Science Fiction

Westworld (1973)

Einmal Revolverheld im Wilden Westen , Burgherr im Mittelalter oder Bürger des Antiken Roms sein. Diesen Traum erfüllt der Freizeitpark Delos. Zahlungskräftige Kunden können sich hier so richtig austoben. Wahlweise können sie das Schießeisen zücken und nachher im Puff mit den Nutten ihren Spaß haben, Schwertkämpfe überstehen und junge vollbusige Burgfräuleins verführen oder sich dekadenten Sexorgien in Pompeji hingeben. Die Opfer von Gewalt und Sex sind Roboter, die echten Menschen nachempfunden sind.
 
Auch die beiden Freunde Peter und John haben einen Aufenthalt in Delos gebucht. Als Cowboys haben sie Spaß daran immer wieder den selben schwarz gekleideten Revolverheld nieder zuschießen und im Bordell ihre untreuen Ehefrauen zu vergessen.

Doch ein Systemfehler der Roboter zerstört die Idylle. Die Sexroboter fangen an die Verführung durch die Kunden abzulehnen und der schwarze Cowboy fängt auf einmal an sich zu wehren. Die High Tech Maschine tötet einen der beiden Freunde und jagt den anderen durch die verschiedenen Ebenen voll Delos.

Was mich an Westworld am meisten gewundert hat, war die Tatsache, dass Michael Crichton nicht nur das Drehbuch schrieb, sondern auch Regie führte. Und das macht er gar nicht mal schlecht. Außerdem sieht man in Westworld schon starke Tendenzen zu seinen späteren Werken Jurassic Park oder Timeline.

Aus heutiger Sicht wirkt der Film vielleicht ein bisschen altbacken. So wird sehr viel Zeit darauf verwendet die beiden Freunde zu zeigen wie sie sich in Westworld amüsieren. Das ist zwar nicht langweilig, aber das eigentliche Duell zwischen dem schwarzen Revolverheld hätte ein bisschen mehr Raum vertragen und besser integriert werden können. Wobei es eigentlich kein echtes Duell ist, da der Roboter dem Menschen haushoch überlegen ist. Es ist vielmehr eine Verfolgungsjagd, die aber einen ungeheureren Reiz ausstrahlt. Wenn Peter durch Delos flüchtet und um ihn herum die Leichen der Opfer der Roboterrevolte liegen, baut sich eine recht bedrohliche Stimmung auf. Auch durch für damalige Verhältnisse recht gut Gemacht Effekte, die aus der Ich Perspektive des Roboters gezeigt werden verstärkt sich dieser Eindruck.

Westworld wäre ohne Yul Brynner in der Rolle des schwarzen Revolverheld nur halb so gut. Er spielt ein großes Filmzitat seiner Rolle in „Die glorreichen Sieben“ und sein Schauspiel lässt keine Wünsche offen.

Für 2009 ist übrigens ein Remake des Film geplant, auf das ich ganz gespannt bin.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - November 22, 2007 at 9:05 pm

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Videodrome (1983)

Max Renn ist Chef eines kleinen US amerikanischen Fernsehsenders. In seiner kleinen Fernsehnische bedient er den Hunger des Publikums nach Softsex- und Gewaltfilmen. Doch asiatische Sexfilme und die griechische Antike imitierende Softpornos reichen ihm nicht mehr. Über die Satellitenschüssel seines Senders empfängt er den verschlüsselten Piratensender Videodrome. Gezeigt werden Folter, Sadomasochismus und nackte, puristische inszenierte Gewalt.

Bei einer Talkshow lernt er die Radiomoderatorin Nicky kennen und beginnt eine Affäre mit ihr. Sie steht auf Pornografie, SM Sex und ist fasziniert von der Gewalt in Videodrome. Als sie heraus bekommt, dass Videodrome in Pittsburgh produziert wird, macht sie sich auf es zu finden. Max Renn wird derweil von Halluzinationen geplagt. Er nimmt Kontakt zu Professor O’Blivion auf. Dieser kommuniziert eigentlich nur mittels Videoaufzeichnung über den Fernsehbildschirm und betreibt eine Art Suppenküche. Doch in dieser Suppenküche gibt es keine Suppe, sondern die tägliche Dosis Fernsehen, für Menschen die es sich nicht leisten können. Von O’Blivions Tochter erfährt Max, das hinter Videodrome ein Signal steckt, dass im menschlichen Gehirn ein tumorartiges neues Organ wachsen lässt. Einem solchen fiel bereits der Professor zum Opfer. Seine Tochter hält ihn nur noch per Videobotschaft in der Öffentlichkeit am Leben.

Schließlich werden Max Halluzinationen immer stärker und die Grenzen zur Realität verschwinden. Auf seiner Bauchdecke bildet sich ein neues Organ heraus, dass einer Vagina nicht unähnlich ist. In dieses Organ kann er Videodrome Videokassetten oder auch eine Waffe einführen. Letzter benutzt Max schließlich um zum Mörder im Auftrag von Videodrome zu werden.

David Cronenberg ist mit Videodrome ein Meisterwerk gelungen. Es weißt alle für ihn typischen Elemente auf. Das Verschmelzen von Technik und Organischem, den Verlust von Realität und die starke sexuelle Aufladung des Films. Videodrome ist dabei verständlicher als Naked Lunch. Cronebergs eXistenZ behandelt hingegen den gleichen Stoff wie Videodrome, nur, dass es dort um Computerspiele geht und nicht um Videos.

Interessant an Videodrome ist, dass er zu Beginn wirkt wie ein Film über Snufffilme (neue Rechtschreibung ist komisch) im Stille von 8mm (den fand ich scheiße). Doch recht schnell verlässt Videodrome diese Ebene. Bezeichnet dafür ist auch, dass der Film genau so heißt, wie das Mysterium, das er behandelt. Das ist zwar nichts Ungewöhnliches, aber in diesem Falle doch erwähnenswert. Auf jeden Fall verliert der Film, genau so wie sein Held sobald er Held Videodrome zum ersten Mal sieht, den Bezug zur Realität. Die Frage nach dem „warum“ ist dabei weniger bedeutend, als die Frage nach der Beziehung der Menschen zu den Medien.

Das Thema Gewalt ist dabei unwichtig und nicht Gegenstand der Kritik. Es dient vielmehr als Einstieg ins Thema, da Gewalt in den Medien auf die Menschen derart faszinierend wirkt. Doch im Verlauf des Films zelebriert Cronenberg selber Gewalt und Splattereffekte. Also muss man die Aussage des Films auf die sexuelle Verbindung des (organischen) Menschen mit den (technischen) Medien und der Frage, was in Anbetracht der Medienrealität den überhaupt noch Realität sei begrenzen. Zwar spielt die gerade der Verbindung von Sex und Gewalt noch eine Rolle, aber das eher auf medialer Ebene.

 

Iim Verlauf des Films verwächst Max Hand mit seiner Waffe. Wer dieses Idee spannend findet, dem sei „Tetsuo, the Iron Man“ ans Herz gelegt!

 

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - September 16, 2007 at 10:19 am

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Evil Aliens (2005)

Ein Pärchen bumst in einem Steinkreis und wird im Anschluss an den Fick von Aliens entführt. Der Mann macht im Raumschiff der Aliens Bekanntschaft mit einem ziemlich bösartigen Bohrer, der ihm rektal eingeführt wird, während der Frau ein Alienbaby in den Körper gepflanzt bekommt.

Mit dieser Story versucht „Weird World“ Moderatorin Michelle Fox ihren Job zu retten. Denn da sogar der Shopping Kanal der Mormonen mehr Zuschauer hat, muss sie ihrem Boss einen echten Knaller liefern. Deswegen packt sie sich ihren Kameramann Lover und dessen Tonassistent, einen schwulen Schauspieler, die blonde Domina Freundin des Chefs und einen Ufo Nerd in ihren VW Bus und fährt mit diesem Team auf die walisische Insel, auf der sich der Kontakt zu den Aliens stattgefunden haben soll. Zuerst hält Michelle den Vorfall dort für eine der üblichen Aliensichtungen und möchte möglichst schnell wieder runter von der Insel, zumal die nur walisisch sprechenden Brüder der von den Aliens geschwängerten Frau keine wirklich guten Gastgeber sind. So werden fix ein paar Kornkreise gefälscht um den (nachts von Aliens mit drei Brüsten träumenden) Nerd bei der Stange zu halten gefälscht und Szenen nachgedreht. Doch als das Drehteam nachts auf einmal auf eine paar Aliens stößt, die Kühe abmetzeln wird die Sache auf einmal ernst. Da zeigt sich auch, dass die drei Brüder auch anders können, als Michelle nachts beim wilden Sex mit ihrem Lover zu bespannen. Sie bewaffnen sich und es kommt zur Auseinandersetzung mit den Aliens. Dumm nur, dass davon immer mehr auftauchen und es zum bösartigen Gemetzel zwischen Mensch und Aliens kommt.

Splatterspaß im Stille von Braindead vor einem Scince Ficton Hintergrund hat Regisseur Jake West hier produziert und das nicht mal schlecht. Splattereffekte gibt es reichlich und diese sind wirklich gut gemacht. Auch die Computereffekte des Alienraumschiffs und die gesamte Ausstattung lassen kaum Wünsche offen. Gerade gegen Ende wird zwar auf Handlung und Logik geschießen und eine wahre Blutorgie zelebriert, aber bis dahin bietet der Film sogar eine ganz nette Story. Diese wird am Ende aber wirklich völlig überflüssig, die Menschen fangen an sich vollkommen unlogisch zu verhalten und die Szene in der einer der Helden mit dem Mähdrescher Aliens niedermäht passt eigentlich gar nicht in den Film und scheint bloßer Selbstzweck zu sein. Aber spaßig ist das Gemetzel auf jeden Fall und Blut spritzt in Strömen. Weiterhin werden ein paar Filmklassiker zitiert. So ist die erste Begegnung der Brüder mit den Aliens im Westernstill gedreht, der schwule Schauspieler (wer sonst) wird in Cannibal Holocaust Manier gepfählt, sexy Candy darf mit einem Rasenmäher ein bisschen Braindead spielen und die fliegenden Alienkugeln erinnern doch ein wenig an Phantasm (Das Böse). Wer Splatter mag bzw. auf diese Art des Humors steht, sollte Evil Aliens auf jeden Fall ansehen, aber auch wer z.B. Medienwissenschaft studiert müsste sich den Film eigentlich ansehen und dann eine Interpretation im Sinne von Faulstich dazu finden. Wobei ich zugeben muss, dass ich bei aller Lieber keine Metaphorik für Sex und Geburt gefunden hab, die sich über den ganzen Film hinzieht.

 

Zitat:

„wenn die mich so high und bumsend mit nem Festländer erwischen gibt’s Ärger“

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Mai 17, 2007 at 3:37 pm

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The Host -aka- Gwoemul (2006)

Die illegale Entsorgung von giftigen Chemikalien lässt eine Südkoreanische Kaulquappe zu einem gefährlichen Monster mutieren. Eines Tages taucht es aus dem Fluss auf und beginnt die Menschen am Ufer zu verspeisen. Es entführt dabei die Tochter eines leicht zurückgebliebenen Mannes, der im Kiosk seines Vaters arbeitet. Als sich das Mädchen über Handy bei ihm meldet, will ihm niemand glauben und außerdem sind er und seine ganze Familie längst unter Quarantäne gestellt worden, da die Regierung Angst hat, das Monster könne einen Virus verbreiten. Doch der Familie gelingt die Flucht und sie macht sich auf die Mission die Tochter zu retten.

Zwanzig Prozent der Südkoreaner haben rein statistisch diesen Film gesehen. Mit dieser Begeisterung haben sie nicht ganz Unrecht. The Host gelingt es auf großartige Weise Horrorfilm, Familiendrama, Komödie und (Öko)Thriller miteinander zu verbinden. Gegen Ende gibt es zwar ein paar Durchhänger, aber ansonsten wird man bestens unterhalten.

 

Außerdem spielt David Joseph Anselmo mit und der ist toll^^

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - April 22, 2007 at 2:19 pm

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Waxwork II: Lost in Time -aka- Spaceshift

Nachdem im ersten Teil von Waxwork, das teuflische Wachsfigurenkabinett zerstört wurde, denken die beiden Überlebenden Sarah und Mark (in love), der Alptraum sei vorbei. Doch dem ist nicht so. Die Zombiehand, die dem Inferno entronnen war, folgt Sarah in ihre Wohnung und tötet ihren Stiefvater. Der Mord an diesem, sowie die Toten im Wachsfigurenkabinett werden Sarah angehängt, welcher die Beweise für ihre Geschichte fehlen, da sie die Hand des Zombies einem Küchenhäcksler püriert hat. Doch mit Glück und der Hilfe „Guten“ aus Teil 1 entdecken Sarah und Mark Zeitportale, mit denen sie in verschiedene Horrorszenarien bzw. Zeitzonen reisen können, um Beweise für ihre Geschichte zu suchen. Es folgen Begegnungen mit Frankenstein uns seinem Monster und anderen Figuren aus der Geschichte der Horror.

Waxwork hatte mir ja eigentlich ganz gut gefallen und Fans des Horror Genre dürften ihre Freude am Zitate Raten haben, doch insgesamt ist Waxwork 2 kein großer Wurf. Die Story ist diesmal ausgemachter Blödsinn zwischen Zeitreise Elementen und Versatzstücken aus Teil 1 und auch wenn auf Horror angespielt wird, so ist der Film eher Fantasy. Zum einen gibt es wenig Spannung, da man nur noch 2 Helden hat, welche natürlich niemals in Gefahr sind wirklich zu sterben und zum anderen ist wie im ersten Teil ein großer Spannungsbogen nicht vorhanden. Splatter ist ebenfalls selten. Was Waxwork aber auszeichnet, sind ein paar wirklich spaßige Episoden. Frankenstein, Mittelalter, Alien und einige Kurzbesuche sind zwar verdammt öde, aber die Geisterepisode (ich frag mich wer die „Ringu“ Thematik eigentlich als erstes hatte, kann mir da wer weiter helfen?) mit Bruce Campbell, oder die paar Sekunden Dawn of the Dead, machen wirklich Laune. In dieser kämpft duelliert sich Mark seinerseits, im Saturday Night Fever Dress, mit dem Mittelalter Schurken, während um ihn herum Mutter auf Zombies geballert wird. Am Ende des Films wird dann noch das Ende von Zurück in die Zunkunft 2 zitiert, gefolgt von einer Rapnummer.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Februar 5, 2007 at 4:47 pm

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Starcrah – Sterne im Duell

Eigentlich herrscht vor langer Zeit irgendwo in einer fremden Galaxie ja Friede, Freude, Eierkuchen. Der Emporer herrscht über das Universum und alles ist gut. Doch natürlich gibt es da noch den bösen Count Satar. Dieser möchte mit seinen geheimnisvollen dunklen Waffen einen Umsturz herbeiführen und die Macht an sich reißen. Die Schmuggler Stella Star und Akton geraten in diesen interstellaren Kampf, als sie einen Überlebenden aus einem Raumschiff bergen, das dabei war Count Satars Pläne aus zu kundschaften. Dabei werden sie dummerweise von der Weltraumpolizei verhaftet und zur Zwangsarbeit verurteiltet. Hier bekommt Stella erstmal ein Porno Sklavenoutfit verpasst und schafft es innerhalb von einer Minute zu fliehen. Grad frisch geflohen, tauchen dann die beiden Weltraum Polizisten auf und bringen Stella zum Emporer höchst persönlich, von dem sie dann die Aufgabe bekommt zusammen mit den Polizisten und Akton den Phantom Planeten des Count, seine übermächtige Waffe und den verschollenen Sohn den Emporer zu finden. Auf dieser Odysse bekommt es Stella unter anderem mit Weltraum Amzonen, Höllenmenschen, Verrat in der eigenen Mannschaft, einem Akton, der auf einmal übersinnliche Kräfte zu haben scheint und David Haselhoff zu tun.

Besser Altbewährtes kopieren als etwas Neues auszuprobieren, war wohl der Hintergedanke bei der Produktion von Star Crash. Eigene Ideen sucht man vergebens. Statt dessen bedient man sich die meiste Zeit bei Star Wars und lässt noch ein bisschen Barbarella mit einfließen. Dabei ist es fast schon faszinierend wie dreist aus dem Krieg der Sterne kopiert wird. Schmuggler, Lichtschwerter, ein (in diesem Falle guter) Imperator und ein sogar Eisplanet wird aus der Lucasschen Saga entliehen und auf Trash Niveau verwurstet. Aber auch wenn Starcrash der Witz von „Krieg der Eispiraten“ und die solide Machart von „Battel beyond the Stars“ fehlt, so unterhält er dennoch durch seinen extremen Trash Faktor. Neben den billigen Effekten und dem allgemein vorherrschenden B Movie Charme überwältigt vor allem Marjoe Gortner in der Rolle des Akton. Seine Frisur, auf die Atze Schröder neidisch wäre und sein nicht vorhandenes schauspielerisches Geschick lassen ihn definitiv zum Highlight des Films werden. Zumal es schon eine Leistung ist, sich von David Haselhoff an die Wand spielen zu lassen. Gänzlich unkreativ waren die Macher letzten Endes, dann aber auch nicht. Denn damit dass auf einmal jede zweite Person übersinnliche Kräfte zu haben scheint, werden auch die kniffeligsten Situationen gelöst. Wer also Science Fiction Trash mag oder David Haselhoff Fan ist, sollte sich Starcrash nicht entgehen lassen, aber jenseits des Trash holen die „Sterne im Duell“ keine Punkte.

Starcrahs ist übrigens eine italienisch/amerikanische Produktion.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - November 3, 2006 at 4:40 pm

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Mystery Science Theater 3000: The Movie (1996)

Ein verrückter Wissenschaftler, der den Plan verfolgt die Weltherrschaft an sich zu reißen hat einen Mann in eine Weltraumstation gesperrt und zwingt ihn dort sich die schlechtesten Filme alle Zeiten anzusehen. Sein Ziel ist es einen Film zu finden, der jeden der ihn sieht vollkommen wahnsinnig macht. So will er sich die Erde untertan machen. Mike ist dieser Unglückliche. Zusammen mit einem Roboter und einem sprechenden Kaugummiautomat muss er sich den Film „This Island Earth“ (in Deutschland unter dem Titel „Metaluna IV antwortet nicht“ bekannt) ansehen. In diesem amerikanischen Science Fiction Trash aus den 50ern, lässt sich ein Wissenschaftler von Aliens entführen die an seiner atomaren Forschung interessiert sind.

Die amerikanische Serie Mystery Science Theater 3000, ist in Deutschland leider so gut wie gar nicht bekannt und wurde auch niemals ins Deutsche übersetzt. Erfreulicher Weise wurde wenigstens das Kino Spin Off in die deutschen Kinos gebracht. Wie die in der Serie auch, sieht man die meiste Zeit über einen alten Film und die Silhouette der Zuschauer. Dabei hört man wie sie ihre Kommentare machen. Diese Kommentare sind es auch, die den ungeheuren Reiz von MST 3000 ausmachen. Denn dadurch, dass die deutsche Synchronisation unter anderem von Oliver Kalkofe und Oliver Welke gemacht wurde entsteht ein ganz eigener Wortwitz. Dabei wurde wert darauf gelegt, dass es einen konkreten Deutschland Bezug gibt, was dafür sorgt, dass man sich den Film auf Deutsch und auf Englisch ansehen kann und komplett andere Witz geboten bekommt. Für Trash unf B Movie Fans ist Mystery 3000 eine Offenbarung. Hier wird das Unterhaltsame an diesen Filmen auf den Punkt gebracht und auch wer einfach nur auf schrägen Humor steht, wird voll auf seine Kosten kommen. Dabei muss gesagt sein, dass „This Island Earth“ an sich schon ein Higlight ist. Man könnte meinen er wäre von „Plan 9 from outta Space“ inspiriert, entstand aber 4 Jahre zuvor und bietet im Vergleich zu Ed Woods Machwerk gigantische Spezialeffekte. Aber die Story und die Tatsache, dass hier alles so herrlich unlogisch ist sorgen dafür, dass man versteht warum Mike und seine Roboter hier ihren Spaß haben. Ich hoffe, dass ich demnächst in ferner Zukunft mal Gelegenheit haben werde mich der eigentlichen Serie Mystery Science Theater 3000 zu widmen. Der Film macht nämlich Lust auf mehr.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Oktober 21, 2006 at 5:53 pm

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Battle Beyond the Stars -aka- Sador – Herrscher im Weltraum (1980)

Der friedliche Planet Akir und seine Bewohner – die Akria – haben ein Problem. Der fiese Weltraumdiktator Sador, hat sich in den Kopf gesetzt ihren Planeten zu erobern. Da die Akria nicht über Waffen oder sonst irgendeine Verteidigung verfügen wird der junge Shad im einzigen Raumschiff des Planeten losgeschickt, um Hilfe zu suchen. Er kehrt mit der Tochter eines Androidenkonstrukteurs, einem Reptilienmensch, einem Spacecowboy, einer Weltraumamazone, einem alten Sölder auf dessen Kopf überall in der Galaxis ein Vermögen ausgesetzt ist und fünf telepathischen Klonen namens Nestor nach Akir zurück um seinen Heimatplantet zu verteidigen.

Wenn man Akira Kurosawas Samurai Klassiker so perfekt in den wilden Westen verschieben kann und als „Die glorreichen Sieben“ unters Volk bringen kann, muss eine Mischung aus beidem auch im Weltraum funktionieren. So oder so ähnlich muss Roger Corman bei Battle Beyond the Stars gedacht haben. Und er hat Recht! In bester Star Wars Manier wird hier ein Universum rund um den Kampf zwischen Gut und Böse gesponnen, dessen trashigen Charme nicht nur Science Fiction Fans der ersten Stunde erliegen sollten. Denn so billig wirkt der mit (dem Corman gigantischen hohen) Zwei Millionen Dollar Budget gedrehte Film wirklich nicht. Die Tricks sind für ihre Zeit solide, die Raumschiffe wurden von James Cameron entwickelt und der Soundtrack von James Horner ist trotz leichter Ähnlichkeit zum Star Wars Theme einfach Klasse. Interessanter Weise spielt Robert Vaughn hier dann auch noch fast die gleiche Rolle wie in „Die glorreichen Sieben“. Der Film versucht über weite Strecken ernst zu werden und man muss eher über die teilweise mehr oder weniger unfreiwillige Komik schmunzeln als über irgendwelche Gags. Dabei gleitet der Film nie in die Lächerlichkeit ab, sondern gibt sich Mühe halbwegs ernsthaft rüber zu kommen. Zwischenzeitlich kommt es zwar zu ein paar kleinen Längen, aber die verzeiht man als Fan gerne und hat einfach nur seinen Spaß und kann gewiss sein, dass „Battle Beyond the Stars“ jedem Star Wars Episode 1 bis 3 in punkto Unterhaltung um Längen schlägt.

Die Weltraumszenen mit den Raumschiffen werden übrigens heute immer noch gerne in Billigproduktionen recycelt. Genau so wie der Soundtrack noch in mehreren Corman Filmen wieder verwendet wurde.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - August 24, 2006 at 12:02 pm

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Nude on the Moon (1961)

Zwei Weltraumforscher kommen durch eine durch einen Zufall an drei Millionen Dollar. DA sie nicht bei der NASA arbeiten, könne sie das Geld auch gut gebrauchen um damit ihre private Mondmission zu finanzieren. Und so fliegen die beiden in ihrer Mondrakete zu eben diesem. Dort machen sie die unglaublich Entdeckung, dass der Mond von telepatischen Alien Nudisten, mit Antennen auf den Köpfen bewohnt wird. Neben diesen nackten Tatsachen verwirrt es die beiden Astronauten auch, dass es überall Vegetation gibt und Gold auf der Erde liegt. Die Könige der Nudisten Aliens, ist den beiden friedlich gesonnen und so verliebt sich der eine Astronaut in sie. Der Rest der nackten Frauen, ist die meiste Zeit einfach damit beschäftigt nackt zu sein, ein wenig zu spielen oder auch mal die seltsamen fremden zu bestaunen.

Nudistenfilme sind einfach ein tolles Genre und bei diesem hier hat sich Sexploitationqueen Doris Wishman wirklich Mühe gegeben. Es gibt eine wirkliche Handlung und die Story geht sogar so weit, dass man die ersten Brüste erst nach einer halben Stunde sieht. Mehr bekommt man dann auch nicht zu sehen, da im prüden der 60er völlige Nacktheit wohl noch unmöglich war. Wobei man sagen kann, dass die Frauen auch nicht soooo toll sind, dass man sie ganz entkleidet sehen müsste. Nichts desto Trotz, hat der Film einen fantastischen Charme. Die beiden Astronauten sehen in ihrem Raumanzügen nach bestem Trash Science Fiction aus, der Soundtrack mit dem Titel “Moon Doll”, ist wirklich gut und dass der Film ein Jahr vor der echten Mondlandung entstand ist irgendwie auch ganz lustig. Wer will kann sogar eine friedliebende Interpretation in Nude in the Moon entdecken. Denn mit im kalten Krieg und im Wettlauf zum Mond ist die Vorstellung von einem friedlichen FKK Club auf dem Mond doch schön pazifistisch.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Mai 9, 2006 at 3:31 pm

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Immortal

Über dem New York des Jahres 2095 schwebt eine Pyramide, von der aus sich der ägyptische Gott Horus auf macht um Gil, eine Frau mit blauen Haaren zu finden und zu schwängern. In der von Aliens, Menschen und Mutanten futuristischen Großstadt bedient er sich des Körpers des (aus Versehen) geflohnen Sträflings Nikopol um sein Ziel zu erreichen. Nikopol selbst wird von einem korrupten Senator und dem Gentechnik Großkonzern gejagt. Zudem gibt es da noch John, einen Freund von Gil, der mehr über die verbotene Zone in mitten des Central Parks zu wissen scheint. Um diesen Film zu verstehen muss man zwei Dinge wissen. Erstens: Es handelt sich hierbei um eine Comic Verfilmung, bei der Comic Autor Enki Bilal auch selbst Regie führte. Zweitens: Immortal ist ein französischer Film. Hier ist alles ein bisschen anders. Man kann den Film am ehesten mit Blade Runner und Das fünfte Element vergleichen, aber irgendwie ist der Film doch ganz anders. Dies mag zu einen daran liegen, dass es Subplots gibt, die mit der Haupthandlung wenig bis gar nichts zu tun haben und daran, dass viele Charaktere drittklassig Computer animiert sind. Oft wirkt der Film wie eine Zwischensequenz aus einem alten Computerspiel. Wenn man sich daran aber nicht stört und die Bilder auf sich wirken lässt entfaltet der Film doch seinen Charme. Man versteht zwar beim besten nicht alles, aber wer ein bisschen andere filme mag sollte einen Blick riskieren.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Dezember 17, 2005 at 6:21 pm

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