Lady Snowblood -aka- Shurayukihime (1973)
Es sind unruhige Zeiten im Japan kurz vorm Anbrechen des 20. Jahrhunderts. Das Land, dass sich lange Zeit dem Westen gegenüber verschlossen hat, öffnet sich und will sich zur Weltmacht entwickeln. Deswegen wird die, im alten Japan des Shogun und Samurai, völlin unbekannte Wehrpflicht eingeführt.
In einem kleinen Dorf kommt, auf Grund von Gerüchten zur Tragödie. Drei Männer und eine Frau töten den neuen Grundschullehrer des Dorfes. Sie geben vor ihn für den in Weiß gekleideten Beamten der Regierung zu halten, der zur Überwachung der Wehrpflicht beauftragt ist. Sie metzeln den Mann brutal nieder, töten seinen kleine Sohn und vergewaltigen tagelang seine Frau. Anschließend erzählen sie den Leuten in Dorf sie könnten sich von der Wehrpflicht frei kaufen, in dem sie 270 Yen bezahlen. Einer der Betrüger macht sich mit seinem Anteil auf nach Tokio und nimmt die zuvor geschändete Frau des Lehrer mit, da er ihr verfallen ist. Diese tötet ihn schließlich und wird dafür ins Gefängnis gesteckt.
Dort verhält sie sich wie eine läufige Hündin und hat Sex mit jedem Mann, der ihr über den Weg läuft. Sie will unbedingt schwanger werden und einen Sohn gebären, der ihre Rache fortführen kann. Bei der Geburt einer Tochter stirbt die Frau und das Kind wird von einer wenig später freigelassenen Mitgefangenen zur Lehre bei einem Kampfkunstmeister gegeben, der sie zum gnadenlosen Racheengel ausbildet.
Als das Mädchen zu einer bildhübschen Frau herangewachsen ist, macht es sich daran die Rache ihrer Mutter zu vollendenden. Lady Snowblood genannt. Mit Hilfe des japanischen Bettlerkönigs spürt sie die Mörder von damals auf und folgt ihrer Bestimmung.
Ihr erstes Opfer ist inzwischen ein kranker, alter Säufer. Seine Tochter prostituiert sich heimlich um ihrem Vater Schnaps und Medizin zu kaufen. Der zweite Mann auf ihrer Liste ist angeblich bei einem Opiumschmuggel gestorben. Auch beim Versuch Rache an der Frau die unter den Mördern war, scheitert sie. Diese ist inzwischen Anführerin einer Mafiagruppe und erhängt sich bevor sie gerichtet wird.
Doch mit dem Auftauchen des letzten Mörders, der nicht ertrunken, sondern sehr lebendig ist muss ihre Rache vollenden und kann sich nicht dem Leben mit dem Journalisten und Buchautor widmen, der ihre Geschichte als Roman herausgebracht hat.
Rache! Immer wieder ein großartiges Filmthema. Mit Lady Snowblood setzt es Regisseur Toshiya Fujita auf überaus poetische Weise in Szene. Die Heldin wird lediglich zum Zweck der Rache gezeugt und geboren (Ich frage mich ob sich die Nighmare on Elmstreet Macher davon haben inserieren lassen. Wir erinnern uns: Freddy Kruegers Mutter war Nonne und wurde in einer Psychiatrie von sämtlichen Irren vergewaltigt. Freddy ist ja auch eine Rachfigur). Es wird in manchen Szenen deutlich, wie sehr Lady unter ihrer Rolle leidet. Wenn sie nicht das Schwer schwingt um Blut zu vergießen wirkt sie erstaunlich zerbrechlich. Ein völlig unfreies, fremd bestimmtes Wesen. Hauptdarstellerin Meiko Kaji spielt ihre Rolle sehr überzeugend und sang auch den Titelsong. Die Filmmusik selbst tut auch ihren Teil zur Atmosphäre des Films.
Der Beginn des Filmes ist sehr verschachtelt erzählt (kein Sorge später wird linear). Es wird gesprungen zischen Lady Snowbloods Mutter im Gefängnis, der Geschichte um den Mord an ihrem Mann, der Jetztzeit in der sich Lady Snowblood bewegt und dem historischen Hintergrund, der in Zeichnungen bzw. Mangazeichnungen erzählt wird. Gerade diese schwarz weiß roten Bilder verfehlen ihre Wirkung nicht.
Rot ist sowieso das Stichwort. An Blut wurde in Lady Snowblood nicht gespart. Jeder Schwertstoß eine Blutfontäne! Es ist schwer zu sagen, ob das übertrieben ist oder eine Abkehr von Filmen in denen überhaupt kein Blut fließt. Definitiv hat Lady Snowblood aber mit den Weg frei gemacht für Filme wie Shogun’s Sadism – The Joy of Torture 2: Oxen Split Torturing. Die Schwertkämpfe für sich sind mit ungeheurer Eleganz choreografiert.
Neben dem Rachemotiv thematisiert behandelt der Film auch die oft im Film verarbeitete (zuletzt durch Last Samurai) Öffnung Japans gegenüber dem Westen. Gerade wie Lady Snowbloods Opfer angeordnet sind ist ein Zeichen dafür. Der Erste ist ein Verlierer, der es in den neuen Zeiten zu nichts gebracht hat. Die Zweite ist Mafiaboss und verfügt bereits über Schusswaffen. Und der dritte ist kein kleiner Verbrecher, sondern Waffenschmuggler, der Geschäft mit der Regierung macht. Nachdem Lady Snowblood ihn getönt hat ist für sie selbst kein Platz mehr, da sie selbst Bestandteil des alten Japans ist (Schön in diesem Zusammenhang ist auch die Szene, in der das letzte Opfer von der Galerie fällt und dort die Japanische Flagge herunter reißt, die dort neben der amerikanischen hing). Jedoch wird sie von der Tochter (die Prostituierte) eines ihrer Opfer getötet, wodurch auch die Botschaft herausgestellt wird, das Gewalt immer nur neue Gewalt hervorruft.
Bekanntheit außerhalb der Eastern Fan Szene bekam der Film erst wieder durch Quentin Tarantinos Kill Bill. Dieser bedient sich ganz offen aus Lady Snowbloods Motiven und zitiert ihn eigentlich ununterbrochen.
Was ich noch sehr gut gemacht fand, war übrigens des Maskenball, der an Sissi Filme erinnerte und so die folgende Gewalt sehr schön kontrastierte. Wobei man sich bei dem Ball natürlich beschweren kann, dass dort Flaggen hängen, die es zur Zeit in der, der Film spielt noch gar nicht gab, weil es die Staaten noch nicht gab. Aber so kleinkariert sollte man nicht sein^^
Posted by admin Date: Dienstag, Juli 28, 2009
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Death Trance – Versus II (2005)
Eins Vorweg: Death Trance – Versus 2 ist nicht wirklich der zweite Teil des Material Arts, Splatter, Yakuza, Fantasy Krachers aus dem Jahr 2000. Aber da Tak Sakaguchi mitspielt und der Action Derector von Versus Yûji Shimomura hier selbst Regie führte, dachte sich der deutsche Verleih Anolis wohl, man sollte dem Publikum Namensgebung ein bisschen besser auf den Film aufmerksam machen. Nicht zu unrecht wie ich finde.
Ein Mann schreitet durch eine Armee von steinernen Statuen um schließlich einen Tempel zu erreichen. In diesem reichtet er ein Massaker unter den Mönchen an und stiehlt den Sarg, den sie dort bewacht haben. Als später einer der Mönche, der beim Blutbad nicht anwesend war zurück zum Tempel kommt, bekommt er vom hohen Priester (oder was auch immer der Typ genau war) den Auftrag zu verhindern, dass der Sarg geöffnet wird. Denn wenn dies geschehe werde die Göttin der Zerstörung befreit und würde die Welt vernichten. Währenddessen schleift der Mann der den Sarg gestohlen hat diesen in Seelenruhe hinter sich her. Begleitet wird er dabei von einem kleinen Mädchen, das ihm auf Schritt und Tritt folgt. Aber nicht nur der Mann scheint Gerüchte über die Macht des Sargs zu haben. Die Eingeborene Bevölkerung glaub er erfüllte Wünsche und versucht immer wieder ihn in ihren Besitzt zu bekommen. Ebenso so wie ein weiter Mann, der nicht nur mit Schwert, sondern auch mit Panzerfaust und Pistolen bewaffnet und sich zusammen mit dem Mönch der Fährte des Sargs folgt.
Story? Nein Danke! Wer nur Filme mag, bei denen eine schön lineare Geschichte die Handlung des Films bestimmt, ist bei Death Trance – Versus 2 bestimmt an der falschen Stelle. Wichtiger als die minimalistische Story ist hier, der mythologische Überbau und die Metaphorik, die in vielen der einzelnen Szenen steckt, auch wenn diese vielleicht auf den ersten Blick nur wenig Sinn ergeben. So wird einem schon klar, dass der Mann der den Sarg gestohlen hat, als Wunsch den ultimativen Fight hat, welchen ihm die Göttin der Zerstörung auf jeden Fall liefert. Auch die Funktion des kleinen Mädchens wird am Ende erst klar und dürfte wohl Leuten die ein bisschen fit in japanischer Mythologie sind etwas sagen. Aber auch wenn man hier stundenlang weiter über jedes Detail des Films philosophieren könnte, möchte ich dass nicht ausufern lassen und zu wesentlicherem kommen. Die Kämpfe in die gezeigt werden sind wirklich atemberaubend. Cool, schnell, brillant koreografiert und teils mit heftigem Metall Sound eine Metallband unterlegt die kein Mensch kennt (man belehre mich bitte). Splatter wie in Versus gibt in den Kämpfen zwar nicht, aber das sorgt irgnedwie dafür, dass alles eine Spur edeler wirkt. Death Tance – Versus 2 spielt ähnlich wie Versus über lange Strecken in einem Wald, aber die Atmosphäre ist hier weit aus weniger amateurhaft. Neben den Kämpfen lässt man sich sogar Zeit zwischendurch ein wenig Humor durchblitzen zu lassen. So hat der Sargdieb ständig Magenknurren und das kleine Mädchen frisst ihm sämtliches Essen weg (Ja ja, die Japaner und Essen). Eine erstklassige Wirkung erzielt auch der plötzliche Einsatz modernen Waffen und Geräte. Man fühlt sich gerade in einem altertümlichen Material Arts Film, da wird auf einmal irgendeine Schusswaffe, der Raketenwerfer oder gar ein Motorrad ausgepackt. Mag sein, dass das wieder etwas mit der Zerrissenheit Japans zwischen Tradition und Moderne zu tun hat; aber ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist Death Trance – Versus II den Kinobesuch auf jeden Fall wert, wobei ich mir eine echte Versus Fortsetzung auch wünschen würde.
Bin ich eigentlich der einzige, der bei dem Typ mit dem Megaschwert an Final Fantasy denken musste?
Posted by admin Date: Dienstag, Juli 28, 2009
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Tags: Japan
Frauenlager der Ninja -aka- Shadow Killers Tiger Force (1986)
update:
Weil Frauenlager der Ninja so heiß begehrt ist und das Review auch nach einem Jahr noch gern gelesen wird, stelle ich es mal wieder weiter nach oben ins Blog sein.
Originalpost: 14.03.2008, 21:41
Was ist das Problem, mit dem die meisten Film heutzutage zu kämpfen haben? Richtig, es fehlt ihnen an Ninjas. So dachte auf zumindest der Hong Kong Regisseur Godfrey Ho. Deswegen nahm er einfach irgendwelche Filme, drehte Szenen mit Ninjas nach und brachte das Resultat als Ninja Film neu heraus. Eines seiner zweifelhaften Schnittprodukte ist Frauenlager der Ninja.
Es geht um eine Gruppe Ninjas, die Frauen entführt und in eine Frauengefängnis bringt. Dort müssen sie sich von (mehr oder weniger) brutalen Wärtern (mehr oder weniger) demütigen lassen. Die Chancen auf Flucht sind gering. Da sich aber unter den entführten Frauen die Tochter eines Millionärs befindet, schickt dieser eine Ninja Frau (die eine hellblauen Ninja Kluft trägt) in das Lager um seine Tochter zu retten.
So wie ich das beurteilen kann, ist der Ausgangsfilm von „Frauenlager der Ninja“ irgendein asiatischer „Women in Prioson“ Film, wie z.B. Im Camp der gelben Tigerinnen, der mit Ninja überhaupt nichts zu tun hat. Um so faszinierender ist es, wie Regisseur Godfrey Ho mit gigantischer Dreistigkeit seine Ninjaszenen im Film untergebracht hat.
Die Anfangssequenz genauso wie das Finale des Films sind Eigenproduktionen von Ho. Der Trashfaktor dieser Szenen ist gigantisch. Ninja entführen Frauen aus Naherhlungsgebieten, benutzen Minitorpedos um kleine Ruderboote abzuschießen und die weibliche Ninja in babyblau darf zeigen, was sie kann. Noch besser ist der finale Kampf zwischen ihr und dem Anführer der Frauenhändler Ninja, bei dem auch noch ein paar schwer bewaffnete Typen auftauchen, die dem Oberninja schließlich mit dem Racketenwerfer saures geben.
Ansonsten sind die neuen Szenen einfach zwischen die Handlugn des Frauengefängnisfilms geschnitten. Das wirkt besonders dann recht lächerlich, wenn westliche Schauspieler Dialoge mit Asiaten führen, ohne dabei zusammen im Bild zu sein. Der Eindruck, es handele sich um ein Gespräch wird nur mittels Schnitt und Gegenschnitt simuliert. Auch tauchen Ninjas und Wachleute des Gefängnis nie zusammen auf. Genauso wenig passt, dass die Ninjas auf einmal magische Fähigkeiten haben, aber lustige Raucheffekte sehen einfach zu gut aus, als das man sie hätte weglassen können.
Ein Film bei dem ähnlich dreist ein anderer Film um geschnitten wurde, um ihn neu herauszubringen ist übrigens Crackdown Mission, der noch mal, eine Spur trashiger ist.
Posted by Sodomedia Date: Mittwoch, März 18, 2009
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Tags: Frauengefägnis, Ninjas, Trash
Die Geisha -aka- Memoirs of a Geisha (2005)
Japan. Die Eltern verkaufen ihre zwei Töchter an einen Händler. Die eine kommt in eine Geisha Schule die andere in ein Bordell. Das Mädchen in der Geisha Schule ist von Intrigen umgeben und versaut sich fast ihre Zukunft durch persönliche Doofheit. Schließlich trifft das kleine Mädchen einen Fabrikdirektor und nimmt sich vor, nun doch Geisha zu werden um dann ihm zu gehören. Sie schafft es, wird Super Geisha, der Krieg bricht aus und am Ende kriegt sie nach zwei Stunden hin und her auch den Direktor.
Edelprostitution - Der Film hätte man den Film auch nennen können, aber das klingt vermutlich zu spannend. wobei ein Geishaporno vermutlich interessanter wäre als dieser Quark. Die Story ist so dünn, wie die Seide der Kostüme und dämlich wie Rauhfasertapette. Wer das ignoriert oder genügend Drogen konsumiert hat, wird sich aber an den wirklich großartigen Kostümen freuen. Die ebenfalls teilweise wunderschönen Bilder wirken auf dem Fernseher zwar nicht wirklich, aber dafür kann der Film ja nichts.
Aber trotz schöner Kostüme und toller Bilder ist Die Geisha letzen Endes ein langweiliger, dummer und leider auch kaum erotischer Film.
Posted by Sodomedia Date: Freitag, September 19, 2008
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Tags: Japan, mainstream
Videodrome (1983)
Max Renn ist Chef eines kleinen US amerikanischen Fernsehsenders. In seiner kleinen Fernsehnische bedient er den Hunger des Publikums nach Softsex- und Gewaltfilmen. Doch asiatische Sexfilme und die griechische Antike imitierende Softpornos reichen ihm nicht mehr. Über die Satellitenschüssel seines Senders empfängt er den verschlüsselten Piratensender Videodrome. Gezeigt werden Folter, Sadomasochismus und nackte, puristische inszenierte Gewalt.
Bei einer Talkshow lernt er die Radiomoderatorin Nicky kennen und beginnt eine Affäre mit ihr. Sie steht auf Pornografie, SM Sex und ist fasziniert von der Gewalt in Videodrome. Als sie heraus bekommt, dass Videodrome in Pittsburgh produziert wird, macht sie sich auf es zu finden. Max Renn wird derweil von Halluzinationen geplagt. Er nimmt Kontakt zu Professor O’Blivion auf. Dieser kommuniziert eigentlich nur mittels Videoaufzeichnung über den Fernsehbildschirm und betreibt eine Art Suppenküche. Doch in dieser Suppenküche gibt es keine Suppe, sondern die tägliche Dosis Fernsehen, für Menschen die es sich nicht leisten können. Von O’Blivions Tochter erfährt Max, das hinter Videodrome ein Signal steckt, dass im menschlichen Gehirn ein tumorartiges neues Organ wachsen lässt. Einem solchen fiel bereits der Professor zum Opfer. Seine Tochter hält ihn nur noch per Videobotschaft in der Öffentlichkeit am Leben.
Schließlich werden Max Halluzinationen immer stärker und die Grenzen zur Realität verschwinden. Auf seiner Bauchdecke bildet sich ein neues Organ heraus, dass einer Vagina nicht unähnlich ist. In dieses Organ kann er Videodrome Videokassetten oder auch eine Waffe einführen. Letzter benutzt Max schließlich um zum Mörder im Auftrag von Videodrome zu werden.
David Cronenberg ist mit Videodrome ein Meisterwerk gelungen. Es weißt alle für ihn typischen Elemente auf. Das Verschmelzen von Technik und Organischem, den Verlust von Realität und die starke sexuelle Aufladung des Films. Videodrome ist dabei verständlicher als Naked Lunch. Cronebergs eXistenZ behandelt hingegen den gleichen Stoff wie Videodrome, nur, dass es dort um Computerspiele geht und nicht um Videos.
Interessant an Videodrome ist, dass er zu Beginn wirkt wie ein Film über Snufffilme (neue Rechtschreibung ist komisch) im Stille von 8mm (den fand ich scheiße). Doch recht schnell verlässt Videodrome diese Ebene. Bezeichnet dafür ist auch, dass der Film genau so heißt, wie das Mysterium, das er behandelt. Das ist zwar nichts Ungewöhnliches, aber in diesem Falle doch erwähnenswert. Auf jeden Fall verliert der Film, genau so wie sein Held sobald er Held Videodrome zum ersten Mal sieht, den Bezug zur Realität. Die Frage nach dem „warum“ ist dabei weniger bedeutend, als die Frage nach der Beziehung der Menschen zu den Medien.
Das Thema Gewalt ist dabei unwichtig und nicht Gegenstand der Kritik. Es dient vielmehr als Einstieg ins Thema, da Gewalt in den Medien auf die Menschen derart faszinierend wirkt. Doch im Verlauf des Films zelebriert Cronenberg selber Gewalt und Splattereffekte. Also muss man die Aussage des Films auf die sexuelle Verbindung des (organischen) Menschen mit den (technischen) Medien und der Frage, was in Anbetracht der Medienrealität den überhaupt noch Realität sei begrenzen. Zwar spielt die gerade der Verbindung von Sex und Gewalt noch eine Rolle, aber das eher auf medialer Ebene.
Iim Verlauf des Films verwächst Max Hand mit seiner Waffe. Wer dieses Idee spannend findet, dem sei „Tetsuo, the Iron Man“ ans Herz gelegt!
Posted by admin Date: Sonntag, September 16, 2007
Categories: Asiatischer Film, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Science Fiction
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The Host -aka- Gwoemul (2006)
Die illegale Entsorgung von giftigen Chemikalien lässt eine Südkoreanische Kaulquappe zu einem gefährlichen Monster mutieren. Eines Tages taucht es aus dem Fluss auf und beginnt die Menschen am Ufer zu verspeisen. Es entführt dabei die Tochter eines leicht zurückgebliebenen Mannes, der im Kiosk seines Vaters arbeitet. Als sich das Mädchen über Handy bei ihm meldet, will ihm niemand glauben und außerdem sind er und seine ganze Familie längst unter Quarantäne gestellt worden, da die Regierung Angst hat, das Monster könne einen Virus verbreiten. Doch der Familie gelingt die Flucht und sie macht sich auf die Mission die Tochter zu retten.
Zwanzig Prozent der Südkoreaner haben rein statistisch diesen Film gesehen. Mit dieser Begeisterung haben sie nicht ganz Unrecht. The Host gelingt es auf großartige Weise Horrorfilm, Familiendrama, Komödie und (Öko)Thriller miteinander zu verbinden. Gegen Ende gibt es zwar ein paar Durchhänger, aber ansonsten wird man bestens unterhalten.
Außerdem spielt David Joseph Anselmo mit und der ist toll^^
Posted by admin Date: Sonntag, April 22, 2007
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Asien Dreier
Da ich mir die letzten Tage gleich drei verschiedene Film angetan habe, von denen ich zwei nicht unbedingt mit einer Filmkritik ehren wollte, gibt es jetzt einen Kurzzusammenfassung dieser Asienexkursion.
Tokugawa onna keibatsu-emaki: Ushi-zaki no kei –aka- Shogun’s Sadism –aka- The Joy of Torture 2: Oxen Split Torturing (1976)
Der Film ist wohl leider beschlagnahmt und deswegen gibts die Kritik hier nicht mehr zu lesen. Scheiß Faschismus in Deutschland.
IZO (2004)
Kultregisseur Takashi Miike zeigt zwei stunden lang seinen Antihelden Izo. Dieser wurde einst am Kreuz (ähnlich wie in Shogun’s Sadism) hingerichtet und schreitet nun durch Raum und Zeit und metzelt alles danieder auf seinem Rachfeldzug.
Einige starke Bilder enthält Izo auf jeden Fall. Doch die recht billige Produktion, die auch Szenen aus alten Aufklärungsfilmen oder Archivmaterial enthält ist zum einen zu stark mit Metaphern und Deutungsansätzen überladen und zum anderen geht einem die ewigen Schwertkämpfe irgendwann doch ziemlich auf den Sack. Zwischen Tod und Geburt und natürlich der Rache sieht man Izo mal mit ein paar Samurai auf einer Brücke des modernen Japans kämpfen und in der nächsten Szene ist er schon wieder im alten Japan und hat es mit einer Spezialeinheit zu tun. Oder er fickt die Urmutter und in der nächsten Szene taucht wieder der Gitarrenspieler auf der ab und an ein Liedchen trällert. Am Ende Izo zwar eine recht beeindruckende Achterbahnfahrt der Sinne, aber es krankt einfach an zu viel Pseudophilosophie, obwohl der Ansatz wirklich ein guter ist.
Chinjeolhan geumjassi -aka- Lady Vengeance (2005)
Geum-ja kommt mit 19 Jahren wegen Entführung und Mordes ins Gefängnis. Nach 13 Jahren kommt sie frei und will sich an dem wahren Schuldigen rächen und endlich ihre Tochter wieder sehen, die nun bei Adoptiveltern in Australien lebt.
Die Rach Trilogie von Chan-wook Park endet nach Mr. Vengeance und Oldboy mit diesem fantastischen Film. Die Zusammenhänge sind zwar zu Beginn nicht klar, doch erfährt man die Hintergründe schneller als in Oldboy. An diesem kommt der Film zwar nicht ran, aber es gibt trotzdem herrliche Bilder untermalt mit famoser Musik. Gewalt spielt sich größtenteils im Off ab und so wird man nicht Zeuge der Rache der Angehörigen der Opfer an dem Kindermörder.
Posted by admin Date: Montag, April 9, 2007
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Three… Extremes – Episode Dumplings (2004)
Bin grad ein bisschen auf dem Kurzfilm Trip. Aus diesem Grund gibt es nun aus dem dreiteiligen Episodenfilm Three… Extremes die Episode „Dumplings“ die wohl wegen ihres Kannibalismus Themas irgendwie in meinen Besitz gekommen ist.
Die gealterte Schauspielerin Li stattet der für ihre Teigtaschen berühmten Mei, eine Besuch ab, um von dieser angeblich sehr wirkungsvollen aber auch sehr teuren Spezialität zu kosten. Davon verspricht sie sich eine Verjüngung, um damit wieder für ihren Mann attraktiv zu werden. Jedoch haben die Teigtaschen von Mei ein schreckliches Geheimnis! Um den Effekt der Verjüngung zu erreichen verarbeitet sie abgetriebene Embryos in diesen. Li geht der Prozess jedoch nicht schnell genug. Doch grad in diesem Augenblick bringt eine Mutter ihre junge Tochter zu Mei. Das Mädchen ist ungewollt schwanger (vom Vater wie Mann später erfährt) und erwartet einen Jungen. Durch das Verspeisen dieses abgetriebenen Inzest Kindes, stellt sich ei Li eine enorme Verjüngung ein, durch die sie wieder ihren Mann erregen kann und auch ihre Freunde begeistert. Doch stellt sich auf einmal heraus, dass sie, die dachte keine Kinder bekommen zu können selbst schwanger ist. Gerade zu diesem Zeitpunkt, muss Mei die Stadt verlassen, da die Polizei ihr auf die Schlicht gekommen ist. Das vom Vater geschändete Mädchen starb an den Folgen der Abtreibung, was die Mutter dazu brachte den Mann abzustechen. Was Li mit ihrer Schwangerschaft anstellt dürfte klar sein!
So ganz neu ist der Grundgedanke hinter Dumplings nicht. Verjüngung durch Jungfrauenblut war z.B. Thema in „Countess Dracula“ und in „Gesichter des Todes“ wird an einer Stelle eien Nachgeburt verspeist. Doch in dieser Klarheit wurde das Thema Embryonen verspeisen glaube ich noch nicht aufgegriffen. Auch wenn Dumplings recht gradlinig und vorhersehbar inszeniert ist, ist er dennoch beachtlich. Denn gerade durch die unbefangene Atmosphäre, die bei Mei versprüht wird, wenn sie kocht oder erklärt welche Embryos am besten wirken, gewinnt der Film eine erschreckende Alltäglichkeit, die den Horror in tiefere Schichten verdammt. Man sieht zwar einen toten Embryo, bei den Abtreibungen geht es auch blutig zu und nachdem das Mädchen ihr Abtreibung hinter sich hat, hinterlässt sie im Bus eine riesige Blutlache, aber ansonsten wird kein Splatter geboten. Wobei die Szene in der man die beiden Frauen von unten sehen kann, wie sie das Embryo in einer Glassschale ansehen verdammt gut gemacht ist. Regieseur Fruit Chan hat mit Dumpling nicht nur einen bitter bösen Kommentar zum Schönheitswahn der Konsumgesellschaft geschaffen, er erwähnt auch kurz die Tatsache, dass in China eigentlich nur Mädchen abgetrieben werden. Wenn einiges im Film zu kurz kommen scheint, wie der Subplot des Mädchen, so kann das daran liegen, dass der Film einmal als Langfilm geplant war, wobei ich das auf Grund mangelnder Kenntnis in asiatischen Sprachen nicht weiter recherchieren konnte.
Ich hoffe übrigens die anderen beiden Episoden von Three Extremes demnächst auch mal sichten zu können.
Posted by admin Date: Mittwoch, März 28, 2007
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Im Camp der gelben Tigerinnen -aka- Revenge In The Tiger Cage -aka- Yeosu 407ho 2 (1976)
In einem japanischen Frauengefängnis werden die Frauen von den bösen Wächtern gepeinigt.
Da die Story in jedem Frauengefängnisfilm eigentlich immer die gleich ist, spare ich mir einfach mal weitere Details. Bei diesem Film handelt es sich um eine Produktion aus Südkorea und sie ist der Nachfolgefilm zu Yeosu 407hoTeil 1. Aber leider fehlt hier dass hier was man bei einem Frauenknast Film erwartet. Nackte Frauen in der Gruppendusche, Erniedrigung, ein bisschen Sex, Folter und Erniedrigung kommen so gut wie gar nicht vor. Wenn es mal was zu sehen gäbe, wird alles irgendwie verdeckt. Die Macher des Films haben eher versucht das Thema ernsthaft zu bearbeiten. Doch da der Film an sich doch im Trash einzuordnen ist, wird der Film nicht wirklich anspruchsvoll. Trashig genug um Spass ist der Film aber dann auch wieder nicht und so weder für B movie Fans, noch für Freunde des tiefer gehenden Kinos geeignet.
Posted by admin Date: Freitag, Oktober 6, 2006
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Wu Ji – The Promise (2005)
Auf mit Leichen übersätem Schlachtfeld versucht ein kleines Mädchen sein überleben zu sichern und stiehlt den toten Soldaten die Stiefel und entreißt ihnen den Rest Nahrung den sie noch in ihren kalten toten Händen umklammern. Bei diesem Raubzug geht das Mädchen einem kleinen Jungen in die Falle, dem sie versprechen muss seine Sklavin zu werden, wenn er sie aus der Alle befreie. Durch eine Lüge schafft es das Mädchen den Junge zu überlisten und kann fliehen. Darauf trifft das Mädchen die Göttin Manshen, die ihm einen Handel mit dem Schicksal vorschlägt. Dafür, dass das Mädchen niemals glücklich lieben wird, wird es in Luxus leben und niemals mehr Entbehrungen fürchten müssen. Das Versprechen kann nur dann Rückgängig gemacht werden, wenn die Toten wieder zum Leben erweckt werden, die Zeit rückwärts läuft und der Winter auf den Frühling fällt.
Jahre später herrscht abermals Krieg im Königreich. General Guangming steht mit seinen 3000 Soldaten einer 20000 Mann starken Übermacht von Barbaren gegenüber. Zur Verstärkung kauft er von einem Einheimischen eine Gruppe von Sklaven, die die erste Angriffswelle aufhalten soll. Sklaven können zwar weder stehen, geschweige denn kämpfen, sondern nur kriechen, aber als die Barbaren ihnen eine riesige Herde Stiere entgegenschicken, die alles platt trampelt, was sich ihnen in den Weg stellt, hilft auch das weglaufen ihnen nicht mehr. Die fliehenden werden von General Guangming Bogenschützen niedergemacht. Einzig der Sklave Kunlun schafft es durch seine über menschliche Geschwindigkeit seinen Herren zu retten und leitet in einem Zug die Stierherde zurück zu den Barbaren, die so von ihrer eigenen Waffe geschlagen werden, so dass der General den Sieg davon tragen kann. Er beschließt Kunlun auf Grunde seiner besonderen Begabung in seien Dienste aufzunehmen und muss sich direkt nach seinem Sieg zusammen mit diesem auf in die Hauptstadt machen, welche von Wuhuan eingenommen wurde. Auf dem Weg dorthin verirren sich der General und Kunlun jedoch in einem Wald und der General wird von dem Blitzschnellen Attentäter Schneewolf schwer verletzt, so dass er unmöglich dem König zur Hilfe eilen kann. Er befiehlt seinem Sklaven seine rote Rüstung anzuziehen und dies an seiner Stelle zu tun. In der Hauptstadt wartet der König sehnlichste auf Rettung. Nur seine schöne Konkubine Prinzessin Qingcheng vermag Wuhuans Soldaten milde zu stimmen. Doch als der König von ihr verlangt sich auszuziehen um so di Männer auf ihre Seite zu ziehen stellt sie sich gegen den König, welcher daraufhin so in Wut gerät, dass er seien Konkubine töten will. In diesem Augenblick reitet Kunlun, die rote Rüstung tragend, in der Hauptstadt ein. Doch anstatt den König zu retten, ermordet er diesen und befreit stattdessen Qingcheng. Auf der Flucht wird er jedoch von Wuhuan gestellt. Dieser verspricht ihm, die Prinzessin am Leben zu lassen wenn er sich von der Klippe den Wasserfall hinunterstürze. Den Sprung überlebt er jedoch und so macht er sich auf zu seinem Meister dem General, welcher jetzt von den Truppen für einen Mörder gehalten wird. In dieser misslichen Lage schleißt auch er eine Wette mit der Göttin Manshen ab. Er wettet, dass er seien rote Rüstung weiterhin tragen werde und Qingcheng ihn lieben werde. Um dieses zu erreichen schickt er seinen Sklaven los sie aus ihrem goldenen Käfig in der Hauptstadt zu befreien. Die Flucht gelingt, doch Qingcheng, die glaubt den General, als ihren wahren Retter zu lieben möchte diesen lieber verlassen anstatt ihn auf Grund ihres Fluchs ins Unglück zu stürzen. Sie kann vom Gegenteil überzeugt werden und will einfach ein glückliches Leben mit General Guangming führen. Doch gerät er nun in eine Falle des brutalen Wuhuans, der seinen größten Feind ganz und gar besiegen will. Währenddessen erfährt Kulun von Schneewolf, dass er ein Mensch aus dem Land des Schnees welches von Wuhuan einst abgeschlachtet und ausgerottet wurde. Schneewolf verriet damals sein Volk und wurde Wuhuans Attentäter. Kunlun entschließt sich, sich Wuhuan zu stellen, Qingcheng zu retten und das Schicksal zu ändern.
Ganz großes Kino aus dem Reich der Mitte! Wu Ji – The Promise ist ein großartiges, Fantasy Märchen das neben traumhaften Bildern, einer epischen Schlacht, geil koreografierten Kämpfen auch noch jede Menge Gefühl bietet. Nachdem märchenhaften Prolog, beeindruckt die Schlacht gegen die Barbaren durch Ideenreichtum, auch wenn man ein wenig an den Herrn der Ringe erinnert wird. Was aber nicht stört, da dort einfach Maßstäbe gesetzt wurden. Die anstürmende Stierhorde ist einfach wirklich beeindruckend, (wobei ich irgendwie an Stierrennen von Pamblona, Asterix in Amerika und die Stierskelette aus Serious Sam 1 denken musste^^). Nach der Schlacht beherrschen dann eher Material Arts Kämpfe wirklich phantastische Bilder das geschehen. Wenn Kunlun die Prinzessin in ihrem Federkleid aus ihrem goldenen Käfig befreit oder mit Schneewolfs Hilfe zur Mauer der zeit gelangt, an ist dass (zumindest auf der großen Leinwand) wirklich beeindruckend. Auch die Landschaftsbilder tragen einiges zur wunder schönen Atmosphäre des Films bei. Was die Story des Films angeht, kann man ein bisschen zwigespalten sein. Da es sich in Teilen doch um eine Liebesgeschichte handelt kann, man sich am Ende vielleicht vor den kopf gestoßen fühlen. Aber wenn man bedenkt, dass es eher um das Schicksal und wie man es nutzt geht, kann man schon verstehen, was die Aussage des Films seien soll. Lediglich die Tatsache, dass Wuhuan einst sein Vertrauen in die Menschen verloren hat weil Qingcheng in einst belog und er deshalb ein solch schrecklicher Feldherr wurde, wirkt schon ein bisschen lächerlich (Gelächter im Kino). Aber ansonsten kann man Wu Ji – The Promise wirklich genießen und sich sicher sein, dass dieser bisher teuerste chinesische Film, nicht das letzte Kinoerlebnis seien wird, das uns aus der Volksrepublik erwarten wird.
Posted by admin Date: Dienstag, April 4, 2006
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