Die nackten Superhexen vom Rio Amore – aka – Linda – aka – Captive Women – aka – Orgy of the Nymphomaniacs
Die Blonde Hotelangestellte Betsy Norman (Ursula Buchfellner) hat eine Affäre mit Ron dem Geliebten von Sheila (Raquel Evans), der Hotelchefin. Diese ist davon gar nicht so begeistert, was sie dazu verleitet Betsy dazu zu zwingen, in ihrem Bordel, dem Rio Amore als Hure für sie zu arbeiten. Dieses ist für sie gleich doppelt ärgerlich (Vorsicht Zynismus), da ihre 16 Jahre alte und frisch von den Nonnen ihrer Klosterschule entlassene Schwester Linda sie besuchen kommt. Linda ist aber selbstständig genug, sich gleich bei dem nächst besten jungen Mann und dessen Schwester (die übrigens theoretische Sexpertin ist, aber mit der Praxis noch wartet bis ihr Busen größer ist) ein. Der junge Mann stellt sich recht schnell als Lindas große Liebe heraus. Währenddessen versucht Ron Betsy aus den Fängen Sheilas zu befreien, die sie im Rio Amore für ihre sadistischen Shows missbraucht.
Jess Franco ist und bleibt einfach der König des Sexploitaion. Die nackten Superhexen vom Rio Amore ist, wie man schon am Titel merkt, ein klassischer Vertreter dieses Genres und wirklich nicht der schlechteste. Die Rahmenhandlung ist zwar nicht wirklich ein Geniestreich, aber erfüllt ihren Zweck, so dass Franco jede Menge nackte Haut und wilde Orgien zeigen kann. Spannend ist Geschichte zwar nicht, immerhin sie jedoch so gut gemacht, dass es nicht langweilig wird. Dass Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Frauenkörpern und wie Franco sie in Szene setzt. Und dass macht er hier fabelhaft. Seine Schauspielerinnen sind durch die Bank ein Blickfang. Raquel Evans ist als kaltherzige Bordellchefin unbestrittener schauspielerischer und erotisch Star des Films. Ursula Buchfellner dagegen, besticht eher durch ihren Körper als durch tiefgründiges Spiel. Von Katja Bienert als Linda hätte man gerne mehr gesehen, doch gibt es mit ihr nur eine lesbische Liebesszene im Kloster und eine Szene im Meer. Eine weitere Lesbenszene, zusammen mit der Schwester ihres neuen Freundes hätte doch drin seien müssen. Die Szenen die Katja Bienert hat, sind aber wirklich gut und neben der Orgie, bei der Raquel Evans in der Mitte liegt kleine Highlights des Films. Neben diesen Hauptdarstellerinnen, gibt es natürlich auch jede Menge andere nackte Frauen zu bewundern, die im Rio Amore quasi als Deko herumstehen oder irgendwie sexuell aktiv sind. Neben dem Auftritt der Schwester sogt übrigens das „champagne girl“ für ein paar Schmunzeler. Ein letztes Wort noch zur Gewalt im Film. Sie findet quasi nicht statt. Die Auspeitschung zu Beginn ist so lahm, dass es noch nicht mal Striemen zu sehen gibt und auch die folgende „routine rape“ ist total harmlos. Sonst gibt nur noch eine böse, böse, böse Folter mit Palmenblättern und eine in einem Glaskäfig unter Drogen gesetzte Betsy zu erwähnen. Die nackten Superhexen vom Rio Amore kann ich wirklich jedem ans Herz legen, der sich mal eine guten Sexploitation Film ansehen will, dabei aber keine all zu harte Szenen ertragen will oder allen die Jess Franco Filme lieben. Wer sie nicht liebt, wird entweder durch diesen Film vom Gegenteil überzeugt oder hat selber Pech undweiß nicht was er verpasst.
Categories: Action und Abenteur, Erotikfilm Sexfilm Sexploitation Sleaze, Exploitation, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: Jess Franco, katja bienert, Ursula Buchfellner
Das Bildnis der Doriana Gray – aka – Doriana Grey – aka – Die Marquise von Sade
Die bildhübsche Doriana Gray lebt zurückgezogen nur mit ihrem stummen Diener Ziros in einem alten Schloss. Sie wird gequält mit Gedanken an ihre Zwillingsschwester die ihr bis aufs Haar gleicht, deren Schönheit jedoch vollkommener und unzerstörbarer zu sein scheint. Diese Schwester lebt ebenfalls abgeschottet von der Außenwelt in einer Psychiatrie. Dem Geheimnis dieser beiden Frauen auf der Spur taucht eines Tage eine Journalisten aus New York bei Doriana auf. Sie schreibt für das Magazin “Frauen Heute”, dass sich der Bewegung zur Befreiung der Frau angeschlossen hat. Da Doriana Grey eine emanzipierte Frau ist und die Leserinnen des Magazins wissen das Doriana Grey die lesbische Liebe bevorzugt, hat “Frauen Heute” ein ziemliches Interesse an ihr.
Dass alles erfährt man in den ersten zehn Minuten des Films. Danach sind ausgeklügelte Dialoge eher Mangelware und eine weitere Handlung sucht man auch vergebens. Aber das ist scheißegal, denn wir haben es hier mit Jess (Jesus) Franco Film zu tun, bei dem Erwin C. Dietrich produziert hat. Handlung ist also Nebensache und würde nur vom wesentlichen ablenken. Das Wesentliche sind in diesem Fall (natürlich) die ausgeprägten Sexszenen. Diese setzten sich aus drei Komponenten zusammen. Die meiste Zeit sieht man Dorianas Schwester beim Masturbieren, da sie dieses immer dann tut wenn Doriana die anderen beiden Komponenten betreibt. Sie Sex mit jeder Frau die nicht bei drei auf den Bäumen ist (ja ja die lesbische Liebe) und treibt es ab und zu auch mit ihrem Diener Ziros. Der ist jedoch eher eine Notfalllösung, da Doriana ihren Sexpartnern beim Oralsex die Lebenskraft aussagt. Ihr Dilemma ist halt nur, dass ihre Schwester statt ihrer die Lust dabei empfindet. Da der Film in zwei Fassungen existiert muss man bei den Sexszenen jedoch etwas differenzieren. Diese sind Jess Franco typisch mit vielen Zooms in Szene gesetzt und für seine Verhältnisse schon rehct hart, jedoch gibt es auch eine richtige Hardcore Szenen, die wohl vom Produzenten nachträglich in den Film geschnitten wurden. Die Sexszenen sind aus heutiger Sicht bestimmt nicht jedermanns Sache, da es wie in den 70gern üblich sehr brauner Bär (soll heißen die Mädels sind recht behaart) gibt. Das ändert aber nichts daran, Hauptdarstellerin Lina Romay wirklich schön anzusehen ist, wenn sie nackt oder nur mit dünner Seite bekleidet durch ihr Schloss schlendert. Das wird zwar alles auf die Dauer extrem langweilig, aber wenn man Jess Franco Fan ist, guckt man es sich trotzdem bis zum Ende an und wenn man keiner ist, lässt man ja eigentlich von Anfang an die Finger von dem Film.
Categories: Drama, Erotikfilm Sexfilm Sexploitation Sleaze, Exploitation, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror Tags: Erwin C. Dietrich, Jess Franco, Lina Romay
