Posts Tagged ‘deutscher Film’

Didi – Der Doppelgänger (1984)

Seine Kneipe in Berlin West ist Didis ganzer  Stolz. Doch der skrupellose Großindustrielle und Bauunternehmer  Immer plant den gesamten  Häuserblock abzureißen. Wie es der Zufall will, sehen sich Didi und Imma zum verwechseln ähnlich.  Das führt dazu, dass ein Mitarbeiter von Imma ihn für seinen Boss hält und ihn  mit ihn den Puff nimmt. Dort tauchen zwei Schläger auf die eigentlich  Didis Kneipe kurz und klein hauen sollen und nun aber die Orchideebar auseinander nehmen.
Imma entdeckt schließlich seinen Doppelgänger und zwingt ihn für die Dauer des Besuchs der amerikanischen Präsidenten Ronald Reagen seinen Platz einzunehmen, da drei Gangster versuchen ihn zu entführen.
Auf den ersten Blick wirkt Didi der Doppelgänger wie eine ziemlich dämliche Verwechselungskomödie. Aber das stimmt nur zum Teil. Denn auch wenn Dieter Hallervorden Komik  und ins besonders  seine Mimikspielchen nicht jedermans Sache sind, hat der Film auf jeden Fall einen gewissen anarchischen Charme und legt ein ordentliches Tempo hin .
Dabei ist Konzernboss Imma, als sexistisches Arschloch vom Dienst definitiv die spannendere Figur, da sein sympathisch verplanter Doppelgänger ein wenig farblos bleibt. Immas drei Grundsätze, mit denen Didi ohne Probleme das Unternehmen in seiner Abwesenheit leiten können soll, gehören in jedes BWL Buch. „Legen sie es hin, ich beschäftige mich später damit“, „Ich brauche mehr Details“ und „Das ist nur ihre Meinung und ihre Meinung interessiert hier niemanden!“.
Neben all dem und seinem 80er Jahre Berlin Charme, bietet Didi der Doppelgänger übrigens auch noch den aus der Serie Adelheit und ihre Mörder bekannten Schauspieler Tilo Prückner in der Rolle Gangster Bosses.  Außerdem ist Didi der Doppelgänger im Gengensatz zu dem was deutsche Komödien vom Schlage 7 Zwerge oder Traumschiff Periode 1 abliefern wirklich witzig (für deutsche Verhältnisse versteht sich^^).

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Januar 6, 2009 at 10:48 am

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Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman (2008)

Andreas und seine Kumpels Motte, Kurt und Ismail kiffen wie bekloppt und sind auch allen anderen Drogen nicht abgeneigt. Wenn ihnen das Geld für neuen Stoff ausgeht, gehen sie „Shoppen“. Darunter versteht die Clique nichts anderes, als sich im großen still als Ladendiebe zu betätigen. Bei einer dieser Shoppigntouren trifft Andreas die hübsche Blondine Sabine. Seine Annähungsversuche, bleiben jedoch ohne Erfolg. Auch als er sie auf eine Drogentrip in Amsterdam wiedertifft, will sie nichts von ihm wissen.

Erst eine überaus peinliche Karaokenummer und der überaus romantische Einbruch in eine Go-Kartbahn lässt das Eis schmelzen. Sex, Drugs and Rock n’Roll sind für Andreas dann schlagartig vorbei, als er Sabine schwängert. Obwohl er immer gegen seine spießige Familie rebelliert hat, wünscht er sich jetzt seine eigene kleine Familie. Außer seinem Kumpel Motte, kann Andreas Clique dem neuen Lebe ihres Freundes etwas Gutes abgewinnen. Doch als Motte die Hochzeit sprengt verstößt der Bräutigam seine alte Crew.

Anfangs kommt er gut und seine Freunde und das gelegentliche Joint rauchen aus. Aber als ihm das Spießerleben zu langweilig wird, kehrt er räumutig zu seinen Freunden zurück. Diese träumen jedoch nicht mehr davon ihren alten Bus wieder flot zu machen, um damit nach Australien und Amerika zu touren, sondern sind inzwischen auf Heroin umgestiegen. Auch Andreas beginnt damit sich das Zeug zu spritzen und verliert so langsam die Kontrolle über sein Leben.

Die Teufelsspirale der harten Drogen beginnt sich mit der Zeit immer schneller zu drehen. Andreas beginnt damit Sabine zu belügen, bestiehlt seinen Arbeitgeber und verliert sie schließlich sowohl seine Job, als auch seine Frau. Kurts Freundin, die ebenfalls ein Junky ist, stirbt sogar an einer Überdosis was Kurt so fertig macht, dass er in Psychatrie landet. Ismail versucht derweil ohne das Wissen seiner Freunde sein Glück als Dealer, was ihm Ärger mit der örtlichen Türkenmafia beschert. Seine Landsleute verstehen bei Konkurrenz keine Spaß, schneiden ihm einen Finger ab und sorgen dafür, dass Ismail mit seiner Familie zurück in die Türkei geht. Schließlich sind von den einst vier Freunden nur noch Motte und Andreas übrig. Motte sieht aber keinen Sinn mehr darin weiter zu machen und setzt sich den goldenen Schuss.

Nun wird Andreas klar, dass auch er nicht mehr lange zu leben hätte, wenn er weiter Heroin abhängig bleibt. Er kehrt in den Schoss seiner Familie zurück, beginnt einen Entzug und beginnt schließlich mit seinem alten Trainer aus Jugendtagen damit, sich auf den Ironman Triathlon auf Hawaii vorzubereiten.

Trainspotting, Requiem for a Dream und Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo haben eigentlich das meiste gesagt was man in einem Drogenfilm sagen kann. Und gerade weil das so ist und man Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman nun mal in den direkten Vergleich zu diesen Filmen setzen muss, hat er keine Chance. Das liegt neben der Tatsache, dass man alles irgendwie schon mal gehört zu haben schient, vor allem daran, dass der Absturz in die Drogenhölle zu bieder und dröge inszeniert ist. Eine Freakshow wie in Trainspotting oder eine Horrorachterbahnfahrt wie in Requiem for a Dream wären zwar fehl am Platz, aber fürs Kino reicht das was Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman bietet einfach nicht aus.

Wäre es ein Tv-Film, dann müsste man ihn als durchaus solide bewerten. Was den Film vor der totalen Bedeutungslosigkeit rettet sind zum einen die Schauspieler und zum anderen die menschlichen Momente. Axel Stein spielt zwar doch irgendwie eine typische Axel Stein Rolle, aber mit dme großen Unterschied, dass es eine ernste Rolle ist, in der er wirklich überzeugt. Auch Robert Gwisdek ist als Pete Doherty Imitat durch aus sehenswert. An den Anblick von Hauptdarsteller Max Riemelt gewöhnt man sich hingegen nur schwer.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - April 24, 2008 at 1:20 pm

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Laß laufen, Kumpel -aka- Laß jucken, Kumpel 6. Teil (1981)

Der Fussballverein, Gastarbeiter, untreue Ehefrauen die ihre impotenten Ehemänner betrügen und eine kleine Kriminalgeschichte um einen gehörnten Ehemann, der seiner Frau das Haus anzündet. Der sechste Teil der „Laß jucken, Kumpel“ bietet wirklich nichts neues und man hat das Gefühl, das keiner der beteiligten Lust auf den Film hatte. Die meisten Darsteller agieren lieblos und bei den paar Nackt- oder Sexszenen kommt nicht einmal ein Hauch von Erotik auf. Vermutlich hatte Regietitan Franz Marischka einen kreativen Durchhänger, als er den Film drehte. Denn er entstand nach seinen wirklich gut gelungenen Alpen Sexkomödien Der Kurpfuscher und seine fixen Töchter und Zum Gasthof der spritzigen Mädchen -aka- Das Gasthaus der strammen Mädchen und seinem Spätwerk mit Karl Dall Dirndljagd am Kilimandscharo –aka- Das Verrückte Strandhotel und Sunshine Reggae auf Ibiza. In Gegensatz zu diesen, ist „Laß laufen, Kumpel“ wirklich nichts weiter als verschwendete Zeit.

 

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - April 6, 2008 at 5:00 pm

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Fleisch ist mein Gemüse – Der Film : Trailer

Der überaus erfolgreiche, autobiografische Roman Fleisch ist mein Gemüse von Heinz Strunk wurde verfilmt. Ob es Regisseur Christian Görlitz gelungen ist, den Charme der Romanvorlage (oder auch des grandiosen Hörbuchs) um die Band Tiffanys und ihre Karriere auf Schützenfesten in Norddeutschland umzusetzen, wird sich zeigen.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - März 13, 2008 at 2:08 pm

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Wird Sido Schauspieler?

Er machte Berliner Gangsta-Rap mit seine Smash Hit „Mein Block“ Vravo und MTV kompatibel und galt lange Zeit als Symbolfigur des deutschen Hip Hop. Jetzt ist Sido 27. Ein biblisches Alter für die Jugendkultur des Rap. Neue härtere Gangsta sind inzwischen die Stars der kleinen Kinder die gerne böse Buben wären. Kein Wunder das „Siggi“ der „Arschfickmann“ sich nach einem neuen Standbein umsieht.

Und das es im deutschen Gangster Rap Usus ist, alles zu kopieren, was die Rapper in den USA machen, wird Sido jetzt wohl seine erste Filmrolle bekommen. Iris Berbens Sohn, der Filmproduzent Oliver Berben will ihm zu seiner ersten Roller verhelfen. Der erfolgreiche Filmemacher (Das Teufelsweib, Autobahnraser, Elementarteilchen, Rosa Roth, Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken) plane einen Film mit Sido in der Hauptrolle, erzählte der Mann mit der Totenkopfmaske zumindest der Zeitung B.Z. Auf der von Oliver Berben organisierten „Red Bear Night“, einer Berlinale Party von Oliver Berben.

Details über das Filmprojekt sind noch nicht bekannt.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - März 2, 2008 at 4:18 pm

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Der blaue Engel (1930)

Zucht und Ordnung muss sein! Dafür steht Professor Immanuel Rath, Gymnasiallehrer in einer deutschen Kleinstadt. Die Lausbuben, denen er vergebens versucht Dinge wie die englische Sprache beibringen, nennen ihn nur Unrat. Als Rath bei seinem Klassenprimus eine Postkarte findet, auf der die schöne Sängerin Lola Lola abgebildet ist, ist er entsetzt. Der Streber versichert ihm, dass eine Klassenkameraden die regelmäßig im Variete „Der blaue Engel“ verkehren, ihm die Karte untergeschoben haben.

Rath macht sich des Abends auf, um das Etablissement unter die Lupe zu nehmen. Zwar trifft er dort auf seine Schüler, aber trotz all seiner Spießigkeit verfällt er auch den schönen Lola Lola. Das nutzen seien Schüler natürlich aus, um sich über ihn lustig zu machen und auch der Schuldirket ist schockiert von Raths Liaison mit der Dame.

Aber Rath – blind vor Liebe – entschließt sich sogar die Sängerin zu heiraten. Er gibt sogar seine Stelle auf und geht mit ihre auf Tournee. Nachdem sein kleines Vermögen verbraucht ist, verfällt auch er langsam. Als gebrochener Mann kommt er mit den fahrenden Künstlern zurück in den blauen Engel, wo ihn einer der Künstler vor den Augen seiner alten Kollegen und Schülern demütigt. Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst und versucht nach seiner Erniedrigung auf der Bühne sogar Lola Lola zu erwürgen.

Einer der großen Klassiker des deutschen Films! Marlene Dietrich spielt die hübsche Femme Fatal, die den braven Bürger ins Unglück treibt. Neben ihrer und dem von ihr vorgetragenen Lied „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ ist die Verfilmung von Heinrich Manns Roman „Professor Unrath“ besonders wegen Emil Jannings als Professor sehenswert. Sein Wandel vom pedantischen Lehrer und geschätztem Mitglied der Gesellschaft zu, entwürdigten Clown ist grandios gespielt. Gerade das Finale ist in seiner Intensität wirklich beunruhigend.

2 comments - What do you think?  Posted by Sodomedia - Januar 27, 2008 at 8:05 pm

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Keinohrhasen (2007)

Es gibt keine großen Deutschen Autorenfilmer mehr. Keine genialen Regisseure, keine brillanten Drehbücher und keine Schauspieltitanen. Aber so etwas brauchen wir auch nicht! Denn wir haben Til Schweiger. Den großartigen Bertie aus Manta, Manta, der nicht nur das deutsche Kino geprägt hat, sondern auch grottenschlechte US-Filmen wie King Arthur durch seine Mitwirken zu so etwas wie Glanz verholfen hat. Genau der Til Schweiger, der im neuen Film von Deutschlands erfolgreichsten Regiewunderkind in Hollywood Dr. Uwe Boll Far Cry die Hauptrolle spielen wird.

 

In Keinohrhasen hat Til Schweiger Regie geführt, das Drehbuch geschrieben, die männliche Hauptrolle gespielt und den ganzen Spaß auch noch produziert. Er spielt den gut aussehenden, jede Frau abschleppenden Boulevard Reporter Ludo. Weil er auf eine von Jürgen Vogel inszenierte Zeitungsente hereingefallen ist, sucht er dringend eine neue Story, um sich bei seinem Chef (Rick Kavanian als Kai Diekmann Ersatz) wieder einen guten Namen zu machen. Fündig wird er bei Verlobungsfeier von Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld. Doch da er durch einen Sturz durch das Glasdach des Hotels die Feierlichkeit etwa durcheinander bringt, verurteilt ihn eine Richterin zu Gemeinnütziger Arbeit in einer Kindertagesstätte. Dort trifft er auf das Mauerblümchen Anna (Nora Tschirner), die er als kleiner Junge immer böse geärgert hat.

Til Schweiger macht in diesem Film eigentlich alles richtig, was man richtig machen kann um am Ende finanziell erfolgreich zu sein. Er mischt die klassische Aschenputtel trifft Traumprinz Geschichte mit ein paar guten Gags, macht ein bisschen Mediensatire, lässt gefühlte eine Millionen Gasstars auftreten (Babystrich Girl Anne-Sophie Briest, hat sogar ne Sprechrolle) und wärmt das ganze mit kleinen süßen Blagen aus dem Walddorfkindergarten auf.

Die Lovestory funktioniert zwar, aber es stellt sich gewisser Til Schweiger Overkill mit der Zeit ein. Ludo ist einfach zu perfekt, omnipotent und omnipräsent. Das er sich in seiner göttliche Gnade, der kleinen Anna annimmt und sich zum Gutmenschen wandelt, ist Gut und Schön. Aber so machohaft wie es auch ist, kann man denken man wäre immer noch bei Manta Manta. Doch diesen fiesen Sexismus übersieht man schnell.

Zumal Til Schweiger in puncto Erotik für Gleichberechtigung sorgt. Der 44jährige hält gerne mal seinen nackten, epilierten Hintern in Großaufnahme ins Bild während auch die 26jähruge Nora Tschirner nackt, eine sehr gute Figur macht. Wobei man sich, wenn man den Altersunterschied zwischen den beiden ansieht schon fragen kann, wie die beiden sich aus ihrer Kindheit kennen.

 

1 comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Januar 15, 2008 at 5:23 pm

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Freiheit für die Liebe (1969)

Die bürgerliche Gesellschaft versucht die Körperliche Liebe zu ignorieren und schränkt die menschliche Sexualität der Menschen durch Gesetzte und Moralvorstellungen ein. In mehreren Episoden behandelt der Film dieses Thema.

In einer Disko lernen sich die Rothaarige Lucy und Chuck kennen. Schon auf der Rückfahrt zeigt sie Chuck was sie von ihm will. Später taucht sie im Pelzmantel, unter dem sei völlig nackt ist, bei Chuck in der Werkstatt auf und lädt ihn über Wochenende bei sich ein, da ihre Eltern nicht zu Hause seien. Völlig hemmungslos haben die beiden Sex Mitteinder und es wird erklärt, dass dieses Verhalten ein Fortschritt sei, da die Elterngeneration noch Schuldgefühle auf Grund ihres Sexlebens habe. Die junge Liebe endet tragisch, als das Paar von der Polizei kontrolliert wird und herauskommt, dass Lucy noch minderjährig ist.

Die nächste Episode behandelt Hugh Hefner, die Freiheit des Sexus in der Kunst anhand einer Ausstellung erotischer Kunst in Dänemark, eine Aktmalerin in New York, einen amüsanten Sexcartoon aus den 20ern, das Theatron Eroticon dass ein antikes Bühnestück zeigt in dem nackte Schauspielerinnen philosophieren, eine New Yorker Lesbentheaterstück und weiteres Theaterstück in dem sich Männer lieben.

Diese Episode geht fließend in die nächste über in der es um zwei lesbische Frauen geht, die ein völlig normales Leben führen, jedoch beim Sex von zwei Mädchen beobachtet werden. Die eine stammt aus einem aufgeklärten Elternhaus und die andere hat konservative Eltern. Beim Spielen ziehen sich die kleinen Mädchen später aus und spielen miteinander, was die konservativen Eltern natürlich nicht so toll finden.

Weiter geht es im toleranten Dänemark, wo Prostituierte Psychiater dabei unterstützen Männer, mit Hemmungen im Bereich Sex zu heilen.

Um ein Ehepaar in der Krise geht es im nächsten Beitrag. Der Mann hat Affären und die Frau möchte sich scheiden lassen. Bei einem Besuch bei Freunden hören sie von so genanten Gruppensex Partys, bei denen man seinen Partner tauschen kann. Durch den Partnertausch schaffen es die beiden bei der privaten kleine Orgie ihre Ehe zu retten.

In der letzten Episode geht es um ein junges Pärchen, bei dem die junge Frau ungewollt schwanger wird. Da die beiden sich ein Kind noch nicht leisten können, nimmt die Frau eine Abtreibung bei einem Arzt vor. Wobei sie schwer darunter leidet, dass sie dies in Illegalität tun muss.

Freiheit für die Liebe wurde im Jahre stammt aus dem Jahr 1969 und entstand noch vor der Welle an Pseudo Dokumentationen über Sex und Aufklärung die mit Schulmädchenreport losgetreten wurde. Sex und Erotik bietet der Film dennoch in Hülle und Fülle. Dabei wirkt der Sex hier nie als wäre er reiner Selbstzweck und die Themen sind weitaus weniger reißerisch als in späteren Sexfilmen, in denen junge Frauen immer als sexbesessen dargestellt wurden. Wie viel Aufklärung in dem Film wirklich steckt, kann ich schwer beurteilen, da dies wirklich nicht meine Zeit war. Aber dass der Film doch das Anliegen hat, eine liberale Einstellung zum Tabuthema Sexualität zu vermitteln kann man ihm glauben. Dass der Film doch recht authentisch ist, kann man auch daran erkenne, dass Hugh Hefner hier wirklich mitspielt und nicht irgendwie gedoubelt wird.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Mai 27, 2006 at 10:11 am

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Elementarteilchen (2006)

Eins mal vor weg. Ich kenne den Roman von Michel Houellebecq leider nicht. demzufolge kann ich jetzt schlecht irgendwelche Vergleiche zwischen Buch und Film bieten. Außerdem sollte ich zugeben, dass ich mir den Film primär aus dem Grund angesehen habe, weil ich wusste, dass es darin unter anderem um einen Swingerclub und ein Camp ginge, in dem es jeder mit jedem treibt und alle Frauen barbusig rumlaufen. Natürlich ging ich davon aus mehr als nur Titten geboten zu bekommen, aber leider war dem, trotz der Starbesetzung nicht immer so.

Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Bruno (Moritz Bleibtreu) und Michael (Christian Ulmen), zwei Halbbrüdern, die auf ihre Weise ein Problem mit Sexualität, Gefühlen und dem Leben an sich haben. Ihre Mutter Jane (Nina Hoss) lies sie als kleine Kinder jeweils im Stich um in einer Hippiekommune, durch freie Liebe und ähnliches zur Selbstfindung zu gelangen. Bruno nachdem er erst bei seien Großmutter lebte und nach deren Tod (beim Suppe kochen) im Internat. Dieses (und auch wie Bruno seine erste sexuelle Erfahrung in Form von Mammalverkehr
auf der Beerdigung seiner Oma sammelt) erfährt man durch Rückblenden während eines Gespräches mit einer Psychologin, welches er nach einem Nervenzusammenbruch führt. Sein Leben ist für ihn nämlich die Hölle. Bei seinem Beruf als Deutschlehrer lässt sein sexuelles Verlangen nach seinen (gut aussehenden, Minirock tragenden) Abiturientinnen, ihn bis hin zur sexuellen Belästigung gehen, als es ihm nicht mehr reicht sich au deren Photos und Hausaufgaben einen runter zu holen. Dabei ist er verheiratet und hat ein Baby, welches ihn aber durch sein Geschrei daran hindert seine rassistischen Gedanken über Sex und Neger nieder zu schreiben. Bei seiner Frau bekommt er außerdem trotz Dessous, die er ihr kauft keinen mehr hoch und sie bläst auch noch zu schlecht. Schließlich kommt es zur Trennung und Bruno möchte in einem spirituellen Camp, welches zu seinem anfänglichen Schrecken enorme Ähnlichkeit mit den Hippiekommunen seiner Mutter hat, Urlaub machen. Hier laufen jede Menge Frauen oben ohne rum und es gibt Massage Workshops und eigentlich ist alles nur auf Sex aus. Wobei eigentlich nichts Tieferes hinter der Spiritualität steht. Dort lernt er (im Whirlpool) jedoch Christiane (Martina Gedeck). Zwischen den beiden entsteht nicht nur eine Liebesbeziehung, sondern sie verbindet auch ihre sexuellen Vorlieben. Aber dieses Glück soll nicht lange halten.
Michael hingegen hat gerade (in der Anfangssequenz der Films) seinen Job als Leiter eines Genlabors gekündigt um sich wieder seinen Theorie widmen könne, dass Fortpflanzung und Sex von einander getrennt werden müssten. Er selbst hat keinerlei Interesse an Sex findet aber in seiner Kinder und Jugendliebe Annabelle (Franka Potente) zu der er sich früher nicht hingezogen fühlen wollte seine wirkliche Liebe zu der er auch eine sexuelle Beziehung haben kann. Jedoch hat seine Zugeknöpftheit in der Jugend dazu geführt, dass sie sich in immer neue Sexabenteuer stürzte, was am Ende Schuld daran ist, dass sie auf Grund von Komplikationen, das aus der Liebesnacht entstandene Kind abtreiben muss und dabei auch ihre Gebärmutter verliert.
Die Geschichten der beiden Brüder sind nur lose miteinander verknüpft. So sieht man wie die beiden sich zum ersten Mal begegnen und wird Zeuge einiger Treffen in einer Kneipe und darf ihnen zusehen wie sie dem Tod der (verhassten) Mutter beiwohnen. Aber die Beziehung der Halbbrüder ist auch nicht Thema des Films. Vielmehr stellen sie zwei Extreme Formen der Sexualität da. Der eine sucht die Befriedigung seiner Triebe und zerbricht, als er gerade doch erfüllt zu seien scheint und der andere entdeckt doch Liebe und Sex für sich. Was ihn jedoch nicht davon abhält seine „Schöne neue Welt“ wonach Sex und Trieb Wurzel allen Bösen sind wissenschaftlich zu beweisen.
Leider geht der Film keine wirklich kontroversen Wege. Moritz Bleibtreu ist als notgeiler Lehrer noch ganz lustig, aber sein Plot verödet auf seinem folgenden Selbstfindungstrip. Wobei seine schauspielerische Leistung im Gegensatz zu der von Christian Ulmen wenigstens solide ist. Ulm nimmt man das Genie keine Sekunde lang ab. Dass er vertrottelt ist und keine Lust auf Sex hat mag man ihm glauben, aber ansonsten wirkt er mehr wie irgendein stumpfer Depp. Auch ist sein Teil der Geschichte irgendwie undramatisch und endet in einem kleinen Liebesdrama mit (richtigem) Happyend. Die beste schauspielerische Leistung liefert auf jeden Fall Uwe Ochsenknecht ab. Sein Gastauftritt ist zwar nur kurz, den versoffenen Vater spielt er einfach bombig. Der Film ist ansonsten bis in die Nebenrollen mit Schauspielern besetzt die sich bereits einen Namen gemacht haben. Wobei besonders Pornosternchen Tyra Misoux als Kellnerin im Swingerclub erwähnt werden sollte, die ja schon mit Berlinale Gewinnerin Sibel Kekilli in „Die Megageile Kückenfarm“ vor der Kamera agierte.
Da der Film über Längen (und davon gibt’s bei fast 2 Stunden Laufzeit wirklich so einige) verwundert, ist das einige Szenen einen drastischen Exploitation Charme versprühen. Mit Szenen wie „sich-auf-die-Mutter-einen-runter-holen-und-anschließend-die-Katze-erschlagen“, „den-Sarg-der-Oma-mit-dem-Spaten-aufbrechen-und-das-Skelett-in-einen-Müllbeutel-packen“, oder den ganzen Orgien im Swingerclub und dem Tantrasex, der Massage und dem Oben Ohne im Sexcamp, wird der Film zwar nicht besser, aber unterhält er leider besser, als an den Stellen, an denen er tiefgründig seien will. Denn für wahre Tiefe, hätte man wesentlich tiefer bohren müssen und nicht versuchen dürfen das ganze Thema so stark zu vereinfachen, wie man es hier leider getan hat.
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1 comment - What do you think?  Posted by admin - März 6, 2006 at 6:45 pm

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Keine Lieder über Liebe (2005)

Der junge (Möchtegern-?) Regisseur Tobias (Florian Lukas) setzt sich in den Kopf seinen ersten richtigen Film über die Band seines Bruders Markus (Jürgen Vogel) bzw. im speziellen über ihn zu machen. Dessen Band die „Hansen Band“ hat gerade ihr Tour in Norddeutschland gestartet und steht nach Tobias Auffassung vor dem Durchbruch. In Wirklichkeit ist der Film auch wenn Tobias dass sich erst nicht eingestehen will, der Versuch eine Geschichte aufzuklären die vor einem Jahr passiert ist und die die Beziehung zwischen ihn und seinem Bruder ins wanken gebracht hat. Damals hatten er und seine Freundin Ellen (Heike Makatsch) zu Markus besucht um ihm etwas halt zu geben, da ihn gerade seien Freundin zusammen mit dem gemeinsamen Kind verlassen hatte. Tobias vermutet, dass die beiden damals etwas miteinander hatten. Aus diesem Grund lässt er Ellen nach kurzer Zeit dazu stoßen, was dazu führt, dass sich sein Film davon verabschiedet eine Banddokumentation zu sein. Der Film verwandelt sich in ein Drama über die Dreiecksbeziehung, die die drei „Helden“ verbindet. Eine Film im Film pseudo- Banddokumentation gepaart mit einer Geschichte von zwei sehr verschiedenen Brüdern, die ihre Beziehung wieder gerade rücken wollen und dabei vor dem Problem stehen, dass der eine Sex mit der Freundin des anderen hatte; so könnte man „Keine Lieder über Liebe“ vielleicht am besten beschreiben. Viel Inhalt den sich da Regieseur Lars Kraume vorgenommen hat. Das dachte er sich wohl auch selbst. Aber der Kunstgriff alles unter einen Hut zu bekommen, gelinkt ihm nicht. Vielmehr wirkt der Film nach einer Weile extrem unausgegoren und weißt vor allem zum Ende recht langatmige Längen auf, die nicht hätten sein müssen. Spielt zu Beginn, die Band noch eine kleine Rolle, so sind die Musiker am Ende noch nicht einmal mehr Statisten, da sich alles nur noch um die Dreiecksbeziehung dreht. Dieser jedoch fehlt es an echter Dramaturgie. Dem Zuschauer ist von vornherein klar, dass zwischen Ellen und Markus in Berlin etwas gewesen sein muss. Und dass da noch etwas zwischen den beiden ist, wird von der Kamera auch immer wieder eingefangen, so dass man sich irgendwann doch über Tobias wundert, dass er nicht viel früher die Karten auf den Tisch legt. Die Diskussionen die zwischen dem teilweise recht belanglos wirkenden Gezanke so etwas wie kleine Höhepunkte darstellen, sind leider ein wenig zu gewollt tiefgründig geraten und fügen sich nicht wirklich gut ins Gefüge des Films ein. Lernt man in einer (echten) Dokumentation schon mal was über dass Seelenleben der beobachten, bleiben die Figuren hier seltsam entfernt auch wenn die Kamera, versucht intime Situationen einzufangen. Meiner Auffassung nach, wäre der Film als Kurzfilm wesentlich besser angelegt gewesen und vor allem die letzten Minuten in denen noch Tobias und Markus alkoholabhängige Mutter weltentfremdet von der Vergangenheit spricht, hätte man besten Gewissens weg lassen können. Um den Film jetzt nicht ganz zu zerreißen, muss ich sagen, dass er mir am Anfang echt gut gefiel was zu einem an von mir geliebten Dokumentarstill (ich sag nur Cannibal Holocaust) liegt und zum anderen an der wirklich guten Musik der Hansenband. Diese kann ich ohne Bedenken weiter empfehlen. Als Fazit kann ich sagen, dass man sich in diesem Film zu viel vorgenommen hat und am Ende leider gescheitert ist. „Keine Lieder über Liebe“ ist leider nur ein mittelmäßiger Film, in dem mehr hätte drin sein können.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - November 2, 2005 at 3:39 pm

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