El Rey de la montaña -aka- King of the Hill (2007)
Quim fährt durch die spanische Einöde und ist auf dem Weg zu seiner Exfreundin, mit der er sich wieder versöhnen will. Die hübsche Ladendieben Bea macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Auf der Toilette einer Tankstelle im nirgendwo kommt es zu einem Quicky, den Quim indirekt mit dem Verlust seiner Geldbörse bezahlen muss, die Bea ihm stiehlt.
Als Quim schließlich mitten im Wald nicht mehr weiter kommt, da die Strasse blockiert ist, wird die Situation richtig ungemütlich für ihn. Ein Unbekannter schießt aus dem Hinterhalt auf ihn und verletzt ihn so am Bein. Ihm gelingt die Flucht und er überfährt den vermeintlichen Schützen. Später trifft er auf Bea, die genau wie zwei Polizisten ins Visier der unheimlichen Heckenschützen geraten ist.
Dieser kleine spanische Beim sterben ist jeder der erste –aka- Deliverance Verschnitt, erzählt die alte Leier von Menschen, die von irgendwelchen schießwütigen Psychopathen durch die Wildnis gejagt werden. Und das nicht mal schlecht. Die Sexszene am Anfang verleiht den Figuren zwar nicht unbedingt tiefe, aber im Gegensatz zu machem US Horrorfilm haben Bea und Quim wenigstens so etwas wie eine Persönlichkeit, die bei all ihrem „auf der Flucht seien“ hin und wieder durchscheint.
Auch wenn das Deliverance Motiv ausgelutscht ist, ist der König des Hügels sehenswert. Zum einen bestechen die Landschaftsaufnehmen der herbstlichen Wälder und zum anderen ist die Atmosphäre wirklich gut eingefangen. Das diese beiden Elemente den Film nicht über die gesamte Spielzeit gebracht hätten, wusste auch Drehbuchautor Javier Gullón und Regisseur Gonzalo López-Gallego.
VORSICHT SPOILER
Deswegen enthüllen sie nach einer knappen Stunde die Identität der Killer, bei denen es sich um zwei Milchbubis im Kampfanzug handelt, die eine Art Real-Life Counter Strike, Manhunter oder Deer Hunter Season spielen. Das wirkt nicht unbedingt glaubwürdig, aber Glaubwürdigkeit ist im Horrorfilm ja auch nicht zwingend notwendig.
Die Amoklaufenden Kinder sorgen immerhin für ein krasses Finale in einem verlassenen Dorf und geben Freunden wüster Spekulationen die Chance einen tieferen Sinn in King of the Hill herein zu interpretieren.
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Mann beißt Hund – aka – Man Bites Dog: It Happened in Your Neighborhood
Ein Team von Dokumentarfilmern begleitet einen Mann auf Schritt und Tritt, während er ganz normal seiner Arbeit nachgeht. Dass ist das Konzept einer klassischen, recht alltäglichen Dokumentation, wie wir sie in Zeiten des Reality TVs ständig zu sehen bekommen.”Mann beißt Hund” ist eine solche Dokumentation. Sie ist nur nicht ganz so normal. Den der hier beobachtete Held der Dokumentation ist ein eiskalter Mörder, der seine Opfer ohne jede Empfindung oder ein Zeichen von Reue aus bloßer Habgier tötet. Er mordet scheinbar ohne jede Konsequenz und wird dabei vom Kamerateam begleitet, dem er auch schon mal recht sachlich genau erklärt, wie man Leichen richtig beschweren muss, damit sie nach der Versenkung im Kanal oder Steinbruch nicht wieder auftauchen. Nach und nach beginnt jedoch, dass Kamerateam sich mit dem Mörder (Ben sein Name übrigens) quasi zu verbrüdern. Dies beginnt damit, dass das Team ihm beim beseitigen der Leiche eines Schwarzen hilft, den er selbst aus Angst vor Aids nicht anfassen will (Vorher sehen sie jedoch noch nach, ob es stimmt, dass Schwarze so gut bestückt sind). Schließlich finanziert Ben den Film selbst mit und das Team beginnt selbst zu morden. Ironischerweise ist ihr erstes Opfer ein Filmteam, das einen Film über einen anderen Killer drehte. Das Team bleibt jedoch auch nicht ungeschont. Sein Tonmann fällt einem der von Bens Mordopfer zu Opfer bevor er es erwischt. Der schreckliche Gipfel dieser Entwickelung ist, als Ben und das Team im Suff in eine Wohnung einbrechen und dort kollektiv eine Frau vergewaltigen und nachher ein Blutbad anrichten.Man merkt vielleicht, dass “Mann beißt Hund” kein Film für schwache Nerven ist. Der in schwarzweiß gedrehte Film wirkt überaus real und führt den Zuschauer als Voyeur reinen vor. Alle Morde die Ben vor laufender Kamera begeht sind so emotionslos in Szene gesetzt, dass man sich fast wie in einer wirklichen Dokumentation fühlt. Der Zuschauer wird ebenfalls dazu verleitet sich mit Ben und dem Kamerateam zu assoziieren, was unter anderem daran liegt, dass man Ben außerhalb seiner Morde als eigentlich ganz netten Kerl vorgeführt bekommt, der nach getaner Arbeit mit den Jungs Essen geht oder seine Familie besucht. Dass er jedoch ein gnadenloser Killer ist gerät zum Teil fast Beiläufig in den Hintergrund und wir einem erst dann wieder wirklich klar, wenn er zum Beispiel den kleinen Jungen tötet. Die Schuld an dessen Tod hat jedoch eigentlich nur die Gruppe der Dokumentarfilmer, da diese Ben angestichelt hatte auch einmal ein Haus in einer reicheren Gegend aufzusuchen. Letztlich bleibt jedoch alle Schuld bei Zuschauer hängen. Dieser wäre im Falle der Authentizität des Films der jenige, für dessen Gier nach Sensation und Mord all dies geschehen würde. Dass Filmteam, dass anfängt sich mit schuldig zu machen ist also gleich zusetzten mit dem Zuschauer, der allein durchs betrachten mitschuldig wird. Der Film benutzt den Dokumentarstill ähnlich radikal wie Cannibal Holocaust, verzichtet aber auf übertrieben Splatterszenen. Die Gewaltszenen (von denen es reichlich gibt) wirken aber auf Grund des kühlen schwarz weiß zwar weniger reißerisch aber dafür weitaus realer.
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