Kriegsfilm

Deathwatch (2002)

Zu dem Film könnt ich bestimmt auch mehr und etwas besseres schreiben, nur irgendwie hab ich grade ne ziemliche Schreibblockade.

Die Westfront 1917. Nach einem Angriff auf deutsche Stellungen finden sich einige Überlebende der Y im Niemandsland zwischen den Fronten in dichtem Nebel wieder. Irgendwann stoßen sie auf einen Schützengraben, mit einigen deutschen Soldaten. Diese werden bis auf ein paar „Krauts“ die flüchten können über den Haufen geschossen und die Briten meinen einen deutschen Schützengraben eingenommen zu haben. Doch der Schützengraben stellt sich als ein mit Leichen übersätes Labyrinth heraus, in dem es keine Frontlinie gibt. Stattdessen scheint ein unsichtbares Böses hier sein Unwesen zu treiben.

Ein Film über den ersten Weltkrieg mit Horrorelementen. Klingt interessant, ist es auch. Doch gelingt es dem Film nicht, die gute Idee vernünftig umzusetzen. Die Figuren bleiben Klischeehaft, die Story ist hauchdünn und auf Dauer wird das durch den Schützengraben rennen langweilig und irgendwie scheint der ganze Film nicht aus einem Guss zu sein. Über weite Strecken dominiert die Kriegsfilmthematik, so dass die Horrorelemente ein wenig aufgesetzt wirken. Auch die Tatsache, dass die Logik und die Geschichte an Sicht recht löcherig sind, hat mich ein bisschen gestört, wobei Freunde der vieldeutigen Filminterpretation daran ihre helle Freude haben werden. Wirklich klasse sind die Darsteller, die ihre schwachen Figuren retten. Gollum Andy Serkis und Billy Elliot Darsteller Jamie Bell sind zu erwähnen. Außerdem ist die die Schützengraben Kulisse wirklich der Wahnsinn. Man merkt, dass hier nicht im Studio gearbeitet wurde und das Grauen des Schützengrabens sorgt für atmosphärische Dichte. Die angesprochenen Horrorszenen sind zwar nicht massig vorhanden aber erfüllen ihren Zweck. Horrorfans wird wohl am ehesten die Hellraiser, Stacheldraht Szene gefallen. Ansonsten wird Horror eher durch das unsichtbare Böse erschaffen.

Ach bevor ich es vergesse. Wer eine Interpretation mit einer Art Hölle oder ähnlichem favorisiert, der sei der Western „Showdown auf dem Weg zur Hölle“ ans Herz gelegt, an den mich der Film ein wenig erinnert hat.

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Posted by admin    Date: Mittwoch, April 11, 2007

Categories: Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Kriegsfilm

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The Dirty Seven -aka- Emanuelle, Queen of the Desert

Eine Gruppe von Söldnern, wird nachdem sie einen Mordanschlag verübt hat nicht aus dem Einsatz geholt, sondern in einen Hinterhalt gelockt. Dabei wird ihr Captain verletzt und da er den Strapazen, denen die Gruppe ausgesetzt ist nicht gewachsen ist stirbt er wenig später. Ohne ihn beginnen die Söldner sich daneben zu benehmen. Die betrinken sich hemmungslos und vergewaltigen ein junges Bauernmädchen, welches bevor die ganze Truppe mit ihr fertig ist Selbstmord begeht. Auch die Spannungen innerhalb Gruppe werden immer stärker und gipfeln in offner Feindseeligkeit, als eine dunkelhäutige Schönheit (Laura Gemser) auftaucht und allen Söldnern den Kopf verdreht. Italo Trash vom feinsten bietet dieser kleine Söldnerfilm mit Laura Gemser. Sie spielt aber eher eine Nebenrolle und hat leider nur wenige Nacktszenen. Hauptaugenmerk des Films liegt tatsächlich auf den Söldnern. Wobei diese eigentlich ständig nur durch die Gegend laufen oder fahren. Die Szenen in denen Wirklich etwas passiert kann man fast an einer Hand abzählen. Die Vergewaltigung ist schon so was wie der Höhepunkt des Films und ist ja sogar für die spätere Handlung wichtig. Ein paar kleine Schießereinen gibt es zwar auch, aber die sind wirklich nicht erwähnenswert und eher langweilig inszeniert. Wer einen Laura Gemser oder Söldner Film sehen will, sollte von The Dirty Seven die Finger lassen, aber B Movie Fans können mit dieser Durchschnittskost bestimmt etwas anfagen.

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Posted by admin    Date: Freitag, Januar 27, 2006

Categories: Exploitation, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Kriegsfilm

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Jäger der Apokalypse

Irgendwie bin ich ein bißchen auf den Kriegsfilm Geschmack gekommen.^^ Januar 1973, dicht vor Saigon. Nachdem in einem vietnamesischen Bordell Captain Henry Morris (David Warbeck) bester Freund auf Grund von vietnamesischer Feindpropaganda Amok gelaufen ist und anschließend Selbstmord begangen hat, meldet sich Morris freiwillig für einen Geheimauftrag. Er lässt sich mitten Vietcong Feindgebiet absetzten wo er auf eine Gruppe amerikanischer Soldaten und die Reporterin Jane Foster (Tisa Farrow) trifft. Mit diesen quält er sich durch den Dschungel, bis es zum ersten Zusammentreffen mit dem Vietcong bzw. Charlie kommt. Nach dem Gefecht geht die kleine Dschungelsafari weiter bis einer der Soldaten von einer von Charlies fiesen Stachelfallen aufgespießt wird. Wenig später erreicht die Gruppe den tief im Dschungel gelegen Stützpunkt von Major Cash (John Steiner), der alle Mühe hat die Moral seiner Soldaten aufrecht zu erhalten. Als einige Soldaten versuchen Jane zu vergewaltigen lässt Major Cash als disziplinarische Maßnahme einen seiner Soldaten durch das Charlie verseuchte Gebiet rennen um ihm Obst zu holen. Cashs Führungsstärke bringt aber relativ wenig als sich in den unterirdischen Teil des Stützpunkts gräbt und dort für ordentliche Action sorgt. Captain Morris überlebt, wird aber kurz darauf vom Vietcong geschnappt, in das Vietconglager gebracht, wo auch Jane fest gehalten wird und in einen Unterwasser Rattenkäfig gesteckt. Entweder haben die Italiener ähnlich wie die Amerikaner ein ganz furchtbar böses Vietnam Trauma, oder sie haben einfach „Apocalypse Now“ und „The Deer Hunter“ aka „Die durch die Hölle gehen gesehen und sich gedacht: „Hey, das können wir auch!“. Ich denke mal das zweite trifft zu. Doch auch wenn „Jäger der Apokalypse“ sich nicht wirklich die Mühe gibt den Anspruch der Vorbilder auch nur im Ansatz gerecht zu werden, macht dieses rip-off extrem viel Spaß. Die wenigen daher gesagten Sätze über die Gräuel des Krieges sind dabei eher unterhaltsam als irgendwie erschütternd. Der ganze Rest ist Kriegs und Abenteuer Action durchzogen von Machosprüchen und ein paar billigen Vietnam Klischees. Man könnte zwar jetzt noch hundert Sachen aufzählen, die den Film irgendwie schlechter machen, aber wer ein bisschen hohlen Kriegsspaß frei von Schuld und Hirn haben will der ist bei „Die Jäger der Apokalypse“ bestens bedient.Tisa Farrowist spielte übrigens auch in Antropophagus die Hauptrolle.

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Posted by admin    Date: Montag, Dezember 12, 2005

Categories: Action und Abenteur, Exploitation, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Kriegsfilm

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Steiner – Das Eiserne Kreuz

Die Ostfront im Jahre 1943. Die Lage für die Soldaten der Wehrmacht ist nicht gerade rosig und die deutschen Truppen befinden sich auf dem Rückzug. In dieser Hölle des Krieges ist Unteroffizier Steiner, der härteste Kriegshund und fähigste Mann. Er ist völlig abgeklärt und ist sich der auswegslosen Lage des Krieges bewusst. Bei allem Gräuel des Krieges ist er jedoch Mensch gelblieben, was man unter anderem daran sieht dass er sich weigert einen kleinen russischen Jungen zu erschießen, den er von einem Stoßtruppeinsatz mitgebracht hat. Diesen zu exekutieren befiehlt ihm nämlich der frisch an der Ostfront eingetroffene Hauptmann Stransky. Dieser ist Offizier und preußischer Aristokrat der alten Schule und hat sich aus Südfrankreich nach Russland versetzten lassen um das eiserne Kreuz zu bekommen. Als er jedoch die Chance dazu hat sich zu bewähren ist er zu feige und lässt lieber einen anderen Offizier einen Gegenangriff führen. Später will er sich die Lorbeeren trotzdem sichern und gibt Steiner und einen schwulen Offizier als Zeugen für seine Heldentat an. Steiner lässt sich darauf jedoch nicht ein, was ihm noch teuer zu stehen kommen soll, als er sich mit seiner Einheit hinter den feindlichen Linien wieder findet.

Steiner – Das Eiserne Kreuz ist einer der wenigen Kriegs- bzw. Antikriegsfilme, die den Krieg von Seite der Deutschen her schildert. Aber die Sicht der Dinge ist im gezeigten so wie so zweitrangig. Für Politik oder Ideologie interessiert sich niemand mehr im Schützengraben. Den Soldaten geht es ums nackte überleben. Nur Stransky und Steiner stechen da hervor. Stransky ist nur an der Ostfront um sein Ego durch das eiserne Kreuz auf zu polieren und als Held heim zu kehren. Steiner hingegen bedeutet Rum gar nichts. Der Konflikt zwischen diesen beiden Persönlichkeiten macht den Großteil des Films aus. Natürlich schildert der Film auch sehr anschaulich die Schrecken des Krieges und lässt sich am ehesten mit Stalingrad oder „Der Soldat James Ryan“ vergleichen. Wobei hier nicht so drastische Splattereffekte verwendet wurden wie in Spielbergs Film. Ironischer Weise steht die Frage ob man das Leben eines Einzelnen es wert sei, das Leben mehrer Männer zu riskieren gar nicht zu Debatte. Der Film ist recht actionreich inszeniert, ohne dass dabei die menschliche Seite jemals vernachlässigt wird. Ein wirklich erstklassiger Antikriegsfilm, der den pädagogischen Zeigefinger nicht so stark hebt, so dass man wirklich gut unterhalten wird.

Nachtrag: Wie doof kann man eigentlich sein, eine russische Gefangene zum Oralsex zu zwingen? Dass das am Ende weh tut, müsste doch klar sein.

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Posted by admin    Date: Sonntag, Dezember 11, 2005

Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Kriegsfilm

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