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Snuff Trap -aka- Snuff killer – La morte in diretta (2003)

Juchuu, ein Film über Snuff Filme aus der Schmiede des italienischen Regiegroßmeisters Bruno Mattei. Der Filmemacher, der vielen unter dem Pseudonym Vincent Dawn bekannt sein dürfte, hat sich hier quasi in den tiefsten Untergrund gestürzt und ein Filmchen darüber gedreht, wie fiese Pornoproduzenten entführen und zum finale ihrer Snuffpornos töten.

Wer nicht gerade den „Originalfilm“ Snuff aus dem Jahr 1976 kennt, der denkt beim Wort Snuff wahrscheinlich am ehesten an den Nicolas Cage Film 8mm. Das hat wohl auch Bruno Mattei getan. Sein Snuff Trap ist eine Art Remake zu 8mm. Die Handlung wurde nach Paris, Amsterdam und Hamburg verlegt, die Hauptfigur zu einer attraktiven Blondine und die Menge an gezeigtem Sex gewaltig nach oben geschraubt. Ansonsten hat der italienische Filmemacher sogar eine low Budget Version von dem berühmten 8mm Zitat „Wen du dich mit dem Teufel einlässt, veränderst du nicht den Teufel, der Teufel verändert dich“ erfunden und die meisten Storyelemente übernommen.

Die Tochte von Michelle wird, nachdem sie in einer Disco einen Typen aufgerissen hat („Na meine kleine, möchtest du mal ziehen“ „Danke, die ist fantastisch“ „Wir könnten ein bisschen in meinem Auto rummachen“), entführt. Da ihr Stiefvater, ein französischer Politiker, die Polizei nicht einschalten will, macht sich Michelle alleine auf die Suche nach ihrer Tochter.

Sie steigt ab in immer tiefere Untiefen des Hardcore Universums, wo sie nicht nur ihre ersten Kontakte mit Bondage- und Folterpornos macht, sondern auch auf skrupellose Geschäftspartner stößt (so wird sie z.B. mit vorgehaltener Waffe zu einem Blowjob gezwungen). Nach einem Road Trip durch Europa landet sie schließlich in Hamburg. Hier dreht die durchgeknallte Pornoproduzentin Doktor Hades ihre Snufffilme.

Den Mangel an eigenen Ideen habe ich ja schon zu Beginn angesprochen. Doch das ist leider nicht der einzige Makel den Snuff Trap aufweist. Die Schauspieler sind durch die Bank unterirdisch schlecht. Hauptdarstellerin Carla Solaro ist gleichermaßen hübsch wie unfähig. Letzteres gilt auch für den Rest des Cast. Wobei man zugeben muss, dass einige der bösen Typen von der Pornomafia und ganz besonders Dr. Hades für ein ordentliches Maß an unfreiwilliger Komik sorgen, die durch die Deutsche Synchronisation noch verstärkt wird. Auch Schnitt (Taxi von links, Taxi von rechts, Taxi von links…) und Beleuchtung sind eines Mannes, der so lange im Film Geschäft war wir Mattei unwürdig. Billige Pornoästethik und die Pornodialoge verhindern, dass sich so etwas wie Atmosphäre entwickeln kann.

Das ist Schade. Gerade da, ein europäischer 8mm mit mehr Sex durchaus interessant gewesen wäre. Doch auch wenn die extrem harten Softcore Folterungen (Brandings, Frauen werden verprügelt, fast erstickt, ausgepeitscht usw.) mit dem was sie zeigen nichts für schwache Nerven sind, ist das Endprodukt einfach nur ein großes Ärgernis. Auch das Mattei noch eine kleine Lovestory mit einer Sexszene in einer Limousine eingebaut hat, verbessert die Qualität des Films nicht.

Auf Grund des Vincent Dawn Bonus und der Tatsache, das es um Snuff geht, sollte der harte Exploitation Fan sich Snuff Trap zwar trotzdem ansehen. Aber alle anderen werden vermutlich nicht ihren Spaß haben.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Februar 19, 2008 at 9:50 am

Categories: Erotischer Film, Exploitation, Film, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Thriller   Tags: , ,