Posts Tagged ‘Ed Wood’

Necromania: A Tale of Weird Love (1971)

Das junge Ehepaar Shirley und Danny hat ein Problem. Danny ist ein impotenter Schlappschwanz, was dem Liebesglück der beiden nicht gerade dienlich ist. Weil sie einen Ausweg aus der Misere suchen und Viagra noch nicht erfunden ist, verschlägt es die beiden in das „Schloss“ von Madame Tanya. Dort stehen zwar ein Sgrk und eine ausgestopfter Hund herum, aber Dannys bestes Stück wird trotzdem nicht richtig hart. Auch dass Madame Tanya den Teufel beschwört, nachdem sie das Pärchen durch ein Bild in der Wand beobachtet hat, wie es sich abgemüht hat einen Beischlaf zu Stande zu kriegen hilft nicht weiter. Shirley vergnügt sich so lieber mit einer Frau. So geht es ein bisschen weiter, bis Danny zum Höhepunkt des Films in in den Sarg im „Red Room“ gezogen wird, wo er abermals zeigt, dass er nicht das Zeug zum Pornodarsteller hat.

Tja, was soll man dazu sagen? Das Ed Wood, der schlechteste Regisseur seiner Zeit war, ist ja unumstritten, aber immerhin ist Plan 9 from Outer Space ein verdammt unterhaltsamer Kultfilm. Aber Ed Wood hat vor und nach seinem Trahsmeisterwerk ja noch weiter Filme gemacht (z.B. Glen or Glenda oder Orgy of the Dead). Bei Necromania: A Tale of Weird Love handelt es sich um eine lange verschollenes Spätwerk des Meisterregisseurs und um einen reinen Porno. Zwar gibt es die debile Rahmenhandlung und als lustiges Element eine Priese Satanismus, aber ansonsten hat man es vor allem mit harten Sex in weicher Verpackung zu tun.

Wobei der Film eher Ed Wood und Trashfilm-Fanatiker zum empfehlen ist, als Freunden gepflegter Pornografie. Denn Necromania: A Tale of Weird Love ist ein übler Schundporno mäßiger Qualität. Die Darstellerriege agiert lieblos und Hauptdarsteller Ric Lutze (der in fast hundert Filmen mitwirkte) scheint es hier wirklich an Manneskraft zu fehlen. Neben der Tatsache, dass hier wirklich niemand Spass am Sex zu haben scheint (außer vielleicht der Dame im Sarg, die einen halbwegs attraktiven Blowjob hinlegt), stören beispielsweise auch die hässlichen Pickel am Hintern einer Darstellerin.

Letztendlich istNecromania: A Tale of Weird Love kein Pflichtfilm und Vergnügen. Man kann sich höchsten für Ed Woods Taltenfreiheit, das schäbige Set (hier wurde offensichtlich nicht in einem Schloss, sondern in einem billigen Motel gedreht) oder den sTroboskopeffekt am Anfang begeistern. Ansonsten hat man hier nichts verloren, es sei den man möchte wissen woher David Lynch (Der den Film eigentlich gar nicht kennen konnte^^) seine Idee für den Red Room in Twin Peaks hatte.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - April 20, 2008 at 9:01 am

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Glen or Glenda (1953)

Ein Mann der gerne Frauenkleider trägt; nicht weil er homosexuell ist, sondern weil sie einfach bequemer und angenehmer sind als Männerkleidung, ist Thema dieses Films. Da das schon nach Trash klingt, brauche ich eigentlich gar nicht mehr zu erwähnen das dies hier ein Ed Wood Film ist. Wer den gleichnamigen biografischen Film Ed Wood über den „schlechtesten Regisseur aller Zeiten“ (Wobei ich diesen Titel für vorschnell vergeben halte) von Tim Burton gesehen hat, hat den Vorteil, dass er den Film vielleicht von vornherein ein bisschen besser versteht. Jedoch ist Glen or Glenda noch extremer als man es in Ed Wood geschildert bekommt. Da wäre zum einen Bela Lugossi, der eine klasse Leistung hinlegt und an dessen Gesichtsmimik man die Klasse des ehemaligen Dracula Darstellers erahnen kann. Welcher genaue Zweck seine Figur des Wissenschaftlers genau erfüllt weiß jedoch wohl nur Ed Wood. Zur eigentlich Handlung um den Transvestiten Glen gehören Lugossis Szenen, in denen in einer Art Sammlung Horrorrequisiten sitzt, nicht wirklich und seine Monologe sind bei aller pseudo-philosophischen Bedeutung doch recht wirr und unverständlich “beware of the big green dragon that sits on your doorstep!”. Zum anderen sind da die Szenen zu Beginn des Films die Glens Situation näher erklären. Hier wiederholt sich vieles und auch Ed Woods Versuche für Toleranz und Verständnis zu werben wirken zu lächerlich, als das man sie ernst nehmen könnte. Interessant wird der Film erst wieder gegen Ende. Da Glen or Glenda eigentlich ein Film über eine Geschlechtsumwandlung werden sollte, weil Produzent George Weiss Geld mit dem Hype um Christine Jorgensen die/der als sein/ihr Geschlecht vom Mann zur Frau verändern lies. Wirklich zum Rest des Films passen, tut diese Episode nicht. Aber das stört wenig, da Es Wood es zum Ende noch mal richtig krachen lässt und man ein paar Frauen sieht die sich auf dem Sofa auspeitschen und zur Krönung eine surreale Traumsequenz, die wohl Glen Verfolgung durch die Gesellschaft und letztlich die Akzeptanz seines Transvestitentums ausdrücken soll. Ob die Tatsache, dass der Teufel in dieser Szene vom gleichen Schauspieler gespielt wird, der auch Glens Vater spielt eine gewollte Andeutung, oder ob einfach das Geld für mehrer Darsteller fehlte, ist meines Wissens nicht überliefert. Zum Schluss gibt es dann noch mal ein Appell, dass man Glen nicht verurteilen dürfte, da man selber Teil der Gesellschaft sei und Tolerant seien müsse.

Man sollte diesen Film gesehen haben! Auch wenn Ed Wood daran scheitert ernsthaft für die Tolerierung seines Angora Fetisch und seinem Transvestiten Daseins durch die Gesellschaft wirbt, ist seine Motivation doch irgendwie löblich. Es gibt genug Filme die weitaus schlimmere Botschaften vermitteln und bei einer Länge von wenig mehr als einer Stunde, verschwendet man auf keinen fall seine Zeit.

Natürlich gibt es auch in Glen or Glenda den Ed Wood typischen Dilettantismus. So sieht man z.B. in der ersten Szene eine Kameraschatten und die Zeitung die in einer Szene ist erkennbar an einigen Stellen überklebt, damit die Schlagzeile auch stimmt.

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1 comment - What do you think?  Posted by admin - Mai 6, 2006 at 12:29 pm

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Orgy of the Dead (1965)

Zwei Schwuchteln mit nacktem Oberkörper, Leopardenshorts und lustigen Stirnbändern und Armreifen betreten ein Gruft und öffnen den darin liegenden Sarg. Aus diesem entsteigt Criswell und liefert eine kleine Einleitung.

Danach sieht man Bob und Shirley (Pat Barrington) in ihrem Auto durch die Gegend. Bob ist Horrorautor und sucht einem Friedhof um sich dort von der Muse küssen zu lassen. Nachdem die beiden Unfall gebaut haben finden sie sogar einen. Auf diesem Friedhof veranstaltet Criswell als Herr der Toten zusammen mit einem schwarzen Vamp eine Orgie der Toten. Dass sieht so aus, dass verschiedene Frauen (Indianerin, Sklavin oder auch Zombie oder Gattenmörderin) sich bis auf den Slip, String oder Tanga ausziehen und nackt für den Criswell tanzen. Lustig ist dabei, dass man nie sieht, wie sich die Frauen aus ihren Kostümen strippen. Sie betreten in Kostüm die Bühne und sind im nächsten Moment nackt. Schließlich werden Bob und Shirley von den Untaten gefangen genommen und werden Zeuge der „Orgie“. Am Ende sollen die beiden auch geopfert werden, aber da geht die Sonne auf und rettet ihnen das Leben.

Ed Wood schrieb die Romanvorlage und das Drehbuch zu diesem Erotik ´Sleaze’ Horror. Viel kann das aber nicht gewesen sein, da im Film nichts passiert. Er besteht eigentlich nur aus nackten, tanzenden Frauen. Das ist nicht unbedingt schlecht, da die Frauen allesamt nicht hässlich sind. Wobei man bedenken muss, dass der Film aus dem Jahre 1965 stammt. Criswells Monologe und Auftritte als Herr der Toten sind zwar nicht ganz so cool wie seine Performance „Plan 9 from Outer Space“ aber dafür macht er seine Rolle (den nackten Frauen beim tanzen zusehen) wirklich gut. Damit auch jeder bemerkt, dass man es hier mit eine Horrorfilm zu tun hat, gibt es übrigens eine Werwolf und eine Mumie die das Untotenensemble abrunden. Diese Sleaze Perle sollte man sich echt nicht entgehen lassen.

Pat Barrington hat übrigens auch in Mondo Topless von Russ Meyer mitgespielt falls es jemanden interessieren sollte.

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1 comment - What do you think?  Posted by admin - März 2, 2006 at 12:23 pm

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