Der Hype um Ortsbasierte Dienste a la foursquare und Gowalla
Wer sich wie ich irgendwo in der lustigen bunten Welt der Social Media (oder wie es damals in der Steinzeit hieß, Web2.0) tummelt, kommt nicht am Thema ortsbasierte Dienste (Location Based Services) wie foursquare und Gowalla vorbei. So scheint es zumindest. Ortsbasierte Dienste ermöglichen es dem Nutzer mit seinem Smartphone seine derzeitige Position zu ermitteln und so in einer Lokalität “einzuchecken”. So weiß der virtuelle Freundeskreis oder auch die gerade besuchte Lokalität, immer wer sich wo befindet. Skeptiker warnen vor der selbst gewollten Totalüberwachung und BigBrother3.0 (wir erinnern uns: 2.0 ist out). Befürworter sehen den praktischen Nutzen für die Organisation des zwischenmenschlichen Zusammenlebens und das Marketing. Denn statt 20 SMS schreiben, in der stünde in welcher Kneipe man gerade sei, bräuchte man nur einmal in einem Location Based Services “encheckenW und der gesamte Freundeskreis wüsste, wo man gerade steckt. Betreiber der diversen Lokalitäten haben auf der anderen Seite beispielsweise die Möglichkeit Nutzern, die oft bei ihnen einchecken Vergünstigungen anzubieten.
So weit die Theorie. Social Media Enthusiasten sind natürlich längst bei foursquare und Gowalla dabei und herrscht in sowohl in der Szene als auch in der Fachwelt der Konsens, dass ortsbasierte Dienste und die gesamte Lokalisierung des mobilen Internet da nächste große Ding sind. Dumm nur, das außerhalb der Welt der medienafinen Menschen, die neue Medien- und Kommunikationsmittel besonders nutzen und darüber schreiben noch kaum jemand ortsbasierte Dienste kennt, geschweige denn nutzt.
Die Smartphone Dichte in der breiten Bevölkerung nimmt zwar rasant zu und er Otto Normalverbraucher, zahlt gerne 1000 Euro für ein Iphone 4 und nutzt damit das mobile Internet. Aber er nutzt es so, wie er es auch zu Hause nutzen würde.
Wie unbekannt die Ortsbasierten Dienste wirklich sind zeigt jetzt eine Studie, deren Inhalt GigaOm zusammengefasst hat. Demnach nutzen nur 4 % der Befragten ortsbasierte Dienste, während 84 % nichts mit dem Begriff anfangen können. 9 % wissen immerhin worum es bei Location Based Services geht und 3 % kennen Leute die solche Applikationen nutzen. Und wie man es nicht anders gewohnt ist, sind die Early Adopters die jungen Männer. Da solche Trends in den USA in der Regel früher losbrechen und erst mit der Zeit von den deutschen und europäischen Nutzern übernommen werden, ist der Hype um Location Based Services derzeit noch unbegründet. Foursquare hat so z.B. lediglich 20.000 aktive Nutzer in Deutschland.
Ich stimme Martin Weigert zu und kann mich seinem Fazit im Artikel auf netzwertig.com nur anschließen. Er sagt dass ein eigener Ortsbasierter Dienst von Facebook das Zünglein an der Waage sein könnte, der den Durchbruch für die Location Based Services einläuten könnte. Facebook steht wohl kurz davor den Location Based Service Hot Potato zu übernehmen. Gerade jüngere Nutzer, die neuen Formen der Nutzung von Social Media offener Gegenüber sind könnten so leicht zu Nutzern der Ortsbasierten Dienste werden.
Die Frage ist ob foursquare und Gowalla dadurch verdrängt werden. Twitter wurde seiner Zeit nicht von Facebook verdrängt und hält sich gegenüber den neu eingeführten Statusupdates auf Facebook. Aber Twitter war zu dem Zeitpunkt als Facebook zum Angriff überging auch bereits tiefer verankert. Für Deutsche Social Networks a la StudiVZ, könnte der Wind durch die ortsbasierte Dienste noch rauher werden, als er eh schon ist. Denn ohne enormes Kapital, wie es hinter Facebook steht, dürfte sich kaum in nächster Zeit eine eigene ortsbasierte Dienste Applikation entwickeln lassen. Zumal die StudiVZ Nutzer in ihrem Nutzungsverhalten doch eher konservativ sind und dem ganzen SchnickSchnack (dem aber die Zukunft gehört) bei Facebook eher skeptisch gegenüber stehen.
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Facebook – Der Untergang für StudiVZ und Co?
Unter dem Titel Die Folge der Facebook-Dominanz: Deutsche Social Networks am Scheideweg gibt es bei netzwertig einen absolut lesenswerten Artikel darüber über Facebook. Am Beispiel Schweden wird erläutert, wie Social Network Marktführer alteingesessene nationale Netzwerke in die Bedeutungslosigkeit verbannte.
Die Frage die sich zu Recht stellt, ist ob eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland wahrscheinlich ist. Oder hängen die Deutschen zu sehr an ihrem StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ, Wer-kennt-wen oder gar an Lokalisten?
Problemkind VZNetzwerke
Die VZ Netzwerke, sind wie der Name schon sagt mehrere Netzwerke, die sich aber mehr oder weniger miteinander verbinden lassen. Lässt man den positiven Aspekt des, letzten Endes umgehbaren Jugenschutzes bei SchülerVZ beiseite, ist das eine ziemlich lästige Angelegenheit. Hier zeigt sich, dass der einstige Trumpf von StudiVZ von inzwischen zu einem Problem geworden ist. Waren es einst die Studenten als Early Adopters und Zugpferd des Social Networks, schließen diese nach dem Studium ihren Account und denken in der Regel nicht daran, zum hochgradig altbacken klingenden MeinVZ zu wechseln.
Wobei ich zumindest aus meinem Umfeld sagen kann, das viele StudiVZ Profile den Studienabschluss ihrer Besitzer nicht miterleben. Viele User kehren StudiVZ den Rücken zu. Sei das Datenschutzgründen oder weil sie einfach keinen Mehrwert in dem sozialen Netzwerk mehr sehen. Ersterer Grund mag zwar von hohen Idealen zeugen, aber wer fair sein will, muss den VZ Netzwerken zugestehen, dass sich etwas in Sachen Datenschutz getan hat und Facebook oder auch Google eine größer Datensammelwut antreibt. Aus diesem Grund preist StudiVZ sich ja inzwischen gerne als kleines deutsches Datenschutzparadies an, und macht so geschickt PR gegen Facebook.
Das weit größere Problem von StudiVZ ist der fehlende Mehrwert. Partyfotos sind für Nutzer die irgendwann einmal die Uni Richtung Arbeitswelt verlassen wollen eher ein Grund, StudiVZ zu verlassen, als dort aktiv zu sein. Der in den Anfangstagen des Studentenverzeichnis oft beschworene Gedanke, es bestünde die Möglichkeit alte Schulfreunde zu finden, gilt einerseits auch für Facebook und Co und war andererseits schon immer ein Scheinargument für soziale Netzwerke. Auch wenn wer seinen kompletten Abijahrgang als Freund hinzufügte, hat letzten Endes doch eher mit den Leuten in Kontakt gestanden zu denen eine engere soziale Bindung bestand. Der „Aha X studiert jetzt in Y das Fach Z – Effekt“ der einst den Reiz von StudiVZ ausmachte, ist nunmal keine Langzeitmotivation.
Das jedoch größte Problem, dass StudiVZ immer hatte und auch noch jetzt hat, ist seine Innovationsarmut. Es war immer ein Facebook Clon in rot, der sich erstaunlich langsam weiterentwickelte. Exemplarisch dafür ist immer das Fehlen von Hyperlinks gewesen. Wo Facebook sich heute selbst ins offene Internet katapultiert, sich mit diesem vernetzt und die Nutzerseiten von außen einsehen lässt, war StudiVZ immer ein in sich geschlossener Mikrokosmus. Wer einen Link teilen wollte, musste diesen kopieren und in die Browseradresszeile einfügen. Ein Usability Alptraum. Der noch größere Alptraum sind bei StudiVZ aber nach wie vor die Gruppen. Diese haben nie als Kommunikationskanal funktioniert sondern waren für gefühlte 90% der Nutzer nur eine lustige Erweiterung des Profils. „Ich glüh härter vor als du Party machst“, um nur eine dieser Juxgruppen zu nennen, erfüllt keinen kommunikativen Zweck sondern ist nichts weiter als ein Gag. Das Fehlen von Apps und Spielen hat mich hingegen nie wirklich gestört.Aber wer bei Facebook sieht, wie viele Freunde den halben Tag damit verbringen ihren virtuellen Bauernhof zu beackern, versteht wie sehr die Apps die Nutzer binden.
Was die Zukunft bringt
Eine derart ausgeprägte Analyse von Wer-Kennt-wen und Lokalisten spare ich mir an dieser stelle. Die Google-Statistik zeigt, dass es mit Wer-kennt-wen nach einem kleinen Boom schon wieder bergab geht und Lokalisten war niemals wirklich bedeutend. Aus der Google-Statistik geht klar hervor, dass die VZNetzwerke insgesamt zwar noch schlagkräftig sind, aber das gigantische Wachstum von Facebook macht nicht den Eindruck als würde sich stoppen lassen. Zumal der Funktionsumfang schon jetzt gewaltig ist und hinter diesem Social Network wesentlich mehr Kapital steht, dass sich in die Weiterentwicklung stecken lässt.
Ich kann mich Medienlese als nur anschließen und sagen, es harte Zeiten für die nationalen sozialen Netzwerke werden und dass es wahrscheinlich ist, das einige von ihnen in die Bedeutungslosigkeit abdriften werden. Wobei nicht gesagt ist, dass Facebook das Ende vom Lied ist.
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Neue Wege in der Google Werbung
Der Markt für Werbung auf Smartphones und sonstigen Geräten für das mobile Internet, ist “das nächste große Ding” in Sachen Internet. Der Konzern Google, der mit seiner Adwords einen Großteil der Werbung im klassischen Internet beherrscht hat nun gezeigt, was für neue Wege er in der Werbung gehen will. Und das beste daran ist, dass durch Werbung in Telefongesprächen mit dem Nexus One Googlephone, das Gerät selbst fast kostenlos wird.
New Google Phone Service Whispers Targeted Ads Directly Into Users’ Ears
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Semantic Web – Web3.0 oder einfach Internet
In den letzten Tagen ist dieses hübsche kleine Video über das Semantic Web oder auch Web3.0 durch die Blogosphäre gegeistert. Da will ich es mir natürlich nicht nehmen lassen es auch meinen Lesern (sofern ich solche habe^^) ans Herz zu legen. Es kommen jede Menge Experten zu Wort und man kriegt einen groben Einblick in welche Richtung sich da Internet derzeit entwickelt.
Das einzige was mich ein bisschen stört ist die Terminologie. Das Bedürfnis der Medienwissenschaft und der Internetbranche nach immer neuen Begriffen für das Internet und die Abläufe die sich dort abspielen, ist zu oft einfach nur ein geschickter Marketing Gag.
Bei Web2.0 war es so und beim Semantischen Internet oder meinetwegen auch Web3.0 sehe ich das ähnlich. Es geht um Technologie und Anwendungsmöglichkeiten die eigentlich schon immer bestanden haben, aber sich bisher anfangs auf Grund verschiedenster Faktoren nicht durchsetzen konnten. Aber darüber möchte ich jetzt keine Generaldebatte beginnen, sondern lieber viel Spass in den nächsten 15 Minuten wünschen.
Bei Wolfgang Schoch grad übrigens noch ein schönes Beispiel gefunden was man sich den jetzt genau unter Semantic Web vorzustellen hat:
“in der Wikipedia finden sich viele Listen, beispielsweise die Liste der britischen Monarchen. Diese Listen werden aber alle von Hand gepflegt, da ein Computer (bzw. die MediaWiki Software) nicht weiß, was ein britischer Monarch ist und wie die Informationen in den Artikeltexten interpretiert werden sollen. Im Semantic Web soll das anders sein. Unstrukturierte Texte sollen beispielsweise mit Hilfe von Annotationen so aufbereitet werden, dass die Informationen darin auch für Maschinen zu verstehen sind.”
Hoffe mal das Zitat ist nicht zu lang und ich werde dafür nicht abgemahnt.
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Facebook Datenschutz Anleitung
Jeder weiß, dass Facebook in Sachen Datenschutz und Privatsphäre ein ziemlicher Hurensohn ist, der Daten sammelt, verbreitet und dem Facebook Nutzer keine Chance lässt, das zu verhindern. Zwar gibt es einige Datenschutz und Privatsphäre Einstellungen, aber diese sind verdammt gut versteckt und schwer zu begreifen. Um sich und seine Daten aber doch so gut wie möglich vor der Datenkrake / Datenschleuder Facebook zu schützen empfiehlt es sich dieses Video anzuschauen, dass Schritt für Schritt erklärt wie du vorgehen musst.
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Gratis Labyrinthstift bei getdigital
Es gibt was umsonst! Und zwar einen Labyrinthstift bei getdigital. Der Onlineshop für alles was der Nerd und Geek von heute so braucht, schenkt dir einen Labyrinthstift dafür, dass du dich für die Newsletter anmeldest. Der praktische Nutzen des Stifts, mag auf den ersten Blick nicht offensichtlich sein, aber stylisch ist das Teil auf jeden Fall.
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Social Media – Ein kleines Video
Die Menschen außerhalb des lustigen kleinen Medien Web2.0 Mikrokosmuses werden zwar am Rande auch vom Hype um Social Media penetriert, aber nutzen es trotzdem. Dieses kleine Video spricht dagegen von einer Revolution der Kommunikation die von Social Media losgetreten werde und im vollen Gange ist. Man mag dazu stehen wie man will. Aber die Zahlen die das Video präsentiert sind schon beeindruckend und zeigen wohin die Reise geht.
Link: www.youtube.com
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Darth Vader fürs TomTom Navi
Kein verspäteter Aprilscherz: Es gibt jetzt die Stimme von Darth Vader fürs Navigationssystem. Ich vermute ja mal, dass TomTom irgendwie sein Kerngeschäft retten muss, wo doch heute jedes Smartphone ein integriertes Navi hat. Und es gibt bestimmt genug Star Wars Nerds die für die Stimme von Darth Vader zahlen würden.
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