Posts Tagged ‘Joe d’Amato’

The Arena -aka- Naked Warriors (1974)

Das römische Imperium befindet sich auf dem Gipfel seiner Macht und hat einen gewaltigen Hunger nach frischen Sklaven. Von jenseits der Alpen wird die Priesterin Bodicia als Sklavin nach Rom verschleppt und aus Nubien in Afrika, wird Mamawi ebenfalls in das Römerimperium gebracht. Vom Sklavenmarkt geht es für sie zusammen mit zwei weiteren Sklavinnen auf das Anwesen eines reichen Römers. Er ist Besitzer einer Gladiatorenarena. Dort werden die Frauen erst einmal nackt ausgezogen, gewaschen und frisch eingekleidet.

Auf einer am Abend stattfindenden Orgie kommt es zum Eklat. Mamawie und Bidica werden als Tänzerinnen im goldenen Käfig präsentiert. Dabei geht das Temperament mit der stolzen Bodica durch. Sie schlägt einen Gast und wird als Strafe dafür vergewaltigt, während die Orgie um sei herum weiter geht.

Neben der Führung des Haushalts sind die Sklavinnen auch dafür zuständig, mit den Gladiatoren (ebenfalls Sklaven) in der Nacht vor deren Kämpfen das Bett zu teilen, da diese ja mit großer Wahrscheinlichkeit den nächsten Tag nicht überleben.

Eines Tage kommt es zu einem Streit zwischen den Sklavinnen, bei denen sie die komplette Küche des Anwesen verwüsten. Da kommt dem Herren des Hauses die Idee, die Frauen in der Arena, als Belustigung der Zuschauer gegeneinander antreten zu lassen. Die humorvollen Kämpfe gehen gut, bis das Publikum eines Tages nach Blut schreit und Mamawi eine der Sklavinnen töten muss.

Wer ein Fleischbeschau und jede Menge nackte Amzonen erwartet, wird mit „The Arena“ trotz des Alternativtitels „Naked Warriors“ enttäuscht werden. Es gibt nur ein paar Nacktszenen und diese machen sogar Sinn und sind nicht bloß Selbstzweck. Doch gerade weil die Erotik des Films dezent ist, wirkt sie um so mehr. Zumal gerade Margaret Markov und Pam Grier auch in ihren Kostümen vor Sexappeal nur so strotzen. Die beiden standen schon gemeinsam in „Black Mama, White Mama“ vor der Kamera und überzeugen in diesem Roger Corman Film auch schauspielerisch.

Wie gewohnt, bei Corman Filmen ist „The Arena“ Handwerklich sehr gut gemacht. Kamera, Schnitt und besonders Ausstattung und Kostüme lassen kaum Wünsche offen. Lediglich der Versuch eine Schlucht mit Hilfe von Schnitt und Gegenschnitt zu inszenieren (wo es offensichtlich keine Schlucht gibt) wirkt ein bisschen lächerlich. Über das Finale des Films kann man geteilter Meinung sein. Es artet in eine Aneinanderreihung von Gefechten und einer recht langatmigen Flucht aus. Die Kampfszenen sind zwar gut choreographiert, aber letztlich kommt doch inhaltliche Leere auf.

Auf jeden Fall ist „The Arena“ ein schönes Beispiel für Exploitation, der durch starke Frauenrollen besticht. Quentin Tarantino hat Blaxploitation Star Pam Grier deswegen ja auch mit Jackie Brown ein Denkmal gesetzt.

Außerdem ist „The Arena“ mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie Roger Corman späteren Hollywood Größen den Weg bereitet hat. So war bei diesem Film Joe Dante als Editor dabei. Nicht zu Hollywood Ruhm gebracht hat es hingegen Joe D’Amato. Doch auch der war in die Produktion integriert.

2001 hat übrigens der spätere „Wächter der Nacht – Nochnoi dozor“ Regisseur Timur Bekmambetov ein Remake von „The Arena“ unter dem Titel „Gladiatrix“ gedreht.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Februar 27, 2008 at 1:07 pm

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Caligula II: The Untold Story -aka- CALIGULA 2 – DIE WAHRE GESCHICHTE

Kaiser Caligula (David Brandon) hat es verdammt schwer. Des achts versucht man ihn zu erdolchen, wenn er gerade eine jungfräuliche Christin vergewaltigen will, versucht auch die ihn abzustechen und auch seine Senatoren wollen den Guten vergiften. Und warum dass alles? Nur weil er ein sadistisches, Macht hungriges Schwein ist, dass der Inzest und der Sodomie frönt und wilde Orgien veranstaltet. So lässt er auch gerne mal Jungfrauen entjungfern, die eigentlich Priesterinnen einer Göttin sind um sie für seine Orgien zu benutzten. Auf einer solchen lässt er auch zu Anregung eine Frau den Penis eines Pferdes masturbiere und sie anschließend sogar mit dem Pferd verkehren. Auch sonst wird auf diesen Orgien eine Menge geboten. Gladiatoren schlagen sich während des Essens gegenseitig tot, so dass einen das Blut in Gesicht spritzt und am Ende gibt es wilden Gruppensex. Aber Caligula hat noch andere Hobbys. So schmeißt er auch gerne mal mit Säuglingen durch die Gegend, schneidet Zungen ab oder lässt Verrätern Metallstangen in den Hintern schieben bis diese am anderen Ende des Körpers wieder zum Vorschein kommen. Von alle dem unbeeindruckt schmuggelt sich Priesterin Miriam (Laura Gemser) bei Caligula ein um sich für den Tod der christlichen Jungfrau zu rächen, die ihre Freundin war. Dummerweise verliebt sie sich in das Monster von einem Caesar. Joe d’Amato hat in diesem Skandalfilm mal wieder alle Register gezogen. Er zeigt so ziemlich alles was auf Caligulas Orgien abläuft. Natürlich ist die „horse scene“ nur zum Teil echt, aber sie ist auch so ganz schön heftig. Pornografische Hardcore Szenen gibt es aber dennoch zuhauf. Der Minuten dauernde Gruppensex ist der Höhepunkt der Orgie und reiht sich in den Verlauf von Caligulas Perversion recht gut ein. Caligula: The Untold Story ist nämlich kein Porno. Es ist vielmehr ein doch ganz gut ausgestalteter Antikfilm, der die Geschichte des berühmt berüchtigten Kaisers Caligula halt auf die Weise von Joe d’Amato erzählt. Für Zartbesaitete dürfte der film auf Grund der Hardcore Szenen und der doch recht heftig ausfallenden Gewaltdarstellung eher nichts sein. Laura Gemser taucht nur relativ wenig auf und man sieht von ihr nicht wirklich viel. Sie trägt aber entscheidend dazu bei, dass der Film ein gewisses Niveau erreicht. Wobei man David Brandon zugestehen muss, dass er den wahnsinnigen Kaiser wirklich gut darstellt. Die Beziehung der beiden wirkt glaubhaft und sorgt auch dafür, dass das recht gut gemachte Ende des Films nicht aufgesetzt wirkt. Joe d’Amato hat den Film übrigens unter dem Pseudonym David Hills gemacht.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Dezember 14, 2005 at 8:37 pm

Categories: Action und Abenteur, Erotischer Film, Exploitation, Film, Filmkritik und Review, Genres, Horror   Tags: ,

In der Gewalt der Zombies -aka- Erotic Nights of the Living Dead

In einer psychiatrischen Anstalt trifft sich irgendwo im Keller eine Frau mit Larry um hemmungslosen Sex mit ihm zu haben. Der Film erzählt so zu sagen die Geschichte wie Larry dorthin gekommen ist. Das ganze hat damit begonnen, dass John in der Südsee eine Insel besichtigen sollte, auf der seine Firma eine Hotelanlage bauen will. Bevor er sich jedoch an die Arbeit macht vergnügt er sich noch mit zwei Damen unter der Dusche. In der Nacht führt dann ein Mann irgendein Ritual mit einer kleinen Statue durch und bekommt direkt im Anschluss daran von einem Zombie ein Stück aus der Kehle gebissen. Des unter vergnügt sich John weiter mit den zwei Mädels, welche schlagartig das Zimmer verlassen als er sie einlädt mit ihm zur Katzeninsel zur fahren. Da sie vor Schreck sogar vergessen ihr Geld mitzunehmen eilt er ihnen nur im Handtuch bekleidet hinterher und lernt da er sie nicht mehr einholt direkt die nächste Frau auf dem Flur kennen (so ein glück muss man haben). Larry war unterdessen auch nicht faul und hat sich mit einer schwarzen Schönheit vergnügt, welche beim verlassen des Boots einen ziemlichen Schreck bekommt, als auf einmal ein Zombie im Wasser steht, welchen Larry instinktiv mittels Anker erschlägt. Der Zombie wird dann in die Gerichtsmedizin gebracht wo man zuerst sein Madenzerfressenes Gesicht bewundern kann und dann Zeuge wird, wie er langsam seinen Arm hebt und sich an der Kehle des Gerichtmediziners vergeht. Nun kommt es zum ersten Treffen zwischen den Helden der Geschichte, da John Larrys Boot mieten will um damit in Begleitung einer Dame namens Fiona zur Katzeninsel zu kommen. Diese sei aber nach Larrys Aussage verflucht und von Zombies bevölkert. Aber das kann einen Seemann wie ich nicht erschüttern und so geht’s nach ein bisschen Sex und einer recht exotischen Showeinlage in der Nacht ab auf die Insel. Der erwarten jedoch Luna und ein alter Sack schon ihre Ankunft und befürchten, dass ihre Toten nicht mehr in Frieden ruhen könnten, wenn die Fremden auf die Insel kämen. Auf der Insel angekommen plant John schon völlig begeistert das Hotel und hat dann die grandiose Idee den alten Friedhof der Insel zu besuchen. Dort treffen die drei auf Luna und den alten Sack. Die beiden empfehlen so gleich das es gesünder wäre die Insel, auf der nach einer Sturmflut und einer Epidemie nur noch sie zwei lebten zu verlassen. Das hätten sie wohl auch besser getan. Denn schon bald tauchen die ersten Zombies auf. Diese lassen zwar Larry in Ruhe, da er einen Fetisch von dem alten Sack geschenkt bekommen hat, aber John hat schlechtere Karten. In einer verlassenen Hütte wird er von ein paar Zombies angegriffen, die er jedoch noch niedermetzeln kann ohne dass ihm etwas passiert. So wird er am Ende nicht Opfer der Zombies sondern das seiner eignen Libido. Dem armen wird nämlich etwas abgebissen bevor er dann selbst zum Zombie wird. Fiona und Larry machen sich nun auf die Suche nach ihm und werden auf der Insel immer weiter von den Zombies gejagt (Larry schein vergessen zu haben, dass sie ihm nichts tun). Nach einigen Schererein mit den Zombies scheint jedoch Larrys Hirn auch etwas gelitten zu haben, weshalb er letzten Ende auch in der Psychiatrie gelandet ist.

Auch wenn das jetzt vielleicht so klingt, dies ist kein Fickfilmchen mit ein paar Zombieelementen. Ich wollte einfach nicht die gesamte Spannung aus dem Ende nehmen und habe deshalb das Ende nicht so ausführlich behandelt. Am Anfang hat man zwar das Gefühl in einem Sexfilm zu sein, aber das stört nicht weiter und ist eigentlich auch ganz nett anzusehen. Die schon etwas heftigere Sektszene, erfüllt zudem ihre Rolle als (Vorsicht Wortspiel) Lückenfüller. Die Damen sind ausnahmslos dem Haargeschmack der damaligen Zeit angepasst, was einem gefallen kann, aber nicht muss. Zum dem darf sich die Damenwelt an Mark Shannons Glied erfreuen, so lange er es noch hat. Im Nachhinein wirken zwar die Zombieszenen am Anfang völlig fehl am Platz, da sie irgendwie nicht in die Story passen, aber man wollte wohl frühzeitig zeigen dass das hier ein Zombiefilm ist. Auf der Insel kommt dann endlich Laura Gemser ins Spiel, die zwar nur eine kleine Rolle hat, aber diese mit Bravour meistert. Und wenn erst die Zombies auftauchen wandelt sich auch die Stimmung. Traumstrand und Sex haben bis hier ihre Aufgabe erfüllt, aber wenn die Zombies sich aus den Gräbern erheben und über die Insel geistern kommt auch durch die wirklich verdammt atmosphärische Musik eine wirklich gute Stimmung auf. Selbst wer mit dem Anfang des Films wenig anfangen konnte (aber was kann man schon gegen viel Sex in einem Film haben?) wird am Ende entschädigt. Ein echt lohnenswerter Film, bei dem Joe d’Amato zeigt, wie gut man Sex und Horror im Film vereinen kann. Und wem der Sinn eher nach hartem Porno steht, dem sei an dieser Stelle sein Porno Holocaust ans Herz gelegt, bei dem es weniger Zombies, aber dafür mehr harten Sex gibt.

 

 

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - März 11, 2005 at 6:13 pm

Categories: Action und Abenteur, Erotischer Film, Exploitation, Film, Filmkritik und Review, Genres, Horror   Tags: ,