Halloween 2 von Rob Zombie – Der erste Trailer
Auch wenn mann über diese hirnleere Remake oder Reboot Welle im Horrorkino denken mag wie man will, gibt es immerhin ein wiedersehen mit alten Bekannten. In Halloween 2 wird Michael Myers wieder unter der Regie von Rob Zombie das Messer schwingen.
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via 5filmfreunde
Posted by Sodomedia Date: Dienstag, April 21, 2009
Categories: Film und Kino Nachrichten, Filmblog
Tags: Horror, Rob Zombie, trailer, youtube
Nachts, wenn Dracula erwacht (1970)
Anwälten scheint wirklich auch der letzte Rest gesunden Menschenverstandes zu fehlen! Zumindest ist dies bei Jonathan Harker der Fall. Der angehende Anwalt aus London macht sich nämlich auf die Reise zu einem Geschäftskunden. Das ist zwar kein Grund in für lebensmüde zu halten, aber wenn man weiß, dass sein Auftragsgeber ein gewisser „Graf Dracula“ ist, sieht sie Sache schon etwas anders aus.
Er schlägt alle Warnungen von Mitreisenden auf seinem Weg nach Transilvanien aus und erreicht schließlich das Schloss des Grafen. Dieser lebt dort mit drei schönen Gespielinnen, die das angelieferte Frischfleisch zu würdigen wissen. Nachdem die Schlossbewohner Jonathan ordentlich Blut abgezapft haben und dieser entdeckt hat, dass es sich bei ihnen um, in Särgen schlafende, Vampire handelt, gelingt ihm die Flucht.
Er erwacht in der Klinik von Professor Hellsing (wahlweise in Budapest oder London). Der hat für seinen Teil den Grafen Dracula noch nie zu Gesicht bekommen. Jedoch ist er nicht nur Leiter einer Irrenanstalt sondern auch Experte für schwarze Magie.
In seiner Klinik fristet auch der geisteskranke Renfield in der Gummizelle sein Dasein. Graf Dracula nahm ihm einst die Tochter, was ihn in den Wahnsinn abgleiten lies.
Nach kurzer Zeit tauchen Jonathans Geliebte Mina Murray und deren Freundin Lucy Westenra in der Klinik auf. Niemand weiß, dass Graf Dracula ebenfalls in der Stadt ist. In der Nacht dringt er in Lucys Zimmer ein und saugt ihr das Blut aus den Adern. Schließlich stirbt sie an den Folgen. Doch sie kehrt wieder als Kinder tötende Vampirin.
Zusammen mit Lucys Verlobtem, dem Amerikaner Quincey Morris macht sie Jonathan schließlich auf, den Graf endgültig zu vernichten.
Bram Stokers Roman vom Grafen Dracula wurde ja bereits 1922 inoffiziell als Nosferatu verfilmt und diente zudem unzähligen anderen Vampirfilmen als Vorlage. „Nachts, wenn Dracula erwacht“ von 1970 hält sich im Gegensatz zu vielen anderen Dracula Filmen sehr eng an die Romanvorlage. Das ist eine große Stärke des Films, der dazu noch mit seiner sehr dichten Atmosphäre besticht. Zwar wird diese in einigen zu billig geratenen Szenen kaputt gemacht, aber über weiter Strecken bleibt ein düsterer Charme erhalten.
Was den Film außerdem sehenswert macht, seine seine Besetzung. Christopher Lee spielt den greisen Grafen eben so wie den verjüngten überzeugend und gibt dem Film wirklich Klasse. Klaus Kinski bleibt zwar unter seinem Genie zurück, aber er macht einen Film nun mal einfach sehenswert. Soledad Miranda, die ein Jahr später in Francos „Vampiros lesbos“ einen weiblichen Graf Dracula spielen durfte, bleibt ein wenig farblos. Aber das mag daran liegen, dass sei angezogen bleibt. Herbert Lom ist nicht der schlechteste Van Helsing, auch wenn er nicht gerade Vincent Price ist, den Jess Franco angeblich eigentlich für die Rolle haben wollte.
Regisseur Jess Franco hat bei „Nachts wenn Dracula erwacht“ auf jeden Fall sehr sauber gearbeitet. Darauf nackte Frauen zu Foltern wurde verzichtet, so dass der Film wirklich ein reiner Horrorfilm ist. Unter konventionellen Aspekten ist der Film vermutlich einer der besseren Jess Franco Filme (ich weiß, dass sage ich immer^^). Manch einem wird der Film heute zudem wegen seinem B-Movie und Trash Charem gefallen.
Posted by Sodomedia Date: Samstag, Februar 2, 2008
Categories: Exploitation, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror
Tags: B-Movie, Christopher Lee, Dracula, Horror, Jess Franco, Klaus Kinski, Romanverfilmung, Trash, Vampirfilm
Motel Hell -aka- Hotel zur Hölle (1980)
Wenn man des Nachts vorbeifahrenden Reisenden Fallen stellt und sie in Unfälle verwickelt, ist vermutlich nicht ganz normal. Sollte man die Opfer der Unfälle dann aber in seinem Garten eingraben, mästen und anschließend schlachten um sie zu räuchern, ist das ja etwas anders. Denn Farmer Vincent macht nun mal das beste Raucherfleisch der Gegend und ist seinen Kunden natürlich etwas schuldig.
Auch die hübsche, blonde Terry (Nina Axelrod) gerät in die Hände von Farmer Vincent. Doch er schlachtet sie nicht, sondern bringt sie in seinem kleinen Motel Hello (das „O“ in „Hello“ ist defekt und flackert^^) unter. Zusammen mit seiner Schwester Ida kümmert er sich um Terry, die nicht nur wegen des leckeren Fleisches gerne bei Farmer Vincent bleiben möchte. Obwohl sein Bruder der Sheriff sie angemacht hat, verliebt sie sich in Farmer Vincet.
Doch der hat eigentlich keine Zeit für Frauen. Er ist viel zu sehr damit beschäftigt, seine Tiere zu mästen und für Nachschub zu sorgen. Die Rockband „Ivan der Schreckliche“ landet genau so in seinem Garten, wie ein zu neugieriger Veterinär und ein Swingerpärchen, dass im „Motel Hello“ einen Treffe für heiße Swinger Partys vermutet.
Natürlich ist „Motel Hell“ ohne „Texas Chainsaw Massacre“ nicht denkbar. Aber auf Grund seines eigenwilligen, schwarzen Humors erinnert er eher an „Texas Kettensägen Massaker 2“. Denn ernst sollte man Farmer Vincent und seine kannibalistische, kleine Fleischfirma wirklich nicht. Dafür ist alles viel zu schrullig gehalten. Vincent selbst wirkt, egal was für grausame Sachen er gerade anstellt, immer wie der nette Farmer von nebenan. Seine Schwester Ida, wirkt da zwar schon etwas gruseliger, aber auch sie ist mehr Bauerntölpel als bösartige Kannibalin. Daneben sorgt die sonnige Südstaaten Atmosphäre dafür, dass man sich zwischenzeitlich eher im idyllischen „Waltons Country“ glaubt, als in einem Horrorfilm.
Doch auch wenn die Inszenierung teilweise recht behaglich geraten ist und große Spannungsmomente fehlen, sorgt der Humor immer dafür, dass es nicht langweilig wird. In einem Punkt ist „Motel Hell“ aber wirklich Horror vom feinsten gelungen. Ida und Vincent schneiden ihren Opfern nämlich, die Stimmbänder durch, nachdem sie sie in ihrem Garten eingebudelt haben. So machen die „Tiere“ nur noch röchelnde Geräusche. Das hört sich auf Dauer wirklich ziemlich übel an und wäre in einem „ernsten“ Horrofilm bestimmt ein super Stilmittel.
Wer hofft, dass Nina Axelrod nackt sehen zu können wird auch nicht enttäuscht. Zwar ist ihr oben ohne Auftritt nur kurz und Farmer Vincent kann erst Sex haben, wenn er verheiratet ist (im Fernsehen läuft auch ununterbrochen die Sendung eines Predigers), doch zusätzlich zu ihrer Wet T-Shirt Nummer im Teich ist die Szene ganz ansehnlich.
Wirklich großes Kino ist das Finale mit dem Kettensägenkampf. Zwar ist der Kampf nicht allzu schnell inszeniert, aber die Tatsache, dass Vincent seien Schweinkopfmaske (Deathstalker und die Rapper von K.I.Z. Lasen grüßen) trägt, macht ihn schon sehenswert.
Posted by Sodomedia Date: Dienstag, Januar 29, 2008
Categories: Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Komödie
Tags: Farmer, Horror, kannibalenfilm, kannibalismus, Kettensäge, menschenfleisch, räuchern, Schweinkopfmaske, südstaaten
Die Horror-Party -aka- April Fool’s Day (1986)
Eine Gruppe Jugendlicher will das Wochenende um Ostern auf dem Haus, auf einer Insel liegenden Haus einer Freundin verbringen. Auf der Hinfahrt geschieht ein schrecklicher Unfall auf der Fähre, bei dem ein Fährmann schwer verletzt wird. Und auch in dem Haus geschehen seltsame Dinge.
Ohne zu lügen kann ich sagen, dass Die Horror-Party der langweiligste Slasher ist, den ich je gesehen habe. Das keine wirkliche Handlung vorhanden ist, stört dabei am wenigsten. Denn Handlung wird bei Slasher Filmen ja bekanntlich überschätzt. Doch wenn niemand umgebracht wird und nur unglaubwürdige Szenen aneinander gereiht werden, bleibt der Spaß auf der Strecke. Zudem bekommt man von der grässlichen 80er Jahre Ausstattung des Films Augenkrebs und seine Prüderie ist fast schon eine Beleidigung des Genres. Ein Sexpsychotest ist da der erotische Höhepunkt.
Die Wendung am Ende des Films (ich will nicht spoilern, aber der Film heiß Aprilscherz Tag) ist nicht nur durch und durch dämlich, sondern so dreist, dass man nur den Kopf schütteln kann.
Das einzige was mir wirklich gut gefallen hat, war der Anfang des Films. Dort wurde ein Privatvideo als Stilmittel verwendet. Ansonsten überzeugt bei „Die Horrorparty“ höchstes noch das hübsche DVD Cover.
Bei Freitag der 13. oder sleepaway camp ist man auf jeden Fall besser aufgehoben.
Posted by admin Date: Samstag, Dezember 29, 2007
Categories: Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Thriller
Hellraiserspecial – Die Komplette Hellraiserreihe kompakt zusammengefasst
So. 6 Hellraiserteile in 3 Tagen. Ich finde das ist ein ganz schön guter Schnitt. Jedoch hatte ich weder die Lust noch die Zeit zu jedem einzelnen eine ausführliche Kritik zu schreiben, oder dass ganze gar irgendwie tiefgründiger auseinander zu nehmen. Deshalb gibt es jetzt so zu sagen ein Hellraiserspecial in dem ich versuchen werde jeden Teil kurz abzuhandeln.
Hellraiser – Das Tor zur Hölle
Frank kauft auf irgendeinem Basar einen seltsamen Würfel. Dieser Würfel ist eine Art Puzzle, welches Frank schafft zu öffnen. Ob das eine gute Idee war ist jedoch Auslegungssache, da der Würfel das Tor zur Welt der Cenobiten öffnet. Diese Dämonen beten den Schmerz an und holen jeden in ihre Welt der das Tor zur Hölle öffnet.
Ein paar Jahre später zieht Franks Bruder Larry mit seiner Frau Julia in das Haus ein in dem Frank einst von den Cenobiten in Stücke gerissen wurde. Dadurch dass Larry nach einem kleinen Unfall mit einem rostigen Nagel auf den Fußboden des Dachbodens auf dem Frank starb Blut vergießt, passiert es jedoch! Frank kehrt als eine Art Zombie zurück. Er braucht jedoch mehr Blut seinen Körper richtig zu erneuern. Dabei behilflich ist ihm Julia, die einst eine Affäre mit Frank hatte und ihm nun willig Opfer besorgt um seine Blutgier zu stillen. Die einzige die zu merken scheint, dass in dem Haus etwas nicht stimmt ist Larrys Tochter Kirsty.
Der erste Teil der Hellraiserreihe ist (wie sollte es auch anders sein) der beste. Die Atmosphäre ist schön düster und Spannung wird vor allem dadurch erschaffen, dass man als Zuschauer weiß was da auf dem Dachboden lauert. Zudem gibt es genau das richtige Maß an richtigen Horrorszenen. Die Cenobiten und insbesondere der Pinhead sorgen zudem für Spannung, da sie hier noch als eine echte Bedrohung erscheinen und trotzdem einfach cool sind. Schön ist auch, dass der Film fast noch wie ein klassisches Märchen gestrickt ist. So ist Julia ganz klar eine böse Stiefmutter die Kirsty das Leben im wahrsten Sinne des Wortes zur Hölle macht.
Hellbound – Hellraiser II
Nachdem das Tor zur Hölle im ersten Teil wieder geschlossen wurde, ist Kirsty in die psychiatrische Anstalt des Dr. Philip Channard eingeliefert worden. Die Ereignisse des ersten Teils haben wohl leichte Schäden bei ihrer Psyche hinterlassen. Zudem stellt sich heraus, dass Dr. Philip Channard von dem Würfel besessen ist. Er beschafft sich die Matratze auf der im ersten Teil Julia starb und sorgt mit einer ordentlich Portion Blut dafür, dass Julia zurück aus dem Reich der Cenobiten kommt. Schließlich öffnet der Doktor mit Hilfe der kleinen Tiffany den Würfel und tritt zusammen mit Julia ein ins Reich der Cenobiten, in das ihnen Kirsty folgt, die glaubt ihren Vater von dort retten zu können.
Wirklich ganz schlecht ist Hellraiser II nicht. Er ist durchaus spannend inszeniert und es gibt jede Menge Blut und Gewalt. Besonders die Szene mit dem Irren, der meint er würde von Maden zerfressen und vom Doc eine Rasierklinge bekommt um sich von ihnen zu befreien ist schön schaurig. Mit dem Eintreten in die Hölle, fängt der Film aber an zu schwächeln. Der Film wird ab hier eher ein Fantasyfilm. Dass ist zwar nicht wirklich schlecht, da dass Labyrinth der Cenobiten echt gut gemacht ist, jedoch wird hier die Story dermaßen schlecht und unlogisch, dass man selbst durch die Cenobiten nicht entschädigt wird. Das ganze verkommt zu einen großen Irrsinn, indem Julia auf einmal eine Art Königin ist, die Hölle von einem Leviathan beherrscht wird und Dr. Channard selbst zum Cenobiten wird. Alles noch in Ordnung eigentlich. Aber am schlimmsten ist, dass die Cenobiten hier mir nichts dir nichts entmystifiziert werden. Man kann vielleicht sagen, dass man mehr über ihren Hintergrund erfährt, jedoch ist es nur billig wenn sie sich erinnern, dass sei mal Menschen waren und dann schnell gekillt werden. Alles in allem ist der Film vielleicht doch der „Höhepunkt“ der Reihe. Man bekommt einige geboten auch wenn die Qualität des ersten Teils nicht mehr erreicht wird.
Hellraiser III – Hell on Earth
Der Pinhead ist tot es lebe der Pinhead. Die Journalistin Joanne ‘Joey’ Summerskill wird Zeuge wie in der Notaufnahme eines Krankenhauses ein Patient eingeliefert wird, der durch Ketten und Hacken über zugerichtet ist. Sie geht der Sache nach und stößt auf den Diskobesitzer J.P. Monroe. Dieser hat eine seltsame Statue gekauft, aus der sich später der Pinhead herauslöst. Sein Ziel ist es den altbekannten Würfel zu bekommen um so in dieser Welt bleiben zu können und die Hölle auf die Erde zu bringen. Dadurch dass der Pinhead nämlich im 2. Teil von seinem menschlichen Teil getrennt wurde, ist er nun dass reine Böse. Der Geist von Captain Elliot Spencer, dem menschlichen Teil des Pinheads nimmt jedoch Kontakt zu
Da man schlecht noch einen Film über aus der Hölle zurückkommende Tote machen konnte ohne langweilig zu werden, hat man im 3. Teil die Story mal nach New York verlegt und amerikanisiert. Das ganze hat mit dem Original Hellraiser nicht mehr viel zu tun, obwohl man sogar versucht hat einen Anschluss an den 2. Teil zu knöpfen. Der Film lässt sich super angucken und hat einen hohen Unterhaltungswert. Man darf nur nicht erwarten, dass es um Dämonen geht die Menschen in die Hölle hohlen. Wir der Titel ja sagt geht es um die Hölle auf Erden. Pinhead ist diesmal leider extrem uncool. Er metzelt zwar recht spaßig die Besucher der Disko nieder, wirkt dabei jedoch eher wie eine Witzfigur. Als wirkliche Bedrohung erscheint er nicht mehr. Der Höhepunkt der Amerikanisierung wird jedoch im Finale erreicht. Hier gibt es zwar ein paar lustige neue Cenobiten, aber die gehen vor lauter Action und Explosionen irgendwie unter. Also, wer einen handwerklich gut gemachten, ganz amüsanten Horrorfilm mit Action sehen will, dem Sei Hellraiser III ans Herz gelegt. Wer auf düstern Gothic-horror steht, solle jedoch die Finger davon lassen. Für Fans sind sowieso alle Teile Pflicht.
Hellraiser IV – Bloodline (story)
Die Zukunft. Der Wissenschaftler Dr. Paul Merchant kapert eine Raumstation, um dort den Cenobiten eine Falle zu stellen. Er öffnet den Würfel, wird von einem Spacemarinetrupp gefangen genommen, bevor er sein Werk vollende kann. Man erfährt das er Nachfahre des französischen Spielzeugmachers Phillip L’Merchant der im 18. Jahrhundert den Würfel baute und so das Tor zur Hölle öffnete. Seit dem lastet ein Fluch auf der Familie Merchant. Diesen bekommt auch John Merchant zu spüren. Er ist Architekt und hat das Gebäude gebaut, das dort steht wo im 3. Teil der Würfel im Beton begraben wurde. Das Haus scheint zudem eine Großversion des Würfels zu sein. Und als wenn dass nicht schon schlimm genug sei, bekommt er auch noch Besuch von der Höllenprinzessin Angelique, die vor 200 Jahren durch den Würfel beschworen wurde. Und auch Pinhead lässt nicht lange auf sich warten.
Dieser Teil der Hellraiser Reihe wurde„direct to video“ produziert und läuft glaub ich auch ständig in geschnittener Fassung im TV. Nachdem im 2. und 3. erklärt wurde wer Pinhead eigentlich ist, wird hier mehr Licht in das Dunkel um den Würfel gebracht. Die Idee den Film in drei Zeiten spielen zu lassen ist bestimmt nicht die schlechteste, doch der Film funktiniert doch irgendwie nicht so wie er sollte. Könnte daran liegen, dass Alan Smithee hier Regie führte. Aber im Ernst. Niemand braucht „Pinhead in space“ und das sich Dämonen durch Hologramme verarschen lassen, will ich nicht glauben. Der Teil in der Vergangenheit macht noch halbwegs Sinn, aber der Rest ist eher Murks. Suspekt ist, dass es hier gleich zwei Bösewichte gibt. Irgendwie wirkt es so als stünden sich Angelique und Pinhead gegenseitig im Weg, wobei Pinhead die gute am Ende völlig in den Hintergrund verdammt. Wo ich grad am meckern bin könnte ich gleich auch noch etwas über Hauptdarsteller Bruce Ramsay ablästern. Da dieser aber mal in einem Kannibalenfilm mitgespielt hat wird er verschont.
Hellraiser V – Inferno
Ein grausiger Mord geschieht und beim Opfer findet sich eine seltsamer Würfel. Das Opfer ist ein Alter Bekannter des ermittelnden Cops. Wenig später wird die Nutte mit der dieser verheiratete Cop gevögelt hat ebenfalls getötet. Um nicht ans Messer geliefert zu werden erpresst er seinen Partner damit dieser ihn deckt. Sein Spitzel, der ihn auf die Spur eines gewissen Ingenieurs muss auch dran glauben. Und bei jeder der Opfer fand sich der Finger eines Kindes. Dieses Kind lebt noch und der Cop will es finden. Dumm nur, dass er auch noch von Alptraumvisionen geplagt wird und nicht mehr so ganz zwischen Wirklichkeit und Wahn unterscheiden kann.
Hellraiserfans (wobei ich mich langsam denke, dass nur so Leute wie Brücher wirklich welche sind^^) sollten sich diesen Teil meiner Meinung am besten sparen. Er hat nicht wirklich etwas mit der Reihe zu tun, wie man sie kennt. In Teil 1 waren die Cenobiten und Pinhead zwar auch nur Nebencharaktere, jedoch wurden sie in 2, 3 und 4 quasi zu den Hauptcharakteren der Reihe. Dieser Film ist weder ein Horrorfilm wie Teil 1 noch ein Fantasyhorro wie Teil 2, noch ein actionhaltiger Horrorslasher wie 3 noch gequirlte scheiße wie 4. Hier handelt es sich eher um einen Mysterykrimi um eine Cop, der seine persönliche Hölle erlebt. Es hat mit Hellraiser nichts zu tun und der Pinhead taucht weniger als 5 Minuten auf. Das es den Cenobiten eigentlich um Schmerz geht, wurde zwar schon früher in der Reihe vernachlässigt, aber hier hätte man Pinhead auch durch einen x-beliebigen Dämonen ersetzten können und den Film nicht Hellraiser nennen müssen. Das seltsame an diesem Film ist jedoch, dass er nicht wirklich schlecht ist. Er hat eine ganz nette Optik und auch so etwas wie eine Story. Es ist zwar auch streckenweise langweilig, blutleer und verwirrend, aber für sich betrachtet noch akzeptabel für eine direct to video Film
Hellraiser VI – Hellseeker
Kirsty Cotton is back in hell. Die Hauptperson der ersten beiden Teile ist zurück. Die lebt in Amerika (JA! Die ersten beiden Teile spielen tatsächlich in England) und ist verheiratet. Dummerweise kann sie ihr Glück nicht lange genießen, da sie zusammen mit ihrem Mann einen Autounfall baut. Ihre Leiche wird jedoch nicht gefunden. Fortan wird ihr Mann Trevor von Visionen geplagt leidet unter Kopfschmerzen und ist sich nicht mehr so sicher was den jetzt eigentlich Real ist. Zudem tauchen ständig nymphomane Weiber bei ihm auf, die Fesselspielchen mit ihm treiben wollen.
Auch wenn Kirsty Cotton hier wieder mit von der Party ist, ähnelt der Film in seiner Machart eher dem fünften Teil. Es ist wieder eher ein Krimi. Jedoch ist es besser als bei Inferno. Der Horror und die Verwirrtheit des Helden bekommt man eher zu spüren, da eher nicht bis zum letzten Ende selbstsicher bleibt wie der Cop aus Inferno. Die Visionen machen es zwar teilweise auch ein wenig verwirrend, doch erfährt man immer einwenig mehr. Zudem ist erfreulich (natürlich wenn man Teil 5 als Maasstab nimmt) das Pinhead hier wieder ein wenig mehr zum Zuge kommt. Er bildet zwar nur das Finale, aber ist endlich mal wieder cool und nicht nur ein dämlich metzelnde Slasherfigur. Das Ende des Films gleicht auch manche Längen zwischendurch aus, wobei alles in allem auch dieser Film keine Perle ist, aber auf jeden Fall okay.
Hellraiser VII: Deader
Reporterin Amy Klein (Kari Wuhrer) hat gerade ihre sensationelle Reportage über Junkies abgeschlossen, für die sie sich tief in die Drogenszene einarbeiten musste. Titel: Wie man eine Crackschlampe wird (eigentlich Wie man eine Crack Hure wird, aber egal).Diese Amy Klein bekommt von ihrem Chef ein Videoband gezeigt, was erst wie ein Snuff Video aussieht. Am Ende wird jedoch das Mädchen welches sich gerade erst den Schädel weggeballert hatte, auf mysteriöse Weise, wieder zum Leben erweck (Zitat: „Vielleicht werden nicht nur in Lourd wunder wahr). Amy reist daraufhin nach Bukarest (Zitat: „Da zieht es die Kid aus Europa heut zu Tage hin, wenn sie was Außergewöhnliches erleben wollen. Amsterdam ist total out.“ Gut zu wissen.), wo sie versucht Kontakt zu den Deadern aufzunehmen. Diese Gruppe schafft es irgendwie den Tod auszutricksen. Schließlich findet sie den Hellraiser Würfel, öffnet das Tor zur Hölle, wird selbst ermordet und wieder zum Leben erweckt und kommt am Ende hinter ein schreckliches Geheimnis.
Im 7. Hellraiser Teil ist läuft alles ziemlich ähnlich wie in Teil 5. und 6. Mit dem ursprünglichen Hellraiser hat das ganze nichts zu tun und Pinhead taucht nur im Finale auf. Dieses ist aber diesmal im Vergleich zu 5 und 6 ganz solide inszeniert. Das Drehbuch zum film wurde übrigens nicht als Hellraiser Film konzipiert und der Nachfahre des Spielzeugmachers ist nur eine schlechter Versuch an die Hellraiser Reihe irgendwie anzuknüpfen. Positiv fällt auf, dass die Story diesmal weniger dämlich und verwirrend ist und dass Kari Wuhrer eine wesentlich sympathischere Heldin als ihre beiden Vorgänger ist. Die Inszenierung ist wieder solide, wenn auch alles irgendwie schäbig und heruntergekommen wirkt (mag am Drehort in Bukarest liegen). Dem kleinen Bisschen Spannung was aufkommt, tut dass aber keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die Hochglanzbilder der Vorgänger waren eher unpassender. Kari Wuhrer nackt ist übrigens wirklich ein Hingucker und in einer Freak Disco gibt es ein paar Lesben und ein wenig nackte Haut. Eigentlicher Höhepunkt des Films (neben dem Finale mit Pinhead) ist ganz klar die Szene in Kari Wuhrer ein langes Messer in Rücken steckt und sie dass komplette Bad bei dem Versuch es raus zuziehen mit Blut besudelt. Wenn man sich inzwischen daran gewöhnt hat, dass Hellraiser nichts mehr damit zu tun hat, als was Clive Barker sie einst erdachte kann man mit Hellraiser VII: Deader gut ein bisschen Zeit tot schlagen. Fans sei aber beim besten Willen (mal wieder) abgeraten sich das ganze an zu tun. Kari Wuhrer hat übrigens in Command Conquer Red Allert 2 Special Agent Tanya Adams gespielt und macht auch hier wirklich keine schlechte Figur.
Hellraiser VIII: Hellworld
Eigentlich hatte sich eine Gruppe von Online Gamern nach dem Tod eines ihrer Kumpels vorgenommen mit dem Online Spiel Hellworld aufzuhören. Doch zwei Jahre nach dem Tod ihres Freundes werden sie auf eine ominöse Party in das Leviatan Haus eingeladen. Aber in diesem Haus scheint nicht alle mit rechten Dingen zu zugehen. Der ominöse Gastgeber der Party, ein absoluter Hellraiser Fachmann weiht sie zwar in die Geheimnisse des Hauses und seine düstere Geschichte als Ort grausiger Massaker ein, aber schon nach kurzer Zeit scheidet das erste Mädchen der Gruppe aus dem Leben. Auch die anderen Freunde scheinen in Gefahr zu schweben. Sie haben schreckliche Visionen, in denen unter anderem der Pinhead auftaucht und hinter allem scheint der Gastgeber zu stecken. Dabei meinen eigentlich alle, dass hier der Pinhead gar nicht sein dürfte, da sie als Hellraiser Fans wissen, dass zuerst der Würfel geöffnet werden müsse. Aber dennoch stirbt einer nach dem anderen auf grausame Weise.
Es ist mal wieder die alte Leier. Mit dem Original Hellraiser hat auch der achte Teil nicht mehr am Hut. Wobei Regisseur Rick Bota diesmal nicht stumpf das Rezept von Hellraiser V Inferno kopiert sondern einfach mal einen Teenie Slasher aus Hellraiser macht. Die Idee mit in einem Haus voll Fallen und Monstern eingeschlossen Teenagern ist dabei jetzt nicht so neu, aber wenigstens gibt es diesmal ein bisschen mehr Blut und Sex. Wobei Hellraiser EIGENTLICH ja mehr ein erwachsener Horrorfilm war. Den Fans wird also auch bei diesem Teil wieder schlecht werden und für alle anderen bleicht Hellword einfach ein x-beliebiger kleiner Horrorfilm, den ohne Hellraiser Zusammenhang niemand beachtet hätte. Aber der Name verkauft sich einfach besser. Was vielleicht noch zu erwähnen ist, ist dass man hier zum Teil versucht in Scream Manier, die Regeln von Hellraiser irgendwie auf den Arm zu nehmen. Was jedoch nicht wirklich funktioniert, da die Reihe einfach schon zu kaputt ist, als dass man es noch ernst nehmen könnte.
Fertig. Ich persönlich fand die Hellraiser Reihe, soweit ich sie jetzt kenne wirklich gut. Andere Reihen haben sich nur ständig selbst kopiert und wurden meistens immer schlechter. Hier wurde es zwar auch nicht besser, aber es war wenigstens jedes Sequel auf andere Weiße schlecht oder hatte seine guten Momente. Wobei ich denke, man hätte natürlich wesentlich mehr daraus machen können, wenn man in Teil 2 und 3 besser gearbeitet hätte. Aber es wird sich ja auch noch immer gestritten, was den genau die Stärken und was die Schwächen der Reihe sind. Denn was einige Fans klasse finden, legen andere wieder als Mist aus. Mir persönlich hat der Pinhead übrigens immer noch am besten gefallen als er im ersten Teil noch eine Art Priester des körperlichen Schmerzes und des Sado Maso war und kein langweiliger Metzger oder 08/15 Dämon war. Wobei das was er in Teil 5 bis 7 geworden ist eigentlich nur noch traurig ist und man hoffen muss, dass irgendwann jemand Erbahmen mit der Hellraiser Reihe und auch mit Pinhead haben wird und sie wieder zu dem machen wird was sie mal war.
Update am 13. Dezember 2005