Nude on the Moon (1961)
Zwei Weltraumforscher kommen durch eine durch einen Zufall an drei Millionen Dollar. DA sie nicht bei der NASA arbeiten, könne sie das Geld auch gut gebrauchen um damit ihre private Mondmission zu finanzieren. Und so fliegen die beiden in ihrer Mondrakete zu eben diesem. Dort machen sie die unglaublich Entdeckung, dass der Mond von telepatischen Alien Nudisten, mit Antennen auf den Köpfen bewohnt wird. Neben diesen nackten Tatsachen verwirrt es die beiden Astronauten auch, dass es überall Vegetation gibt und Gold auf der Erde liegt. Die Könige der Nudisten Aliens, ist den beiden friedlich gesonnen und so verliebt sich der eine Astronaut in sie. Der Rest der nackten Frauen, ist die meiste Zeit einfach damit beschäftigt nackt zu sein, ein wenig zu spielen oder auch mal die seltsamen fremden zu bestaunen.
Nudistenfilme sind einfach ein tolles Genre und bei diesem hier hat sich Sexploitationqueen Doris Wishman wirklich Mühe gegeben. Es gibt eine wirkliche Handlung und die Story geht sogar so weit, dass man die ersten Brüste erst nach einer halben Stunde sieht. Mehr bekommt man dann auch nicht zu sehen, da im prüden der 60er völlige Nacktheit wohl noch unmöglich war. Wobei man sagen kann, dass die Frauen auch nicht soooo toll sind, dass man sie ganz entkleidet sehen müsste. Nichts desto Trotz, hat der Film einen fantastischen Charme. Die beiden Astronauten sehen in ihrem Raumanzügen nach bestem Trash Science Fiction aus, der Soundtrack mit dem Titel “Moon Doll”, ist wirklich gut und dass der Film ein Jahr vor der echten Mondlandung entstand ist irgendwie auch ganz lustig. Wer will kann sogar eine friedliebende Interpretation in Nude in the Moon entdecken. Denn mit im kalten Krieg und im Wettlauf zum Mond ist die Vorstellung von einem friedlichen FKK Club auf dem Mond doch schön pazifistisch.
Categories: Erotikfilm Sexfilm Sexploitation Sleaze, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Science Fiction Tags: Aliens, Nudistenfilm
Undead (2003)
Über einem australischen Anglerkaff geht ein Meteoritenhagel hinweg. Das alleine ist schon uncool genug, aber die Tatsache, dass die Meteoriten die Menschen in Zombies verwandeln macht das ganze unlängst komplizierter. In dieser Situation finden sich auf der Farm des von allen als wahnsinnig geltenden Hinterwäldlers Marion eine Gruppe von Leuten zusammen. Diese besteht aus „Miss guter Fang“ Rene, der die Farm einst gehörte, einer kreischenden Schwangeren samt Ehemann und einer Polizistin und ihrem ständig fluchenden und schreienden Vorgesetzten. Als die Zombies das Haus stürmen, schafft es die Gruppe so grade noch in Marions unterirdischen Bunker zu fliehen. Dummerweise gibt es in diesem aber weder Wasser noch Nahrung und zu allem Überfluss setzen die Wehen der Schwangeren ein. Also verlässt die Gruppe wieder das Haus wieder und will mit dem Auto die Stadt verlassen. Dort stellt sei aber fest, dass eine riesige Metallmauer um die Stadt gezogen ist die unüberbrückbar scheint. Und als wäre dass alles noch nicht schlimm genug kommt noch ein seltsamer saurer Regen aus den dunkeln Wolken über der Stadt.
Der Film beginnt recht gut, aber für einen Zombiefilm absolut typisch, mit dem auftauchen der Zombies, macht dann kurzfristig eine kleine Andeutung in Bezug auf Aliens und geht dann Zombiefilm klassisch weiter, indem sich eine Gruppe ganz und gar unterschiedlicher Menschen in einem Haus verschanzt. Aber irgendwie wirkt dass ganze zu übertrieben ohne dabei wirklich lustig zu sein. Der ständig schreiende Bulle nervt mehr, als dass er cool rüberkommt und Marions Gelaber von wegen Auserwählten ist gänzlich unpassend. Die Schwangere erfüllt ihren Zweck ist aber samt ihrem Mann nicht wirklich der innovative Bringer. Und auch Heldin Rene hat keine große Sternstunde, außer der Szene in der sie sich auf Grund des sauren Regens bis auf die Unterwäsche auszieht. Redneck Marion hat gerade mal zwei gute Szenen, in der ersten macht er einen Salto rückwärts um mit seinen Sporen in der Wand hängen zu bleiben und so ein paar Zombies zu erschießen und der zweiten sieht man wie er von ein paar Zombiefischen angegriffen wurde und den ersten Kontakt zu den Aliens hatte. Sonst sind Splatterszenen eher selten. Die, die es gibt sind dafür recht gut gemacht und die Szene in der sich ein Zombie mit der Schaufel die in seinem Kopf steckt selbst die Gesichtshaut abzieht meine ich in dieser Form noch nirgendwo gesehen zu haben. Sonst hat man aber leider schon alles was an Funsplatter möglich ist bei Braindead gesehen. Leider erreicht der Film dessen Spaßwert bei weitem nicht. Dazu hat er zu viele Längen und scheitert bei dem Versuch trashigen Humor zu entwickeln. Der Film ist kein totaler Reinfall aber eignet sich weder als Funfilm, da man sich da besser „Mars Attacks“, „Braindead“ oder „Shaun of the Dead“ angucken kann, oder als richtiger Horrorfilm. Dieses will der Film zwar gar nicht sein aber vielleicht hätte das besser geklappt. Aber wer nun unbedingt einen Film haben will in dem es um Zombies aus dem Weltalle geht, dem sei an dieser Stelle „Plan neun aus dem Weltall“ ans Herz gelegt, denn da sieht man wenigstens, was Qualität ist.
Categories: Action und Abenteur, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Science Fiction, Thriller Tags: Aliens, Australien
Krieg der Welten -aka- War of the Worlds
Nehmen wir mal an, die fiesen Aliens würde die Erde angreifen. Die Idee ist schon ziemlich alt und auch schon gelegentlich verfilmt worden. Meistens gewinnen die Menschen dann irgendwie dadurch, dass selbst Aliens Microsoft Betriebssysteme benutzen oder weil Menschen einfach cool sind. Es kam zwar auch schon vor, dass die Aliens gewonnen haben und die Menschheit einpacken konnte, aber mir fällt hierzu grad nur „Die Invasion der Körperfresser ein“. Dass die Menschheit keinerlei Chancen gegen eine technologisch überlegene außerirdische Invasionsmacht hat, wusste jedoch schon der Erfinder des Genres. H.G. Wells im Jahre 1898.
Der Versuch von Tom Cruise und Steven Spielberg die Romanvorlage nach 1953 noch mal neu zu verfilmen ist jedoch leider nicht so gut gelungen wie man es sich gewünscht hätte. In der 2005er Version schießen einen schönen Tages Blitze vom Himmel die von jetzt auf gleich eine außerirdische Invasionsstreitmacht aktivieren. Sehr zum Verdruss von Ray, denn dieser arme amerikanische Arbeiter muss grade auf seine beiden Kinder aus seiner geschiedenen Ehe aufpassen. Den Rest des Films darf man zusehen, wie die Aliens jede Menge Menschen pulverisieren oder sonst wie ins Jenseits befördern. Ansonsten sieht man leider wie Ray versucht sich Autorität bei seinem Teenagersohn Robbie zu verschaffen und wie ihr immer wieder daran scheitert seiner Tochter Rachel ein guter Vater zu sein.
Okay, ich bin nur ein Mensch und erdreiste mich nicht, die Gedanken einer überlegenen Lebensform an dieser Stelle zu kritisieren. Jedoch hätte es dem Film doch gut getan, wenn man erfahren hätte, warum die Außerirdischen ihre Armee schon seit Ewigkeiten in der Erde vergraben hatten und warum sie bisher noch niemand gefunden hat. Hierfür gäbe es zwar bestimmt Erklärungen, doch Aliens aus dem Weltall hätten echt mehr Spaß gemacht. Wenn man diesen Schönheitsfehler mall ignorier, überzeugen die Invasoren aber auf ganzer Linie. Und vielleicht wollte man sich ja einfach von „Independence Day“ abgrenzen oder irgendeine Botschaft über verborgene Gefahren vermitteln. Auf jeden Fall macht es Spaß den Aliens beim vernichten der Menschheit zuzugucken. Ganz lustig ist auch noch der Anfang des Films, wo noch einige Witz gerissen werden, wie z.B. die Frage ob die Angreifer nicht doch vielleicht aus Europa kämen. Aber leider wird es später eher düster, was zwar eigentlich nicht schadet, aber immer dann nervt, wenn versucht wird Tom Cruise und seine Familienprobleme irgendwie zu beleuchten. Natürlich braucht so ein Film eine Handlung, aber hier wird der Fehler gemacht den Krieg der Welten mit einem Familiendrama zu kreuzen in dem die Kinder auf Dauer nur nerven. Es ist zwar verständlich, das ein kleines Mädchen Panik bekommt, wenn grad seine Spezies ausgerottet wird, doch hätte man nicht den halben Film auf seinem kreischen aufbauen müssen. Und auch die ständige Rebellion des Sohns wirkt aufgesetzt, so dass man sich freut wenn er später in den Vermeidlichen Heldentod rennt. Nebenbei gibt’s zwischendurch immer wieder ein paar unlogische Sachverhalte. Ich weiß zwar nicht, wie die Wasserpumpe in Rays Haus funktioniert (den wenn sie elektrisch wäre, könnte er sich nicht waschen!), aber ich weiß, dass kein Auto (auch kein amerikanisches) es überlebt, wenn einen Meter neben ihm ein Flugzeug Explodiert. Außerdem halte ich die Außerirdischen für technologisch weit genug entwickelt, dass sie beim Versteck spielen gewinnen würden, wenn die sich Versteckenden in direkter Nähe sind (Infrarot, Schallwellen oder so). Dagegen, wie die Invasion schließlich abgewehrt wird, spricht nichts, denn nur so macht sie im Kontext Sinn. Jedoch ist das Ende des ganzen Familienbullshit mit dem wieder sehen mit den Liebsten, absolut schrecklich kitschig und zu sehr Happy End lastig. Und weshalb in Bosten noch alles unzerstört ist, werden wir wohl nie erfahren.
Der Film ist nicht so geil wie er hätte werden können, doch ist der Teil der sich um die Invasion dreht wirklich unterhaltsam und gut anzuschauen. Jedoch wird das Vergnügen durch Familienaspekt immer wieder geschmälert. Vielleicht sollte man sich besser das Original angucken oder sich Stimmung mit „Independence Day“ machen. Und wem der Tom Cruise als Papa gefallen hatte, sollte wohl am besten direkt Scientology beitreten oder fortan Rosmunde Pilcher gucken.
Categories: Action und Abenteur, Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Science Fiction, Thriller Tags: Aliens, Invasion, Steven Spielberg, Tom Cruise
