El Rey de la montaña -aka- King of the Hill (2007)
Quim fährt durch die spanische Einöde und ist auf dem Weg zu seiner Exfreundin, mit der er sich wieder versöhnen will. Die hübsche Ladendieben Bea macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Auf der Toilette einer Tankstelle im nirgendwo kommt es zu einem Quicky, den Quim indirekt mit dem Verlust seiner Geldbörse bezahlen muss, die Bea ihm stiehlt.
Als Quim schließlich mitten im Wald nicht mehr weiter kommt, da die Strasse blockiert ist, wird die Situation richtig ungemütlich für ihn. Ein Unbekannter schießt aus dem Hinterhalt auf ihn und verletzt ihn so am Bein. Ihm gelingt die Flucht und er überfährt den vermeintlichen Schützen. Später trifft er auf Bea, die genau wie zwei Polizisten ins Visier der unheimlichen Heckenschützen geraten ist.
Dieser kleine spanische Beim sterben ist jeder der erste –aka- Deliverance Verschnitt, erzählt die alte Leier von Menschen, die von irgendwelchen schießwütigen Psychopathen durch die Wildnis gejagt werden. Und das nicht mal schlecht. Die Sexszene am Anfang verleiht den Figuren zwar nicht unbedingt tiefe, aber im Gegensatz zu machem US Horrorfilm haben Bea und Quim wenigstens so etwas wie eine Persönlichkeit, die bei all ihrem „auf der Flucht seien“ hin und wieder durchscheint.
Auch wenn das Deliverance Motiv ausgelutscht ist, ist der König des Hügels sehenswert. Zum einen bestechen die Landschaftsaufnehmen der herbstlichen Wälder und zum anderen ist die Atmosphäre wirklich gut eingefangen. Das diese beiden Elemente den Film nicht über die gesamte Spielzeit gebracht hätten, wusste auch Drehbuchautor Javier Gullón und Regisseur Gonzalo López-Gallego.
VORSICHT SPOILER
Deswegen enthüllen sie nach einer knappen Stunde die Identität der Killer, bei denen es sich um zwei Milchbubis im Kampfanzug handelt, die eine Art Real-Life Counter Strike, Manhunter oder Deer Hunter Season spielen. Das wirkt nicht unbedingt glaubwürdig, aber Glaubwürdigkeit ist im Horrorfilm ja auch nicht zwingend notwendig.
Die Amoklaufenden Kinder sorgen immerhin für ein krasses Finale in einem verlassenen Dorf und geben Freunden wüster Spekulationen die Chance einen tieferen Sinn in King of the Hill herein zu interpretieren.
Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Thriller Tags: Flucht, Killer
Postal: Der Film (2007)
Es soll ja Leute geben, die Laden sich Filme aus dem Internet herunter und schädigen damit die arme, arme Filmindustrie. Aber auch diese bösen, Rapidshare und Bit Torrent User haben Anstand wie man hört. Denn wenn sie merken, dass sie aus Versehen (sei es aus Unwissenheit oder weil der Filmtitel so verführerisch klang) einen Uwe Boll heruntergeladen haben, löschen sie direkt den Film und formatieren im besten Fall ihre Festplatte um dieser wieder in einen unbefleckten Zustand zu befördern. …
Okay, Schluss mir Prolog jetzt geht’s ans Eingemachte. Das Uwe Boll Computerspiele verfilmt und damit Geld verdient, obwohl man ihm bescheinigt, er sei völlig unfähig, dürfte bekannt sein. Ebenso, dass Postal (bzw. Postal 2) ein Spiel ist, bei dem man sich in einer psychopathischen Kleinstadt durch die Gegend massakrieren kann (Man kann! Soll heißen, dass das Spiel theoretisch auch zu Ende gespielt werden kann, ohne Amok zu laufen).
Uwe Boll hat sich fürs Amok laufen entschieden. Sein Postal Dude hat eine extrem fetten Frau mit der ihn einen kaputten Wohnwagen lebt und einen extremen Hass auf sein Leben. Weil er zudem Geldprobleme hat, pumpt er seinen Onkel an. Doch dieser hat mit seiner Weltuntergangssekte bestehend aus hübschen Gespielinnen selber Schulden beim Finanzamt. Also heckt er zusammen mit dem Postal Dude einen Plan aus, um eine Ladung wertvoller Kruchy Dolls zu erbeuten.
Dumm nur, dass Osama bin Laden und seine Selbstmordattentäter auch hinter den Puppen her sind, die im Freizeitpark „Little Germany“ von Uwe Boll auf Käufer warten.
Die Story von Postal ist dünn! Sehr Dünn! Aber da Videospiele keine tief greifende Story brauchen ist das nicht weiter hin. Wichtiger als die Frage nach der Story ist hier eher, ob man über Humor streiten kann. Denn das was hier als solcher verkauft wird, geht meistens unter die Gürtellinie und ist nur in den seltensten Fällen komisch. So wollte Uwe Boll liebr mit Witzen über Behinderte, Tote Kinder und Rassismus provozieren, als Gefahr zu laufen Langeweile aufkommen zu lassen. Das ist genau wie der Fäkalhumor („Er hat Kaka in mein Mund gemacht“) nicht jedermanns Sacher, aber für einen Uwe Boll Film dennoch erstaunlich.
Dabei sind „uns Uwe“ sogar einige wirklich gute Gags zwischen all den Peinlichkeiten eingefallen. Die Eröffnungssequenz, die die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 persifliert, sorgte ja bereits vorab im Internet für Furore. Wer sich nicht die Mühe machen will, weitere Perlen im Mist zu suchen, der sollte sich aber zumindest das Ende des Films nicht entgehen lassen. Wie George W. Bush und Osama bin Laden dort Hand in Hand und den letzten Satz aus Casablance zitierend, in die beginnende nukleare Vernichtung der einschlagenden Atombomben tanzen, hat (trotz Boll) etwas ungeheuer poetisches.
Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Komödie Tags: Spieleverfilmung, Trash, Uwe Boll
The Fantastic Four (1994 oder 1993)
The Fantastic Four (1994 oder 1993)
Ich habe es endlich geschafft mir die „Fantastic Four“ Version von Roger Coreman anzusehen. Diese entstand einzig und allein aus dem Grund, dass Produzent die Verfilmungsrechte an dem Comic „The Fantastic Four“ besaß und diese Rechte verpufft wären, wenn er den Leuten von Marvel Comic keinen fertigen Film präsentiert hätte.
Also engagierte Eichinger den einzigen Mann, der in der Lage ist, vernünftige Filme zu produzieren auch wenn das Budget minimal ist. Roger Corman. In kürzester Zeit und mit einem Budget von unter 2 Millionen Dollar drehte dieser den Film ab. Weder er noch die Schauspieler noch irgendwer wussten, dass der Film nie für das Publikum gedacht war, sondern lediglich den Zweck erfüllte, die Rechte zu behalten.
Wie immer bei Cormans Filmen, ist auch dieses Produkt handwerklich mehr als solide. Die Effekte sind für den Preis annehmbar und gerade die Maske von Ben Grimm beeindruckt. Die Story braucht zwar ein bisschen, bis sie in Schwung kommt und man wird das Gefühl nicht los, man habe in der kurzen Zeit kein ordentliches Drehbuch hin bekommen.
Doktor Doom ist so leider nur eine Randfigur und bis die „Fantastic Four“ durch ihren Unfall im Weltall überhaupt erstmal fantastisch werden, dauert es recht lang. Der Nebenplot um eine Gruppe ausgestoßener wirkt leider auch wenig spannend. Wobei ich vermute, dass auch die neuen Verfilmungen der „Fantastic Four“ kein unbedingt sinnvolleres Drehbuch haben.
Neben dem Spaß am totalen Trash und dem interessanten Hintergrund des Films, bleibt „The Fantastic Four“ aber ein durchaus unterhaltsamer Film, der aus geringen Mitteln einiges macht.
Mehr Infos auf Deutsch oder ausführlich auf Englisch.
Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Science Fiction Tags: B-Movie, Bernd Eichinger, Roger Corman
Six-String Samurai (1998)
Im Jahr 1957 fällt die Bombe. Durch den nuklearen Erstschlag übernehmen die Sowjets die Herrschaft in den USA. Der einzige freie Ort in der radioaktiv erstrahlten Wüste ist Las Vegas, wo der zum König gekrönte Elvis residiert. Nach dem Tod des King macht sich Buddy auf nach Las Vegas auf um sein Nachfolger zu werden. Bewaffnet mit Samurai Schwert und Gitarre rettet er auf dem Weg in das gelobte Land, einen kleinen Jungen vor verstrahlten Mutanten, der ihm darauf hin überall hin folgt.Ebenfalls an Buddys Fersen heftet sich der leibhaftige Tod in Form des personalisierten Heavy Metals. Doch der Tod ist nicht die einzige schräge Figur in diesem Endzeitszenario. Eine Killer Bowling Crew, eine kannibalisitische durchgedrehte All-American-Family, seltsame Astronauten, die Rote Armee und die Band „The Red Elvises“ stehen zwischen Buddy und Las Vegas.
Low Budget hin oder her. Six-String Samurai ist ein Meisterwerk. Zwar merkt man jeder Szene an, dass nicht allzu viel Geld da war, aber genau so merkt man wie viel Liebe die Filmemacher in ihr Projekt gesteckt haben. Der Soundtrack untermalt die tristen Bilder der endzeitlichen Wüste, mit der Musik der Red Elvises, was eine einzigartige Atmosphäre sorgt. Die Mischung aus Rock n’Roll und Polka lässt einen die billigen Kostüme schnell vergessen. Zumal der Trashfaktor weniger stark herüber kommt, als man denken mag. Dafür ist die knappe Geschichte einfach zu elegant erzählt.
Natürlich erinnert Six-String Samurai irgendwie an Mad Max, aber wenn es um Coolness geht, schlägt dieser Rock N’Roll Schwertkampffilm den Mel Gibson Steifen um Längen.
Categories: Action und Abenteur, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Musical Tags: B-Movie, Endzeit
10.000 BC
Früher war alles besser. Das ist laut Kant ein Vorurteil des Zeitalters. Und in Bezug auf Roland Emmerich Filme hatte der deutsche Philosoph recht. So produzierte Emmerich früher noch anständige Action verbunden mit einer Effektorgie wie in seinem Klassiker „Independence Day“. In letzter Zeit hat der gute Schwabe dann mit „The Day after Tomorrow“ den Klimawandel für sich entdeckt und wollte nun mit 10.000 BC anscheinend einen Steinzeitfilm drehen.
Und so erzählt Emmerich die Geschichte von D’Leh, einem Steinzeitmensch auf Mammutjagd, der sein von bösen Reitern entführtes Volk mit samt seiner Geliebten retten muss. Dabei reist er durch die halbe Welt und verschiedensten Klimazonen, rekrutiert eine Armee aus Schwarzen und besiegt am Ende einen bösen Pharao, der sich gerade seine Pyramiden bauen lässt.
Wer meint, im Jahre 10.000 vor Christus habe es noch gar keine Pyramiden gegeben hat zwar recht, aber hat dafür D’Leh Reise nicht verstanden. Sie ist nicht nur eine Reise durch den Raum, sondern auch durch die Zeit. Denn der Film ist kein realistischer Steinzeitfilm wie „Ayla und der Clan des Bären“ sondern Steinzeitfantasy. Also spielt Logik keine Rolle. So kann D’Leh mit den Tieren sprechen, Tote können wieder zum Leben erweckt werden und Zeitreisen sind auch möglich. Ferner ist 10.000 BC auch nicht als realistischer, für sich stehender Film zu sehen, sondern als ein Prequel zu Roland Emmerichs Erfolgsfilm Stargate. Das wird zwar nur kurz erwähnt, als es heißt die Pyramidenbauer kämen von den Sternen, aber verleiht dem Film dafür Sinn.
Weniger Sinn macht die rassistische Komponente des Films. So erinnert alles irgendwie so stark an Leni Riefenstahl, dass man sich wie in einem Biopic zu ihrer Person fühlt. Auch müssen erst die weiße Herrenmenschen auftauchen, um die Schwarzen Krieger zu befreien.
Die Effekte in 10.000 BC sind übrigens erbärmlich. Aber vielleicht wollte Emmerich einfach steinzeitlich sein. Die Dialoge des Films sind es auf jeden Fall und sorgen wenigstens dafür, dass der Film als reiner Trash doch recht unterhaltsam ist.
Wer auf Urzeit Erotik wie in „Bikini Girls on Dinosaur Planet“ hofft, wird übrigens enttäuscht. Es gibt weder Fellbikini noch Camilla Belle nackt.
Categories: Action und Abenteur, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: Roland Emmerich, Trash
No Country for old Men (2007)
Einen neuen Haarschnitt und ein Druckluft-Bolzenschussgerät! Das sind die zwei Dinge, die man sich nach dem, nicht umsonst als Genstreich gefeierten, neuen Film der der Brüder Ethan und Joel Cohen zulegen sollte.
Die Geschichte des Neo Western Thrillers ist schnell erzählt. Während sich Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) über die Gewalt der modernen Zeit nachdenkt und sich mit seinem minderbemittelten Deputy herum plagen muss, entdeckt der arbeitslose Llewelyn Moss in der Wüste die Überbleibsel eines geplatzten Drogendeals. Ein paar Trucks beladen mit Heroin, ein halbes Dutzend toter Mexikaner und einen Überlebenden, der am verdursten ist. Statt dem Mann zu helfen folgt Llewelyn einer Spur und findet schließlich einen Koffer mit zwei Millionen Dollar.
Doch statt sich mit dem Geld aus dem Staub zu machen, bekommt er Gewissensbisse und kehrt des Nachts mit einem Kanister Wasser an den Tatort des Gemetzels in der Wüste zurück. Da jedoch zur gleichen Zeit zwei Mexikaner dort auftauchen, wird Llewelyn auf einmal zu Gejagten. Der Killer psychopathische Killer Anton Chigurh heftet sich an seiner Fersen. Der schweigsame Mexikaner neigt dazu, Menschen auch mal aus Spass umzubringen, ohne dabei auch nur eine Miene zu verziehen. Eine erbitterte Jagd durch den Süden Texas beginnt.
Wie schon im Cohen Brüder Meisterwerk „Fargo – Blutiger Schnee“ spielt auch in „No Country for old Men“ ein Koffer voll mit Geld eine wesentliche Rolle. Auch sonst bleiben sei sich treu. Die Figuren, allen der zurecht Oscar prämierte Javier Bardem, als Massenmörder mit der Superfrisur, sind skurril aber niemals lächerlich. Llewelyn wird vom Jäger selbst zum Gejagten und ist wie das angeschossene Tier, dass ihn zu dem Geld führte, selber chancenlos. In seinen wenigen Auftritten ist auch Tommy Lee Jones großartig wie immer. Seine Figur hält die Handlung gewissermaßen zusammen und persifliert gleichermaßen das Western Genre als solches. Der Sheriff ist tatenlos, schickt seinen Deputy vor wenn es gefährlich wird und zeigt keinerlei Ambitionen selbst in die Handlung einzugreifen. Seine Bedeutung wird eigentlich erst klar, wenn er am Ende des Films den alten Mann besucht und der ihm eine Geschithe übers sterben im „Wilden Westen“ erzählt.
Über das Finale von „No Country for old Men“ kann man streiten. Ich persönlich fand es einfach genial, mit welcher totalen Dreistigkeit der finale Showdown unterschlagen wird. Nach zich blutigen Gefechten, stirbt der Antiheld im Off. Doch da danach nicht Schluss ist und überflüssig wie vorhersehbarer Autounfall folgt, verfehlt das Ende seine Wirkung.
Ansonsten stört den Filmgenuss lediglich, dass einige dramaturgische Schwächen, gerade in Bezug auf die Handlungen einzelner Personen negativ auffallen.
Doch davon sollte man sich nicht stören lassen und sich statt dessen lieber von dem schwarzhumorigen,bitterböse unterhaltenden und extrem gewalttätig und blutig inszenierten Meisterwerk berauschen lassen.
Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Thriller, Western und Italowestern Tags: Cohen Brüder
The Arena -aka- Naked Warriors (1974)
Das römische Imperium befindet sich auf dem Gipfel seiner Macht und hat einen gewaltigen Hunger nach frischen Sklaven. Von jenseits der Alpen wird die Priesterin Bodicia als Sklavin nach Rom verschleppt und aus Nubien in Afrika, wird Mamawi ebenfalls in das Römerimperium gebracht. Vom Sklavenmarkt geht es für sie zusammen mit zwei weiteren Sklavinnen auf das Anwesen eines reichen Römers. Er ist Besitzer einer Gladiatorenarena. Dort werden die Frauen erst einmal nackt ausgezogen, gewaschen und frisch eingekleidet.
Auf einer am Abend stattfindenden Orgie kommt es zum Eklat. Mamawie und Bidica werden als Tänzerinnen im goldenen Käfig präsentiert. Dabei geht das Temperament mit der stolzen Bodica durch. Sie schlägt einen Gast und wird als Strafe dafür vergewaltigt, während die Orgie um sei herum weiter geht.
Neben der Führung des Haushalts sind die Sklavinnen auch dafür zuständig, mit den Gladiatoren (ebenfalls Sklaven) in der Nacht vor deren Kämpfen das Bett zu teilen, da diese ja mit großer Wahrscheinlichkeit den nächsten Tag nicht überleben.
Eines Tage kommt es zu einem Streit zwischen den Sklavinnen, bei denen sie die komplette Küche des Anwesen verwüsten. Da kommt dem Herren des Hauses die Idee, die Frauen in der Arena, als Belustigung der Zuschauer gegeneinander antreten zu lassen. Die humorvollen Kämpfe gehen gut, bis das Publikum eines Tages nach Blut schreit und Mamawi eine der Sklavinnen töten muss.
Wer ein Fleischbeschau und jede Menge nackte Amzonen erwartet, wird mit „The Arena“ trotz des Alternativtitels „Naked Warriors“ enttäuscht werden. Es gibt nur ein paar Nacktszenen und diese machen sogar Sinn und sind nicht bloß Selbstzweck. Doch gerade weil die Erotik des Films dezent ist, wirkt sie um so mehr. Zumal gerade Margaret Markov und Pam Grier auch in ihren Kostümen vor Sexappeal nur so strotzen. Die beiden standen schon gemeinsam in „Black Mama, White Mama“ vor der Kamera und überzeugen in diesem Roger Corman Film auch schauspielerisch.
Wie gewohnt, bei Corman Filmen ist „The Arena“ Handwerklich sehr gut gemacht. Kamera, Schnitt und besonders Ausstattung und Kostüme lassen kaum Wünsche offen. Lediglich der Versuch eine Schlucht mit Hilfe von Schnitt und Gegenschnitt zu inszenieren (wo es offensichtlich keine Schlucht gibt) wirkt ein bisschen lächerlich. Über das Finale des Films kann man geteilter Meinung sein. Es artet in eine Aneinanderreihung von Gefechten und einer recht langatmigen Flucht aus. Die Kampfszenen sind zwar gut choreographiert, aber letztlich kommt doch inhaltliche Leere auf.
Auf jeden Fall ist „The Arena“ ein schönes Beispiel für Exploitation, der durch starke Frauenrollen besticht. Quentin Tarantino hat Blaxploitation Star Pam Grier deswegen ja auch mit Jackie Brown ein Denkmal gesetzt.
Außerdem ist „The Arena“ mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie Roger Corman späteren Hollywood Größen den Weg bereitet hat. So war bei diesem Film Joe Dante als Editor dabei. Nicht zu Hollywood Ruhm gebracht hat es hingegen Joe D’Amato. Doch auch der war in die Produktion integriert.
2001 hat übrigens der spätere „Wächter der Nacht – Nochnoi dozor“ Regisseur Timur Bekmambetov ein Remake von „The Arena“ unter dem Titel „Gladiatrix“ gedreht.
Categories: Action und Abenteur, Drama, Erotikfilm Sexfilm Sexploitation Sleaze, Exploitation, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: Gladiatoren, Joe d'Amato, Pam Grier, Roger Corman
Wrong Turn 2: Dead End (2007)
Almost Heaven,West Virginia. Nein nicht ganz. In den malerischen Wäldern des US Bundesstaates findet eine Reality Show statt. Die Teilnehmer von „The Ultimate Survivalist – The Apocalypse“, sollen die letzten Überlebenden nach der Apokalypse spielen und fernab von der Zivilisation das Überleben ohne technische Hilfsmittel lernen.
Doch Kimberly eine Teilnehmerin der Show schafft es leider nicht mehr rechtzeitig zu dem im Wald verborgenen Drehort. Sie fährt einen Jungen auf der Landstraße an, der sich als degeneriertes Monster entpuppt und dessen großer Bruder die hübsche Blondine in der Mitte durch hackt.
Die restlichen Teilnehmer der Show (eine hispanische Irak Veteranin Amber, der verplante Jonesy, die sexy Bitch Elena, die depressive Nina sowie den Quotenschwarzen und verhinderten Profisportler Jake) werden ergänzt durch die Mara, Regisseurin der Sendung, die Kimberlys Platz einnimmt.
Spielleiter und EX-Marine Colonel schickt die Show Teilnehmer in Zweiergruppen in den Wald geschickt. Dort versucht Kameramann Michael erotische Stimmung zwischen Elena und Jake aufzubauen und scheitert an Jakes prüden Moralvorstellungen. Daraufhin bläst Elena Michael einen, um sich so mehr Sendezeit für sich zu erarbeiten. Dabei werden die beiden sowohl von Mara (Michaels Freundin) als auch von einem masturbierenden Degenerierten beobachtet.
Lange Rede kurzer Sinn. Nach und Nach jagen und töten die Hinterwälder Mutanten die komplette Crew der Reality Show.
Wrong Turn 2: Dead End ist zwar eine direct to Video Produktion, aber wesentlich besser als der erste Teil. Es gibt zahlreiche wirklich gut gemacht Splatter Effekte, bei denen (im Gegensatz zum ersten Teil) die schön mit der Kamera drauf gehalten wird. Kunstblut und Gedärme spritzen und fliegen durch die Gegend, dass es eine wahre Wonne ist. Für ganz zart besaitete Filmfreunde dürfte besonders das Inzest-Mutanten-Baby am Ende Films zu viel des Guten sein. Aber der Gorehound wird Wrong Turn 2: Dead End lieben.
Etwas störend ist, dass alle Figuren mit Ausnahme von Elena irgendwie unsympathisch sind. Auch wenn versucht wird, ihre Hintergrundgeschichte zu beleuchten, juckt es einen wenig, wenn sie nach dem 10 kleine Negerlein Prinzip abgemetzelt werden. Auch ist es ein Ärgernis, dass die Kulissen teilweise so schrecklich steril geraten sind. Ein bisschen mehr Dreck und Authentizität hätten hier gut getan. Wobei die Atmosphäre des Films sich über weite Strecken eh nicht entwickeln kann. Erst gegen Ende kommt richtige Spannung auf.
Schade ist auch, dass man die Möglichkeiten der Reality Show kaum nutzt. Auch ohne die Ausarbeitung des Ansatzes der Mediensatire, zitiert Wrong Turn 2: Dead End natürlich fleißig den Hinterwälder Klassiker Deliverance und auch die japanische Metzel Mediensatire „Battle Royal“ wird in Form eines T-Shorts erwähnt.
Ob die Rednack Kannibalen hier nicht zu sehr als eine Art degenerierte Waltons Familie dargestellt werden kann man sicherlich streiten. Ärgerlich ist zudem, dass die Sexy Stuntfrau Rorelee Tio unter ihrem Inzest Mutanten Makeup gar nicht wirklich zu erkennen ist.
Elena in einer der wenigen Szenen, in denen Möglichkeiten der Reality Show, durch eine subjektive Kamera genutzt wird :

Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror Tags: Rednacks
Planet Terror (2007)
Hier sollte jetzt eigentlich eine kurze Inhaltsangabe zu „Planet Terror“ stehen. Aber da der Film keine wirklich ernsthaft zusammenhängende Handlung hat, belasse ich es dabei eine paar Kleinigkeiten aufzulisten, die im Laufe des Films passieren.
Eine Gruppe Soldaten wurde in Afghanistan mit einem biologischen Kampfstoff infiziert, der sie nun in Zombies verwandelt. Eben dieser Kampfstoff tritt aus und lässt auch die Zivilisten zu Zombies werden.
Die Go-Go-Tänzerin Cherry Darling möchte Stand-Up Komikerin werden. Nach einem Autounfall fresse Zombies ihr Bein. Doch der Revolverheld El Wray bastelt ihr eine Protese aus einem Maschinengewehr.
Derweil behandelt Doktor Block die eckeligsten Zombieerscheinungen im Krankenhaus während seine Ehefrau die Anästhesistin Dakota Block mit ihrer lesbischen geliebten durchbrennen will.
Zwischendurch sucht Steakhouse-Besitzer J.T. Noch die perfekte Barbecue-Soße zu kreieren.
Robert Rodriguez hat seinen Teil des Grindhouse Double-Features wesentlich ernster genehmen als Kollege Quentin Tarantino. Sein Film ist an keiner Stelle aus einem Guss und hat nichts mit verliebter Nostalgie a’la „Death Proof“ zu tun. Planet Terror nutzt die Versatzstücke des Zombiefilms und bastelt sich Subplots zu recht, die es ihm ermöglichen eine Armada Freaks aufmarschieren zu lassen und ein gewaltiges Gemetzel anzustellen. Qualitativ kommt er damit an die trashigen 70er Jahre Zombie Exploitation Filmchen heran. Und dadurch, dass er Geld für Effekte hatte und weiß, wie man einen Film produziert, sieht das Ganze auch gut aus und macht Spass. Aber im Gegensatz zu „Death Proof“ wirkt Planet Terror für sich alleine einfach nicht als eigenständiger Film. Vermutlich hat dieser Film im Gegensatz zu Death Proof nur im Double Feature die Chance sich wirklich zu entfalten.
Neben dem Zombiegenre als solchem sticht besonders ein Filmzitat ins Auge. Die Szene in der eine spitzes Stück Holz in ein Auge gestoßen wird, erkennt man zweifelsfrei als direkte Anspielung an die berühmte Szene in Zombie 2 (Nicht „Dawn of the Dead“ sondern, Lucio Fulcis „Zombie 2 – Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies“). Ansonsten haben mich die schmelzenden Zombies an „The Incredible Melting Man“ und an „The Thing“ erinnert. Außerdem lüft im Fernshen ein Trailer zum Women in Prison Klassiker „Women in Cages“.
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Categories: Action und Abenteur, Exploitation, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror Tags: B-Movie
Botched – Voll verkackt! (2007)
Es sollte Richies letzter Job sein, ein sauberer Diamantenraub. Alles läuft perfekt Richie kann unbemerkt mit den Dimmten entkommen. Doch dann baut sein Fahrer einen Unfall und Richie verliert schließlich die Beute. Davon ist sein Auftraggeber, ein Pater der russischen Mafia natürlich nicht begeistert. Da Richies Familie ihm gegenüber in der Schuld steht, nimmt einen neuen Job an.
In einem Hochhaus in Moskau soll er ein ein Goldkreuz stehlen, dass einst Ivan dem Schrecklichen gehört hat. Mit zwei russischen Brüdern als Komplizen marschiert er in das Gebäude hinein, bricht in das Penthouse ein, in dem sich das Kreuz befindet und stiehlt es. Doch der Einbruch läuft abermals nicht so perfekt. Einer seiner Komplizen erschießt eine Angestellte. Als wäre das nicht schon schlimm genug, füllt sich der Aufzug, der die drei Ganoven hinab in die Freiheit bringen soll mit immer mehr Menschen. Schließlich bleibt er auch noch stecken und öffnet dann seine Tür auf einer menschenleeren Etage, die noch nicht bewohnt zu sein scheint..
Richies und seine Komplizen nehmen die Menschen im Fahrstuhl als Geisel und sperren sie in einen leeren Raum. Als sie ihre erste Geisel als Zeichen des guten Willens frei lassen wollen, taucht auf einmal eine riesige Schere aus dem Fahrstuhlschacht auf und schneidet ihr den Kopf ab. Auch das unter den Geiseln fanatische Christinnen sind macht die Situation nicht einfacher. In was für eine Scheiße Richie geraten ist, merkt er als er erste Kunstwerke aus Menschenhaut findet und ein Schwer schwingender Ivan auftaucht.
Was als Gangsterfilm anfängt entwickelt sich recht schnell zu einem überaus erfrischenden Genremix. Das Setting in dem geheimen Stockwerk erinnert irgendwie an „Being John Malkovich“ und bei den Fallen fällt einem spontan „Cube“ ein. Auch sah ich Parallelen zu Hellraiser 3 oder 4. Letzten Endes ist „Botched — Voll verkackt!“ wohl am besten als actionreiche Splatterkomödie bezeichnen.
Dafür, dass der Film frei ab 16 ist, sind die Splatterffekte übrigens recht heftig, so dass man als Gorehound voll und ganz auf seine Kosten kommt. Zumal die Effekte für eine solche Low Budget Produktion wirklich gut gemacht sind. Auch die Darsteller machen ihre Sache gut und Jaime Murray versprüht als Anna einen Hauch von Erotik. Unterhaltsam ist Botched auch, weil die meisten seiner Gags funktionieren. Zwar sind einige wenige Szenen recht albern geraten, aber dafür entschädigt z.B. die Szene in der ein Pärchen, dass Sex auf dem Kopierer hat, von einer riesigen Ladung Körperteile und Gedärmen, die aus der Decke brechen, überrascht wird.
Wem der Kino Horror Mainstream zum Hals raus hängt, wird mit Botched — Voll verkackt! Sicherlich glücklich werden.
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Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror, Komödie Tags:
