Sex and the City – der Film
Wer kennt nicht diese Werbung für Telefonsex, die des Nachts die Sendeplätze von DSF oder Vox schmückt? Dort gibt es versaute Teenies, heiße Gays und willige Russinen. Diese drei Gruppen von Dienstleistungerbringern haben jedoch nicht allzu viel mit der neuesten Spielfilmversion einer US Fernseh Serie zu tun.
Reife Frauen ab 40 – der Film
Um diese Pointe zu verstehen, muss man sich natürlich erst einmal bewusst werden, dass es Frauen jenseits der 30 schon schwer haben eine Rolle in einem Kinofilm zu bekommen. Kriegen sie doch eine, dann spielen sie zumeist die alterslosen Filmzombies, der ewig zwischen 20 und 30 jährigen. Männern fällt es da viel leichter zu altern. Schauspieler wie Bruce Willis (dessen in die Jahre gekommen Ex Frau Demi Moore sich ja noch in „Drei Engel für Charlie 2“ als sexy Vamp präsentieren durfte) wurden mit dem alter immer besser. Für reife Frauen ab 40 ist der Zug hingegen abgefahren, wenn sie trotz plastischer Chirugie und Botox langsam ihrem wahrem Alter ähnlich sehen.
Der kapitalistische Postfeminismus
Zwar haben sich auch Jessica Parker und ihre drei Kolleginnen (wohl auch mit Hilfe des oben und im Film erwähnten Botox) gut gehalten und sehen noch halbwegs frisch auszusehen, aber das ist auch die einzige Illusion von Jugend die Film zu Stande bringt. Denn sonst erzählt Sex and the City – der Film mit Länge von über 2 Stunden, in quasi biblischem Ausmass die antike Geschichte der Prinzessin (in diesem Fall wohl eher die der Alten Jungfer) die am Ende ihren Prinzen heiratet. Da wo die Serie aufhörte fängt der Film an und letztendlich erzählt er das gleiche wie fünf Staffeln Sex and the City. Heldin Carry ist erst glücklich mit ihrem Mister Big (der übrigens John James Preston heißt wie man nun erfährt), der sie dann aber in bester „Die Braut die sich nicht traut“ Manier vor dem Altar stehen stehen lässt und sie so bis zum Filmende in tiefste Depressionen stürzt, aus der sie nur mit Hilfe ihres auf Handtaschen fixierten, großbrüstigen, schwarzen Personal Assitents wieder heraus geholt wird. Diese wird übrigens durch die Carry als weise, alte Priesterin in die Geheimnisse des Frau sein eingeführt und darf im Gegensatz zu dieser, ihren Mister Right recht schnell vor den Traualter schleifen. Neben dem Mann fürs Leben kann braucht die emanzipierte Frau nichts weiter als eine 1000 Dollar teure Designerhandtasche für ihr Seelenheil. Marxistischer Warenfetisch wenn man so will.
Die Botschaft ist klar: Die Frau ist unvollkommen ohne ihren Mann!
Zwar ist das Happyend so wie der ganze Film vorhesehbar (wir erinnern uns, dass wir uns quasi in einem Remake der Serie befinden), aber es ist dennoch erstaunlich wie er Frauen dann doch recht überraschend vorbettet, wie sie ihr Leben zu leben habe.
- Die gehörnte Miranda sieht ein, dass sie ihren Mann durch ihren Verlust an Attraktivität und durch sexuelles Versagen in die Arme einer anderen getrieben hat und lässt sich auf eine an Kitsch nicht zu überbiete Versöhnungsszene auf der Broklyn Britch ein.
- Die sentimentale Charlotte darf endlich ihrer Bestimmung, dem Gebähren nachkommen und ein eigenes Kind in die Welt setzen, da sie, wie XXXX Folgen Sex and the City gezeigt haben, doch als Frau recht unvollständig ist ohne ein Kind.
- Die (Ex)Schlampe Samanta übernimmt hingegen die Rolle der Märtyrerin. Sie lässt ihren jungen, gut aussehenden, potenten und zu allem Überfluss sie liebenden Freund von dannen ziehen. Er soll sich lieber eine frische Gebärerin suchen und die Schlampe eines einsamen Todes sterben lassen. Diese Kapitulation, der am Ende des Film ihren 50. Feiernden, ist die mit am herrlich verlogenste Szene des ganzen Films.
Sex macht Spass und man sollte darüber reden
Für einen Film der das Stichwort Sex im Titel hat, wird in „Sex and the City“ erstaunlich wenig gefickt. Das ist zum einen recht löblich, da niemand außer den Fans der im ersten Absatz erwähnten Werbung alte Leute Sex sehen wollen. Zum anderen hätten es trotzdem ruhig mehr als zwei nackte Titten seien können. Von denen die eine übrigens zu Cynthia Nixonund dieandere zu einer jungen Strandschönheit gehört. Erste hat übrigens beim zeigen dieser, ihrer rechten Brust eine der wenigen Sexszenen. Die meisten anderen gehen auf Samantas Nachbar. Dafür dass dieser seinen dicken Schwanz einmal halb ins Bild halten darf sind, seine Sexszenen aber verdammt kurz.
Die Botschaft der Serie, „Sex macht Spass und man sollte darüber reden“ kommt derweil auch zu kurz. Da das Sexleben in der Ehe aufhört und in der Serie alles gesagt wurde, beschränkt man im Kinofilm auf wesentliche langweiligere Themen.
Freunde der Kinobesucherinnen
Männer und sonstige denkende Wesen, die aus irgendeinem grausamen Schicksalsschlag oder auch freiwillig im Sex und die Stadt Film landen, können sich neben dem bombastisch inszenierten Sexismus immerhin über einen kleinen Diss gegen Paris Hilton, das Abrutschen in den Fäkalhumor (Charlotte scheißt sich in die Hose), einen lustigen Fluch und einen kleinen Witz auf Kosten des Iphone freuen. Ansonsten regiert die Langeweile.
Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Komödie Tags: Heiraten, New York, sexismus
Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman (2008)
Andreas und seine Kumpels Motte, Kurt und Ismail kiffen wie bekloppt und sind auch allen anderen Drogen nicht abgeneigt. Wenn ihnen das Geld für neuen Stoff ausgeht, gehen sie „Shoppen“. Darunter versteht die Clique nichts anderes, als sich im großen still als Ladendiebe zu betätigen. Bei einer dieser Shoppigntouren trifft Andreas die hübsche Blondine Sabine. Seine Annähungsversuche, bleiben jedoch ohne Erfolg. Auch als er sie auf eine Drogentrip in Amsterdam wiedertifft, will sie nichts von ihm wissen.
Erst eine überaus peinliche Karaokenummer und der überaus romantische Einbruch in eine Go-Kartbahn lässt das Eis schmelzen. Sex, Drugs and Rock n’Roll sind für Andreas dann schlagartig vorbei, als er Sabine schwängert. Obwohl er immer gegen seine spießige Familie rebelliert hat, wünscht er sich jetzt seine eigene kleine Familie. Außer seinem Kumpel Motte, kann Andreas Clique dem neuen Lebe ihres Freundes etwas Gutes abgewinnen. Doch als Motte die Hochzeit sprengt verstößt der Bräutigam seine alte Crew.
Anfangs kommt er gut und seine Freunde und das gelegentliche Joint rauchen aus. Aber als ihm das Spießerleben zu langweilig wird, kehrt er räumutig zu seinen Freunden zurück. Diese träumen jedoch nicht mehr davon ihren alten Bus wieder flot zu machen, um damit nach Australien und Amerika zu touren, sondern sind inzwischen auf Heroin umgestiegen. Auch Andreas beginnt damit sich das Zeug zu spritzen und verliert so langsam die Kontrolle über sein Leben.
Die Teufelsspirale der harten Drogen beginnt sich mit der Zeit immer schneller zu drehen. Andreas beginnt damit Sabine zu belügen, bestiehlt seinen Arbeitgeber und verliert sie schließlich sowohl seine Job, als auch seine Frau. Kurts Freundin, die ebenfalls ein Junky ist, stirbt sogar an einer Überdosis was Kurt so fertig macht, dass er in Psychatrie landet. Ismail versucht derweil ohne das Wissen seiner Freunde sein Glück als Dealer, was ihm Ärger mit der örtlichen Türkenmafia beschert. Seine Landsleute verstehen bei Konkurrenz keine Spaß, schneiden ihm einen Finger ab und sorgen dafür, dass Ismail mit seiner Familie zurück in die Türkei geht. Schließlich sind von den einst vier Freunden nur noch Motte und Andreas übrig. Motte sieht aber keinen Sinn mehr darin weiter zu machen und setzt sich den goldenen Schuss.
Nun wird Andreas klar, dass auch er nicht mehr lange zu leben hätte, wenn er weiter Heroin abhängig bleibt. Er kehrt in den Schoss seiner Familie zurück, beginnt einen Entzug und beginnt schließlich mit seinem alten Trainer aus Jugendtagen damit, sich auf den Ironman Triathlon auf Hawaii vorzubereiten.
Trainspotting, Requiem for a Dream und Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo haben eigentlich das meiste gesagt was man in einem Drogenfilm sagen kann. Und gerade weil das so ist und man Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman nun mal in den direkten Vergleich zu diesen Filmen setzen muss, hat er keine Chance. Das liegt neben der Tatsache, dass man alles irgendwie schon mal gehört zu haben schient, vor allem daran, dass der Absturz in die Drogenhölle zu bieder und dröge inszeniert ist. Eine Freakshow wie in Trainspotting oder eine Horrorachterbahnfahrt wie in Requiem for a Dream wären zwar fehl am Platz, aber fürs Kino reicht das was Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman bietet einfach nicht aus.
Wäre es ein Tv-Film, dann müsste man ihn als durchaus solide bewerten. Was den Film vor der totalen Bedeutungslosigkeit rettet sind zum einen die Schauspieler und zum anderen die menschlichen Momente. Axel Stein spielt zwar doch irgendwie eine typische Axel Stein Rolle, aber mit dme großen Unterschied, dass es eine ernste Rolle ist, in der er wirklich überzeugt. Auch Robert Gwisdek ist als Pete Doherty Imitat durch aus sehenswert. An den Anblick von Hauptdarsteller Max Riemelt gewöhnt man sich hingegen nur schwer.
Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: deutscher Film, drogenfilm
Michael Clayton (2007)
Müllmann oder Ausputzer. Das sind die Titel die der Anwalt Michael Clayton sich über die Jahre in der großen Anwaltskanzlei verdient hat, in der er arbeitet. Durch gute Kontakte und Geschick löst er Probleme in rechtlichen Grauzonen oder versucht Probleme in der Griff zu bekommen. Doch Michael Clayton hat selber auch jede Menge Probleme. Er hat einen Berg Schulden aus einer Restaurantpleite, einen Sohn aus seiner kaputten Ehe oder ein Glücksspielproblem.
Zu seinem größten Problem entwickelt sich jedoch sein Freund und Boss Arthur. Die Großkanzlei ist eigentlich dabei, den Düngefabrikanten U North vor einer Sammelklage zu bewahren, da meldet sich Arthurs Gewissen. Er zieht sich mitten in einer Vernehmung nackt aus und will der Gegenseite belastendes Material über U North zukommen lassen.
Alle halten ihn für verrückt und Michael Clayton versucht das Problem in Griff zu bekommen. Vergeblich. Denn der Großkonzern, vertreten durch die Karrierefrau Karen Crowder lösst das Problem auf seine Weise.
Die Geschichte die Michael Clayton ist nun wirklich nicht neu. In jedem zweiten amerikanischen Anwaltsfilm geht es um einen Großkonzern, der Dreck am Stecken hat (Erin Brokowich, Der Regenmacher, Zivilprozess). Doch der Film von Bourne Trilogie Drehbuchautor Tony Gilroyist anders. Der Zuschauer weiß relativ schnell was gespielt wird und kann auch vorhersehen was passieren wird. Aber dafür gibt es immer wieder punktuell Spannung. Zumal dieser recht leise Thriller, der fast ohne Action auskommt, von seiner Atmosphäre, den wunderschön aufgenommenen Bilder und seinen großartigen Schauspielern lebt. Tom Wilkinson ist als durchgeknallter Anwalt ebenso genial wie die Oscar prämierte Tilda Swinton. Sie ist es, die als U North Managerin, die kaltblütig und von ihrer Arbeit aufgefressen agiert, immer wieder Akzente setzt. George Clooney kann ebenfalss zeigen was er kann und wirkt sehr gereift. Zu guter Letzt kann man auch das Spiel von Sydney Pollack in vollen Zügen genießen.
In einem Punkt muss ich dem equilibriumblog übrigens voll und ganz beipflichten. Die Rolltreppteneinstellung wäre wirklich ein sehr schöner Schluss gewesen.
Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Thriller Tags: Anwalt, George Clooney, Sydney Pollack
The Arena -aka- Naked Warriors (1974)
Das römische Imperium befindet sich auf dem Gipfel seiner Macht und hat einen gewaltigen Hunger nach frischen Sklaven. Von jenseits der Alpen wird die Priesterin Bodicia als Sklavin nach Rom verschleppt und aus Nubien in Afrika, wird Mamawi ebenfalls in das Römerimperium gebracht. Vom Sklavenmarkt geht es für sie zusammen mit zwei weiteren Sklavinnen auf das Anwesen eines reichen Römers. Er ist Besitzer einer Gladiatorenarena. Dort werden die Frauen erst einmal nackt ausgezogen, gewaschen und frisch eingekleidet.
Auf einer am Abend stattfindenden Orgie kommt es zum Eklat. Mamawie und Bidica werden als Tänzerinnen im goldenen Käfig präsentiert. Dabei geht das Temperament mit der stolzen Bodica durch. Sie schlägt einen Gast und wird als Strafe dafür vergewaltigt, während die Orgie um sei herum weiter geht.
Neben der Führung des Haushalts sind die Sklavinnen auch dafür zuständig, mit den Gladiatoren (ebenfalls Sklaven) in der Nacht vor deren Kämpfen das Bett zu teilen, da diese ja mit großer Wahrscheinlichkeit den nächsten Tag nicht überleben.
Eines Tage kommt es zu einem Streit zwischen den Sklavinnen, bei denen sie die komplette Küche des Anwesen verwüsten. Da kommt dem Herren des Hauses die Idee, die Frauen in der Arena, als Belustigung der Zuschauer gegeneinander antreten zu lassen. Die humorvollen Kämpfe gehen gut, bis das Publikum eines Tages nach Blut schreit und Mamawi eine der Sklavinnen töten muss.
Wer ein Fleischbeschau und jede Menge nackte Amzonen erwartet, wird mit „The Arena“ trotz des Alternativtitels „Naked Warriors“ enttäuscht werden. Es gibt nur ein paar Nacktszenen und diese machen sogar Sinn und sind nicht bloß Selbstzweck. Doch gerade weil die Erotik des Films dezent ist, wirkt sie um so mehr. Zumal gerade Margaret Markov und Pam Grier auch in ihren Kostümen vor Sexappeal nur so strotzen. Die beiden standen schon gemeinsam in „Black Mama, White Mama“ vor der Kamera und überzeugen in diesem Roger Corman Film auch schauspielerisch.
Wie gewohnt, bei Corman Filmen ist „The Arena“ Handwerklich sehr gut gemacht. Kamera, Schnitt und besonders Ausstattung und Kostüme lassen kaum Wünsche offen. Lediglich der Versuch eine Schlucht mit Hilfe von Schnitt und Gegenschnitt zu inszenieren (wo es offensichtlich keine Schlucht gibt) wirkt ein bisschen lächerlich. Über das Finale des Films kann man geteilter Meinung sein. Es artet in eine Aneinanderreihung von Gefechten und einer recht langatmigen Flucht aus. Die Kampfszenen sind zwar gut choreographiert, aber letztlich kommt doch inhaltliche Leere auf.
Auf jeden Fall ist „The Arena“ ein schönes Beispiel für Exploitation, der durch starke Frauenrollen besticht. Quentin Tarantino hat Blaxploitation Star Pam Grier deswegen ja auch mit Jackie Brown ein Denkmal gesetzt.
Außerdem ist „The Arena“ mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie Roger Corman späteren Hollywood Größen den Weg bereitet hat. So war bei diesem Film Joe Dante als Editor dabei. Nicht zu Hollywood Ruhm gebracht hat es hingegen Joe D’Amato. Doch auch der war in die Produktion integriert.
2001 hat übrigens der spätere „Wächter der Nacht – Nochnoi dozor“ Regisseur Timur Bekmambetov ein Remake von „The Arena“ unter dem Titel „Gladiatrix“ gedreht.
Categories: Action und Abenteur, Drama, Erotikfilm Sexfilm Sexploitation Sleaze, Exploitation, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: Gladiatoren, Joe d'Amato, Pam Grier, Roger Corman
Trade – Willkommen in Amerika (2007)
In Mexiko Stadt geht so richtig die Post ab. Der 17-jährige Jorge verdient dort sein Geld als „Touristenführer“. Er macht vermeidlich Werbung für ein Bordell, in dem perverse alte Männer Sex mit jungen Mädchen haben können. Doch wenn ihm tatsächlich ein Tourist folgt, lockt er diesen in einen dunklen Hinterhof. Dort nimmt Jorge den Sextourist dann mit vorgehaltener (Wasser)Pistole aus. Von dem Geld, dass er mit seiner Arbeit verdient kann er seiner kleinen Schwester Adriana sogar ein Fahrrad zum Geburtstag kaufen. Das kleine Mädchen hat aber nicht allzu lange Spaß daran. Am helllichten Tag wird sie auf offener Straße von ein paar russischen Menschenhändler gezerrt.
Ebenfalls in die Fänger der „Humankaptial“ Händler gerät die hübsche Polin Veronica. Ihr Ziel ist es über die grüne Grenze Mexikos in die USA einzureisen. Doch recht schnell merkt sie, dass irgendetwas nicht stimmt mit ihren Reiseleitern. Doch zur Flucht ist es zu spät. Ihre Freundin, die mit ihr nach Mexiko gekommen ist, wird von einem Auto überfahren und Veronica wird verschleppt und vergewaltigt.
Adriana und Veronica sollen, zusammen mit anderem „Menschenmaterial“ tatsächlich in die Vereinigten Staaten gebracht werden. Durch Zufall entdeckt Jorge die Gruppe in der der 20 Millionen großen Megacity und nimmt die Verfolgung auf. Mehrmals ist er direkter nähe zu den Schiebern, doch greift nicht ein. Schließlich versteckt er sich im Auto eines Amerikaners und reist in die USA ein. Nach anfänglichen Differenzen versuchen die beiden zusammen Adriana zu retten.
Roland Emmerich produzierte hier ein Remake der Natalie Babystrich Reihe und lies den deutschen Nachwuchs Regisseur Marco Kreuzpaintner den Film realisieren. Er konnte weiterhin mit Kevin Kline einen echten Star für sich gewinnen. Außerdem hatten Emmerich und Kreuzpaintner extrem großes Glück. Denn da es sich beim Thema Menschenhandel, Frauen als Sexsklavinnen, Kinderschänder und illegale Einreise in die USA um ernste Themen handelt, wurde der Film überall recht positiv und als Dienst an der Menschheit aufgenommen.
Dumm nur, dass die meisten Leute dabei übersehen was für einen Blödsinn der Schwabe Emmerich da zusammen produziert hat. Trade hat mehr Logiklöcher und Personen, die sich vollkommen dämmlichste verhalten als der dümmste Teenager Slasher. So habe die Entführungsopfer permanent die Gelegenheit zur Flucht und als sie es dann endlich tun, lassen sie sich in einer Stadt voller Menschen direkt wieder einkassieren. Auch kommt der Zufall Jorge so oft zur Hilfe, dass es absolut unglaubwürdig wird. Neben diesen Stupiditäten ist der Film aber auf jeden Fall unterhaltsam.
Aber hier muss man kritisch nachfragen, ob ein Film in dem es um mehr als ein heikles Thema geht so unterhaltsam sein muss. Gerade wenn Jorge und seinem amerikanischen Helfer herum albert, fragt man sich, ob den beiden der Ernst der Lage nicht klar ist. Man hat es peinlichst genau vermieden den Mainstream Kinozuschauer mit zu hartem Tobak zu schocken. Veronica wird zwar zu Beginn des Films einmal vergewaltigt, aber beim Menschenhandel ist es üblich die Opfer der Zwangsprostitution so lange zu vergewaltigen, bis ihr Willen gebrochen ist. Auch der sexuelle Missbrauch von Kindern wird in einer Form gezeigt, der niemanden verstört. In einem grotesk, surreal überzeichneten Wald und Wiesen Bordell, soll die kleine Adriana ihre ersten Dollar verdienen.
Wenn man die Schwächen des Drehbuchs und die Tatsache, dass hier zwar ein ernstes Thema, bei allem guten Willen, verharmlost dargestellt wird, kann man aber gut unterhalten werden. Wer es gröber mag darf sich am Ende gar auf einen akustisch schön gemachten, eingeschlagenen Schädel freuen.
Categories: Action und Abenteur, Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Komödie, Thriller Tags: Menschenhandel, Roland Emmerich
Garden of Love – Der blutige Alptraum beginnt (2003)
Ein Blutiges Massaker, bei dem die gesamte Hippiefamilie um Musiker Verlaine nieder gemetztelt wird, bildet den Auftackt zu diesem Olaf Ittenbach Film! Nur die kleine Rebecca überlebt, fällt ins Koma und kann sich später an nichts mehr erinnern. Sie wird von Verwandten adoptiert, wächst zu einer hübschen, jungen Frau heran und führt zusammen mit ihrem Freund ein recht normales Leben.
Bis zu Tag, an sie anfängt Visionen zu bekommen. Der blutverschmierte Geist ihres Vaters spricht zu ihr. Darauf hin beginnt sie ihr Umfeld zur Rede zur stellen. Sie erfährt, was es mit dem Massenmord auf sich hat. Doch sie wird das Gefühl nicht los, dass sowohl ihre Adoptiveltern, wie auch ihr Freund und der Polizist, der damals die Ermittelungen leitete ihre nicht die ganze Wahrheit erzählen. Schließlich stößt sie auf ein schreckliches Geheimnis und sorgt dafür, dass gleich zwei neue Massaker auf der Verlaine Farm stattfinden.
Geister die, die Lebenden nicht in Ruhe lassen, eine fiese Verschwörung in der eigenen Familie und ein ordentliches Gemetzel. Olaf Ittenbach hat mir „Garden of Love“ anscheinend versucht, vom Image des deutschen Peter Jackson los zu kommen. Er mischt einen Cocktail zusammen, der weder sonderlich originell noch irgendwie gut konstruiert ist. Über weite Strecken wirkt der Film wie ein Fernseh Tatort in dem ab und zu Bela B. Felesenheimer von den Ärzten, als Geist auftaucht. Man muss es einfach sagen. Die Geschichte, die Olaf Ittenbach sich ausgedacht hat, ist ziemlicher Mist. Dieser Eindrcuk verstärkt sich, da die Schauspieler nicht wirklich überzeugend sind und ganz besonders durch die schlechte Nachtsynchronisation.
Das ist dann aber auch der einzige „technische“ Schnitzer. Denn ansonsten sieht man, dass Olaf wirklich einiges seit Premutos gelernt hat. Kamerafahrt, Beleuchtung und Schnitt lassen nicht nur die meisten anderen Amateurfilmer alt aussehen, sie können es auch mit wesentlich professioneller gemachten Filmen aufnehmen. Natürlich sind auch die Splatter Effekte handwerklich einwandfrei gemacht.
Als Fazit kann man ziehen, dass Olaf Ittenbach zwar nicht unbedingt der deutsche David Lynch ist, aber das er sich weiterentwickelt hat. Aber als spaßiger Splatterproll gefällt er mir wesentlich besser.
Categories: Amateurfilme, Drama, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Thriller Tags: Olaf Ittenbach
Raus aus Åmål -aka- Fucking Åmål (1998)
Pubertät in einer Kleinstadt? Eine Horrorvorstellung. Doch genau mit diesem schweren Schicksal sind die beiden Teenager Agnes und Elin gestrafft. Sie fristen ihr trauriges Dasein in einem Kaff in Schweden.
Agnes ist ein kindliches Mauerblümchen, dass in der Schule zum sozialen Rand gehört. Seit sie mit ihrer Familie nach Åmål gezogen ist, hat sie keine wirklichen Freunde gefunden. Auf ihre Geburtstagsparty – zu der Agnes von ihrer Mutter genötigt wurde – erscheint lediglich Viktoria. Ein Mädchen, dass im Rollstuhl sitzt genau wie Agnes keine Freunde hat.
Elin ist das krasse Gegenteil von Agnes. Sie ist lebenslustiger, recht typischer Teenager. Jähzornig, nicht wirklich orientiert und auf ihr äußeres Erscheinungsbild sehr bedacht. Sie, ihre Freundinnen und ihre ältere Schwester Jessica würdigen Agnes normalerweise keines Blickes. Erst als Elin und Jessica auf Agnes Party auftauchen, beginnt sich das Schicksal der beiden Mädchen zu verknüpfen.
Weil Jessica behauptet Agnes sei eine Lesbe küsst Elin sie, auf Grund einer Wette. Auf der Party, die Elin im Anschluss besucht bekommt sie Schuldgefühle und kehrt zu Agnes zurück. Diese hat inzwischen einen halbherzigen Suizidversuch unternommen, ist aber glücklich Elin wieder zusehen. Nach einem gemeinsamen Spaziergang durch die Nacht, kommen die beiden sich schließlich auf der Rückbank eines Autos näher.
Am nächsten Tag will Elin, ihre neu entdecken homosexuellen Neigungen und ihre Gefühle für Agnes nicht mehr wahr haben. Sie stürzt sich daraufhin in eine Beziehung mit Johan, einem ebenfalls in der tiefsten Pubertät steckenden Jungen der bis über beide Ohren in sie verliebt ist. Obwohl sie keine Gefühle für ihn hat, hat sei Sex mit ihm und verliert ihre Unfreundlichkeit an ihn.
Doch schnell sieht sieht sie ein, das sie etwas anderes will.
Sehr erfrischend mal einen Lesbenfilm zu sehen, der sich nicht nur an eine lesbisches Spezialpublikum richtet, sondern seine Geschichte als Coming-Out-of-Age, Pubertätsfilm erzählt. Fucking Åmål lebt von seinen beiden Hauptdarstellerinnen. Rebecka Liljeberg als Agnes, kommt mit ihrem zurückhaltenden Spiel nicht an Alexandra Dahlström, die Elin spielt heran. Jedoch mag das daran liegen, dass die Rolle der Ellin die spannendere ist. Zumal sie einen Hauch von Schulmädchenerotik versprüht.
Allzu tiefgründig wird der Film nicht. Das ist einerseits recht angenehm, da so der lockere Ton des Films ermöglichst wird, aber anderseits wirken manche Stellen ein wenig konstruiert. Etwas unsympathisch wirkt die Person der Viktoria, die in die Rolle des hässlichen. Bösen Krüppels gedrängt wird.
Die Szene in der Elin “Laßt uns durch, wir gehen jetzt ficken!” durch ihre Schule schreit, wäre meiner Meinung nach, irgendwie der bessere Schluss gewesen als die abschließende Kakaoszene.
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Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Komödie Tags:
La Strada – Das Lied der Straße (1954)
Zampanò, ein grober Straßenkünstler und Schausteller, kauf die naive, schüchterne und leicht einfältige Gelsomina ihrer Mutter ab. Sie soll seine neue Assistentin werden und ihn bei seinen Auftritten unterstützen. Bei diesen sprengt er durch die Kraft seiner Lungen und Muskeln einen Eisenring, den er zuvor um seine Brust gelegt hat.
Gelsomina will anfangs von ihm weglaufen, da er sie ohne jedes Gefühl behandelt. Doch schließlich bleibt sie bei ihm, da sie nicht in der Lage scheint ohne ihn zu überleben.
Als die beiden sich einem Zirkus anschließen, treffen sie auf den auf den Hochseilartisten Matto, der im Engelskostüm seine Kusntstücke vorführt. Dieser hat seinen Spaß daran Zampano zu provozieren, was dieser auf Grund seines grobschlächtigen und leicht reizbaren Charakters natürlich überhaupt nicht leiden kann. Einmal in Rage geraten versucht er ihn gar zu erstechen. Gelsomina der Matto gar ein Lied auf der Trompete beibringt, mag diesen jedoch, da er der einzige Mensch zu sein scheint, der nett zu ihr ist. Das bringt Zampano noch zusätzlich in Rage. Schließlich verlässt Gelsomina zusammen mit Zampano den den Zirkus.
Während die beiden in einem Kloster Zuflucht vor einem Gewitter suchen will Zampano silberne Herzreliquien stehlen. Gelsomina, die von der Freundlichkeit der Nonnen überwältigt ist, kann damit nicht umgehen. Nachdem die beiden Mallo auf der Strass begegnen und Zampano ihn im Streit ungewollt tötet, entgleitet Gelsomina Zampano vollständig. Er entschließt sich schließlich sie am Strassenrand zurück zu lassen.
Jahre später hört er eine Frau Gelsominas Lied summen. Von ihr erfährt er, dass gestorben sei. Zampano betrinkt sich und bricht am Strand, sich das erste mal seine Gefühle eingestehend, weinend zusammen.
Regissuer Federico Fellini mit La Strada, einen späten, aber wunderschönen Film des italienischen Neorealismus. Wie ein modernes Märchen inszeniert er die Geschichte um Zampano (großartig Anthony Quinn) und Gelsomina (genau so großartig, Fellinis Frau Giulietta Masina). Nüchtern, realistisch und doch bei aller Tristes herzergreifend zeigt der Film die Beziehung der beiden, die eigentlich keine ist, da die beiden innerlich vollkommen voneinander getrennt sind. Zampano beutet Gelsomina außerdem aus. Hierin besticht der Film durch seine, für den Neorelismus typische, Sozialkritik. Weiterhin existiert eine gewisse christliche Botschaft darin, dass die Liebe (wenn in diesem Fall auch zu spät) einen Menschen bessern kann.
Die metaphernreiche und märchenhafte Inszenierung, war zu ihrer Zeit nicht unumstritten, da man Fellini vorwarf, er habe den Neorealismus verraten. Zwar ist La Strada nicht so stark neorealistisch wie Roberto Rossellinis Neorealistische Trilogie (Rom offene Stadt, Paisá, Deutschland im Jahre Null), aber alleine durch die Datierung ist das zu erklären.
Ein bemerkenswerter Film, den die Bundeszentrale für politische Bildung zu Recht in ihren Filmkanon aufgenommen hat.
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Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: Anthony Quinn, fellini, klassiker, neorealismus, zampano
Der blaue Engel (1930)
Zucht und Ordnung muss sein! Dafür steht Professor Immanuel Rath, Gymnasiallehrer in einer deutschen Kleinstadt. Die Lausbuben, denen er vergebens versucht Dinge wie die englische Sprache beibringen, nennen ihn nur Unrat. Als Rath bei seinem Klassenprimus eine Postkarte findet, auf der die schöne Sängerin Lola Lola abgebildet ist, ist er entsetzt. Der Streber versichert ihm, dass eine Klassenkameraden die regelmäßig im Variete „Der blaue Engel“ verkehren, ihm die Karte untergeschoben haben.
Rath macht sich des Abends auf, um das Etablissement unter die Lupe zu nehmen. Zwar trifft er dort auf seine Schüler, aber trotz all seiner Spießigkeit verfällt er auch den schönen Lola Lola. Das nutzen seien Schüler natürlich aus, um sich über ihn lustig zu machen und auch der Schuldirket ist schockiert von Raths Liaison mit der Dame.
Aber Rath – blind vor Liebe – entschließt sich sogar die Sängerin zu heiraten. Er gibt sogar seine Stelle auf und geht mit ihre auf Tournee. Nachdem sein kleines Vermögen verbraucht ist, verfällt auch er langsam. Als gebrochener Mann kommt er mit den fahrenden Künstlern zurück in den blauen Engel, wo ihn einer der Künstler vor den Augen seiner alten Kollegen und Schülern demütigt. Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst und versucht nach seiner Erniedrigung auf der Bühne sogar Lola Lola zu erwürgen.
Einer der großen Klassiker des deutschen Films! Marlene Dietrich spielt die hübsche Femme Fatal, die den braven Bürger ins Unglück treibt. Neben ihrer und dem von ihr vorgetragenen Lied „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ ist die Verfilmung von Heinrich Manns Roman „Professor Unrath“ besonders wegen Emil Jannings als Professor sehenswert. Sein Wandel vom pedantischen Lehrer und geschätztem Mitglied der Gesellschaft zu, entwürdigten Clown ist grandios gespielt. Gerade das Finale ist in seiner Intensität wirklich beunruhigend.
Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: deutscher Film, klassiker, Marlene Dietrich, Moral
Dealer (2004)
Dealer ist keiner dieser lustigen Drogenfilme, die bunte Drogentrips und durchgeknallte Figuren zeigen. Wer das sucht sollte sich lieber Trainspotting, Human Traffic, Fear and Loathing in Las Vegas oder Spun ansehen. Der ungarische Film „Dealer“ ist weder bunt noch lustig. Und unterhaltsam ist er auch nicht.
Der Film zeigt das Leben eines Dealers der routiniert mit seinem weißem Fahrrad von Kunde zu Kunde fährt und ihnen ihren Stoff bringt. Zu den Kunden gehören die verschiedensten Menschen mit den unterschiedlichsten Schicksalen.
Ein Religionsführer, braucht harte Drogen als Abführmittel. Eine Junkybraut eröffnet dem Dealer, er sei Vater ihrer kleinen Tochter, der er sich daraufhin annimmt. Ein Mann der auf im Solarium eingeschlafen ist und dessen Haut jetzt völlig verbrannt ist, bittet den Dealer um den „Goldenen Schuss“ um nicht weiter Leiden zu müssen. Eine Studentin ruft den Dealer, da ihre Mitbewohnerin, nachdem sie Pilze genommen hat einen tagelangen Anfall hat.
Schließlich besucht der Dealer auch seinen Vater. Für ihn ist der Ort der Erinnerung an seine Frau das Loch im Beton, dass sie einst mit ihrem Körper dort hinein schlug, als sie aus einem Hochhaus stürzte.
Story technisch hat Dealer eigentlich nichts zu bieten. Um die einzelnen Episoden zu erzählen braucht man gewiss keine 130 Minuten. Weiterhin fragt man sich mit der Zeit, warum Regisseur Benedek Fliegauf denn in jeder Szene eine extrem langsame Kamerafahrt um die Person, die gerade im Bild ist, machen muss. Das nervt irgendwann, egal wie künstlerisch wertvoll man das findet. Und leider sind auch die oft monologartigen Dialoge so öde, dass man das Interesse verliert. Viele der Schauspieler sagen (gewollt oder ungewollt) ihren Text eher auf, als das sei wirklich Schauspielern.
Wenn man darüber hinweg sieht und sich nicht daran stören lässt, dass der Film eindeutig viel zu lang ist kann der eingefleischte Cineast Dealer doch irgendwie genießen. Die farblosen, tristen Farben spiegeln das Innere der Figuren nach Außen und auch wenn die beklemmende Atmosphäre übertrieben stark in Szene gesetzt ist, gefällt Dealer zumindest visuell (Vielleicht war ich auch einfach nur froh ein ruhiges Bild zu sehen, da mich Michael Bay zuvor mit „Die Insel“ mehr als nur gefoltert hat). Interessant ist noch die Soundkulisse des Films. Dumpfe Hintergrundgeräusche, von denen man nicht weiß woher sie kommen oder dass immer gleiche Gestöhne eines Drogenopfers geben den Bildern die nötige, bedrohliche Untermalung. Hier stand eindeutig David Lynch Pate, wobei Dealer nie dessen Klasse erreicht.
Mir persönlich hat der Film gegen Ende immer besser gefallen. Gerade der Auftritt des alten Mannes, der eine Märchen über den Tod erzählt und die Vorfreude, dass der Film bald vorbei sein würde, haben wohl dafür gesorgt.
Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: dealer, drogenfilm, ungarn
