So Finster die Nacht -aka- Låt den rätte komma in -aka- Let the Right One In
„Los, Quitsch wie ein Schwein!“. Der 12 Jährige Osaker ist zwar nicht daran interessiert Männer zu vergewaltigen (Deliverance – Beim sterben ist jeder der Erste), doch schlummert in ihm der tiefe Wunsch nach Gewalt und Rache. In der Schule wird er von einigen Mitschülern immer wieder als Schweinchen gehänselt. Jedoch kann Oskar sich nicht wehren. Seinen Frust kann er nur dadurch kompensieren, dass er Nachts den starken Mann spielt und mit dem Taschenmesser auf einen Baum im Hof der Reihenhaussiedlung einsticht, in der er mit seiner Mutter lebt.
Dabei begegnet er dem (Vmapir)Mädchen Eli. Eli lebt bei einem alten Mann in der Siedlung, der des Nachts durch die Gegend streift und Menschen zu überfällt. Diese hängt er dann auf und lässt sie langsam ausbluten um Eli das Blut zu bringen. Da dies jedoch nicht immer funktioniert muss Eli selbst auf Futtersuche gehen.Sie überfällt Menschen in der Dunkelheit saugt ihnen das Blut aus und bricht ihnen das Genick, um sie vor ihrem eignen Schicksal zu bewahren.
Gigantisch Geiler Film!!! Der kleine Vampir für große Kinder. Humorvoll, brutal, blutig. Aber dabei wunderschön menschlich und einfühlsam. Für Oskar ist die Begegnung mit Eli die Schlüsselsituation, die ihn dazu veranlasst die Demütigungen seiner Mitschüler nicht mehr länger zu erdulden. Der junge der einen in jeder Sekunde an Michel aus Lönneberga erinnert, ist ein Trennungskind und nicht fähig mit Konflikten umzugehen bzw. sich zu wehren. Erst Eli, die genau so kleines Mädchen wie brutal mordendes Monster ist, erklärt ihm er müsse zurück schlagen. Feste zurückschlagen. Das mag pädagogisch nicht einwandfrei sein, aber So Finster die Nacht richtet sich auch nicht an Kinder. Ein weiteres Element des Coming of Age Geschichte ist Oskars aufkaimende Sexualität. Er verliebt sich in das hübsche Mädchen obgleich diese ihm bei ihrer ersten Begegnung sagte, sie beide könnten niemals Freunde werden. Dabei ist er einerseits noch kindlich naiv (er will Blutsbruderschaft mit Eli eingehen *schlechte Idee*) aber erhascht andererseits einen verstohlenen Blick auf die ersten Schamhaare des kleinen Mädchens. Sie zwar zwölf Jahre alt, aber dies schon sehr lange.
Elis Beziehung zu ihrem ersten Beschützer wird Låt den rätte komma nicht ganz klar. Ob er aus reiner Nettigkeit für sie mordet oder ob die beiden ein eher sexuelles Verhältnis haben, kan man nur mutmaßen. Schließlich opfert er sich selbst als Mahlzeit für Eli, nachdem er sich zuvor mit Säure übergossen hat, weil sein jüngster Mordversuch schief ging.
Die Szene in der man das halb von Säure zerfressene Gesicht des Mannes sieht ist eine von vielen einwandfreien Gore Szenen, die dem Film viel Authentizität geben, ohne dabei jemals Selbstzweck zu sein. Dabei ist das Massaker, dass Eli zum Ende des Films an den Jungen die Oskar in der Schwimmhalle ertränken wollten anrichtet, wirklich harte Kost. Zwar sieht man nicht wie die Kinder in Stücke gerießen werden, aber wenn ihre Extremitäten ins Schwimmbecken fallen, dürfte das für Zartbesaitete doch schwer zu verdauen sein. Ebenso sind Elis Angriff auf Menschen eine recht brutale Angelegenheit, genauso wie die an Saw erinnernde Ausblutungsszene zu Beginn des Films. Ebenfalls nichts für schwache Nerven ist die Szene in der eine von Eli (aus Versehen) zum Vampir gemachte Frau in ihrem Krankenhausbett in Flammen aufgeht.
Doch der Horror den der Film in herrlichster Form verbreitet wird, immer wieder durch pure Menschlichkeit oder schwarzem Humor unterbrochen. So stört ein weißer Pudel die erste Ausblutungsszene indem er genüsslich an dem rotgefärbten Schnee leckt.
So Finster die Nacht -aka- Låt den rätte komma in -aka- Let the Right One In ist wirklich ein bemerkenswerter Film. Empfehlenswert gleichermassen für Horrorfilm Freunde, die Qualität abseits des US Mainstreams sonst oft nur vergeblich suchen und für Fans des anspruchsvollen europäischen Kinos. In der IMDB ist der Film zu Recht auf Anhieb unter die Top 200 gewählt worden.
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Cosmo und Wanda der Film aka Abra-Catastrophe
Die Welt (und auch dieser Blog) wird von (Filmen über) Gewalt und Tod regiert. Aus eben diesem Grund habe ich mir mal die Mühe gemacht und für Ausgleich gesorgt in Form von “Cosmo und Wanda der Film”. Die Geschichten von Timmy Turner und seiner Helfenden Elfen oder auch Zauberparten muss man einfach lieben.
Der Spaß beginnt mit einer Paar “das Urheberecht verletzenden Parodien berühmter Filme”. In diesen gibt es das Duell zwischen Luke und Darth Vadar (inklusive Handabschlagen!), einen Spiderman, dessen Fäden wie bei Spinnen normal aus dem Arsch kommen und einen Jurrasic Park in dem ein Gebiss im Wasserglas liegt. Nebenbei taucht in jeder Parodie Jar Jar Binks auf und wird jedes Mal überaus unnett behandelt. Nach diesen kurzen Traumsequenzen geht es weiter damit, dass Timmys Jahrestag gefeiert wird. Alles Zauberwesen, die er im Laufe des letzten Jahres getroffen hat sind da um mit ihm zu feiern, dass er es geschafft hat die Existenz seiner Zauberparten ein Jahr land nicht Preis zu geben. Neben anderen tollen Geschenken (explodierende Eier, Jetpack, Sack vom Weihnachtsmann) bekommt Timmy vom Oberelf John Claude van Ramme einen magischen Muffin der ihm jeden Wunsch erfüllen kann. Auch solche die gegen die Regeln verstoßen. Dummerweise ist mahl wieder Timmys Lehrer Mister Crocker mal wieder hinter ihm und seinen helfenden Elfen hinterher und ortet den Zaubermuffin und will ihn die Finger bekommen um endlich Herrscher über das Universum zu werden. Dass gelingt ihm zunächst nicht ganz, da Timmy den Muffin verliert und er in die Hände von A.J.s Affen gelangt. Dieser wünscht sich sogleich eine von Affen dominierte Welt, so dass die Elfen ab sofort den Affen als Parten zu Seite stehen und nicht mehr den Menschen von nun an als unterwürfige Klasse gelten. Aus diesem Schlamassel kann Timmy sich zwar gerade noch befreien, aber da Crocker der Muffin nun in die Hände fällt, macht er sich mit ihm zum Diktator über das Universum und nimmt Cosmo und Wanda gefangen.
Dieses Cosmo und Wanda Special könnte man auch als mehrer Episoden betrachten, die als roten Faden den Zaubermuffin habe, der jeden Wunsch erfüllt. Wobei der höhepunkt schon zu Beginn die Filmparodien sind. Jedoch ist auch von Affen regierte Welt urkomisch und eine wundervolle Hommage an den Planet der Affen. Auch wird hier in Form eines kleinen Rückblick, dass Auftauchen von Vicky in Timmys Leben gezeigt. Pädagogisch wertvoll ist zudem die Frage danach wie sehr Timmys Eltern ihn belügen und was für Auswirkungen dies hat. Ebenfalls besonders cool ist es noch wenn John Claude van Ramme die Mobilmachung der Elfen anordnet und die Brücke von der elfen zur Menschenwelt zerstört. “Ich zerstöre die Brücke aber gern! [%u2026] Und jetzt kehr ich zurück in mein Bad!”
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