gehalten. Es wird eine Grauen erzeugende, irreale Sphäre geschaffen, die seelische Ereignisse nach außen projiziert. Caligari gilt als einziger Film indem sowohl Dekor, Handlung als auch Schauspiel expressionistisch waren.
Lotte Eisner sieht in dem Film einen Ausdruck des Hangs der Deutschen nach Mystizismus, Magie und dunklen Kräften.
Laut Siegfried Kracauer lässt sich die tiefenpsychologische Verfassung die von 1918 bis 1933 in Deutschland herrschte durch die Analyse deutscher Filme aufdecken. Gründe dafür sind seiner Meinung nach, dass Filme nie das Produkt eines Individuums sind und sie sich an eine anonyme Menge richten. Außerdem reichten ökonomische, soziale und politische Faktoren nicht aus, um Hitler zu erklären.
Für Kracauer sind die deutschen Filme vor 1918 Vorgeschichte ohne Bedeutung. Er baut seine gesamte These auf Das Cabinett der Dr. Caligari auf, der für ihn der Archetyp des deutschen Films ist, in dem man den Rückzug der Deutschen ins Reich der Seele sieht und ihren Wunsch danach sich Tyrannen unterzuordnen. Laut Kracauer ist er durchzogen von Tyrannei und Chaos.
Kracauers These stützt sich weder auch Statistiken, noch konnte die zeitgenössische Kritik etwas antirevolutionäres im Film entdecken. Ferner baut Kracauers These nicht in erster Linie auf dem Film an sich oder dem Originaldrehbuch (welches er nicht kannte) auf. Seine wichtigste Quelle, auf der seine Interpretation basiert, ist die Schrift “Caligari: The Story of a famous story” die Drehbuchautor Janowitz erst 1939 im Exil schrieb und in der er behauptet, Caligari sei ohne die Rahmenhandlung, die Regisseur Robert Wiene hinzufügte, ein revolutionärer Film gewesen. Diese Meinung übernimmt Kracauer.
Jedoch enthielt auch das Originaldrehbuch ebenfalls eine Rahmenhandlung und Janowitz selbst schreibt, diese habe den expressionistischen Film zwar besser konsumierbar gemacht, jedoch die Kraft der Geschichte nicht beeinflusst.
Ferner ignoriert Kracauer die Herkunft von Tyrannentypen aus der Literatur und beschränkt sich darauf, teils unpopuläre Filme für seine Analyse zu verwenden oder bzw. Bildformen die in seine vorgefasste Lesart einer deterministischen Geschichtsdeutung passen.
Literatur:
Bär, Gerald: Das Motiv des Doppelgängers als Spaltungsphantasie in der Literatur und im deutschen Stummfilm. Amsterdam / New York 2005.
Bongartz, Barbara: von Caligari zu Hitler – von Hitler zu Dr. Mabuse? eine >>psychologische<< Geschichte des deutschen Films von 1946 bis 1960. Münster 1992.
Eisner, Lotte H.: Die dämonische Leinwand. Frankfurt 1979.
Grafe, Frida: Licht aus Berlin. Lang. Lubitsch. Murnau. Berlin 2003.
Harzheim, Harald: Das Cabinett des Dr. Caligari, In: Ursula Vossen (Hrsg.): Filmgenres Horrorfilm. Reclams Universalbibliothek Nr. 184056. Stuttgart 2004.
Jung, Uli / Schatzberg, Walter: Robert Wiene. Der Caligari Regisseur. Berlin 1995.
Koebner, Thomas (Hrsg): Diesseits der >Dämonischen Leinwand<. Neue Perspektiven auf das späte Weimarer Kino. München 2003.
Koebner, Thomas: Von Caligari führt kein Weg zu Hitler. Zweifel an Siegfried Kracauers ›Master‹ -Analyse, In: Koebner, Thomas: Wie in einem Spiegel. Schriften zum Film. Dritte Folge. Sankt Augustin 2003.
Kracauer, Siegfried: Von Caligari zu Hitler. Eine tiefenpsychologische Geschichte des deutschen Films. Frankfurt am Main 1979.
Kracauer, Siegfried: Von Caligari bis Hitler. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Films. Hamburg 1958.
Kurtz Rudolf: Expressionismus und Film. Berlin 1926. ND: Kiening, Christina / Beil, Ulrich Johannes (hrsg.). Zürich 2007.
Quaresima, Leonardo: Introduction to the 2004 Edition: Reading Kracauer, In: Kracauer, Siegfried: From Caligari to Hitler. A psychological History of the German Film. Princeton / Oxford 2004.
Loew Dirk Christian: Du musst Caligari werden! Siegfried Kracauer und „Das Cabinett des Dr. Caligari“ – Eine Rezeptionsgeschichte. http://www.filmtexte.de/pageID_1971112.html , (Abruf: 15.10.2008).
filmportal.de : http://www.filmportal.de/df/bb/Artikel,,,,,,,,ED142C4B0F975326E03053D50B37537E,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html , (Abruf: 15.10.2008).
Categories: Film und Kino Nachrichten, Filmblog Tags: Caligari, medienwissenschaft
Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing bei News Seiten
Das Nachrichtenseiten mehr auf SEO setzen, als auf Qualität ist mir ja jüngst bei sueddeutsche.de aufgefallen. Das so dreiste Generieren von Page Impressions (PIs) ist mir zwar so schlimm noch nirgendwo aufgefallen, jedoch versuchen anderen Nachrichtensites wohl auch durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenmarketing (SEM) Besucher auf ihre Seiten zu kriegen. Natürlich in der Hoffnung die Kosten für die bezahlte Werbung wieder herein zu bekommen. Steffen Büffels Kritik daran, hat auch bei mir die Frage aufgeworfen, ob Nachrichten die per SEO oder SEM den Weg zum User finden, nicht eher kontraproduktiv sind. Denn wer durch SEO kommt, wird bestimmt kein Stammleser und erst recht kein leidenschaftlicher „auf Banner Klicker“. Also verdient man nicht unbedingt mehr Geld mit der Webseite.
Diesen Gedanken sollte ich mir Ganz selbstkritisch wohl mal selber zu Gemüt führen. Zwar verbuche ich für mich, dass der Gina Lisa Lohfink Porno tatsächlich irgendwie in mein Konzept gehört, aber ansonsten habe ich in letzter Zeit wirklich mehr SEO betrieben und weniger gute Beitrage geschrieben. Und da ich demnächst dank der dem 100 € Gutschein von Google auch Suchmaschinenmarketing bzw. bezahlte Werbung machen werde, sollte ich vielleicht mal wieder damit anfangen etwas sinnvolles zu schreiben.
Categories: Internet, Medienblog Tags: medienwissenschaft, SEO
Psychoforum der Uni Wien adelt SoDoMedia
SoDoMedia ist nicht nur ein Film- und Medienblog, sondern betreibt auch ganz knallharte Wissenschaft. Das wissen zwar bisher die wenigstens zu schätzen, aber in Österreich setzt sich diese Erkenntnis wohl langsam durch. So wird dort der Blogpost, der sich mit einer Quantitativen Inhaltsanalyse befasst, als Erklärung genutzt, wie man sich eben dieser Methodik bedient
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Westfalenpost versus Westfälische Rundschau – Eine vergleichende, quantitative Inhaltsanalyse
Dieser Blogeintrag enthält leider nicht die komplette Hausarbeit, da es Formatierungsprobleme mit WordPress gab.
Universität Trier
Fachbereich II – Medienwissenschaft
Grundkurs Theorien und Methoden der Analyse von Print- und Onlinemedien Sommersemester 2007
Dozent: Philipp Niemann
Autor: Bened|kt Ham|ch
Inhaltsverzeichnis
2. Methodisches Vorgehen und Kategorien 3
2.1.2 Kultur und Veranstaltungen 4
2.1.7 Wirtschaft und Politik 5
2.1.8 Buntes und Verschiedenes 5
2.2.2 Hintergrundgeschichten 6
2.2.3. Ankündigungen und Bekanntmachungen 6
3.1 Auswertungen des Umfangs 8
3.2 Auswertungen der Artikel nach Art des Artikels 9
3.2.1 Der Anteil von Hintergrundgeschichten 9
3.2.2 Der Anteil von Berichten 9
3.2.3 Der Anteil von Ankündigungen und Bekanntmachungen 9
3.3 Auswertungen der Artikel nach Artikelthema 10
3.3.2 Das Thema Buntes und Verschiedenes 10
3.3.3 Das Thema Kirchen und Vereine 10
3.3.4 Das Thema Kinder und Jugend 11
3.3.5 Das Thema Politik und Wirtschaft 12
3.3.6 Das Thema Kultur und Veranstaltungen 12
3.3.7 Das Thema Polizei und Gericht 13
1. Einleitung
Ziel dieser Hausarbeit ist es, mit den Mitteln einer quantitativen Inhaltsanalyse, die thematischen Schwerpunkte der beiden Regionalzeitungen „Westfalenpost“ (WP) und „Westfälische Rundschau“ (WR), anhand ihrer Lokalausgaben für die Stadt Meschede, auf ihre Unterschiede hin zu analysieren.
Das Interesse, gerade diese beiden Zeitungen für die Stadt Meschede zu untersuchen beruht darauf, dass sowohl die WP als auch die WR zur WAZ Mediengruppe gehören.1 Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob es einen inhaltlichen Unterschied zwischen den beiden Zeitungen gibt, der ihr paralleles Erscheinen rechtfertigen würde. Außerdem existiert in Meschede als einzige Konkurrenzzeitung das zweimal wöchentlich erscheinende Anzeigenblatt Sauerlandkurier. 2 Demzufolge genießen die Lokalredaktionen der WP und der WR, die ferner im gleichen Pressehaus angesiedelt sind, eine Monopolstellung, was die lokale Tagespresse in Meschede betrifft. Fraglich ist daher, ob sich die beiden Zeitungen auf inhaltlicher Ebene und in ihrem Themenangebot so stark unterscheiden und ob es Differenzen in der Berichterstattung gibt, die es für die WAZ Mediengruppe notwendig machen, an einem Standort zwei Zeitungen zu verlegen.
Auf eine Wirkungsanalyse oder die Kodierung der Qualität der Zeitungen wird im Folgenden verzichtet, da dieses den Rahmen dieser Untersuchung sprengen würde. Stattdessen steht das Ziel im Vordergrund zu ermitteln, auf welche inhaltlichen Themen und Themenbereiche die beiden Zeitungen besonderen wert legen und welche Differenzen hierbei hervortreten. Die Angebotsstruktur der beiden Tageszeitungen wird dazu nach einem festgelegten Untersuchungsplan beschrieben. Ferner wird untersucht, ob sich die Artikel in den jeweiligen Lokalteilen bezüglich ihrer Form und Art unterscheiden. Ebenfalls wird dabei berücksichtigt, wie viel Text- und Bildanteil die einzelnen Artikel aufweisen. Neben der inhaltlichen Analyse als solche, wird untersucht werden, ob sich beide Zeitungen dahingehend unterscheiden, dass sie in ihrer Berichterstattung den Focus jeweils auf andere Orte in ihrem Einzugsbereich richten.
Dazu werden jeweils die Lokalteile der Ausgaben für Meschede, Bestwig, Schmallenberg und Eslohe analysiert. Diese vier Orte sind in beiden Zeitungen in einem Lokalteil zusammengefasst. Auf die Einbindung des lokalen Sportteil in diese Arbeit wird verzichtet.
Als Grundlage für die Untersuchung dienen fünf Ausgaben der WP und der WR, die im Zeitraum von Montag, den 3. September bis zum Freitag, den 7. September 2007 erschienen sind, sowie die Samstagsausgabe vom 15. September 2007. Insgesamt werden 613 Artikel in den beiden Zeitungen kodiert. Zum Erfassen der Daten für diese Untersuchung, wird auf die Methodik nach Patrick Rössels Buch „Inhaltsanalyse“ zurückgegriffen. Ferner diente dieser Arbeit als Inspiration das Werk „Inhalt und Struktur regionaler Großzeitungen“ von Jürgen Hüther, Hildegard Scholand und Norbert Schwarte, aus dem Jahr 1973.
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