Public Relations

Facebook Werbung – interessante Möglichkeiten

Da ich ja bekanntermaßen jetzt im Cloud Working Business tätig bin, betreue ich jetzt auch eine Facebook Fanpage mit einer recht großen Fanbase. Ein spannendes Feature, das man Betreibern von Facebookseiten zur Verfügung steht, sind Facebook Werbeanzeigen. Mit diesen möchte Facebook dem großen Konkurrenten Google Marktanteile auf dem Werbemarkt streitig machen. Und die Möglichkeiten, die Facebook hat wirklich “soziale” Werbung zu schalten, sind gleichermaßen spannend wie gruselig. Optimiert Google die Werbung indem Anzeigen auf die Suchen der Benutzter in Google Suchmaschine personalisiert werden, kann Facebook einen Schritt weiter gehen.

Denn sogar Nutzer, die es mit dem Datenschutz sehr genau nehmen, geben in der Regel ihren aktuellen Wohnort an. Und was kann Facebook daraus ablesen? Na klar: Wechselt ein Nutzer den Wohnort, dann hat ein Umzug stattgefunden und es wird doch sicherlich Kram von Ikea und Co benötigt. In die gleiche Richtung gehen die Angaben “vom Heimatort entfernt” und “von der Familie entfernt”. Ich bin sicher das Facebook eins und eins zusammenzählen kann und diese Informationen aus dem Geburtsort und dem Standtort einer etwaigen Universität ableiten kann. Und was liegt näher als so Studenten fern ab der Heimat mit Facebook-Werbung für die Deutsche Bahn zu behelligen.

Auf jeden Fall ist Facebook-Werbung für das Marketing ein spannender Ansatz.  Wobei ich mich persönlich ja immer Frage inwieweit Online Werbung ihr Ziel erreich. Gerade junge und gut ausgebildete Facebooknutzer nutzen Werbeblocker und Werbung im Facebook-Newsstream empfinden sie wahrscheinlich auch als eher lästig. Und gerade wenn Werbung daraus gebastelt wird, was meine Kumpels im Sauerland so “liken”, ist das zum Teil eher Antiwerbung. Aber im großen und Ganzen sehe ich dann doch Potential. Denn jedes Mal, wenn ich mich mit Steinzeitmedien wie demFernsehen beschäftige, nervt es mich gewaltig, wie viel Werbung dort läuft, die mich kein bisschen betrifft. Da will ich doch lieber perosnalisierte Werbung (auch wenn ich sie eh blocke^^).

 

 

1 comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Dezember 19, 2012 at 11:42 am

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PR Theorie in einem Zitat erklärt

“Public Relations wurde von der deutschsprachigen Kommunikationswissenschaft spät entdeckt, lange Zeit nur wenig erforscht und bis heute in großen Teilen einseitig wahrgenommen – dieser Dreiklang prägte und prägt die PR-Theoriebildung bis heute.“

Ulrike Röttger (2004) (Hrsg.): Theorien der Public Relations. Grundlagen und Perspektiven der PR-Forschung. S.8.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - April 11, 2012 at 5:34 pm

Categories: Medien, Public Relations   Tags:

Medienwissenschaft Uni Trier

medienwissenschaft uni trier

Medienwissenschaft Uni Trier

Ich habe ja Medienwissenschaft an der Uni Trier studiert. Das habe ich eigentlich ganz gerne getan auch wenn ich Trier als Stadt nicht so wirklich toll fand. NAch einem nun bald abgeschlossenen Studium der Medienwissenschaft kann ich von mir behaupten etwas über Medien UND Wissenschaft gelernt zu haben. Und ich bin mir auch recht sicher, dass das Studium der Medienwissenschaft an der Uni Trier Studenten dazu befähigen kann, sich kritisch und wissenschaftlich mit Medien zu befassen und ihnen auch journalistische Fertigkeiten vermitteln kann. Ich sage bewusst KANN, weil der Trierer Medienblog gerne ein anderes Bild vermittelt. Ich weiß sehr wohl, dass die Studenten dort gezwungen werden Blogartikel zu schreiben. Und eigentlich halte ich das für eine gute Sache. Wer sich mit fachlichen Themen aus dem Seminar oder “den Medien” beschäftigt und darüber schreibt, erweitert seinen Horizont und übt sich im schreiben. Doch Themen und Niveau des Blog sind wirklich eine Katastrophe. Und ich der ich glaube ich der einzige bin, der dieses Blog regelmässig liest, kann behaupten, dass es immer schlimmer wird (Ok, schon Platon hat auf die Jugend geschimpft, aber so bin ich immerhin in guter Tradition). Man kann ja teilweise froh sein, wenn die Artikel “irgendwas mit Medien” zu tun haben oder wenn sich gerade niemand aus der Fachschaft als Schwulenfeindlich outet.  Aber die Boulevartisierungstendenzen und das Fehlen jeglicher Reflexion und eines minimalen wissenschaftlichen Anspruchs, tun schon ein bisschen weh. Den eigentlich hat die Medienwissenschaft in Trier und vermutlich auch die Mehrzahl ihrer Studenten etwas besseres verdient als dieses Blog und die Aussenwirkung die es beim Leser (ok, dass bin ja nur ich^^) erzeugt.

 

Update: 16. Aprild

also den Text habe ich ja in erster Linie aus reinen SEO Gründen geschrieben! Hat besser funktioniert als  gedacht.  ^^

Und ja, Trier Bashing ist ein ganz besonderes Hobby von mir. Und ich bin auch ein alter Polemiker. gebe ich ja alles zu.

Aber der eigentliche Kern meiner Kritik ist die Fehlende Reflexion.  Da wir seit Luhmann ja wissen, dass wir alles, was wir wissen über die welt, durch die Massenmedien wissen, ist ALLES irgendwie Medienvermittelt.  Aber dieses ALLES sollte eben nicht Gegenstand des Blogs sein, sondern eben seine  - wie auch  immer geartete –  Darstellung in den Medien.

Und das Erstsemesterargument lass ich nicht gelten.  Oder werden Leute in höheren Semestern echt nicht mehr gezwungen zu bloggen? Und ich will ja gar keinen Diskursethische Analyse von Frau Katzenberger oder eine systhemtheoretische Einordnung von Britney Spears, aber  ein Quäntchen Reflexion würde ich mir doch wünschen.

Denn die Aussensicht die dieses Blog für Medienwissenschaft an der Uni Trier vermittelt, ist wirklich peinlich. Früher haben es Artikel aus dem Blog mal nach Spiegel online oder auf journalist.de geschafft.  Und heute ist gefühlt mein Blog das einzigste, dass mal darauf verweist. Und wenn man sich andere Studiengänge in Publizistik, PR, Kommunikationswissenschaft etc. anschaut, findet man ein paar schöne kleine Projekte wo wirklich Qualität veröffentlicht wird und eben nicht solch ein textueller Katzencontent wie im Trierer Medienblog.

3 comments - What do you think?  Posted by Sodomedia - März 1, 2012 at 10:11 am

Categories: Internet, Medien, Public Relations, Social Media   Tags: , , ,

Nicht noch ein Social Media Artikel

bildquelle: metaroll benedikt koehler

Alle sprechen über Social Media. Auch wenn die Menge der Artikel zu diesem Thema einen Umfang erreicht, der nur schwer zu bewältigen ist, zeigt ein genaues Monitorring doch, wie ernst das Thema genommen wird und wie reflektiert darüber geschrieben wird. Bis auf wenige Ausnahmen wird nicht mehr an jeder Ecke ein neuer Social Media Hype entdeckt und auch bei Skeptikern ist ein hohes Maß an Objektivität zu beobachten. Letztere haben sich anscheinend mit Social Media abgefunden und verteufeln nicht mehr prinzipiell alles was aus dieser Richtung kommt. Etablierte Journalisten, die mit Social Media ja ein gewisse Hassliebe verbindet, nutzen Social Media inzwischen fast selbstverständlich auch wenn Gefahren für die journalistische Qualität gesehen werden.

Die vernetzten  Strukturen des Social Web erfordern auch ein Umdenken in der PR, auch wenn Social Media Fanatiker darüber, manchmal die klassische PR zu vergessen scheinen. Aber eigentlich dürfte jedem klar sein, das klassische PR nach wie vor das A und O ist. Nur ist es einfach wenig produktiv, darüber hinaus Social Media in der PR zu vergessen. Wer sich die Aktivitäten von Unternehmen im Bereich Social Media anguckt findet einerseits sehr gute Strategien, aber auch totale Fehlschüsse. Letztere zeugen oftmals von Unwissen über die Funktionsweisen des Social Web und das Fehlen einer durchdachten Social Media Policy (in dem Zusammenhang interessant Social Media Polcys für Non Profit Organisationen). Negativbeispiele sind das, über Facebook beworbene Chef Ticket der Bahn, das wie man sieht, auch für Häme in den klassichen Medien sorgte. Ein weiteres Beispiel dafür, wie es aussieht, wenn Social Media gewollt aber nicht gekonnt wird, ist die Facebook Seite von Meeting Metro. Dort ist das Bild beispielsweise eine Katastrophe und das Gewinnspiel an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Auch aufgrund dieser Unattraktivität hat MeetingMetro nur 153 Anhänger auf Facebook. Um so etwas zu verhindern sollten sich PR Verantwortliche mehr mit dem Thema Social Media befassen und sich mit der Realität abfinden. PR Blogger Klaus Eck hat dafür Illusionen über Social Media zusammengetragen,  von denen man sich verabschieden sollte.

1. Ich kann private und berufliche Accounts trennen
2. Social Media ist umsonst
3. Ich mache Social Media nebenbei
4. Social Media ist nur ein Hype
5. Social Media ist ein Phänomen der Jugend
6. Ich nutze Social Media als Marketingkanal
7. Nur etablierte Publikationen beeinflussen meine Reputation
8. Ich bleibe dann mal im Hintergrund

Aus Punkt 6 und 7 und auch das Verhalten der Bahn kann man gut ableiten, wie beschränkt die Fähigkeit der PR ist, als Agenda Setter aufzutreten oder das Agenda Setting in der Öffentlichkeit zu beieinflussen. Beim Chef  Ticket verlangten die User nach Kommunikation und die Reputation eines Unternehmens kann gerade außerhalb der Massenmedien schnell zerstört angekratzt werden.

Das Verwischen oder gar verschwinden von Grenzen zwischen privater, öffentlicher und beruflicher ist nicht nur ein Thema, welches PRler betrifft. Jan Schmidt hat zum Verhalten von Jugendlichen im Social Web kienbaumcommunications ein spannendes Interview gegeben. Auch Jugendliche sind mit Social Media teilweise überfordert und sehen – auch auf Grund der Massenmedialen Berichterstattung über Facebook als Karriere Killer -  das Social Web oft kritisch. Den (teilweise gleichermaßen unwissenden wie ignoranten)  Kritikern, denen auch ich tagtäglich begegne, stehen aber auch die sorglosen Nutzer gegenüber.  Bei beiden Gruppen sind “letztlich wieder medienerzieherische Maßnahmen gefragt, die nicht nur die Risiken, sondern auch die Chancen vermitteln.”

Da ich gerade über Social Media spreche, empfehle ich doch gleich noch diese Studie über Weiterempfehlungen in Social Media. Und da man ja in der Medienwissenschaft nie genug auf Habermass verweisen kann, tue ich das hiermit auch.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Januar 5, 2012 at 11:34 am

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Vermischung von Recruiting, externer und interner Kommunikation bei Facebook

Social Media verändert die PR. Ihre Bestandteile, die früher zwar unter einem Oberthema zusammengefasst waren, aber doch mehr oder weniger klar getrennt waren, wachsen zusammen. Bei Facebook kann man das, wenn sich Firmen den auf diesen Prozess einlassen, ganz gut beobachten. Zum Beispiel fragt die Telekom auf ihrer Karriere Seite ganz verblümt, wie den Fans (heißen die überhaupt noch so in der offiziellen Facebook Terminologie?) das neue Profilbild gefalle.

Der erste Kommentar attestiert es gruselig, worauf von Seite der Telekom schnell gefragt wird warum dieser Eindruck entstünde. Also wird schon mal die wichtige Social Media Regel befolgt und auf Kritik und Anregungen geantwortet. Viel spannender ist aber, wie sich im Laufe der Diskussion in den Kommentaren Telekom Mitarbeiter zu Wort melden und erst loben, dass das Profilbild endlich mal Coporate Identity konform sei oder auch nicht. Hier wird also auf einer Seite die zur externen Kommunikation dient, aktiv von Mitarbeitern über den Firmenauftritt diskutiert. Man merkt den Angestellten Telekom eine hohe Identifikation mit ihrem Arbeitgeber an, der soweit geht das sei Teile der CI in ihr eignes Profilbild übernehmen. Ein sicheres Indiz, wie bei der Telekom ein effektives Personal Branding betrieben. Das einzige was mich persönlich etwas stört, ist dass die Botschaft was für ein großartiges Unternehmen die Telekom sei, teilweise etwas plump daher kommt und an oldschool PR erinnert. Das kommt zwar bei den Mitarbeitern gut an und  muss auch irgendwie gemacht werden, um die Botschaft zu transportieren, aber ich glaube da können PR Verantwortlichen im Social Web noch einen Tick subtiler zu sein.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Januar 1, 2012 at 9:21 am

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