Braucht dieser Blog eine eigene SEO Kategorie?
Mal ne ganz doofe Frage. Es kann ja nicht im Sinne eines Bloggers sein seine Leser mit hirnlosen Keyword optimierten Artikeln und SEO Kram zu nerven. Deswegen sollte ich glaube ich mal eine eigene SEO Kategorie einrichten in die dann wirklich jeder Mist kommt. Sollte ich dann mal irgendwelchen Quatsch schreiben der SEO ist UND irgendwas mit diesem Blog zu tun hat, kann ich das ja immer noch in zwei Kategorien packen.
Wobei ich ja eh dringend mal wieder was sinnvolles schreiben muss. Aber wenn ich knallhart SEO als solchen kenntlich mache vergrätzt es ja vielleicht auch keine Leser.
Categories: Zwischentöne Tags: blogs, SEO
Das Blog des SPD Landesverbandes NRW – Die Nutzung eines Blogs und seiner Elemente durch eine politische Partei außerhalb des Wahlkampfes
1. Einleitung
Wer im deutschsprachigen Internet Blogs politischer Parteien untersuchen will, ist mit dem Problem konfrontiert, dass solche Blogs oftmals nur kurzzeitig vorhanden sind. Wahlkampfblogs wie www.die-zeit-ist-reif.de der SPD Hessen zur letzten Landtagswahl werden nach dem Wahlkampf nicht mehr weiter geführt und aus dem Netz entfernt.
Durchsucht man das Internet, stößt man zwar auf Blogs diverser Parteiortsgruppen und Parteijugendorganisationen oder entdeckt private Blogs von aktiven Partiemitgliedern, aber findet kaum ein offizielles Parteiblogs auf höherer Ebene.
Eine Ausnahme bildet das Blog des SPD Landesverbandes NRW, das seit dem Juni 2004 (ein knappes Jahr vor der Landtagswahl 2005) online ist. Da es kein vergleichbares Parteiblog gibt, wird diese Untersuchung sich explizit mit dem blog.nrwspd.de befassen. Dabei soll die Frage beantwortet werden, in wie weit das Blog der NRW SPD typische Blogelemente aufweist. .
Beschäftigt man sich mit Blogs ist man in erster Linie mit dem Problem konfrontiert, dass es schwer ist, einen „sich ständig wandelnden Untersuchungsgegenstand in den Griff zu bekommen“1. Deswegen wird in Kapitel zwei dieser Arbeit ein Überblick über die Entwicklung von Blogs gegeben und beschrieben, welche Funktionen sie haben können, sowie eine mögliche Typologisierung vorgestellt. In Kapitel drei wird die Nutzung des Internets durch die Politik näher beleuchtet und im Speziellen dargestellt, wie auch Blogs insbesondere zu Wahlkampfzeiten genutzt werden.
Aus den Elementen die sich aus diese beiden Kapiteln ergeben, wird im vierten Kapitel ein methodisches Vorgehen entwickelt, um das Blog untersuchen und schließlich auswerten zu können. Hierbei stehen die Themen des Blogs, die Frage ob das Blog „Negative Campaigning“ betreibt und die Untersuchung, in wie weit das Blog ein typisches ist, das seine technischen Möglichkeiten nutzt, im Mittelpunkt.
Für die Untersuchung wurden alle 121 Beiträge des Blogs im Zeitraum zwischen dem 13. März 2008 und dem 15. März 2007 kodiert und untersucht.
2. Was sind Blogs?
Die Meinungen darüber, was genau ein Blog ist und darüber wann eine Webseite ein Blog ist, gehen auseinander. Deswegen muss klar sein, was der Begriff Blog bedeutet, welche Eigenschaften ein Blog hat und wie man Blogs typologisieren kann.
2.1. Die Begriffe Weblog und Blog
Der Begriff Weblog ist eine Wortschöpfung aus den englischen Wörtern Web (das Netz) als Bezeichnung für das Internet und Log (das Logbuch).2 Der Erste, der den Begriff Weblog verwendete und somit erfand ist der Amerikaner Jorn Barger.3 Das Datum, an dem er den Begriff das erste Mal benutzte, war der 17. Dezember 1997. 4 Die heute gängige Abkürzung Blog geht auf Peter Merholz zurück, der das Wort Weblog im Jahr 1999 erstmals in „we blog“ aufspaltete.5
In wie weit die Bezeichnung Blog die des Weblogs abgelöst hat, lässt sich heute dadurch erkennen, dass die Suchmaschine Google, bei der Suche nach „Weblog“ 128,000,000 Ergebnisse liefert, während sie 2,380,000,000 Treffer bei der Suche nach dem Wort „Blog“ liefert.6 Auch in der Online-Enzyklopädie Wikipedia leitet die Suche nach dem Stichwort Weblog inzwischen auf den Artikel unter der Überschrift Blog weiter.7
1. 1. Funktionen und Möglichkeiten von Blogs
Die aktuelle Ausgabe des Duden aus dem Jahr 2006 hat das Wort Weblog aufgenommen und als „tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Webseite zu einem bestimmten Thema“8 definiert.
Die tagebuchartige Führung eines Blogs impliziert, dass es einen hohen Grad an Personalisierung in ihnen gibt. Zumal der Großteil aller Blogs von Privatpersonen geführt wird, die sich der leicht zu handhabenden Blogtechnik bedienen, um Persönliches zu veröffentlichen.9 Jedoch ist bei der Frage danach, wie personalisiert ein Blog ist, eine gewisse Typologie zu beachten, da Blogs sehr wohl auch von Personengruppen geführt werden können.10 In Bezug auf die leichte Bedienbarkeit von Blogs ist es von Bedeutung, dass sich ohne große Vorkenntnisse oder Programmierfähigkeiten Bilder, Videos oder fremde Inhalte integrieren lassen. So besteht die Möglichkeit, dass fremde Inhalte den Hauptbestandteil eines Blogs ausmachen können und dass Nachrichten im engeren Sinne nur einen geringen Anteil haben.11 Neben der leichten Bedienbarkeit stellen Blogs ein sehr kostengünstiges Medium dar.12
Ein Merkmal, dass bei der Betrachtung von Blogs meist als erstes ins Auge fällt, ist die umgekehrte chronologische Reihenfolge. Der neueste Eintrag steht an oberster Stelle und ist somit einfach zu erkennen. Ebenfalls ist von Bedeutung, dass ein Blog die Möglichkeit zur häufigen Aktualisierung bietet, was ihm einen „dynamischen Charakter der Kommunikation“13 verleiht. Bereits Jorn Barger aktualisierte sein Blog „Robot Wisdom“ täglich und veröffentlichte dort neue, von ihm kommentierte Links.14 Das einbinden von Links und die daraus folgende Hypertextualität sind ebenfalls eine Eigenschaft, die für Blogs essentiell ist. Vereinzelt wird sogar so weit gegangen, zu sagen, dass ein Blog ohne Links kein Blog sei.15
Gerade durch die Mischung aus persönlichen Einträgen und dem Kommentieren und Verweisen auf anderer Netzinhalte sind Blogs eine Mischung aus „Tagebuch und kommentierter Presseschau“16 Jedoch bietet auch eine klassische Webseite die Möglichkeit, in solcher Form Inhalte zu veröffentlichen. Blogs unterscheiden sich daher noch grundlegend von klassischen Webseiten, durch das Vorhandensein einer Kommentarfunktion. Dadurch, dass der Leser eines Blogs die Möglichkeit hat, Beiträge in einem Blog direkt zu kommentieren, entsteht eine Form der Interaktivität, die dafür sorgt, dass man Blogs als „Social Software“17 einordnen kann. Weiterhin kann durch Kommentare von Besuchern, der Inhalt des Blogs erweitert werden und durch neue Links die Hypertextualität und die Vernetzung verstärkt werden.18 Für den Betreiber eines Blogs ist die Kommunikation mit den Lesern sehr effizient, da sie sehr stark asymmetrisch ist. Ein Großteil der Leser von Blogs, verbringt die meiste Zeit mit dem Lesen von Blogeinträgen und Kommentaren, ohne dabei selbst zu Kommentieren.19
In Bezug auf die Hypertextualität ist eine weitere Blogfunktion zu unterstreichen, die so genannten Trackbacks. Mit Trackbacks ist es möglich, Blogeinträge untereinander zu vernetzen. Verlinkt ein Blogger auf einen anderen Blogeintrag, kann die Blogsoftware dies automatisch erkennen und unter dem verlinkten Beitrag anzeigen.20
Ein weiteres typisches Element für Blogs ist die so genannte Blogroll, eine Liste von Links zu anderen regelmäßig aktualiserten Blogs. Anhand der Blogroll kann man ablesen, welche Blogs von einem Blogger besonders geschätzt und selbst gelesen werden.21 Weiterhin ist die Blogroll eines Blogs oftmals heterogen und versammelt befreundete Blogs und thematisch ähnliche Blogs.22
In Bezug auf Blogs ist weiterhin die RSS (Really Simple Syndication) Technologie von Bedeutung. Mit dieser Technik ist es möglich, automatisch über neue Inhalte eines Blogs informiert zu werden. Vorausgesetzt das Blog bietet einen RSS-Newsfeed an, den ein Internetnutzer dann abonnieren kann.23
2.3. Blog Typologie
Eine allgemein gültige Typologie von Blogs, die sich durchgesetzt hätte gibt es nicht. Je nachdem welche Kriterien angewendet werden, erhält man die verschiedensten Ergebnisse.
Sinnvoll ist es, Blogs anhand zweier verschiedener Kategoriesysteme zu unterscheiden. Zum einen nach ihrem Inhalt, der sich von internen Berichten aus einer Firma in so genannten Corporate Blogs bis hin zum sich kritisch mit einem Thema auseinandersetzenden Watchblog erstrecken kann. Oftmals sind die Inhalte jedoch so vielfältig, dass eine klare Trennung nicht möglich ist.24 Zum anderen muss nach dem Betreiber, der Blogs unterschieden werden.
So werden die Betreiber nach Individuen und Körperschaften unterschieden. Die Individuen ihrerseits unterscheidet man nach Privatpersonen und Personen, die im Auftrag einer Institution agieren, während man bei den Körperschaften nach Art der Körperschaft (Firma, förmlich oder nicht förmlich organisierte Gruppen) unterscheidet.25
Festzuhalten ist, dass es sich hierbei um Idealtypen handelt und dass eine solche Kategorisierung nicht perfekt ist.
3. Internet und Politik
Seit der Jahrtausendwende haben sich die Möglichkeiten des Internets „zum akzeptierten und genutztem Mittel politischer Akteure“26 entwickelt. Es ist jedoch wichtig, Blogs von anderen Webseiten zu unterscheiden und zwischen Wahlkampf und dem politischen Alltags zu differenzieren. Festzustellen ist, dass die Aufmerksamkeit bisheriger Untersuchungen verstärkt auf Webseiten und Blogs während des Wahlkampfes gerichtet ist.27 28
3.1 Politische Webseiten
Untersuchungen aus dem Jahr 2001 zeigten noch, dass Parteien und Politiker die Möglichkeiten des Internets zur Kommunikation nicht voll ausnutzen und es eher als „Visitenkarte und Online-Wahlkampfbroschüre“29 benutzten. Im September 2007 hatten hingegen schon 68 Prozent aller Bundestagsabgeordneter eine eigene Webseite mit verschiedensten Funktionen.30 Zudem lässt sich bei den großen Parteien erkennen, dass ihre Internetauftritte inzwischen keine „Visitenkarten“ sondern vielmehr „Webportale“31 sind.
Gerade auf Landes und Kommunalpolitischer Ebene ist die Finanzierung des Wahlkampfes und von Parteiwebseiten schwierig. Ein Umstand, der die Gefahr mit sich bringt, dass eine Webseite nicht gepflegt wird und somit nicht aktuell und mit neuen Inhalten gefüllt ist.32
3.2 Politische Blogs
Unter diesem Gesichtspunkt zeigt sich, dass Blogs eine interessante Alternative zu normalen Webseiten sein können. Als Wendepunkt für diese Entwicklung gilt die Wahlkampagne des US-Amerikaners Howard Dean, der mit seinem „Blog for America“ im Jahr 2004 zeitweise 300.000 Leser am Tag binden konnte.33 Zwar kam dieser nicht über die Vorwahlen hinaus, aber es gelang ihm mit Hilfe seiner Blogplattform sehr schnell und kostengünstig landesweit lokale Unterstützergruppen zu rekrutieren, die Aufmerksamkeit anderer Medien zu gewinnen und erfolgreich Spendengelder zu sammeln.34
Durch diesen Erfolg inspiriert, setzte in Europa erstmals die Hamburger SPD einen Blog zu Wahlkampfzwecken ein. Den Anfang machte der Ortsverein SPD-Horn mit seinem eigenen Blog, der „als das erste rein politische Weblog in der Blogsphäre“35 schnell die Aufmerksamkeit anderer Blogger auf sich zog und dementsprechend häufig verlinkt wurde.36
Später nutzte die Hamburger SPD im Wahlkampf das Blog mirowfuerhamburg.de zur Präsentation ihres Spitzenkandidaten Thomas Mirow. Bei diesem handelte es sich jedoch nicht um ein personalisiertes Blog, dass von Mirow selbst geführt wurde. Statt dessen wurde es von seinem Team mit Inhalten gefüllt.37 Blogs bieten aber innerhalb des Wahlkampfes die Möglichkeit, Kandidaten persönlich und authentisch darzustellen. 38
Während dieses Wahlkampfes führte die SPD ebenfalls das Negativ Blog wowarole.blogg.de. In diesem Blog, der als persönlicher Blog eines Bürgerschaftskandidaten angelegt war, ging es darum, dass positive Image, des CDU Kandidaten Ole von Beust zu beschädigen.39 Diese Form des Wahlkampfes bezeichnet man als „negative Campaigning“40
Was die Nutzer politischer Blogs angeht, so ist festzustellen, dass es sich bei ihnen um die Personen handelt, die auch am sonstigen politischen Diskurs teilnehmen. Für sie stellen Blogs eine weitere Möglichkeit dar, sich zu artikulieren. Innerhalb von Wahlkämpfen bieten Blogs die Möglichkeit, eine Teilöffentlichkeit für aktive Nutzer zu schaffen. Die Blogkommunikation ermöglicht es, dass sich Publikums- und Sprecherrolle überschneiden.41 So wird den Lesern des Blogs suggeriert, sie stünden in persönlicher Nähe zu der Kampagne, was den Aufbau einer virtuellen Gemeinschaft unterstützt.42 Gerade durch die Möglichkeit des Kommentierens, kann dem Leser des Blogs der Eindruck vermittelte werden, er sei an der Kampagne beteiligt. Zumal Blogs mit Kommentaren für die Betreiber und die Planer einer Kampagne eine wirkungsvolle Feedback Funktion einnehmen können.43
Jedoch ist es nicht immer im Interesse der Politiker, die zu Wahlkampfzwecken Blogs nutzen, dass eine Diskussion entsteht. So zeigte sich im Bundestagswahlkampf 2005, in dem einige Politiker temporär bloggten, dass viele keine Kommentare zuließen.44
4. Methodisches Vorgehen
Ziel dieser Untersuchung ist es herauszufinden, wie das Blog des SPD Landesverbandes NRW, die Möglichkeiten nutzt, die das Medium Blog bietet.
Da sich einige der unter 2.2 beschriebenen Blogfunktionen zum einen auf den Blog als solchen und zum anderen auf einzelne Beiträge innerhalb des Blogs beziehen, wird auch diese Untersuchung dahingehend differenzieren.
4.1 Das Blog an sich
Im einleitende Teil wird das Blog an sich betrachtet und daraufhin untersucht, in wie weit RSS Feeds genutzt werden und ob eine gepflegte Blogroll und Verlinkungen vorhanden sind. Ferner wird das Blog anhand der aufgestellten Typologie eingeordnet.
4.2 Die Blogeinträge
Die Inhalte der Blogeinträge werden daraufhin untersucht, ob sie sich mit Landespolitik, sonstiger Deutscher Politik, der SPD auf Landes- bzw. Bundesebene, mit sonstigen Themen oder mit das Ausland betreffenden Themen auseinander setzten.45
Die Personalisierung innerhalb des Blogs wird auf zweierlei Arten gemessen. Zum einen wird überprüft ob regelmäßig die gleichen Autoren Beiträge schreiben und zum anderen, ob diese Beiträge persönliche Meinungen enthalten.
In diesem Zusammenhang werden auch die Kommentare untersucht. So wird geprüft wie häufig Beiträge kommentiert werden und ob die Autoren des Blogs, auf Kommentare antworten. Zudem wird untersucht, ob es unter den Kommentaren auch kritische Stimmen gibt, die sich negativ gegenüber dem Blogs und seinem Betreiber der NRW SPD äußern.
In wie weit andere Blogs auf Inhalte des untersuchten Blogs Bezug nehmen bzw. auf diese verlinken, wird anhand von Trackbacks untersucht.
Ferner wird untersucht, wie häufig und regelmäßig das Blog aktualisiert wird, um festzustellen, ob er das Kriterium der Aktualität aufweist.
Auf inhaltlicher Ebene wird besonderes Augenmerk darauf liegen, ob das Blog „Negative Campaigning“ betreibt.
Quantitativ wird zudem untersucht, ob in dem Blog auf andere Webseiten verlinkt wird und ob Bilder und Videos in die Blogeinträge integriert sind.
5. Auswertung
5.1. Das Blog an sich
5.1.1 Die Blogroll
Eingeteilt ist die Blogroll des untersuchten Blogs in fünf verschiedene Kategorien. SPD-Blogs, SPD-Abgeordnete, Blogs, Zeitungen und International. Sie enthält 48 Links. Der Link auf die Webseite NRW SPD steht ohne eine Kategorie an der Spitze der Blogroll.
Laut der Definition aus Kapitel 2.2. lässt sich die Blogroll in Bezug auf die Verlinkung auf andere Blogs und Webseiten, nicht als gepflegt bezeichnen. So sind von 37 verlinkten Blogs lediglich 20 aktuell.46 Von den sechs verlinkten SPD Blogs ist die Hälfte überhaupt nicht unter der angegebenen Adresse zu finden.
Zusätzlich zu den Links innerhalb der Blogroll finden sich am oberen rechten Rand des Blogs zwei weitere Links. Einer verweist abermals auf die Hauptseite der NRW SPD47 und der andre verlinkte auf das Mitmach-Center, eben dieser Seite. Weiterhin existiert ein Link in Form eine Grafik, der auf die Kategorie des Blogs radio.nrwspd.de innerhalb der Navigationsleiste.
5.1.2. RSS-Feeds
Das Blog bietet die Möglichkeit drei verschiedene RSS Feeds zu abonnieren. Dabei bezieht sich jedoch nur einer auf den eigentlichen Blog. Die anderen beiden RSS Feeds liefern Inhalte der Webseite nrwspd.de in Form von Pressemitteilungen und der Rubrik “Aktuelles aus NRW”. Einen RSS Feed für Kommentare gibt es nicht.
5.1.3. Typologisierung
Laut dem Impressum48 des Blogs ist sein Herausgeber der SPD Landesverband NRW. Somit handelt es sich um eine formal organisierte Institution. Wie in 5.2.3. festgestellt, sind bloggenden Autoren demnach Personen, die im Auftrag dieser Institution schreiben. Ferner zeigt die Inhaltsanalyse der Themen in 5.2.1., dass der thematische Focus auf politischen Themen liegt. Jedoch zeigt der festgestellte hohe Anteil von sonstigen Themen, dass auch dieses Blog das Problem, der nicht eindeutigen Trennung nach Thematik aufweist.
5.2. Die Blogeinträge
5.2.1 Die Themen der Beiträge
Die Untersuchung der Blogeinträge im Untersuchungszeitraum zwischen dem 13.03.2008 und dem 15.03.2007 zeigt, dass der Focus klar auf Landesthemen und insbesondere der Landespolitik liegt. Von den 121 untersuchten Einträgen befassten sich 40 mit der Landespolitik und 10 mit der Landes SPD. Mit der Bundespolitik befassen sich 10 Beiträge, mit der Bundes SPD 9. Vergleichbar viele Beiträge, wie diese Deutschland betreffenden Artikel gibt es zum Thema “Ausländische Politik” mit 18 Einträgen. Die Kategorie “Sonstiges” weißt 34 Beiträge auf.49
Fasst man die SPD Themen und die Politikthemen, sowie die Themen Ausland und Sonstiges zusammen, erhält man 19 SPD-Artikel, 50 Politikartikel und 52 Artikel zu den Themen Sonstiges und Ausland.
5.2.2. Negative Campaigning
Die Untersuchung der Beiträge ergibt, dass 41 der 121 Beiträge Elemente des „Negative Campaigning“ aufweisen. Ferner zeigt sich, dass von den 50 Beiträgen,
die sich mit Politik befassen, 39 “Negative Campaigning” betreiben. Innerhalb der Landespolitischen Beiträge sind es 32 von 40.50
5.2.3. Personalisierung
Die untersuchten Blogeinträge stammen von sieben verschiedenen Autoren. Jeweils zwei Autoren haben weniger als fünf, weniger als 15 oder weniger als 25 Blogeinträge geschrieben. Ein Autor hat 45 Beiträge verfasst.51 Ferner lässt sich feststellen, dass die Autoren jeweils in verschiedenen Zeitabschnitten aktiv waren und nicht kontinuierlich über den gesamten Untersuchungszeitraum.52 Über die Identität der Autoren lässt sich wenig sagen. So sind nur zwei von ihnen auf der “Über uns” Seite des Blogs genannt. Jedoch wird dort über die Autoren vermerkt: “[...]gibt es hier Beiträge von Mitarbeitern der Landes-SPD, aus Wahlkampfteams, von Kolumnisten und Kommentatoren und Unterstützerinnen und Unterstützern aus dem SPD-Umfeld.”53. Spitzenpolitiker der Partei befinden sich also nicht unter den Autoren.
Die persönliche Meinung des Autorenteams steht nicht im Focus des Blogs. So gibt es nur 16 Artikel, in denen die Autoren ihre persönliche Meinung haben und mit einfließen lassen. Von diesen Artikeln gehören zehn der Kategorie “Sonstiges” an.54
5.2.4. Kommentare
Insgesamt gibt es unter 64 der 121 Blogeinträge 236 Kommentare.55 13 Mal nahmen Autoren des Blogs an der Diskussion innerhalb der Kommentare teil.56 Ferner kam es 23 mal dazu, dass unter den Kommentaren negative Äußerungen waren. Auf diese sind die Autoren des Blogs nur in vier Fällen eingegangen.57
5.2.5. Trackbacks
Unter 13 von 121 untersuchten Beiträgen im Blog der NRW SPD finden sich Trackbacks die von anderen Blogs verschickt wurden. Acht dieser Trackbacks beziehen sich auf Blogeinträge zum Thema “Sonstiges”.58
5.2.6. Aktualität
Einerseits wird das Blog regelmäßig aktualisiert. So wird im Jahresdurchschnitt alle 2,8 Tage ein neuer Beitrag veröffentlicht. Andererseits ist es im Untersuchungszeitraum sieben mal passiert, dass länger als zwei Wochen keine Aktualisierung des Blogs stattfand.
5.2.7 Verlinkungen, Bilder, Videos
Das Blog weist eine hohe Dichte an Verlinkungen auf. So sind in 93 der 121 untersuchten Beiträge Verlinkungen auf andere Webseiten enthalten.59 Insgesamt gibt es 634 Verlinkungen in den Beitragen des Untersuchungszeitraums, was einem Durchschnitt von 5,24 Links pro Beitrag entspricht.60
Ferner ist festzustellen, dass in 80 Beiträgen Bilder zur Illustration verwendet wurden.61
Dahingegen werden Videos lediglich in 21 Artikeln eingebunden.62
6. Ergebnis
Das Ergebnis der Untersuchung des Blogs der NRW SPD fällt zwiegespalten aus. Er weißt manche Blogelemente eindeutig auf, während andere nur in geringem Umfang vorhanden sind oder nicht im vollem Umfang genutzt werden.
So fällt auf, dass das Blog zwar eine Blogroll mit Verlinkungen auf andere Blogs und Webseiten hat, aber das gerade verlinkte Blogs mit SPD Bezug, die dem untersuchtem Blog also thematisch Nahe stehen, nicht mehr existieren oder nicht mehr aktuell sind. Die Blogroll des untersuchten Blogs entspricht also nicht dem Idealtypen einer Blogroll, da sie in zu hohem Maße auf Blogs verweist, die nicht das Blogelement der Aktualität aufweisen.63
Die Betrachtung der verschiedenen Blogeinträge nach Themen hat ergeben, dass sich das Blog erwartungsgemäß sehr stark mit der Landespolitik in Nordrhein Westfalen beschäftigt. 40 der 121 untersuchten Blogeinträge gehören zu dieser Kategorie. Überraschend ist, dass es einen sehr hohen Anteil von Einträgen in den Kategorien Ausland und Sonstiges mit 52 mit Blogbeiträgen gibt. Diese vielen, von der eigentlichen Thematik des Blogs abweichenden Themen lassen Züge einer “kommentierten Presseschau”64 erkennbar werden.
Ebenfalls überraschend ist, dass es nur 19 Blogbeiträge im Untersuchungszeitraum gibt, die sich mit der SPD befassen. Jedoch hat beispielsweise auch die Untersuchung der angebotenen RSS Feeds des Blogs gezeigt, dass zwei von drei angebotenen RSS keinen direkten Bezug zum Blog haben, sondern sich auf den eigentlichen Internetauftritt der NRW SPD beziehen. Zwar hat diese Arbeit nicht die Internetseite des SPD Landesverbandes NRW untersucht, aber eine genauere Untersuchung könnte wahrscheinlich zeigen, dass dort SPD Themen dominieren. Demzufolge lässt sich erkennen, dass das Blog von der SPD dafür genutzt wird, Themen zu veröffentlichen, die auf der Hauptseite inhaltlich unpassend wären und das Blog, nicht nur struktureller Bestandteil, sondern auch inhaltliche Ergänzung zur Hauptseite ist. Jedoch müsste der Bezug der beiden Webseiten zueinander, durch eine vergleichende Inhaltsanalyse genauer untersucht werden.
Was „Negative Campaigning“ betrifft, zeigt das Untersuchungsergebnis, dass das Blog der NRW SPD zwar kein reines „Negative Campaigning“-Blog ist, wie es im Wahlkampf Verwendung findet, aber trotzdem einen hohen Anteil an „Negative Campaigning“ aufweist. Zwar liegt der Anteil von „Negative Campaigning“ Beiträgen im gesamten Blog lediglich bei einem Drittel, jedoch werden die Blogbeiträge die sich mit dem Thema Politik befassen, zu 78 % zum „Negative Campaigning“genutzt.
Was den Grad der Personalisierung des Blogs angeht, ist festzustellen dass er nicht in hohem Masse personalisiert ist. So wechselten die aktiven Autoren im untersuchten Zeitraum mehrmals und hochrangige Politiker der NRW SPD bloggten nicht. Weiterhin ließen die Autoren des Blogs nur in sehr wenigen Fällen ihre eigene Meinung mit in die Beiträge einfließen. Taten sie dies doch, fand diese Personalisierung in den meisten Fällen in Blogbeiträgen statt, die sich nicht mit Politik, sondern mit sonstigen Themen befassten. Die geringe Personalisierung wird ebenfalls dadurch deutlich, dass die Autoren des Blogs in nur wenigen Fällen an Diskussionein innerhalb der Kommentare teilnahmen.
Anders als in älteren Untersuchungen, die feststellten, dass in politischen Blogs insbesondere im Wahlkampf die Kommentarfunktion deaktiviert war, sind Kommentare im Blog der NRW SPD zugelassen. In insgesamt 23 Fällen kam es zu negativen Kommentaren, woraus man schließen kann, dass Feedback erwünscht ist und das die Gefahr, dass eine Kampagne durch solche negativen Kommentare gefährdet wird, außerhalb des Wahlkampfes als geringer eingeschätzt wird. Ein Indiz dafür ist auch, dass solche negativen Kommentare in den wenigsten Fällen von den Bloggern moderiert wurden.
Das es bei über der Hälfte der Artikel, insgesamt 236 Kommentare gibt, lässt auf eine aktive Leserschaft schließen. Wobei es sich bei den Kommentatoren wie in 3.2 erklärt, um Personen handeln kann, die auch sonst am politischen Diskurs teilnehmen. Dass das Blog hingegen innerhalb der Blogosphäre nicht sehr populär ist, lässt sich an den wenigen Trackbacks erkennen, die die einzelnen Blogbeiträge aufweisen.65
Betrachtet man dahingegen die Menge der Verlinkungen auf andere Webseiten, ist festzustellen, dass das Blog mit 634 Links in den Blogeinträgen, der Anforderung, dass Blogs verlinken müssen um Blogs zu sein, voll entspricht.
Auch was die Einbindung von Videos und Bildern betrifft, hat sich gezeigt, dass diese Möglichkeit genutzt wird.
Was schließlich die Aktualität des Blog angeht wird zwar festgestellt, dass es im Durchschnitt alle 2,8 Tage einen neuen Beitrag gab, aber dass diese durchschnittliche hohe Aktualität durch lange Phasen ohne Aktivität im Blog unterbrochen wird.
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Mit dem Trierer Medienblog geht es bergab
Das Britney Spears Phänomen und ein oft bemerkte schlechte Qualität der Blogeinträge, haben anscheinend dazu geführt, dass es mit dem Trier Medienblog bergab geht. Die Medienblogcharts von Medienlese zeigen diesen beeindruckenden Abstieg. So ging es für den Blog der Medienwissenschaft Trier in den letzten 4 Monaten um 11 Plätze nach unten, so dass er nur noch Platz 45 in dem Ranking einnimmt.

Categories: Internet, Medienblog Tags: blogs, Medienblog
Wie Jorn Barger den Begriff Weblog erfand und dafür keinen müden Cent bekam
Die minimal zusammengefasste Geschichte der Weblogs war vom Standpunkt der Wissenschaftlichkeit garantiert ein Novum für SoDoMedia. Damit wir aber wieder auf dem Boden der Tatsachen landen und für ein bisschen Farbe gesorgt ist, möchte ich das großartige Photo von Weblog Erfinder Jorn Barger hier posten. Vielen Dank an Steffen Büffel dafür dass er das Bild des Google Mütze tragenden Weblogpionier ausgegraben hat.
Wobei ich mich schon frage, was aus dem guten Jorn geworden wäre, hätte er sich den Begriff Weblog schützen lassen und vielleicht ein Vermögen damit gemacht.

Photo von Flickr
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Kleine Bloggeschichte mit Quellen
Die Meinungen darüber, was genau ein Weblog ist und darüber wann eine Webseite ein Weblog ist, gehen auseinander. Zuallererst ist der Begriff Weblog eine Wortschöpfung aus den englischen Wörtern Web (das Netz) als Bezeichnung für das Inernet als Solches und Log (das Logbuch). 1 Der Erste, der den Begriff Weblog verwendete und somit erfand ist der AmerikanerJorn Barger. 2 Das Datum an dem er den Begriff das erste Mal verwendete, war der 17 Dezember 1997. 3 Die heute gängige Abkürzung Blog geht auf Peter Merholz zurück, der das Wort Weblog im Jahr 1999 erstmals in „we blog“ aufspaltete. 4
1 Vgl. Armbrost, Matthias: Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde? Was Journalisten über Weblogs und ihre Macher wissen sollten, Münster 2006, S.9.
2 Vgl. Büffel, Steffen: Der Weblogmillionär – leider nur fast, 04.04.2006, http://www.media-ocean.de/2006/04/04/der-weblogmillionaer-leider-nur-fast/, (29.02.2008).
3 Vgl. Solomon, Gwen & Schrum Lynne: web2.0 – new tools, new schools, Washington 2007, S.215.
4 Vgl. Crystal David: Language and the Inernet – Second Edition, Cambridge 2001, S.239.
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Blog-Qualität verbessern
Den Niedergang des Trierer Medienblogs habe ich ja zu genüge dokumentiert. Nicht nur mir ist aufgefallen, dass er vor die Hunde geht. Zwar wird So Do Media auf Kurz oder Lang die Weltherrschaft in der Kategorie Medienblog übernehmen, aber ein bisschen gesunde Konkurrenz durch Trier schadet ja nicht.^^
Meinem Plan ein paar Tipps verfassen, was man in den Trierer Blog reinschreiben kann und was auf gar keinen Fall, ist jetzt der Rita Regenbogen Blog, zuvorgekommen. Weiterhin hat Piesty’s Welt eine kleine Anregung in Stillfragen verfasst, die man sich ebenfalls zu Gemüte führen sollte.
Eventuell werde ich bei Zeiten, selbst noch meinen eignen Tippkatalog ausdifferenzierten, aber fürs erste haben die beiden Blogs ganze Arbeit geleistet.
Problematisch könnte jedoch sein, dass viele Web2.0 Forscher der Uni Trier keine Blogs lesen.
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Ein neuer Trailer Blog – macht das Sinn?
Die Frage, ob es moralisch vertretbar ist, eine Institution wie den Trierer Medienblog als Werbefläche zu benutzen soll hier (noch nicht) behandelt werden. Vielmehr geht es um eine kleine Analyse des dort beworbenen Blogs „Trailer-Park“.
Zuerst muss man zugeben, dass der Name gut gewählt ist, da er in dieser Form in der deutschen Blogosphäre noch nicht zu existieren scheint. Jedoch sollte man sich, damit dies auch so bleibt, möglichst eine eigenen .de Domains sichern. Diese 7 Euro sind keine schlechte Investition und sorgen außerdem dafür, dass der Wiedererkennungswert (die Corporate Identity) steigt.
Geburtsfehler beim Blog Trailer-Park, ist die Wahl des Bloganbieters. Googles Blogspot ist zwar weit verbreitet und bietet inzwischen eine Menge Funktionen, aber in der harte Welt der Blogosphäre wird der Dienst größten Teils belächelt. Alleine die Tatsache, dass keine Trackbacks möglich sind, nimmt dem Blogspot Nutzer ein wichtiges Instrument um sich mit anderen Bloggern zu vernetzten. Ein Profilbild in sein Blog zu laden, mag zwar für einen privates Onlinetagebuch passend sein, aber wenn man einen ernsten Blog führt, wirkt es doch leicht befremdlich.
Außer diesem kleinen Designfehler, ist Trailer-Park – den Möglichkeiten, die Blogspot bietet – ganz nett gemacht. Die Titelgrafik ist vom Prinzip her gut gemacht, aber ihr fehlt trotz der guten Idee, der letzte grafische Schlief.
Kommen wir nun Konzept des Blogs. Auch Sodomedia hat ja eine Rubrik in der aktuelle Themen rund ums Kino, bzw. anstehende neue Filme ihren Platz finden. Hier sehe ich das mehr als Ergänzung zum Angebot an Filmkritiken und Reviews. Zumal die der Medienblog als solcher von Aktualität lebt. Die Frage ist nun, wie weit ein Blog nur über Teaser und Trailer von den Nutzern angenommen werden kann. Ich für meinen Teil, bin heilfroh, nicht mehr auf apples Trailerplattform angewiesen zu sein, da mir diese Firma durch und durch unsympathisch ist. Das Problem was ich jedoch sehe, ist die Aktualität. Der Surfer der durch Zufall auf den Blog kommt, wird nur dann dort bleiben, wenn dieser Blog der erste ist, der eine Information hat. Also wird der Autor wohl oder übel sehr darauf achten müssen, immer „up to Date“ zu sein. Wobei sich trotzdem die Frage aufdrängt, ob die Nutzungsgewohnheiten der Internetsurfer, die nach Trailern suchen, nicht schon sehr stark auf YouTube fixiert sind.
Auf jeden Fall wünschen wir dem frische gebackenen Blogger viel Erfolg mit seinem Blog und hoffen, dass er ihn pflegen wird. Denn es gibt nichts schlimmeres als verwaiste Blogs, die einmal hoch motiviert begonnen wurden und dann irgendwann versandet sind.
Categories: Internet, Medienblog Tags: blogs, trailer
Neues Deutsches WordPress Update 2.3.3
Blogs lesen bringt einen wirklich weiter. So erfährt man z.B. dass dass neuste WordPress-Update auf die Version 2.3.3. in deutscher Sprache zum Download bereitsteht. Zwar sagt, WordPress dem Blogger auch selber früh genug wenn es ein Update gibt, aber dieses mal habe ich es noch vorher woanders gelesen.
Categories: Internet, Medienblog Tags: blogs, update, wordpress
Profilbildung bei Blogs
Der Blog Datenschmutz hat vor einiger Zeit eine Liste mit 33 Tipps veröffentlicht, wie man seinen Blog zum Erfolg führen kann. Besonders Tipp 33 scheint mir wichtig zu sein:
„Letzter, wichtigster und vermutlich am schwierigsten umzusetzender Tipp: Werden Sie zur führenden Internet-Autorität auf Ihrem Gebiet! Dann klappt’s garantiert auch mit dem Traffic“
Das bedeutet, dass man sich als Blogbetreiber Mühe geben sollte, sein Blog thematisch irgendwie einzuordnen. Denn ein Blog der eine eierlegende Wollmilchsau ist, ähnelt eher einem privaten Tagebuch, als einer ernst zunehmenden Seite.
Aus diesem Grund ist blog.sodomedia.de zum Beispiel Anlaufstelle, wenn es um außergewöhnliche Filme abseits des Mainstreams geht. Wenn doch einmal der Mainstream thematisiert wird, dann um die Leser entweder davor zu warnen oder auf Perlen im Ozean des Langweiligem aufmerksam zu machen.
Natürlich gehören gerade besonders Filme die unter Erotikfilm Sexfilm Sexploitation Sleaze eingeordnet sind zum Thema dieses Blogs. Das diese Genre Zugpferd des Blogs wird, hatte ich eigentlich nie vor, aber da jeder weiß: „internet is for porn“, hat es sich so ergeben.
Die Tatsache das neuerdings auch Kino und Film News sowie Medien thematisiert werden hat den einfachen Grund, dass ich das Blog weiter entwickeln wollte und das die Blogosphäre gerade im populären Bereich recht wenig zu bieten hat. Gerade so genannte „seriöse Medienblogs“ berichten wenig darüber, dass das Internet voll medialem Schweinkram ist. Diesen halbwegs seriös aufzuarbeiten ist unser Auftrag, der wie sich zeigt, von unserer Zielgruppe – den Eliten, Intellektuellen, Durchgeknallten und Perversen – recht gut ankommt.
Übrigens entwickeln sich auch andere Blogs weiter. So ist im Trierer Medienblog eine recht eindeutige Tendenz zu Boulevardisierung fest zu stellen. Boulevardisierung ist natürlich auch bei spiegel-online festzustellen. Aber im Blog der Medienwissenschaft Trier, folgt das ganze einem gewissen Muster. Der Blog versuchte sich erst als Lifestyleblog für Tiere und kopierte dann das Erfolgsrezept von blog.sodomedia.de, in dem er Filmkritiken gepostet wurden.
Schließlich fand der Blog seine Nische beim Thema Britney Spears. Diese Schiene scheint nun immer weiter ausgebaut zu werden. Denn da Britney Spears ja bekanntlich ein Drogenproblem hat, thematisiert der Trier Medienblog nun „Jugendliche im Rausch“
blog.sodomedia.de wird die weitere Entwickelung natürlich in bester Watchblog Manier weiter verfolgen.
Categories: Internet, Medienblog Tags: blogs, britney spears, Medienblog, profil
Blogroll Studie
Es ist wahr! Weblogs werden tatsächlich erforscht. Eigentlich keine schlechte Idee. Denn es ist ja als positiv zu betrachten, wenn sich nicht nur Kommerz und Kapital um Blogs kümmern, sonder auch die Wissenschaft. Das es in der Studie primär ums Thema Blogroll geht, finde ich zwar recht seltsam, da es wesentliche sinnvollere Möglichkeiten gibt Blogs untereinander zu verlinken, aber es ist immerhin ein Anfang. Zumal Elemente wie Trackbacks auch in der Studie erwähnt werden. Auf das Ergebnis bin ich als Blogger und als Medienwissenschaftler auf jeden Fall gespannt.
Categories: Internet, Medienblog Tags: Blogosphäre, blogs, forschen, medienwissenschaft, studie

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