Komödie

Motel Hell -aka- Hotel zur Hölle (1980)

Wenn man des Nachts vorbeifahrenden Reisenden Fallen stellt und sie in Unfälle verwickelt, ist vermutlich nicht ganz normal. Sollte man die Opfer der Unfälle dann aber in seinem Garten eingraben, mästen und anschließend schlachten um sie zu räuchern, ist das ja etwas anders. Denn Farmer Vincent macht nun mal das beste Raucherfleisch der Gegend und ist seinen Kunden natürlich etwas schuldig.

Auch die hübsche, blonde Terry (Nina Axelrod) gerät in die Hände von Farmer Vincent. Doch er schlachtet sie nicht, sondern bringt sie in seinem kleinen Motel Hello (das „O“ in „Hello“ ist defekt und flackert^^) unter. Zusammen mit seiner Schwester Ida kümmert er sich um Terry, die nicht nur wegen des leckeren Fleisches gerne bei Farmer Vincent bleiben möchte. Obwohl sein Bruder der Sheriff sie angemacht hat, verliebt sie sich in Farmer Vincet.

Doch der hat eigentlich keine Zeit für Frauen. Er ist viel zu sehr damit beschäftigt, seine Tiere zu mästen und für Nachschub zu sorgen. Die Rockband „Ivan der Schreckliche“ landet genau so in seinem Garten, wie ein zu neugieriger Veterinär und ein Swingerpärchen, dass im „Motel Hello“ einen Treffe für heiße Swinger Partys vermutet.

Natürlich ist „Motel Hell“ ohne „Texas Chainsaw Massacre“ nicht denkbar. Aber auf Grund seines eigenwilligen, schwarzen Humors erinnert er eher an „Texas Kettensägen Massaker 2“. Denn ernst sollte man Farmer Vincent und seine kannibalistische, kleine Fleischfirma wirklich nicht. Dafür ist alles viel zu schrullig gehalten. Vincent selbst wirkt, egal was für grausame Sachen er gerade anstellt, immer wie der nette Farmer von nebenan. Seine Schwester Ida, wirkt da zwar schon etwas gruseliger, aber auch sie ist mehr Bauerntölpel als bösartige Kannibalin. Daneben sorgt die sonnige Südstaaten Atmosphäre dafür, dass man sich zwischenzeitlich eher im idyllischen „Waltons Country“ glaubt, als in einem Horrorfilm.

Doch auch wenn die Inszenierung teilweise recht behaglich geraten ist und große Spannungsmomente fehlen, sorgt der Humor immer dafür, dass es nicht langweilig wird. In einem Punkt ist „Motel Hell“ aber wirklich Horror vom feinsten gelungen. Ida und Vincent schneiden ihren Opfern nämlich, die Stimmbänder durch, nachdem sie sie in ihrem Garten eingebudelt haben. So machen die „Tiere“ nur noch röchelnde Geräusche. Das hört sich auf Dauer wirklich ziemlich übel an und wäre in einem „ernsten“ Horrofilm bestimmt ein super Stilmittel.

Wer hofft, dass Nina Axelrod nackt sehen zu können wird auch nicht enttäuscht. Zwar ist ihr oben ohne Auftritt nur kurz und Farmer Vincent kann erst Sex haben, wenn er verheiratet ist (im Fernsehen läuft auch ununterbrochen die Sendung eines Predigers), doch zusätzlich zu ihrer Wet T-Shirt Nummer im Teich ist die Szene ganz ansehnlich.

Wirklich großes Kino ist das Finale mit dem Kettensägenkampf. Zwar ist der Kampf nicht allzu schnell inszeniert, aber die Tatsache, dass Vincent seien Schweinkopfmaske (Deathstalker und die Rapper von K.I.Z. Lasen grüßen) trägt, macht ihn schon sehenswert.

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The Mad Foxes -aka- Los Violadores (1981)

Der 18. Geburtstag! Das ist ein Grund zum Feiern und für eine Jungfrau ein gutes Datum um die Unschuld zu verlieren. So ist zumindest der Gedanke des Mädchens namens Babsi, dass mit Hal in dessen Stringray durch die Gegend fährt. Er hat ihr versprochen sie heute zur Frau zu machen. Doch auf dem Weg in die nächste Disco um sich Mut für die Defloration an zutrinken kommt es zu einem Streit mit einer Band von Motorradrockern. Beim anschließenden Rennen hat einer der Biker einen Unfall.

Davon lassen sich Hal und seine kleine Freundin aber nicht den Abend verderben. In der Bar, trinkt man gepflegt Champagner, sieht den anderen Gästen beim Tanzen zu, debattiert über den Schmerz, den man beim ersten mal verspürt und knutscht hemmungslos rum. Richtig schön betrunken wollen die beiden nach Hause fahren.

Daraus wird aber nichts, da die Rocker auftauchen. Über den Unfall ihres Freundes sind diese ganz und gar nicht begeistert. Ihnen steht der Sinn nach Rache. Sie verprügeln Hal, reißen seiner kleinen Freundin die Kleider vom Leib, vergewissern sich, dass sei tatsächlich noch Jungfrau ist und vergewaltigen sie dann.

Jetzt ist natürlich Hal auf Rache aus. Von seiner Wohnung aus (in der goldene Schallplatten an der Wand hängen) ruft er einen Kumpel in dessen Karateschule an. Mit Hilfe von dessen Jungs will er es den Bikern heimzahlen. Tatsächlich stürmt Hal am Abend mit einer Gruppe Karatekids das Amphitheater in dem die Biker eine Trauerfeier für ihren, beim Unfall verunglückten Freund abhalten. Die Kampfkunstschüler vermöbeln die Rocker nach Strich und Faden und lassen deren Anführer einer Spezialbehandlung zu Teil kommen. Auf Hals Wunsch kastrieren sie ihn und stopfen ihm, sein abgeschnittenes Gemächt in den Mund.

Nach soviel Gewalt gönnt sich Hal erst einmal eine Liebesnacht mit einer schönen Unbekannten. Die Karatetypen trainieren derweil in ihrem Club und bekommen Besuch von der Motorradgang. Diese hat aufgerüstet und bringt Handgranaten und Maschinengewehre mit. Die Sportler haben keine Chance, das Blutbad zu überleben und die Rocker machen sie im Anschluss auf die Suche nach Hal.

Nachdem die Rocker den Bewacher von Hals Tiefgarage erschossen haben, kann Hal dank der Hilfe eines kleinen Jungen fliehen und der Band nach einer wilden Verfolgungsjagd tatsächlich entkommen.

Derweil ist ein Nudistenpärchen am Strand mit sich selbst beschäftigt. Wobei die beiden eher eine lockere Bindung haben. Den nachdem Hal auftaucht, lässt (die inzwischen wieder bekleidete Silly) ihren Typ stehen und fährt mit Hal davon. Der will auf dem Anwesen seiner Eltern endlich Ruhe vor den Motorrad Rowdys finden. Und es scheint so, als würde ihm das gelingen. Er kann das gute Essen genießen Silly verführen, Sex in der Badewanne mit ihr haben, mit ihr Jagen gehen und ausreiten und dabei Sex im Freien haben und seine Problem natürlich vergessen.

Doch die Motorradfahrer spüren Hal und seine Stingray auf. Den Gärtner seiner Eltern töten sie, indem sie ihm seine Heckschere in den Mund stoßen und auch die Lebenserwartung der übrigen Menschen im Haus sinkt rapide mit dem Auftauchen der Gang. Sie erschießt die Köchin, den Vater sowie die im Rollstuhl sitzende Mutter und schlitzt das Küchenmädchen auf.

Hals Laune ist als Folge des Massakers natürlich getrübt. Er setzt sich in seine Stingray und macht sie auf die Suche nach den Rockern. In einer Bar wird er fündig. Die Kellnerin (mit dem tiefen Dekolletee) will ihm zwar nichts sagen, aber auf dem Klo der Kneipe entdeckt ein Mitgleid der Bande. Hal schießt ihm zuerst in die Hand und sprengt ihn dann mit einer Handgranate, die er ins Klo schmeißt in die Luft.

Den zweiten Motorradfreund trifft er auf einem Schrottplatz an. Doch dieser sucht sein Heil in der Flucht und wird erst , nach einer Verfolgungsjagd, von Hal aus dem fahrenden Wagen heraus, erschossen.

Rocker Nummer drei ist derweil bei einer blonden Nazi Domina (ob sie rein zufällig Ilsa heißt, wird glaube ich nicht erwähnt) beschäftigt. Auf dem Weg zu dieser kann er quasi en passant einen weiteren Rocker töten. Die Nazidomina muss im Anschluss genau wie ihr Kunde dran glauben.

Zu guter Letzt fährt Hal in seine Wohnung. Sein Rachfeldzug ist vorbei. Doch in seiner Wohnung wartet nicht nur Babsi, sondern auch der der Rocker Eunuch mit einer Bombe. Diese zündet er, alle sterben und der Film ist aus!!!

Ein gigantisches Meisterwerk! The Mad Foxes spielt in einer Liga mit Filmen wie „Buio Omega“ -aka- „Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf“ oder auch „Riffs III – Die Ratten von Manhatten“. Wie überlebensgroß der Film ist, lässt sich schon daraus herleiten, dass es nahezu unmöglich ist, ihn einem konkreten Genre zuzuordnen.

Auf Grund der Tanzszene zu beginn, ist es ein Tanzfilm wie Dirty Dancing oder Flashdance. Ein Rocker- oder Bikerfilm ist es auf jeden Fall. Wobei er auch ein Autofilm und Actionfilm ist, allein schon auf Grund der vielen Verfolgungsjagden. Viel mehr ist es noch ein Rape and Revange Film wie beispielsweise der Genreklassiker „Day of the Woman“ -aka- „I Spit on Your Grave“. Die Rache wird hier sogar zum Teufelskreis aus dem niemand entkommen kann und der am Ende alle ins Unglück treibt. In diesem Sinne ist „The Mad Foxes“ fast schon griechische Tragödie! Weiterhin kann man von einem Sexfilm sprechen. Zwar ist Babsis Vergewaltigung eher Sexploitation, aber da der ganze Film Exploitation in seiner reinster Form ist, stört das nicht weiter. Hals Geliebte die nur eine Sexszene mit ihm hat, genauso wie die späteren Sexszenen mit Silly lassen aber eindeutig auf Sexfilm schließen. Wobei man hier unterscheiden muss. Die Szene mit seiner unbekannten Geliebten verwendet einen leichten Weichzeichner und erinnert so eher an David Hamilton, während Sillys Szene am Strand Anklänge an den klassischen Nudistenfilm enthält. Ab und zu gleitet der Film sogar in den Bereich der Slapstickkomödie ab und wenn eine junge Frau aufgeschlitzt wird, ist das eindeutig Splatter, was man theoretisch dem Horrorgenre zuordnen kann.

Auch wenn man die schwierige Einordnung von „The Mad Foxes“ vernachlässigt bleibt der Film eine Perle des Exploitation. Der Chef der Rocker trägt SS-Mütze und am Ende ein Outfit was irgendwie stark an die NSDAP erinnert. Der Rest der Truppe trägt zu Beginn rote Armbinden mit einem weißen Kreis, in dem gegen Ende des Film Hackenkreuze auftauchen. Die Kammer der Nazi Domina ist ebenfalls mit Hakenkreuzen und Hitlerbild geschmückt.

Neben den Nazielementen sorgt natürlich die Action für Spaß. Die Verfolgungsjagden werden teilweise in doppelter Geschwindigkeit abgespielt, und auch die Kampfszene mit den Karate Kämpfern hat einen gewissen Trash Faktor. Genau so wie die extrem übertriebene Gewalt, die selbst für Exploitation bemerkenswert ist. Unter den Blutbad und Massakerszenen ist besonders die Erschießung der alten Frau im Rollstuhl erwähnenswert.

Die Schauspieler bemerkt man eigentlich gar nicht bei so viel Brillanz, die der Film ausstrahlt. Hauptdarsteller José Gras scheint nur über eine Mimik zu verfügen, aber hat immerhin keine all zu schreckliche Frisur (Anfang der 80er gab es da schlimmeres). Die Schauspielerinnen sehen nackt alle ganz nett aus und erfüllen demzufolge ihren Zweck. Ansonsten ist Eric Falk als Stileto zu bewundern, wobei man ihn eigentlich kaum wiedererkennt, da er einen Schnurrbart trägt und eine ungewöhnliche Frisur hat, die man aus seinen Rollen in Jess Franco Filmen nicht kennt.

Produzent des Spektakels war übrigens Erwin C. Dietrich höchst persönlich. Peter Baumgartner, der oft mit ihm zusammengearbeitet hat, machte diesmal nur unter Pseudonym mit. Was Regisseur Paul Grau betrifft – dieser hat eine recht interessante Vita. Auf dem Regiestuhl saß er nach „The Mad Foxes“ nur noch bei „Sechs Schwedinnen auf der Alm“. Jedoch war er Location Manager bei Frauengefängnis von 1975 und Schauspieler in Gefangene Frauen von 1980 sowie dem Film Lost in the Barrens.

Quentin Tarantino versucht vielleicht solche Filme wie „The Mad Foxes“ zu kopieren, aber wer dieses Original gesehen hat, wird verstehen, was authentisches Kino bedeutet und was wirklich große Kunst ist.

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2 comments - What do you think?  Posted by Sodomedia - Januar 25, 2008 at 7:47 pm

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Keinohrhasen (2007)

Es gibt keine großen Deutschen Autorenfilmer mehr. Keine genialen Regisseure, keine brillanten Drehbücher und keine Schauspieltitanen. Aber so etwas brauchen wir auch nicht! Denn wir haben Til Schweiger. Den großartigen Bertie aus Manta, Manta, der nicht nur das deutsche Kino geprägt hat, sondern auch grottenschlechte US-Filmen wie King Arthur durch seine Mitwirken zu so etwas wie Glanz verholfen hat. Genau der Til Schweiger, der im neuen Film von Deutschlands erfolgreichsten Regiewunderkind in Hollywood Dr. Uwe Boll Far Cry die Hauptrolle spielen wird.

 

In Keinohrhasen hat Til Schweiger Regie geführt, das Drehbuch geschrieben, die männliche Hauptrolle gespielt und den ganzen Spaß auch noch produziert. Er spielt den gut aussehenden, jede Frau abschleppenden Boulevard Reporter Ludo. Weil er auf eine von Jürgen Vogel inszenierte Zeitungsente hereingefallen ist, sucht er dringend eine neue Story, um sich bei seinem Chef (Rick Kavanian als Kai Diekmann Ersatz) wieder einen guten Namen zu machen. Fündig wird er bei Verlobungsfeier von Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld. Doch da er durch einen Sturz durch das Glasdach des Hotels die Feierlichkeit etwa durcheinander bringt, verurteilt ihn eine Richterin zu Gemeinnütziger Arbeit in einer Kindertagesstätte. Dort trifft er auf das Mauerblümchen Anna (Nora Tschirner), die er als kleiner Junge immer böse geärgert hat.

Til Schweiger macht in diesem Film eigentlich alles richtig, was man richtig machen kann um am Ende finanziell erfolgreich zu sein. Er mischt die klassische Aschenputtel trifft Traumprinz Geschichte mit ein paar guten Gags, macht ein bisschen Mediensatire, lässt gefühlte eine Millionen Gasstars auftreten (Babystrich Girl Anne-Sophie Briest, hat sogar ne Sprechrolle) und wärmt das ganze mit kleinen süßen Blagen aus dem Walddorfkindergarten auf.

Die Lovestory funktioniert zwar, aber es stellt sich gewisser Til Schweiger Overkill mit der Zeit ein. Ludo ist einfach zu perfekt, omnipotent und omnipräsent. Das er sich in seiner göttliche Gnade, der kleinen Anna annimmt und sich zum Gutmenschen wandelt, ist Gut und Schön. Aber so machohaft wie es auch ist, kann man denken man wäre immer noch bei Manta Manta. Doch diesen fiesen Sexismus übersieht man schnell.

Zumal Til Schweiger in puncto Erotik für Gleichberechtigung sorgt. Der 44jährige hält gerne mal seinen nackten, epilierten Hintern in Großaufnahme ins Bild während auch die 26jähruge Nora Tschirner nackt, eine sehr gute Figur macht. Wobei man sich, wenn man den Altersunterschied zwischen den beiden ansieht schon fragen kann, wie die beiden sich aus ihrer Kindheit kennen.

 

1 comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Januar 15, 2008 at 5:23 pm

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Dänische Delikatessen -aka- The Green Butchers

Da der Blog Echoray.de mich anhand des Films „Dänische Delikatessen“ verleugnet hat, ich würde Kannibalenfilme nur interessant finden, wenn sie blutig seien, poste ich hier mal das überarbeitete Review zu dem Film.

Die wenigstens Leute denken jemals im Leben über Kannibalenfilme nach. Tun sie es doch, sind sie im Zweifelsfall irgendwie gestört, üble Gorehounds oder einfach Fans dieses Horrorsubgenres.

Gedreht wurden Kannibalenfilme meist von Südeuopäern. So haben Joe D’Amato, Jess Franco, Ruggero Deodato, oder Umberto Lenzi das Genre geprägt. Wenn es ein Budget gab das es zuließ drehten sie ihre Kannibalenfilme sogar in Südamerika (zumal dort die Drogen billiger waren). War zu wenig Geld in der Kasse, dann mussten die Palmenlandschaften Spaniens oder Italiens herhalten.

Aber es braucht kein südländisches Temperament um einen Film über Menschen zu machen, die sich gegenseitig verspeisen. Das schafft man auch als durchgeknallter Skandinavier, wie Anders Thomas Jensen einer ist. Der Däne schrieb schon die Drehbücher für „Wilbur Wants to Kill Himself“ von Lone Scherfig und für „In China essen sie Hunde“ von Lasse Spang Olsen.

 

Der Film erzählt die Geschichter der beiden Schlachter Svend und Bjarne. Die beiden wollen ihre eigene Metzgerei eröffnen. Leider fehlt ihnen dafür doch das Geld. Um an das nötige Startkapital zu kommen, ringt sich Bjarne letzten Ende sogar dazu durch, bei seinem im Koma liegenden Bruder den Stecker zu ziehen. Denn nur so kann er an dessen Erbe herankommen. Doch als der Laden endlich eröffnet ist, klappt nichts so, wie die beiden Fleischer sich das vorgestellt hatten. Das Geschäft kommt nicht in Schwung. Es fehlt den beiden eine Delikatesse um gegen ihren alten Arbeitgebers anzukommen. Dessen Wurst ist nämlich überall so beliebt, dass das ganze Dorf nur bei ihm einkauft. Zu allem Übel wird Svend dann auch noch von seiner Freundin verlassen. In diesem Chaos sperrt er aus versehen einen Elektriker im Kühlraum ein. Dieser ist am nächsten Tag erfroren, was Svened vollkommen um den Verstand bringt. Unter Schock stehend verarbeitet er ein Bein des Elektrikers zu Filets, leckt diese in Marinade ein und verkauft sie an seinen alten Chef. Dummerweise schmeckt dieses Fleisch so gut, dass die Kundschaft den Metzgern die Bude einrennt. Doch das Fleisch des Elektrikers ist bei diesem Fleischhunger der Menschen natürlich irgendwann komplett verkauft.

Zu allem Übel kommt zum Problem des Nachschubbeschaffens noch, dass Bjarne Bruder auf einmal aus dem Koma aufwacht und für reichlich Verwirrung sorgt. Bjarne selbst kommt außerdem gar nicht mehr dazu sich voll und ganz der Arbeit zu widmen, da sich zwischen ihm und der schönen Friedhofsangestellten Astrid gefunkt hat.

Eins vorweg: Um seinen Spaß an diesem kleinen aber feinen Dänische Film, sollte man etwas für Fleisch und noch viel mehr für rabenschwarzen Humor übrig haben. Wer dann nebenbei noch skurrile Typen mag, ist hier bestens Aufgehoben. Die beiden (Anti)Helden des Films tragen den Film über weite Strecken fast allein. Der unter Schweißausbrüchen leidende, sich ständig als Opfer fühlende Svend ist dabei die interessantere und tragischere Figur. Bjarne, der es nach eigenen Angaben nicht mal merken würde, wenn seine Haare brennen würden, weil er so viele Joints raucht, wirkt gegen ihn eher schwach. Jedoch kann Bjarne Darsteller Nikolaj Lie Kaas zeigen was er kann wenn Eigil ins Spiel kommt. Dieser wird ebenfalls von ihm gespielt und ist an Skurrilität fast nicht zu übertreffen.

Den Preis für die philosophischste Erkenntnis des Films geht an den alten Metzgermeister für seine mystische Aussage über Wurst. Oder bezweifelt irgendjemand, dass es nichts erniedrigenderes für ein Tier gäbe, als geschlachtet zu werden und anschließend in seinen eigenen DARM gepresst zu werden? Außerdem noch zu erwähnen ist der alte Pfarrer, der einst, nach einem Flugzeugabsturz seine Frau verspeist hat. Der Kannibalenfilmfreund erkennt dass natürlich als Anspielung auf „Überleben“, den Film über die Rugby Mannschaft, die in den Anden abgestürzt war und irgendwann anfangen musste, ihre Toten zu verspeisen. Außerdem macht der Pfarrer den Religiösen Aspekt des Kannibalismus klar, was auch einmal ganz interessant ist.

Auf großartige Gore und Splattereffekte verzichtet der Film. Aber bei Kannibalenfilmen geht es meiner Meinung um das Thema selbst und nicht darum, Frauen zu pfählen, ihnen Harken durch die Brüste zu stechen, Tiere vor laufender Kamera zu töten oder sonst wie zu schlachten.

Zwar ist „Dänische Delikatessen“ bei aller Skurilität ein ruhigerer Film, aber ist unterhaltsam Film und sei auch denen ans Herz gelegt sei, die normalerweise bei der Wortkombination Kannibalismus und Film schon rot sehen.

 

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Dezember 1, 2007 at 4:49 pm

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Lissi und der wilde Kaiser (2007)

Eigentlich gefällt es dem Yeti im Himalaja ganz gut. Er vertreibt sich den Tag damit Igel (im Himalaja???) durch die Gegend zu schmeißen und in Gletscherspalten zu kacken. Dumm nur, dass bei letzterer Freizeitbeschäftigung ein kleiner Unfall passiert. So sieht sich der Yeti auf einmal dem Teufel und seinem Echo (gesprochen vom Komikerduo Badesalz) gegenüber. Die drei schließen einen Deal ab. Der Yeti muss nicht in die Hölle, wenn er dem Teufel die schönste Frau der Welt bringt. Das ist ganz klar Lissi, die Kaiserin von Österreich.

Lissi führt ein glückliches Leben mit ihrem Kaiser Franz und wird durch den Yeti aus der Idylle ihres Schlosses herausgerissen. Da die Armee mit Aufständen in Ungarn, dem Krieg mit Preußen und dem Abbau von Überstunden beschäftigt ist, macht sich der Kaiser höchstpersönlich auf Rettungsmission. Begleitet nur von seinem treuen Feldmarschall und seiner lüsternen Mutter, die versucht diesen mit Sexdrogen aus Böhmen flachzulegen.

Derweil entdeckt Lissi die freundliche Seite an ihrem Entführer und gerät mit ihm in immer neue Schwierigkeiten. So haben es zwei bayrische Jäger auf den Yeti abgesehen, die zwar kaum deutsch, aber dafür perfektes „British English“ sprechen.

Bei Michael „Bully“ Herbigs letztem Film „(T)Raumschiff Surprise“ habe ich ziemlich genau zweimal gelacht. Im Gegensatz zu diesem ist „Lissi und der wilde Kaiser“ wirklich großes Kino. Denn anstatt lahme Schwulenwitze zu reißen merkt man hier den Versuch eine echte Satire auf die Beine zu stellen. Zwar wurde der anarchische Witz der Sissi Sketsche aus der Bullyparade recht häufig Familienfreundlichen Albernheiten geopfert, aber wer Bully mag wird sich daran nicht stören. Genauso wenig wie daran, dass die Animation des Spektakels aus finanziellen Gründen nicht mit aktuellen amerikanischen Animationsfilmen mithalten kann. Was definitiv stört ist, dass Bully unter der Komikerkrankheit Nummer Eins leidet. Er recycelt zu viele alte Gags.

Ob man sich „Lissi und der wilde Kaiser“ im Kino ansehen muss, sei einmal dahingestellt. Aber wer ein bisschen wartet, kann ihn sich ja bei der TV-Auswertung auf Pro7 ansehen.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - November 2, 2007 at 7:56 pm

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Cinderella -aka- Die Tolle Geschichte der C. (1977)

Nein, bei diesem Film handelt es sich nicht um einen harmlosen Familienfilm aus dem Hause Disney. Der Originaltitel lässt es zwar vermuten, aber der Filme wurde wirklich niemals unter einem Titel veröffentlicht, der einen Hinweis darauf gibt, womit man es hier zu tun hat. Ein Softcore Sexsexfilm Musical!

 

Die Geschichte ist schnell erzählt, da sie größtenteils recht nah an dem, im deutschen Sprachraum unter dem Namen Aschenputtel bekannten Märchen liegt. Die Geschichte wurde nur für Erwachsene ein bisschen verändert.

Cinderella lebt bei ihrer bösen, hässlichen Stiefmutter und ihren ebenso hässlichen wie bösen beiden Stiefschwestern. Diese schikanieren das herzensgute Mädchen Tag für Tag (so muss das arme Ding z.B. das Spinnrad antreiben, das die Maiskolben Vibratoren ihrer Schwestern betreibt). Derweil beschließt die Königin des Landes, dass ihr Sohn der Prinz zu seinem 21. Geburtstag, doch mal verheiratet werden müsste. Deswegen wird ein Bote ausgeschickt, der alle heiratsfähigen Mädchen zu einem Ball einladen soll, auf dem der Prinz sich dann seine Brau suchen soll. Natürlich wollen ihre Stiefschwestern Cinderella nicht gehen lassen (und ziehen sie stattdessen aus und schmieren sie mit Butter ein). Doch in Cinderellas größter Not taucht ihre gute Fee auf (welche ein männlicher Afroamerikaner ist). Die gute Fee sorgte mit ihrem Zauberstab (irgendein komisches Teil, an dem eine Tröte mit Kondom hängt) dafür, dass Cinderella fein für den Ball ist und sogar eine Kutsche hat (und eine „snapping pussy“!).Auf dem Ball probiert der junge Prinz alle in Frage kommenden Bräute einmal aus und ist natürlich begeistert von Cinderella (und ihrer „snapping pussy“). Doch Cinderella muss den Ball (bzw. das Bett des Prinzen) um Punkt zwölf Uhr verlasen, da dann der Zauber ihrer guten Fee aufhört zu wirken. Bei ihrer Flucht verliert sie ihren goldenen Schuh, was den Prinzen dazu veranlasst durchs ganze Königreich zu ziehen um das Mädchen zu finden, dem der Schuh passt (und das die „snapping pussy“ hat). Durch diese Aufgabe schwer geschwächt kommt er schließlich bei Cinderella an (entdeckt die „snapping pussy) und die beiden leben glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Dieser Film ist wirklich großartig! Das ich lange Zeit nicht von seiner Existenz wusste, ist wirklich nicht zu verzeihen. Mir war zwar bekannt, dass es ein hardcore Pornomusical „Alice im Wunderland“ (Alice in Wonderland aus dem Jahr 1976 mit Kristine DeBell) gibt, aber dieses Aschenputtel Softcore Sexmusical war mit nicht bekannt.

Cinderella ist witzig. Zum einen gibt es Slapstickelemente und zum anderen recht eindeutigen Humor. Allein die leicht tuckig agierende „gute Fee“ trifft (pardon) voll ins Schwarze. Aber auch die Bush/Biber Witze kommen an. Da der Film aus dem Jahr 1977 stammt, regieren diese pelzige Tiere natürlich den Intimbereich der Darstellerinnen, welche mit Ausnahme der bösen Stiefschwestern alle wirklich hübsch anzusehen sind. Alles andere würde die Freude am Film auch kaputt machen, da es jede Menge Nacktszenen gibt. So ende der Ball auch in einem großen Nackttanz. Aber alleine gute Sexszenen und ein echter Spaßfaktor würden Cinderella noch nicht zu so einem Meisterwerk machen. Die Krone bekommt der Film erst durch seine Lieder aufgesetzt. Alle Songs sind schmissig komponiert und lassen sich wirklich gut hören. Denn Film sollte man sich ansehen!

 

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Juli 24, 2007 at 11:05 pm

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Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis (2007)

Elitepolizist Sergeant Nicholas Angel wird vom Gewalt und Kriminalitätsmoloch London in ein beschauliches englisches Dörfchen versetzt. Nicht weil er in London keine gute Arbeit macht, sondern weil er zu gut ist und seine Kollegen neben ihm als Polizistengott nicht bestehen können. In seinem neuen Einsatzort Sandford hat der Cop dann auf einmal nichts mehr zu tun. Ein Bürgerwehr existiert zwar, aber sonst ist Sandford ist verbrechensfrei. Sein Übereifer der sich darin äußert, dass er Teenager aus dem Pub vertreibt kommt im Dorf nicht so gut an. Ansonsten muss sich Nicholas mit entlaufenen Schwänen, seinen Kollegen und dem Landleben an sich herumplagen. Sein Partner weiht in zwar irgendwann in das Geheimnis der amerikanischen Cop Thriller ein, aber ansonsten ist tote Hose. Bis auf einmal seltsame Morde geschehen. Ein Pärchen, dass jüngst eine schreckliche Performance bei der Romeo und Julia Inszenierung des Dorftheaters gab, wird enthauptet im Cabrio gefunden, ein anderer Mann stirbt bei der Explosion seines Hauses und der Lokaljournalist wird auf ziemlich üble Weise von einem Stück des Kirchendaches aufgespießt. Niemand glaubt Nicholas als er von Mord spricht, aber schließlich kommt er hinter das dunkele Geheimnis von Sandford.

Hot Fuzz hat eine zwar einen durch und durch dämlichen deutschen Untertitel, aber ist ansonsten ein großartiger Film. Er beginnt recht harmlos als Krimikomödie die gekonnt mit dem Stadt/Land Kontrast spielt. Dabei zeigt sich wieder mal, dass der beste Humor einfach von der Insel kommt. Allein schon die Polizistin, die permanent zweideutige Sprüche ablässt, ist eine Granate für sich („Ich hab schon einige Kollegen hier eingeführt!“). Die Morde sind ungewöhnlich drastisch in Szene gesetzt und beim Tod des Lokalreporters sieht man ganz klar, dass Shaun of the Dead Regisseur Edgar Wright ein gewisse Vorliebe für Splatter und Horror hat. Dies wird in der Mitte des Films dann noch mal überdeutlich, wenn er sich von jetzt auf gleich in einen Horrorthriller verwandelt. Kapuzentragende Verschwörer („die purpurnen Flüsse 2“ lässt grüßen) die massenhaft Leichen im Keller haben und sich in dunklen Schlössern treffen gehören ja eigentlich nicht in einem Krimi. Das Finale erinnert dann wiederum an die oft zitierten Bad Boys II, wobei man sagen muss, dass das Geld für große Explosionen gefehlt hat. Aber die Schießereien sind trotzdem ganz nett.

Alles in allem ist Hot Fuzz eine großartige britische Satire, deren Handlung zwar zum Teil einige Sprünge macht und dafür sorgt, dass der Film nicht wie aus einem Guss wirkt, aber dennoch Kinoliebhaber begeistern dürfte. Und auch wer einfach unterhaltsame, spassige Action sehen will wird seine helle Freude haben.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Juli 19, 2007 at 11:27 pm

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Zum Gasthof der spritzigen Mädchen -aka- Das Gasthaus der strammen Mädchen (1979)

Bürgermeister und Gastwirt Alois steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Der Gerichtsvollzieher geht bei ihm ein und aus und ist wohl nur deshalb soll freundlich, weil er ein Auge auf Annamirl, die hübsche Tochter des Wirts geworfen hat. Doch diese lässt sich des Nachts nicht nur von diesem, sondern von der halben Dorfjugend vernaschen und ist eigentlich auch schon einem jungen Mann zur Frau versprochen. Die Geldsorgen, die daher rühren, dass Alois einem Landstreicher jeden Monat Schweigegeld wegen einer unehelichen Tochter zahlen muss, möchte dieser beheben, indem er ein altes Schauspiel wieder aufführt. Doch diesem Plan macht seine Nichte einen Strich durch die Rechnung. Sie taucht mit ihrer Band „The Hellsisters“ auf und ist total abgebrannt, da sie von einem italienischen Talentsucher über Ohr gehauen wurden. Statt des Schauspiels wollen die Mädels eine Country Disko in der Scheune veranstalten, wozu aber erst der Dorfpolizist und der Herr Pfarrer überzeugt werden müssen. Schließlich löst sich auch auf wer den wirklich unehelich im Dorf ist.

Es gibt ja Lederhosenfilme, die weder lustig sind noch genügend nackte Haut bieten. Gott sei Dank gehört Franz Marischkas „Zum Gasthof der spritzigen Mädchen“ nicht dazu. Hier sitzen die Pointen und ab und an gibt es sogar Gags, die über das unterste Niveau hinausgehen. Wenn das Annamirl sich nach und nach das halbe Dorf ins Bett holt und die Männer nach und nach dann in ihren Schrank sperrt, wo diese dann anfangen Karten zu spielen, ist das schon irgendwie amüsant. Natürlich gibt’s auch Witze unter der Gürtelinie, wie z.B. „ja sag mal, warum weinst du denn immer noch?“ „Du bist im falschen Loch“. Marischka, der auch für den Kultfilm Sunshine Reggae auf Ibiza verantwortlich war schafft es den Film über weite Teile interessant zu halten, was wahrlich nicht jeder Erotikkomödie gelingt. Nackt Haut gibt es reichlich und wenn sich am Ende herausstellt, dass auch bei den konservativsten Kräften im Dorf uneheliche Kinder gezeugt wurden, kann man darin hast so etwas wie Kritik am CSU moralischen Bayern sehen.

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1 comment - What do you think?  Posted by admin - Juni 13, 2007 at 11:13 pm

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Mr. Bean macht Ferien

Vor 10 Jahren legte Mr. Bean, die wohl populärste Figur des britischen Komikers Rowan Atkinson ihren ersten Leinwand Auftritt ab. Damals entstand eher ein Film nach Vorbild amerikanischer Familienfilme (wir erinnern uns, Mr. Bean reist sogar nach Amerika) und zum Schock aller Fans sprach Mr. Bean auf einmal.

Bei Mr. Bean macht Ferien hat man sich auf die Stärken der Figur des Mr. Bean zurückbesonnen und ihn kurzerhand nach Frankreich geschickt, wo er gar nicht reden braucht. Als Gewinner einer Kirchentombola reist Mr. Bean also nach Paris wo er zuerst mit der französischen Küche zu kämpfen hat und schließlich dafür sorgt, das ein kleiner Junge von seinem Vater getrennt wird. Mit diesem macht er sich auf den Weg nach Cannes und trifft später noch auf eine hübsche Französische Schauspielerin, die auf den Weg zu den Filmfestspielen ist.

Die Story ist wirklich zu vernachlässigen, aber wird doch ohne viele Worte vorangetrieben und bietet immer wieder den nötigen Raum für Slapstick Einlagen. Auffällig an Mr. Bean ist, dass er zwar kindliche Art der Serie besitzt, aber wesentlich friedvoller und freundlicher geworden ist. Darunter leidet zwar der britische Humor, aber in den Süden Frankreichs passt die Figur wirklich gut. An die Serie erinnern zudem Szenen in denen Mr. Beans Vehikel von einem Panzer überrollt wird und das Auftreten eines Minis, der durch Geschickte Kameraführung noch kleiner wirkt. Interessant ist zudem die Verwendung von (angeblich) mit der Handkamera gedrehten Szenen.

Auch wenn Mr. Bean macht Ferien die Qualität der Serie nicht erreichen kann und man es hier mit einem anderen Humor zu tun hat, so vermittelt der Film doch einen Hauch von Ferien, was ihn allein schon sehenswert macht.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - Juni 1, 2007 at 12:11 pm

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Vollidiot (2007)

Simon Peters ist 29 Jahre alt, arbeitet bei einem Telfonanbieter mit magentafarbenen Logo und ist nicht darüber hinweg, dass ihn seine Freundin vor einem Jahr verlassen hat. Seine beste Freundin Paula überredet in zu einem quasi Sexurlaub, doch er ist am Ende der einzige den Easyjet ungevögelt zurück nach Köln schickt. Seine Versuche endlich Sex oder zumindest eine Freundin zu bekommen, scheitern an T-Shirts mit der Aufschrift „Ficken“ oder daran, dass er ein paar Stewardessen die er in einer Disco kennen lernt aus versehen seine Pornosammlung zeigt. Schießlich verliebt er sich in eine All Americans Coffee Kellnerin, die sich aber nicht als seine große Liebe heraus stellt. Doch noch bevor er das merkt, hat er noch schnell mit der (vermeidlichen) Freundin seines besten Freundes rumgemacht. Zu guter letzt will er Selbstmord begehen aber merkt dann, dass das Leben gar nicht so schlecht ist.

Ich sage es vorher, ich habe das Buch nicht gelesen, aber dafür gibt’s ja heute Wikipedia.

Aber egal, zum Film. Oliver Pocher gibt sich bestimmt große Mühe, doch der gute ist einfach kein Schauspieler. Witze reißen müsste er als Komiker zwar können, doch wirken diese erstaunliche deplaziert und passen nicht recht zur doch halbwegs ernsten Situation in der sich Simon befindet. Doch diese Situation, eine Lebenskrise auf Grund der Freundin die ihn verlassen hat, wirkt kaum ernst genug, als das sie den Film über 102 Minuten tragen könnte. Wobei man sagen muss, dass 102 Minuten definitiv zu viel sind! Die Handlung des Buches wurde zwar schon gekürzt, aber ein bisschen schnelleres Drehbuch hätte bestimmt dafür gesorgt, dass der Film 90 Minuten nicht überschritten hätte. Jedoch vermute ich stark, dass man den Film bewusst länger gemacht hat, um nicht den Eindruck zu erwecken, man würde sich im Kino lediglich einen Fernsehfilm ansehen. Als solcher würde Vollidiot bestimmt besser funktionieren, auch wenn es ab und an eine Szene gab, die eine große Leinwand rechtfertigte. Im Film wirkt manches nicht aus einem Guss. So merkt man schon Eules Sympathie für Simon (im Buch geht da am Ende wohl was) ohne das sich etwas ergibt und Simons Techtelmächtel mit Flicks Freundin wird so dargestellt, als habe er alles nur erfunden. Das dient wohl vor allem dazu, dem Zuschauer Simon nicht als totales Arschloch erleben zu lassen. Seichte Unterhaltung eben.

Gelacht habe ich übrigens an der Stelle, an der Fawlty Towers zitiert wurde („Don’t mention the war“) und die der Relaunch der Telekom ist auch ganz nett, ebenso der Starbucksverschnitt. Wobei das wohl eher durch fehledne Lizenzen zu Stande kam.

Um auf die Kritik einzugehen, ich würde an einem Film immer nur loben, wenn die Hauptdarstellerin nackt sehen würde, muss ich sagen, dass Vollidiot auf diesem Gebiet enttäuscht. Man sieht lediglich Ellenie Salvo González von hinten und ein bisschen was von Tanja Wenzel. Das mag daran liegen, dass die Darstellerinnen sich zu schade dafür waren, aber irgendwie ist ein Film in dem es die ganze Zeit um Sex geht, so ganz ohne Sex noch mal eine Nummer öder. Sogar die „all you can fuck party“ im Pascha in Köln ist reichlich bedeckt

Einige Gaststars wie Herbert Feurstein oder Hilmi Sözer machen übrigens auch eine gute Figur.

 

Übrigens: weiß jemand was für eine Telefonnummer da immer eingeblendet wurde???

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by admin - April 30, 2007 at 10:08 pm

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