Horror

Unheimliche Schattenlichter -aka- Twilight Zone: The Movie (1983)

Twilight Zone war in den 50er und 60er Jahren eine der erste Mysteryserien und wird heute noch in einer Vielzahl von anderen Serien immer wieder gerne zitiert (Die Simpsons, Gilmore Girls, etc.).

Dieser Kinofilm besteht aus vier Episoden, die teilweise Remakes von alten Folgen der Serie sind.

 

Der Film beginnt mit einer Art Prolog, in dem man zwei Männer in einem Auto sieht, die im Laufe der Zeit auf die Twilight Zone zu sprechen kommen. Schließlich fragt der Beifharer den Fahrer ob, ob er mal etwas richtig gruseligs sehen will.

 

Die erste richtige Episode, erzählt von einem rassistischen, weißen, antisemitischen Amerikaner, der sich nachdem er in einer Bar eine Hassrede gegen Schwarze, Juden und Ausländer gehalten hat, auf einmal im dritten Reich wieder findet. Dort wird er von Nazis verfolgt und durch die Stadt getrieben. Nach einem Sturz erwacht er und wird von einer Gruppe Ku Klux Klan Mitgliedern und Rassisten bedroht. Nachdem er fliehen kann und fast in einem See ertrinkt findet er sich auf einmal in Vietnam, wo er von GI’s erschossen wird. Schließlich findet er sich wieder im dritten Reich und bekommt von der SS einen Judenstern angeheftet und wird in eine Viehwagen gesteckt. Aus diesem heraus sieht er noch seine Freunde mit denen er zuvor in einer Bar war. Doch sie können ihn nicht sehen und nicht retten.

Diese Episode von John Landis nicht nur die einzige, die kein direktes Remake eienr alten Twilight Zone Folge ist, sondern auch eine der besten. Wie der Mann den Hass zu spüren bekommt, den er zu Beginn selbst propagiert hat, hat eine ungemein starke Wirkung auch wenn er bei weitem kein Sympathieträger ist. Das die Vietnam Episode so kurz ist, liegt übrigens daran, dass Vic Morrow bei den Dreharbeiten dazu zusammen mit zwei Kinderdarstellern beim Absturz eines Hubschraubers um Leben kam. Ich meine mich zu erinnern, dass diese Szene irgendwo in „Gesichter des Todes“ einmal gezeigt wird.

Die zweite Episode stammt von Steven Spielberg und erzählt von einem Altersheim, in dem ein neuer Senior auftaucht, der die Alten wieder zu Kindern macht.

Mit Horror oder Mystery hat diese Episode nichts zu tun. Sie ist zwar ganz nett gemacht, aber doch irgendwie recht lasch.

Episode Nummer drei bei der Joe Dante Regie führte ist da schon besser. Hier trifft eine junge Lehrerin an einer Raststätte einen kleinen Jungen, den sie, nachdem sie ihn aus Versehen angefahren hat, nach Hause fährt. Sein zu Hause ist überaus seltsam. Überall stehen Fernseher, die Fernseher in denen Cartoons laufen und auch das Haus selbst wirkt, als sei es ein real gewordener Cartoon. Es stellt sich heraus, dass der kleine Junge allmächtig ist, da alles was er sich wünscht Realität wird.

Vom der Optik her definitiv die beste Episode. Neben der Cartoonhaften Einrichtung des Hauses besticht das Obergeschoss, dass mit seinem Licht und Schatten Spiel fast an „Das Kabinett des Dr. Caligari“ erinnert. Man merkt das Joe Dante zuvor Gremlins gemacht hat, besonders an den auftauchenden Monstern. Wobei diese nach heutigen Trickmaßstäben doch ein bisschen lächerlich wirken.

Mad Max Regisseur George Miller war für die letzte Episode verantwortlich. Hier sieht ein man in einem Flugzeug ein Monster auf der Tragfläche damit beschäftigt ist, die Triebwerke zu zerstören. Niemand glaubt ihm und schließlich bringt er das Leben alle Reisenden selbst in Gefahr.

Diese Episode ist den meisten vermutlich durch die Simpsons Satire mit dem Schulbus bekannt. Sie überzeugt besonders durch ihre atmosphärische Dichte und Spiel von Hauptdarsteller John Lithgow, der als paranoider Fluggast am Rande des Wahnsinns wirklich sehenswert ist.

Alles in allem ist Twilight Zone: The Movie wirklich zu empfehlen. Aber vor allem Macht es Lsut darauf, sich die Originalserie mal anzusehen.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Februar 26, 2008 at 12:56 pm

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Wrong Turn 2: Dead End (2007)

Almost Heaven,West Virginia. Nein nicht ganz. In den malerischen Wäldern des US Bundesstaates findet eine Reality Show statt. Die Teilnehmer von „The Ultimate Survivalist – The Apocalypse“, sollen die letzten Überlebenden nach der Apokalypse spielen und fernab von der Zivilisation das Überleben ohne technische Hilfsmittel lernen.

Doch Kimberly eine Teilnehmerin der Show schafft es leider nicht mehr rechtzeitig zu dem im Wald verborgenen Drehort. Sie fährt einen Jungen auf der Landstraße an, der sich als degeneriertes Monster entpuppt und dessen großer Bruder die hübsche Blondine in der Mitte durch hackt.

Die restlichen Teilnehmer der Show (eine hispanische Irak Veteranin Amber, der verplante Jonesy, die sexy Bitch Elena, die depressive Nina sowie den Quotenschwarzen und verhinderten Profisportler Jake) werden ergänzt durch die Mara, Regisseurin der Sendung, die Kimberlys Platz einnimmt.

Spielleiter und EX-Marine Colonel schickt die Show Teilnehmer in Zweiergruppen in den Wald geschickt. Dort versucht Kameramann Michael erotische Stimmung zwischen Elena und Jake aufzubauen und scheitert an Jakes prüden Moralvorstellungen. Daraufhin bläst Elena Michael einen, um sich so mehr Sendezeit für sich zu erarbeiten. Dabei werden die beiden sowohl von Mara (Michaels Freundin) als auch von einem masturbierenden Degenerierten beobachtet.

Lange Rede kurzer Sinn. Nach und Nach jagen und töten die Hinterwälder Mutanten die komplette Crew der Reality Show.

Wrong Turn 2: Dead End ist zwar eine direct to Video Produktion, aber wesentlich besser als der erste Teil. Es gibt zahlreiche wirklich gut gemacht Splatter Effekte, bei denen (im Gegensatz zum ersten Teil) die schön mit der Kamera drauf gehalten wird. Kunstblut und Gedärme spritzen und fliegen durch die Gegend, dass es eine wahre Wonne ist. Für ganz zart besaitete Filmfreunde dürfte besonders das Inzest-Mutanten-Baby am Ende Films zu viel des Guten sein. Aber der Gorehound wird Wrong Turn 2: Dead End lieben.

Etwas störend ist, dass alle Figuren mit Ausnahme von Elena irgendwie unsympathisch sind. Auch wenn versucht wird, ihre Hintergrundgeschichte zu beleuchten, juckt es einen wenig, wenn sie nach dem 10 kleine Negerlein Prinzip abgemetzelt werden. Auch ist es ein Ärgernis, dass die Kulissen teilweise so schrecklich steril geraten sind. Ein bisschen mehr Dreck und Authentizität hätten hier gut getan. Wobei die Atmosphäre des Films sich über weite Strecken eh nicht entwickeln kann. Erst gegen Ende kommt richtige Spannung auf.

Schade ist auch, dass man die Möglichkeiten der Reality Show kaum nutzt. Auch ohne die Ausarbeitung des Ansatzes der Mediensatire, zitiert Wrong Turn 2: Dead End natürlich fleißig den Hinterwälder Klassiker Deliverance und auch die japanische Metzel Mediensatire „Battle Royal“ wird in Form eines T-Shorts erwähnt.

Ob die Rednack Kannibalen hier nicht zu sehr als eine Art degenerierte Waltons Familie dargestellt werden kann man sicherlich streiten. Ärgerlich ist zudem, dass die Sexy Stuntfrau Rorelee Tio unter ihrem Inzest Mutanten Makeup gar nicht wirklich zu erkennen ist.

Elena in einer der wenigen Szenen, in denen Möglichkeiten der Reality Show, durch eine subjektive Kamera genutzt wird :
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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Februar 23, 2008 at 5:25 pm

Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror   Tags:

Planet Terror (2007)

Hier sollte jetzt eigentlich eine kurze Inhaltsangabe zu „Planet Terror“ stehen. Aber da der Film keine wirklich ernsthaft zusammenhängende Handlung hat, belasse ich es dabei eine paar Kleinigkeiten aufzulisten, die im Laufe des Films passieren.

Eine Gruppe Soldaten wurde in Afghanistan mit einem biologischen Kampfstoff infiziert, der sie nun in Zombies verwandelt. Eben dieser Kampfstoff tritt aus und lässt auch die Zivilisten zu Zombies werden.

Die Go-Go-Tänzerin Cherry Darling möchte Stand-Up Komikerin werden. Nach einem Autounfall fresse Zombies ihr Bein. Doch der Revolverheld El Wray bastelt ihr eine Protese aus einem Maschinengewehr.

Derweil behandelt Doktor Block die eckeligsten Zombieerscheinungen im Krankenhaus während seine Ehefrau die Anästhesistin Dakota Block mit ihrer lesbischen geliebten durchbrennen will.

Zwischendurch sucht Steakhouse-Besitzer J.T. Noch die perfekte Barbecue-Soße zu kreieren.

Robert Rodriguez hat seinen Teil des Grindhouse Double-Features wesentlich ernster genehmen als Kollege Quentin Tarantino. Sein Film ist an keiner Stelle aus einem Guss und hat nichts mit verliebter Nostalgie a’la „Death Proof“ zu tun. Planet Terror nutzt die Versatzstücke des Zombiefilms und bastelt sich Subplots zu recht, die es ihm ermöglichen eine Armada Freaks aufmarschieren zu lassen und ein gewaltiges Gemetzel anzustellen. Qualitativ kommt er damit an die trashigen 70er Jahre Zombie Exploitation Filmchen heran. Und dadurch, dass er Geld für Effekte hatte und weiß, wie man einen Film produziert, sieht das Ganze auch gut aus und macht Spass. Aber im Gegensatz zu „Death Proof“ wirkt Planet Terror für sich alleine einfach nicht als eigenständiger Film. Vermutlich hat dieser Film im Gegensatz zu Death Proof nur im Double Feature die Chance sich wirklich zu entfalten.

Neben dem Zombiegenre als solchem sticht besonders ein Filmzitat ins Auge. Die Szene in der eine spitzes Stück Holz in ein Auge gestoßen wird, erkennt man zweifelsfrei als direkte Anspielung an die berühmte Szene in Zombie 2 (Nicht „Dawn of the Dead“ sondern, Lucio Fulcis „Zombie 2 – Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies“). Ansonsten haben mich die schmelzenden Zombies an „The Incredible Melting Man“ und an „The Thing“ erinnert. Außerdem lüft im Fernshen ein Trailer zum Women in Prison Klassiker „Women in Cages“.

[youtube 7shFLBNPPfI]

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - at 2:42 pm

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Botched – Voll verkackt! (2007)

Es sollte Richies letzter Job sein, ein sauberer Diamantenraub. Alles läuft perfekt Richie kann unbemerkt mit den Dimmten entkommen. Doch dann baut sein Fahrer einen Unfall und Richie verliert schließlich die Beute. Davon ist sein Auftraggeber, ein Pater der russischen Mafia natürlich nicht begeistert. Da Richies Familie ihm gegenüber in der Schuld steht, nimmt einen neuen Job an.

In einem Hochhaus in Moskau soll er ein ein Goldkreuz stehlen, dass einst Ivan dem Schrecklichen gehört hat. Mit zwei russischen Brüdern als Komplizen marschiert er in das Gebäude hinein, bricht in das Penthouse ein, in dem sich das Kreuz befindet und stiehlt es. Doch der Einbruch läuft abermals nicht so perfekt. Einer seiner Komplizen erschießt eine Angestellte. Als wäre das nicht schon schlimm genug, füllt sich der Aufzug, der die drei Ganoven hinab in die Freiheit bringen soll mit immer mehr Menschen. Schließlich bleibt er auch noch stecken und öffnet dann seine Tür auf einer menschenleeren Etage, die noch nicht bewohnt zu sein scheint..

Richies und seine Komplizen nehmen die Menschen im Fahrstuhl als Geisel und sperren sie in einen leeren Raum. Als sie ihre erste Geisel als Zeichen des guten Willens frei lassen wollen, taucht auf einmal eine riesige Schere aus dem Fahrstuhlschacht auf und schneidet ihr den Kopf ab. Auch das unter den Geiseln fanatische Christinnen sind macht die Situation nicht einfacher. In was für eine Scheiße Richie geraten ist, merkt er als er erste Kunstwerke aus Menschenhaut findet und ein Schwer schwingender Ivan auftaucht.

Was als Gangsterfilm anfängt entwickelt sich recht schnell zu einem überaus erfrischenden Genremix. Das Setting in dem geheimen Stockwerk erinnert irgendwie an „Being John Malkovich“ und bei den Fallen fällt einem spontan „Cube“ ein. Auch sah ich Parallelen zu Hellraiser 3 oder 4. Letzten Endes ist „Botched — Voll verkackt!“ wohl am besten als actionreiche Splatterkomödie bezeichnen.

Dafür, dass der Film frei ab 16 ist, sind die Splatterffekte übrigens recht heftig, so dass man als Gorehound voll und ganz auf seine Kosten kommt. Zumal die Effekte für eine solche Low Budget Produktion wirklich gut gemacht sind. Auch die Darsteller machen ihre Sache gut und Jaime Murray versprüht als Anna einen Hauch von Erotik. Unterhaltsam ist Botched auch, weil die meisten seiner Gags funktionieren. Zwar sind einige wenige Szenen recht albern geraten, aber dafür entschädigt z.B. die Szene in der ein Pärchen, dass Sex auf dem Kopierer hat, von einer riesigen Ladung Körperteile und Gedärmen, die aus der Decke brechen, überrascht wird.

Wem der Kino Horror Mainstream zum Hals raus hängt, wird mit Botched — Voll verkackt! Sicherlich glücklich werden.

[youtube gItwwnFHoU]

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - at 11:27 am

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Snuff Trap -aka- Snuff killer – La morte in diretta (2003)

Juchuu, ein Film über Snuff Filme aus der Schmiede des italienischen Regiegroßmeisters Bruno Mattei. Der Filmemacher, der vielen unter dem Pseudonym Vincent Dawn bekannt sein dürfte, hat sich hier quasi in den tiefsten Untergrund gestürzt und ein Filmchen darüber gedreht, wie fiese Pornoproduzenten entführen und zum finale ihrer Snuffpornos töten.

Wer nicht gerade den „Originalfilm“ Snuff aus dem Jahr 1976 kennt, der denkt beim Wort Snuff wahrscheinlich am ehesten an den Nicolas Cage Film 8mm. Das hat wohl auch Bruno Mattei getan. Sein Snuff Trap ist eine Art Remake zu 8mm. Die Handlung wurde nach Paris, Amsterdam und Hamburg verlegt, die Hauptfigur zu einer attraktiven Blondine und die Menge an gezeigtem Sex gewaltig nach oben geschraubt. Ansonsten hat der italienische Filmemacher sogar eine low Budget Version von dem berühmten 8mm Zitat „Wen du dich mit dem Teufel einlässt, veränderst du nicht den Teufel, der Teufel verändert dich“ erfunden und die meisten Storyelemente übernommen.

Die Tochte von Michelle wird, nachdem sie in einer Disco einen Typen aufgerissen hat („Na meine kleine, möchtest du mal ziehen“ „Danke, die ist fantastisch“ „Wir könnten ein bisschen in meinem Auto rummachen“), entführt. Da ihr Stiefvater, ein französischer Politiker, die Polizei nicht einschalten will, macht sich Michelle alleine auf die Suche nach ihrer Tochter.

Sie steigt ab in immer tiefere Untiefen des Hardcore Universums, wo sie nicht nur ihre ersten Kontakte mit Bondage- und Folterpornos macht, sondern auch auf skrupellose Geschäftspartner stößt (so wird sie z.B. mit vorgehaltener Waffe zu einem Blowjob gezwungen). Nach einem Road Trip durch Europa landet sie schließlich in Hamburg. Hier dreht die durchgeknallte Pornoproduzentin Doktor Hades ihre Snufffilme.

Den Mangel an eigenen Ideen habe ich ja schon zu Beginn angesprochen. Doch das ist leider nicht der einzige Makel den Snuff Trap aufweist. Die Schauspieler sind durch die Bank unterirdisch schlecht. Hauptdarstellerin Carla Solaro ist gleichermaßen hübsch wie unfähig. Letzteres gilt auch für den Rest des Cast. Wobei man zugeben muss, dass einige der bösen Typen von der Pornomafia und ganz besonders Dr. Hades für ein ordentliches Maß an unfreiwilliger Komik sorgen, die durch die Deutsche Synchronisation noch verstärkt wird. Auch Schnitt (Taxi von links, Taxi von rechts, Taxi von links…) und Beleuchtung sind eines Mannes, der so lange im Film Geschäft war wir Mattei unwürdig. Billige Pornoästethik und die Pornodialoge verhindern, dass sich so etwas wie Atmosphäre entwickeln kann.

Das ist Schade. Gerade da, ein europäischer 8mm mit mehr Sex durchaus interessant gewesen wäre. Doch auch wenn die extrem harten Softcore Folterungen (Brandings, Frauen werden verprügelt, fast erstickt, ausgepeitscht usw.) mit dem was sie zeigen nichts für schwache Nerven sind, ist das Endprodukt einfach nur ein großes Ärgernis. Auch das Mattei noch eine kleine Lovestory mit einer Sexszene in einer Limousine eingebaut hat, verbessert die Qualität des Films nicht.

Auf Grund des Vincent Dawn Bonus und der Tatsache, das es um Snuff geht, sollte der harte Exploitation Fan sich Snuff Trap zwar trotzdem ansehen. Aber alle anderen werden vermutlich nicht ihren Spaß haben.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Februar 19, 2008 at 9:50 am

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Garden of Love – Der blutige Alptraum beginnt (2003)

Ein Blutiges Massaker, bei dem die gesamte Hippiefamilie um Musiker Verlaine nieder gemetztelt wird, bildet den Auftackt zu diesem Olaf Ittenbach Film! Nur die kleine Rebecca überlebt, fällt ins Koma und kann sich später an nichts mehr erinnern. Sie wird von Verwandten adoptiert, wächst zu einer hübschen, jungen Frau heran und führt zusammen mit ihrem Freund ein recht normales Leben.

Bis zu Tag, an sie anfängt Visionen zu bekommen. Der blutverschmierte Geist ihres Vaters spricht zu ihr. Darauf hin beginnt sie ihr Umfeld zur Rede zur stellen. Sie erfährt, was es mit dem Massenmord auf sich hat. Doch sie wird das Gefühl nicht los, dass sowohl ihre Adoptiveltern, wie auch ihr Freund und der Polizist, der damals die Ermittelungen leitete ihre nicht die ganze Wahrheit erzählen. Schließlich stößt sie auf ein schreckliches Geheimnis und sorgt dafür, dass gleich zwei neue Massaker auf der Verlaine Farm stattfinden.

Geister die, die Lebenden nicht in Ruhe lassen, eine fiese Verschwörung in der eigenen Familie und ein ordentliches Gemetzel. Olaf Ittenbach hat mir „Garden of Love“ anscheinend versucht, vom Image des deutschen Peter Jackson los zu kommen. Er mischt einen Cocktail zusammen, der weder sonderlich originell noch irgendwie gut konstruiert ist. Über weite Strecken wirkt der Film wie ein Fernseh Tatort in dem ab und zu Bela B. Felesenheimer von den Ärzten, als Geist auftaucht. Man muss es einfach sagen. Die Geschichte, die Olaf Ittenbach sich ausgedacht hat, ist ziemlicher Mist. Dieser Eindrcuk verstärkt sich, da die Schauspieler nicht wirklich überzeugend sind und ganz besonders durch die schlechte Nachtsynchronisation.

Das ist dann aber auch der einzige „technische“ Schnitzer. Denn ansonsten sieht man, dass Olaf wirklich einiges seit Premutos gelernt hat. Kamerafahrt, Beleuchtung und Schnitt lassen nicht nur die meisten anderen Amateurfilmer alt aussehen, sie können es auch mit wesentlich professioneller gemachten Filmen aufnehmen. Natürlich sind auch die Splatter Effekte handwerklich einwandfrei gemacht.

Als Fazit kann man ziehen, dass Olaf Ittenbach zwar nicht unbedingt der deutsche David Lynch ist, aber das er sich weiterentwickelt hat. Aber als spaßiger Splatterproll gefällt er mir wesentlich besser.

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Februar 18, 2008 at 9:44 am

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Nachts, wenn Dracula erwacht (1970)

Anwälten scheint wirklich auch der letzte Rest gesunden Menschenverstandes zu fehlen! Zumindest ist dies bei Jonathan Harker der Fall. Der angehende Anwalt aus London macht sich nämlich auf die Reise zu einem Geschäftskunden. Das ist zwar kein Grund in für lebensmüde zu halten, aber wenn man weiß, dass sein Auftragsgeber ein gewisser „Graf Dracula“ ist, sieht sie Sache schon etwas anders aus.

Er schlägt alle Warnungen von Mitreisenden auf seinem Weg nach Transilvanien aus und erreicht schließlich das Schloss des Grafen. Dieser lebt dort mit drei schönen Gespielinnen, die das angelieferte Frischfleisch zu würdigen wissen. Nachdem die Schlossbewohner Jonathan ordentlich Blut abgezapft haben und dieser entdeckt hat, dass es sich bei ihnen um, in Särgen schlafende, Vampire handelt, gelingt ihm die Flucht.

Er erwacht in der Klinik von Professor Hellsing (wahlweise in Budapest oder London). Der hat für seinen Teil den Grafen Dracula noch nie zu Gesicht bekommen. Jedoch ist er nicht nur Leiter einer Irrenanstalt sondern auch Experte für schwarze Magie.

In seiner Klinik fristet auch der geisteskranke Renfield in der Gummizelle sein Dasein. Graf Dracula nahm ihm einst die Tochter, was ihn in den Wahnsinn abgleiten lies.

Nach kurzer Zeit tauchen Jonathans Geliebte Mina Murray und deren Freundin Lucy Westenra in der Klinik auf. Niemand weiß, dass Graf Dracula ebenfalls in der Stadt ist. In der Nacht dringt er in Lucys Zimmer ein und saugt ihr das Blut aus den Adern. Schließlich stirbt sie an den Folgen. Doch sie kehrt wieder als Kinder tötende Vampirin.

Zusammen mit Lucys Verlobtem, dem Amerikaner Quincey Morris macht sie Jonathan schließlich auf, den Graf endgültig zu vernichten.

Bram Stokers Roman vom Grafen Dracula wurde ja bereits 1922 inoffiziell als Nosferatu verfilmt und diente zudem unzähligen anderen Vampirfilmen als Vorlage. „Nachts, wenn Dracula erwacht“ von 1970 hält sich im Gegensatz zu vielen anderen Dracula Filmen sehr eng an die Romanvorlage. Das ist eine große Stärke des Films, der dazu noch mit seiner sehr dichten Atmosphäre besticht. Zwar wird diese in einigen zu billig geratenen Szenen kaputt gemacht, aber über weiter Strecken bleibt ein düsterer Charme erhalten.

Was den Film außerdem sehenswert macht, seine seine Besetzung. Christopher Lee spielt den greisen Grafen eben so wie den verjüngten überzeugend und gibt dem Film wirklich Klasse. Klaus Kinski bleibt zwar unter seinem Genie zurück, aber er macht einen Film nun mal einfach sehenswert. Soledad Miranda, die ein Jahr später in Francos „Vampiros lesbos“ einen weiblichen Graf Dracula spielen durfte, bleibt ein wenig farblos. Aber das mag daran liegen, dass sei angezogen bleibt. Herbert Lom ist nicht der schlechteste Van Helsing, auch wenn er nicht gerade Vincent Price ist, den Jess Franco angeblich eigentlich für die Rolle haben wollte.

Regisseur Jess Franco hat bei „Nachts wenn Dracula erwacht“ auf jeden Fall sehr sauber gearbeitet. Darauf nackte Frauen zu Foltern wurde verzichtet, so dass der Film wirklich ein reiner Horrorfilm ist. Unter konventionellen Aspekten ist der Film vermutlich einer der besseren Jess Franco Filme (ich weiß, dass sage ich immer^^). Manch einem wird der Film heute zudem wegen seinem B-Movie und Trash Charem gefallen.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Februar 2, 2008 at 1:53 pm

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Mondo cannibale 4.Teil: Nackt unter Wilden -aka- Mondo Kannibalen -aka- Diamonds of Kilimandjaro -aka- El Tesoro de la diosa blanca (1983)

Eine Expeditions, die sich tief ins Herz des schwarzen Kontinets hervor gewagt hat gerät in Gefangenschaft eines wilden Stammes. Diese wollen den Leiter der Expedition töten, da der einen Edelstein aus dem Gebiet des Stammes bei sich trägt. Das plötzliche Auftreten einer eines halbnackten, weißen Mädchens verhindert letztendlich, dass dem Mann der Kopf abgeschlagen wird.

Am anderen Ende der Welt, liegt eine kranke Frau im sterben. Ihre Tochter ist seit Jahren im afrikanischen Dschungel verschollen. Sie soll nun eine weitere Expedition finanzieren, um ihre Tochter zu retten. Der Hintergedanke des Expeditionsleiter, ist natürlich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und sich ebenfalls die Diamanten unter den Nagel zu reißen.

Auf der Expedition kommt es dann zu jeder Menge Konflikten. Die einen wollen das Mädchen lieber tot sehen um an das Erbe ihrer Mutter zu gelangen und die anderen streiten sich permanent darüber, wer nun der Boss sei. Da die Gruppe als erste Amtshandlung in Afrika einen Eingeborenen erschießt, sind ihnen natürlich bald die Wilden auf den Fersen.

Zuerst sollte die grundlegende Frage beantwortet werden, ob „Mondo cannibale 4.Teil: Nackt unter Wilden“ -aka- „Mondo Kannibalen“ -aka- „Diamonds of Kilimandjaro“ ein Kannibalenfilm ist, oder nicht. Von seinen diversen Titeln her, könnte man natürlich davon ausgehen. Doch das ist fast schon der einzige Grund für die Bezeichnung Kannibalenfilm. Denn in diesem Film werden weder Menschen gefressen noch wird eine Schildkröte geschlachtet (siehe „Cannibal Holocaust“ oder „Cannibal Ferox“). Es gibt zwar ein Eingeborene, aber wirklich kannibalisitsch scheinen die nicht zu sein. Also ist der Film eher ein Abenteuer Film mit ein nackten Frauen.

Außer denen bietet der Film auch relativ wenig. Katja Bienert hat ja nicht zu unrecht eine kleine Fangemeinde und auch die Auftritte von Lina Romay und der schwarzen Priesterin sorgen für etwas nudity.

Ansonsten „Nackt unter Wilden“ recht zahm. Ich weiß nicht wie sehr die von mir gesehen Fassung geschnitten ist, aber mehr Gewalt wäre Jess Franco untypisch. Die Story und Ausstattung des Films sind unterirdisch und Spannungsmomente sucht man ebenfalls vergeblich. Für unfreiwllige Komik sorgt vielleicht noch der „Große weiße Häuptling“ und die Tatsache, das er vor seine Hütte frisch gemähten Rasen hat.

Wer Sex und Kannibalismus sehen will, der soll sich besser „Nackt unter Kannibalen“ mit Laura Gemser oder „Mountain of the Cannibal God“ mit Ursula Andres ansehen. Aber Kannibalenfilm-Komplettisten müssen natürlich auch „Mondo cannibale 4.Teil: Nackt unter Wilden“gesehen haben.

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Motel Hell -aka- Hotel zur Hölle (1980)

Wenn man des Nachts vorbeifahrenden Reisenden Fallen stellt und sie in Unfälle verwickelt, ist vermutlich nicht ganz normal. Sollte man die Opfer der Unfälle dann aber in seinem Garten eingraben, mästen und anschließend schlachten um sie zu räuchern, ist das ja etwas anders. Denn Farmer Vincent macht nun mal das beste Raucherfleisch der Gegend und ist seinen Kunden natürlich etwas schuldig.

Auch die hübsche, blonde Terry (Nina Axelrod) gerät in die Hände von Farmer Vincent. Doch er schlachtet sie nicht, sondern bringt sie in seinem kleinen Motel Hello (das „O“ in „Hello“ ist defekt und flackert^^) unter. Zusammen mit seiner Schwester Ida kümmert er sich um Terry, die nicht nur wegen des leckeren Fleisches gerne bei Farmer Vincent bleiben möchte. Obwohl sein Bruder der Sheriff sie angemacht hat, verliebt sie sich in Farmer Vincet.

Doch der hat eigentlich keine Zeit für Frauen. Er ist viel zu sehr damit beschäftigt, seine Tiere zu mästen und für Nachschub zu sorgen. Die Rockband „Ivan der Schreckliche“ landet genau so in seinem Garten, wie ein zu neugieriger Veterinär und ein Swingerpärchen, dass im „Motel Hello“ einen Treffe für heiße Swinger Partys vermutet.

Natürlich ist „Motel Hell“ ohne „Texas Chainsaw Massacre“ nicht denkbar. Aber auf Grund seines eigenwilligen, schwarzen Humors erinnert er eher an „Texas Kettensägen Massaker 2“. Denn ernst sollte man Farmer Vincent und seine kannibalistische, kleine Fleischfirma wirklich nicht. Dafür ist alles viel zu schrullig gehalten. Vincent selbst wirkt, egal was für grausame Sachen er gerade anstellt, immer wie der nette Farmer von nebenan. Seine Schwester Ida, wirkt da zwar schon etwas gruseliger, aber auch sie ist mehr Bauerntölpel als bösartige Kannibalin. Daneben sorgt die sonnige Südstaaten Atmosphäre dafür, dass man sich zwischenzeitlich eher im idyllischen „Waltons Country“ glaubt, als in einem Horrorfilm.

Doch auch wenn die Inszenierung teilweise recht behaglich geraten ist und große Spannungsmomente fehlen, sorgt der Humor immer dafür, dass es nicht langweilig wird. In einem Punkt ist „Motel Hell“ aber wirklich Horror vom feinsten gelungen. Ida und Vincent schneiden ihren Opfern nämlich, die Stimmbänder durch, nachdem sie sie in ihrem Garten eingebudelt haben. So machen die „Tiere“ nur noch röchelnde Geräusche. Das hört sich auf Dauer wirklich ziemlich übel an und wäre in einem „ernsten“ Horrofilm bestimmt ein super Stilmittel.

Wer hofft, dass Nina Axelrod nackt sehen zu können wird auch nicht enttäuscht. Zwar ist ihr oben ohne Auftritt nur kurz und Farmer Vincent kann erst Sex haben, wenn er verheiratet ist (im Fernsehen läuft auch ununterbrochen die Sendung eines Predigers), doch zusätzlich zu ihrer Wet T-Shirt Nummer im Teich ist die Szene ganz ansehnlich.

Wirklich großes Kino ist das Finale mit dem Kettensägenkampf. Zwar ist der Kampf nicht allzu schnell inszeniert, aber die Tatsache, dass Vincent seien Schweinkopfmaske (Deathstalker und die Rapper von K.I.Z. Lasen grüßen) trägt, macht ihn schon sehenswert.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sodomedia - Januar 29, 2008 at 9:46 pm

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The Mad Foxes -aka- Los Violadores (1981)

Der 18. Geburtstag! Das ist ein Grund zum Feiern und für eine Jungfrau ein gutes Datum um die Unschuld zu verlieren. So ist zumindest der Gedanke des Mädchens namens Babsi, dass mit Hal in dessen Stringray durch die Gegend fährt. Er hat ihr versprochen sie heute zur Frau zu machen. Doch auf dem Weg in die nächste Disco um sich Mut für die Defloration an zutrinken kommt es zu einem Streit mit einer Band von Motorradrockern. Beim anschließenden Rennen hat einer der Biker einen Unfall.

Davon lassen sich Hal und seine kleine Freundin aber nicht den Abend verderben. In der Bar, trinkt man gepflegt Champagner, sieht den anderen Gästen beim Tanzen zu, debattiert über den Schmerz, den man beim ersten mal verspürt und knutscht hemmungslos rum. Richtig schön betrunken wollen die beiden nach Hause fahren.

Daraus wird aber nichts, da die Rocker auftauchen. Über den Unfall ihres Freundes sind diese ganz und gar nicht begeistert. Ihnen steht der Sinn nach Rache. Sie verprügeln Hal, reißen seiner kleinen Freundin die Kleider vom Leib, vergewissern sich, dass sei tatsächlich noch Jungfrau ist und vergewaltigen sie dann.

Jetzt ist natürlich Hal auf Rache aus. Von seiner Wohnung aus (in der goldene Schallplatten an der Wand hängen) ruft er einen Kumpel in dessen Karateschule an. Mit Hilfe von dessen Jungs will er es den Bikern heimzahlen. Tatsächlich stürmt Hal am Abend mit einer Gruppe Karatekids das Amphitheater in dem die Biker eine Trauerfeier für ihren, beim Unfall verunglückten Freund abhalten. Die Kampfkunstschüler vermöbeln die Rocker nach Strich und Faden und lassen deren Anführer einer Spezialbehandlung zu Teil kommen. Auf Hals Wunsch kastrieren sie ihn und stopfen ihm, sein abgeschnittenes Gemächt in den Mund.

Nach soviel Gewalt gönnt sich Hal erst einmal eine Liebesnacht mit einer schönen Unbekannten. Die Karatetypen trainieren derweil in ihrem Club und bekommen Besuch von der Motorradgang. Diese hat aufgerüstet und bringt Handgranaten und Maschinengewehre mit. Die Sportler haben keine Chance, das Blutbad zu überleben und die Rocker machen sie im Anschluss auf die Suche nach Hal.

Nachdem die Rocker den Bewacher von Hals Tiefgarage erschossen haben, kann Hal dank der Hilfe eines kleinen Jungen fliehen und der Band nach einer wilden Verfolgungsjagd tatsächlich entkommen.

Derweil ist ein Nudistenpärchen am Strand mit sich selbst beschäftigt. Wobei die beiden eher eine lockere Bindung haben. Den nachdem Hal auftaucht, lässt (die inzwischen wieder bekleidete Silly) ihren Typ stehen und fährt mit Hal davon. Der will auf dem Anwesen seiner Eltern endlich Ruhe vor den Motorrad Rowdys finden. Und es scheint so, als würde ihm das gelingen. Er kann das gute Essen genießen Silly verführen, Sex in der Badewanne mit ihr haben, mit ihr Jagen gehen und ausreiten und dabei Sex im Freien haben und seine Problem natürlich vergessen.

Doch die Motorradfahrer spüren Hal und seine Stingray auf. Den Gärtner seiner Eltern töten sie, indem sie ihm seine Heckschere in den Mund stoßen und auch die Lebenserwartung der übrigen Menschen im Haus sinkt rapide mit dem Auftauchen der Gang. Sie erschießt die Köchin, den Vater sowie die im Rollstuhl sitzende Mutter und schlitzt das Küchenmädchen auf.

Hals Laune ist als Folge des Massakers natürlich getrübt. Er setzt sich in seine Stingray und macht sie auf die Suche nach den Rockern. In einer Bar wird er fündig. Die Kellnerin (mit dem tiefen Dekolletee) will ihm zwar nichts sagen, aber auf dem Klo der Kneipe entdeckt ein Mitgleid der Bande. Hal schießt ihm zuerst in die Hand und sprengt ihn dann mit einer Handgranate, die er ins Klo schmeißt in die Luft.

Den zweiten Motorradfreund trifft er auf einem Schrottplatz an. Doch dieser sucht sein Heil in der Flucht und wird erst , nach einer Verfolgungsjagd, von Hal aus dem fahrenden Wagen heraus, erschossen.

Rocker Nummer drei ist derweil bei einer blonden Nazi Domina (ob sie rein zufällig Ilsa heißt, wird glaube ich nicht erwähnt) beschäftigt. Auf dem Weg zu dieser kann er quasi en passant einen weiteren Rocker töten. Die Nazidomina muss im Anschluss genau wie ihr Kunde dran glauben.

Zu guter Letzt fährt Hal in seine Wohnung. Sein Rachfeldzug ist vorbei. Doch in seiner Wohnung wartet nicht nur Babsi, sondern auch der der Rocker Eunuch mit einer Bombe. Diese zündet er, alle sterben und der Film ist aus!!!

Ein gigantisches Meisterwerk! The Mad Foxes spielt in einer Liga mit Filmen wie „Buio Omega“ -aka- „Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf“ oder auch „Riffs III – Die Ratten von Manhatten“. Wie überlebensgroß der Film ist, lässt sich schon daraus herleiten, dass es nahezu unmöglich ist, ihn einem konkreten Genre zuzuordnen.

Auf Grund der Tanzszene zu beginn, ist es ein Tanzfilm wie Dirty Dancing oder Flashdance. Ein Rocker- oder Bikerfilm ist es auf jeden Fall. Wobei er auch ein Autofilm und Actionfilm ist, allein schon auf Grund der vielen Verfolgungsjagden. Viel mehr ist es noch ein Rape and Revange Film wie beispielsweise der Genreklassiker „Day of the Woman“ -aka- „I Spit on Your Grave“. Die Rache wird hier sogar zum Teufelskreis aus dem niemand entkommen kann und der am Ende alle ins Unglück treibt. In diesem Sinne ist „The Mad Foxes“ fast schon griechische Tragödie! Weiterhin kann man von einem Sexfilm sprechen. Zwar ist Babsis Vergewaltigung eher Sexploitation, aber da der ganze Film Exploitation in seiner reinster Form ist, stört das nicht weiter. Hals Geliebte die nur eine Sexszene mit ihm hat, genauso wie die späteren Sexszenen mit Silly lassen aber eindeutig auf Sexfilm schließen. Wobei man hier unterscheiden muss. Die Szene mit seiner unbekannten Geliebten verwendet einen leichten Weichzeichner und erinnert so eher an David Hamilton, während Sillys Szene am Strand Anklänge an den klassischen Nudistenfilm enthält. Ab und zu gleitet der Film sogar in den Bereich der Slapstickkomödie ab und wenn eine junge Frau aufgeschlitzt wird, ist das eindeutig Splatter, was man theoretisch dem Horrorgenre zuordnen kann.

Auch wenn man die schwierige Einordnung von „The Mad Foxes“ vernachlässigt bleibt der Film eine Perle des Exploitation. Der Chef der Rocker trägt SS-Mütze und am Ende ein Outfit was irgendwie stark an die NSDAP erinnert. Der Rest der Truppe trägt zu Beginn rote Armbinden mit einem weißen Kreis, in dem gegen Ende des Film Hackenkreuze auftauchen. Die Kammer der Nazi Domina ist ebenfalls mit Hakenkreuzen und Hitlerbild geschmückt.

Neben den Nazielementen sorgt natürlich die Action für Spaß. Die Verfolgungsjagden werden teilweise in doppelter Geschwindigkeit abgespielt, und auch die Kampfszene mit den Karate Kämpfern hat einen gewissen Trash Faktor. Genau so wie die extrem übertriebene Gewalt, die selbst für Exploitation bemerkenswert ist. Unter den Blutbad und Massakerszenen ist besonders die Erschießung der alten Frau im Rollstuhl erwähnenswert.

Die Schauspieler bemerkt man eigentlich gar nicht bei so viel Brillanz, die der Film ausstrahlt. Hauptdarsteller José Gras scheint nur über eine Mimik zu verfügen, aber hat immerhin keine all zu schreckliche Frisur (Anfang der 80er gab es da schlimmeres). Die Schauspielerinnen sehen nackt alle ganz nett aus und erfüllen demzufolge ihren Zweck. Ansonsten ist Eric Falk als Stileto zu bewundern, wobei man ihn eigentlich kaum wiedererkennt, da er einen Schnurrbart trägt und eine ungewöhnliche Frisur hat, die man aus seinen Rollen in Jess Franco Filmen nicht kennt.

Produzent des Spektakels war übrigens Erwin C. Dietrich höchst persönlich. Peter Baumgartner, der oft mit ihm zusammengearbeitet hat, machte diesmal nur unter Pseudonym mit. Was Regisseur Paul Grau betrifft – dieser hat eine recht interessante Vita. Auf dem Regiestuhl saß er nach „The Mad Foxes“ nur noch bei „Sechs Schwedinnen auf der Alm“. Jedoch war er Location Manager bei Frauengefängnis von 1975 und Schauspieler in Gefangene Frauen von 1980 sowie dem Film Lost in the Barrens.

Quentin Tarantino versucht vielleicht solche Filme wie „The Mad Foxes“ zu kopieren, aber wer dieses Original gesehen hat, wird verstehen, was authentisches Kino bedeutet und was wirklich große Kunst ist.

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2 comments - What do you think?  Posted by Sodomedia - Januar 25, 2008 at 7:47 pm

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