Lady Snowblood -aka- Shurayukihime (1973)
Es sind unruhige Zeiten im Japan kurz vorm Anbrechen des 20. Jahrhunderts. Das Land, dass sich lange Zeit dem Westen gegenüber verschlossen hat, öffnet sich und will sich zur Weltmacht entwickeln. Deswegen wird die, im alten Japan des Shogun und Samurai, völlin unbekannte Wehrpflicht eingeführt.
In einem kleinen Dorf kommt, auf Grund von Gerüchten zur Tragödie. Drei Männer und eine Frau töten den neuen Grundschullehrer des Dorfes. Sie geben vor ihn für den in Weiß gekleideten Beamten der Regierung zu halten, der zur Überwachung der Wehrpflicht beauftragt ist. Sie metzeln den Mann brutal nieder, töten seinen kleine Sohn und vergewaltigen tagelang seine Frau. Anschließend erzählen sie den Leuten in Dorf sie könnten sich von der Wehrpflicht frei kaufen, in dem sie 270 Yen bezahlen. Einer der Betrüger macht sich mit seinem Anteil auf nach Tokio und nimmt die zuvor geschändete Frau des Lehrer mit, da er ihr verfallen ist. Diese tötet ihn schließlich und wird dafür ins Gefängnis gesteckt.
Dort verhält sie sich wie eine läufige Hündin und hat Sex mit jedem Mann, der ihr über den Weg läuft. Sie will unbedingt schwanger werden und einen Sohn gebären, der ihre Rache fortführen kann. Bei der Geburt einer Tochter stirbt die Frau und das Kind wird von einer wenig später freigelassenen Mitgefangenen zur Lehre bei einem Kampfkunstmeister gegeben, der sie zum gnadenlosen Racheengel ausbildet.
Als das Mädchen zu einer bildhübschen Frau herangewachsen ist, macht es sich daran die Rache ihrer Mutter zu vollendenden. Lady Snowblood genannt. Mit Hilfe des japanischen Bettlerkönigs spürt sie die Mörder von damals auf und folgt ihrer Bestimmung.
Ihr erstes Opfer ist inzwischen ein kranker, alter Säufer. Seine Tochter prostituiert sich heimlich um ihrem Vater Schnaps und Medizin zu kaufen. Der zweite Mann auf ihrer Liste ist angeblich bei einem Opiumschmuggel gestorben. Auch beim Versuch Rache an der Frau die unter den Mördern war, scheitert sie. Diese ist inzwischen Anführerin einer Mafiagruppe und erhängt sich bevor sie gerichtet wird.
Doch mit dem Auftauchen des letzten Mörders, der nicht ertrunken, sondern sehr lebendig ist muss ihre Rache vollenden und kann sich nicht dem Leben mit dem Journalisten und Buchautor widmen, der ihre Geschichte als Roman herausgebracht hat.
Rache! Immer wieder ein großartiges Filmthema. Mit Lady Snowblood setzt es Regisseur Toshiya Fujita auf überaus poetische Weise in Szene. Die Heldin wird lediglich zum Zweck der Rache gezeugt und geboren (Ich frage mich ob sich die Nighmare on Elmstreet Macher davon haben inserieren lassen. Wir erinnern uns: Freddy Kruegers Mutter war Nonne und wurde in einer Psychiatrie von sämtlichen Irren vergewaltigt. Freddy ist ja auch eine Rachfigur). Es wird in manchen Szenen deutlich, wie sehr Lady unter ihrer Rolle leidet. Wenn sie nicht das Schwer schwingt um Blut zu vergießen wirkt sie erstaunlich zerbrechlich. Ein völlig unfreies, fremd bestimmtes Wesen. Hauptdarstellerin Meiko Kaji spielt ihre Rolle sehr überzeugend und sang auch den Titelsong. Die Filmmusik selbst tut auch ihren Teil zur Atmosphäre des Films.
Der Beginn des Filmes ist sehr verschachtelt erzählt (kein Sorge später wird linear). Es wird gesprungen zischen Lady Snowbloods Mutter im Gefängnis, der Geschichte um den Mord an ihrem Mann, der Jetztzeit in der sich Lady Snowblood bewegt und dem historischen Hintergrund, der in Zeichnungen bzw. Mangazeichnungen erzählt wird. Gerade diese schwarz weiß roten Bilder verfehlen ihre Wirkung nicht.
Rot ist sowieso das Stichwort. An Blut wurde in Lady Snowblood nicht gespart. Jeder Schwertstoß eine Blutfontäne! Es ist schwer zu sagen, ob das übertrieben ist oder eine Abkehr von Filmen in denen überhaupt kein Blut fließt. Definitiv hat Lady Snowblood aber mit den Weg frei gemacht für Filme wie Shogun’s Sadism – The Joy of Torture 2: Oxen Split Torturing. Die Schwertkämpfe für sich sind mit ungeheurer Eleganz choreografiert.
Neben dem Rachemotiv thematisiert behandelt der Film auch die oft im Film verarbeitete (zuletzt durch Last Samurai) Öffnung Japans gegenüber dem Westen. Gerade wie Lady Snowbloods Opfer angeordnet sind ist ein Zeichen dafür. Der Erste ist ein Verlierer, der es in den neuen Zeiten zu nichts gebracht hat. Die Zweite ist Mafiaboss und verfügt bereits über Schusswaffen. Und der dritte ist kein kleiner Verbrecher, sondern Waffenschmuggler, der Geschäft mit der Regierung macht. Nachdem Lady Snowblood ihn getönt hat ist für sie selbst kein Platz mehr, da sie selbst Bestandteil des alten Japans ist (Schön in diesem Zusammenhang ist auch die Szene, in der das letzte Opfer von der Galerie fällt und dort die Japanische Flagge herunter reißt, die dort neben der amerikanischen hing). Jedoch wird sie von der Tochter (die Prostituierte) eines ihrer Opfer getötet, wodurch auch die Botschaft herausgestellt wird, das Gewalt immer nur neue Gewalt hervorruft.
Bekanntheit außerhalb der Eastern Fan Szene bekam der Film erst wieder durch Quentin Tarantinos Kill Bill. Dieser bedient sich ganz offen aus Lady Snowbloods Motiven und zitiert ihn eigentlich ununterbrochen.
Was ich noch sehr gut gemacht fand, war übrigens des Maskenball, der an Sissi Filme erinnerte und so die folgende Gewalt sehr schön kontrastierte. Wobei man sich bei dem Ball natürlich beschweren kann, dass dort Flaggen hängen, die es zur Zeit in der, der Film spielt noch gar nicht gab, weil es die Staaten noch nicht gab. Aber so kleinkariert sollte man nicht sein^^
Categories: Action und Abenteur, Asiatischer Film, Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: Japan, Rache
Death Trance – Versus II (2005)
Eins Vorweg: Death Trance – Versus 2 ist nicht wirklich der zweite Teil des Material Arts, Splatter, Yakuza, Fantasy Krachers aus dem Jahr 2000. Aber da Tak Sakaguchi mitspielt und der Action Derector von Versus Yûji Shimomura hier selbst Regie führte, dachte sich der deutsche Verleih Anolis wohl, man sollte dem Publikum Namensgebung ein bisschen besser auf den Film aufmerksam machen. Nicht zu unrecht wie ich finde.
Ein Mann schreitet durch eine Armee von steinernen Statuen um schließlich einen Tempel zu erreichen. In diesem reichtet er ein Massaker unter den Mönchen an und stiehlt den Sarg, den sie dort bewacht haben. Als später einer der Mönche, der beim Blutbad nicht anwesend war zurück zum Tempel kommt, bekommt er vom hohen Priester (oder was auch immer der Typ genau war) den Auftrag zu verhindern, dass der Sarg geöffnet wird. Denn wenn dies geschehe werde die Göttin der Zerstörung befreit und würde die Welt vernichten. Währenddessen schleift der Mann der den Sarg gestohlen hat diesen in Seelenruhe hinter sich her. Begleitet wird er dabei von einem kleinen Mädchen, das ihm auf Schritt und Tritt folgt. Aber nicht nur der Mann scheint Gerüchte über die Macht des Sargs zu haben. Die Eingeborene Bevölkerung glaub er erfüllte Wünsche und versucht immer wieder ihn in ihren Besitzt zu bekommen. Ebenso so wie ein weiter Mann, der nicht nur mit Schwert, sondern auch mit Panzerfaust und Pistolen bewaffnet und sich zusammen mit dem Mönch der Fährte des Sargs folgt.
Story? Nein Danke! Wer nur Filme mag, bei denen eine schön lineare Geschichte die Handlung des Films bestimmt, ist bei Death Trance – Versus 2 bestimmt an der falschen Stelle. Wichtiger als die minimalistische Story ist hier, der mythologische Überbau und die Metaphorik, die in vielen der einzelnen Szenen steckt, auch wenn diese vielleicht auf den ersten Blick nur wenig Sinn ergeben. So wird einem schon klar, dass der Mann der den Sarg gestohlen hat, als Wunsch den ultimativen Fight hat, welchen ihm die Göttin der Zerstörung auf jeden Fall liefert. Auch die Funktion des kleinen Mädchens wird am Ende erst klar und dürfte wohl Leuten die ein bisschen fit in japanischer Mythologie sind etwas sagen. Aber auch wenn man hier stundenlang weiter über jedes Detail des Films philosophieren könnte, möchte ich dass nicht ausufern lassen und zu wesentlicherem kommen. Die Kämpfe in die gezeigt werden sind wirklich atemberaubend. Cool, schnell, brillant koreografiert und teils mit heftigem Metall Sound eine Metallband unterlegt die kein Mensch kennt (man belehre mich bitte). Splatter wie in Versus gibt in den Kämpfen zwar nicht, aber das sorgt irgnedwie dafür, dass alles eine Spur edeler wirkt. Death Tance – Versus 2 spielt ähnlich wie Versus über lange Strecken in einem Wald, aber die Atmosphäre ist hier weit aus weniger amateurhaft. Neben den Kämpfen lässt man sich sogar Zeit zwischendurch ein wenig Humor durchblitzen zu lassen. So hat der Sargdieb ständig Magenknurren und das kleine Mädchen frisst ihm sämtliches Essen weg (Ja ja, die Japaner und Essen). Eine erstklassige Wirkung erzielt auch der plötzliche Einsatz modernen Waffen und Geräte. Man fühlt sich gerade in einem altertümlichen Material Arts Film, da wird auf einmal irgendeine Schusswaffe, der Raketenwerfer oder gar ein Motorrad ausgepackt. Mag sein, dass das wieder etwas mit der Zerrissenheit Japans zwischen Tradition und Moderne zu tun hat; aber ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist Death Trance – Versus II den Kinobesuch auf jeden Fall wert, wobei ich mir eine echte Versus Fortsetzung auch wünschen würde.
Bin ich eigentlich der einzige, der bei dem Typ mit dem Megaschwert an Final Fantasy denken musste?
Categories: Action und Abenteur, Asiatischer Film, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: Japan
Frauenlager der Ninja -aka- Shadow Killers Tiger Force (1986)
update:
Weil Frauenlager der Ninja so heiß begehrt ist und das Review auch nach einem Jahr noch gern gelesen wird, stelle ich es mal wieder weiter nach oben ins Blog sein.
Originalpost: 14.03.2008, 21:41
Was ist das Problem, mit dem die meisten Film heutzutage zu kämpfen haben? Richtig, es fehlt ihnen an Ninjas. So dachte auf zumindest der Hong Kong Regisseur Godfrey Ho. Deswegen nahm er einfach irgendwelche Filme, drehte Szenen mit Ninjas nach und brachte das Resultat als Ninja Film neu heraus. Eines seiner zweifelhaften Schnittprodukte ist Frauenlager der Ninja.
Es geht um eine Gruppe Ninjas, die Frauen entführt und in eine Frauengefängnis bringt. Dort müssen sie sich von (mehr oder weniger) brutalen Wärtern (mehr oder weniger) demütigen lassen. Die Chancen auf Flucht sind gering. Da sich aber unter den entführten Frauen die Tochter eines Millionärs befindet, schickt dieser eine Ninja Frau (die eine hellblauen Ninja Kluft trägt) in das Lager um seine Tochter zu retten.
So wie ich das beurteilen kann, ist der Ausgangsfilm von „Frauenlager der Ninja“ irgendein asiatischer „Women in Prioson“ Film, wie z.B. Im Camp der gelben Tigerinnen, der mit Ninja überhaupt nichts zu tun hat. Um so faszinierender ist es, wie Regisseur Godfrey Ho mit gigantischer Dreistigkeit seine Ninjaszenen im Film untergebracht hat.
Die Anfangssequenz genauso wie das Finale des Films sind Eigenproduktionen von Ho. Der Trashfaktor dieser Szenen ist gigantisch. Ninja entführen Frauen aus Naherhlungsgebieten, benutzen Minitorpedos um kleine Ruderboote abzuschießen und die weibliche Ninja in babyblau darf zeigen, was sie kann. Noch besser ist der finale Kampf zwischen ihr und dem Anführer der Frauenhändler Ninja, bei dem auch noch ein paar schwer bewaffnete Typen auftauchen, die dem Oberninja schließlich mit dem Racketenwerfer saures geben.
Ansonsten sind die neuen Szenen einfach zwischen die Handlugn des Frauengefängnisfilms geschnitten. Das wirkt besonders dann recht lächerlich, wenn westliche Schauspieler Dialoge mit Asiaten führen, ohne dabei zusammen im Bild zu sein. Der Eindruck, es handele sich um ein Gespräch wird nur mittels Schnitt und Gegenschnitt simuliert. Auch tauchen Ninjas und Wachleute des Gefängnis nie zusammen auf. Genauso wenig passt, dass die Ninjas auf einmal magische Fähigkeiten haben, aber lustige Raucheffekte sehen einfach zu gut aus, als das man sie hätte weglassen können.
Ein Film bei dem ähnlich dreist ein anderer Film um geschnitten wurde, um ihn neu herauszubringen ist übrigens Crackdown Mission, der noch mal, eine Spur trashiger ist.
Categories: Action und Abenteur, Asiatischer Film, Exploitation, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: Ninjas, Trash
Watchmen – Die Wächter
Es ist das Jahr 1985, Richard Nixen ist Präsident der Vereinigten Staaten und der Kalte Krieg droht zur atomaren Apokalypse auszuarten. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Amerikaner mit dem durch einen Reaktorunfall geschaffenen Superhelden Doktor Manhattan über eine Art Superwaffe verfügen. Eigentlich arbeitet Doktor Manhattan jedoch daran das Energieproblem der Menschheit zu lösen.
Derweil sorgt der Mord am Superheld „The Comedian“ für Unruhe. Eigentlich sind zwar alle Superhelden längst in Rente und leben ein bürgerliches Leben, aber aus Furcht vor einem Maskiertenmörder werden einige von ihnen wieder aktiv.
Die Story von Watchmen ist so komplex, dass man sie nicht wirklich zusammenfassen kann. Einerseits sind die Figuren hoch komplex und andererseits ist die Welt in der sie Leben voller Widersprüche und Ungereimtheiten. Die verschachtelte Erzählstruktur sorgt zudem dafür, dass sich dem Kinozuschauer viele Erkenntnisse erst nach und nach erschließen. Jedoch ist Watchmen dabei nie hektisch oder unübersichtlich. Vielmehr ist der Film ein Puzzle, dass im Laufe der Handlung durch immer neue Teile ergänzt wird.
Wer eine Popcorn Actionsause ertwartet wird von Watchmen vielleicht enttäuscht sein. Zwar gibt es großartige Kamp- und Actionszenen und extrem blutiges Gemetzel, doch der Grundton des Films ist bei all seiner zur Schau gestellten Brutalität sehr ruhig.
Alles in allem ein großartiger Film, der seiner grandiosen Comicvorlage gerecht wird.
Categories: Action und Abenteur, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Science Fiction, Thriller Tags: comic
Cloverfield (2008)
Eigentlich sollte es nur ein Homevideo von einer Abschiedsparty für einen Freund der nach Japan geht werden. Jedoch taucht auf einmal ein riesiges Monster auf, dass New York in Schutt und Asche legt. Während die Armee mit allem was sie hat, versucht die gefräßige und alles vernichtende Kreatur eliminieren, macht sich eine kleine Gruppe auf den Weg, eine Freundin aus der Mitte Manhattans zu retten.
Hat die Welt die tausendste Verfilmung des japanischen Godzilla Stoff gebraucht? Oder musste New York mal wieder anscheinend? Eigentlich nicht, aber Alias und Lost Produzent J.J. Abrahans hat es dennoch getan. Inhaltlich macht er dabei nichts anderes als sein Kollege Roland Emmerich. Nur bei ihm wirkt das ganze nicht so schrecklich doof, es gibt keine Franzosen und Regisseur Matt Reeves erzählt seine Geschichte in 75 Minuten (Emmerich brauchte 139 Minuten und langweilte mit einem dämlichen Finale).
Was Cloverfield dennoch sehenswert macht, ist der Umstand, dass er mit der Handkamera gedreht wurde, bzw. aus der Perspektive einer solchen gesehen wird. Das gab es zwar auch schon bei Cannibal Holocaust, Blair Witch Project, Rec (und dessen Remake Quarantaine) aber auch in Cloverfield funktioniert das Spiel. Mit verwackelten Bildern wird das Traum des 11. Septembers etwas plakativ aufgearbeitet und der Zuschauer ist die meiste Zeit so schlau wie die durch die Gegend „krauchenden“ Helden. Das ist ganz spassig mit anzusehen auch, wenn ich mir insgeheim mehr vom Monster gewünscht hätte.
Um eben dieses wurde ja schon in der viralen Marketing-Kampagne um den Film einiges an Aufsehen erzeugt. Das virale Marketing hatte von gefakten Nachrichtensendungen über, falsche MySpace Profile der Figuren auch diverse falsche Webseiten (zu der viralen Kampagne gibt’s nen eigenes Wiki).
Categories: Action und Abenteur, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror Tags: Monster, New York, virales Marketing
Madagascar 2 -aka- : Escape 2 Africa
Löwe Alex und seine Freude machen sich mit einem von den Pinguinen reparierten Flugzeug auf, zurück nach New York Mit von der Partie sind King Julien und Maurice. Dummerweise stürzt das Flugzeug irgendwo im afrikanischen Busch ab. Dort trifft Alex seinen Vater wieder, Gloria einen sexy Nilpferdmann, Marty eine ganze Herde Zebras und Giraffe Melman wird Medizinmann.
DreamWorks Animation ist mal wieder ein herrlicher Familienfilm gelungen. Auch wenn die Story fortsetzungsbedingt etwas gibt es beste Unterhaltung. Neben dem abgedrehten Humor gibt es auch immer wieder Szenen die eher das ältere Publikum von Madagascar 2 ansprechen. Mein absolutes Highlight ist die Anspielung auf die Twilight Zone Episode in der ein Monster (Gremlin oder Goblin???) ein Flugzeug zum Absturz bringt. Die Madagaskar Pinguine sind natürlich auch wieder mit dabei und sind für sich schon ein Grund sich den Film anzusehen. Gerade ihre Verhandlung mit der Affengewerkschaft („Ich muss erst noch die Gewerkschaft zertrümmern“) oder der Running Gag mit der Wackelkopfpuppe lassen einen schmunzeln.
shredder-blog hat übrigens recht wenn er meint Madagascar 2 sei Familien tauglicher als Wall-E. All zu komplex wird es bei Madagascar 2 nämlich nicht.
Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Komödie Tags: Animationsfilm
Erection 2008: Rode to the White House
Als frischgebackener Medienwissenschafts Hauptstudiums Student ist es natürlich unter meiner Würde vom neusten Porno Erection 2008: Rode to the White House mit Sarah Palin (Raquel Devine), Barack Obama (Steve Driver) und John McCain (Mark Davis) und seiner Frau Cindy McCain( Alana Evans) zu berichten, wie das z.B. die Bild tut.
Statt dessen möchte ich die Information los werden, dass die Berichterstattung über „Who’s Nailin’ Paylin’“ (Wer nagelt Paylin?) für ordentlich wertlosen Traffic gesorgt hat. Aber vielleicht habe ich ja jetzt wieder Zeit und Muße anständigen Conntent zu produzieren oder mal wieder was über Rapidshare zu schreiben anstatt mich über Download und youporn Sucher zu freuen.
Categories: Action und Abenteur, Amateurfilme, Internet, Medienblog, Zeitung und Printmedien, planlos-TV Tags:
WALL-E
Roboter WALL-E ist einsam. Die Menschen haben ihn auf der verseuchten und lebensfeindlichen Erde zurückgelassen und sind vor 700 Jahren in den Weltraum geflohen. Seit dem räumt er, wie es sein Programmierung vorsieht, den Müll der untergegangen Zivilisation weg und presst ihn zu handlichen Klötzen zusammen.
Sein einziger Freund ist eine kleine Kakerlake, die er sich als Haustier hält und zur Unterhaltung dient im lediglich ein altes Tanzmusical, dass er sich jeden Abend, nach Feierabend auf seinem Ipod ansieht.
Abwechslung kommt erst in WALL-Es Alltag, als die hübsche Roboterfrau Eve mit ihrem Raumschiff landet und mit ihrer enormen Feuerkraft für Chaos sorgt.
Wer schon immer meinte, zu viele Dialoge, würden die meisten Filme ruinieren, sollte sich den neuen Film aus Computern von Pixar ansehen. Fast ein Stummfilm, überzeugt dass Animationsabenteuer durch einem sympathischen, ungemein menschlich wirkenden Helden, viel Situationskomik und eine beißende Zivilisationskritik.
Gerade die erste Hälfe des Film, in der WALL-E durch das Postapokalyptische New York zieht, enthält je Menge böser Anspielungen auf unsere alltäglichen Konsumneigungen. Später, wenn WALL-E auf Menschen trifft, die durch 700 Jahre „Weltraumkreuzfahrt“ so dick geworden sind, dass sie Roboter brauchen um sich fort zu bewegen, geht das Subtile zwar unter, aber dafür wird angefangen zu sprechen und eine ganze Armee kauziger Roboter sorgt für Spass.
[youtube 1qaAQbggU]
Categories: Action und Abenteur, Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Science Fiction Tags: Animationsfilm, Pixar, Roboter
Flash Gordon (1980)
Der intergalaktische Diktator Ming bedroht die Erde indem er den Mond auf den hoffnungslos primitiven Planten stürzten lässt. Eigentlich hat Football Star Flash Gordon damit wenig bis gar nichts zu tun, doch dummerweise stürzt sein Flugzeug mit samt der hübschen Dale in das Labor von Dr. Hans Zarkov. Dieser braucht eine zweite Person für ein Himmelfahrtskommando, das den außerirdischen Angriff abwehren soll.
Und ehe man sich versieht, sind Zarkov, Dale und Flash Gordon mit der Rakete des Doktors unterwegs nach Mongo, vom wo Ming über sein Weltraumimperium herrscht. Der Tyrann will Flash Gordon hinrichten und sich Dale als Sexsklavin Ehefrau nehmen.
Natürlich kommt alles ganz anders und Flash Gordon rettet die Erde, gewinnt das Herz von Dale und vereint die Königreiche von Mongo gegen Diktator Ming. Dabei muss er zwischenzeitlich den Anmachen einer sexsüchitigen Schlampe Prinzessin widerstehen, die ihn zwar rettet aber dann an einen eifersüchtigen Liebhaber vom Volk der Baummänner übergibt, der Flash auf ein Schwanzvergleich lebensgefährliches Männlichkeitsritual herausfordert. Vor der finalen Schlacht, verbündet sich Flash dann noch mit dem Volk der Falkenmänner, nicht ohne vorher bei einem Duell auf Leben und Tod gegen den aufmüpfigen Waldmann zu bestreiten.
Drei Jahre nach Star Wars entstand diese knallbunte Space Opera nach Vorlage der Flash Gordon Comics. Und ähnlich bunt wie in einem Comic geht es auch zu. Die Kostüme, Kullissen und die gesamte Gestaltung des Films wirken wie auf einem LSD Trip und erinnern teilweise an Barbarella aus dem Jahr 1968. Zwar gibt es in Flash Gordon nicht Jane Fonda nackt zu sehen, aber dafür erstrahlt Sam J. Jones als blonder Superheld, der Mings Soldaten mit Football Tricks umhaut.
Genau dieser nicht wirklich erst zu nehmende Witz macht, den Charme aus, der Flash Gordan innewohnt. Die Schwelle zum Trash übertretend, wird es jedoch nicht langweilig. Der Kampf zwischen Flash Gordan Prinz Barin (Wer hätte Bonddarsteller Timothy Dalton erkannt?) im Palast der Falkenmenschen hat auch nach knapp 30 Jahren nichts von seiner Wirksamkeit verloren außerdem gibt es da ja noch Queen. Die Rockband steuerte mit ihrem unvergesslichen Soundtrack das i-Tüpfelchen zu Flash Gordon bei, dass ihn erst Recht zu einem Klassiker adeln.
Regissuer Mike Hodges drehte übrigens auch Der Croupier und nach Wunsch von Produzent Dino De Laurentiis sollte Federico Fellini den Film machen!
Categories: Action und Abenteur, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Science Fiction Tags: comic, Trash
Hancock (2008)
Hancock ist ein Superheld. Jedoch keiner aus dem Marvel Universum, sondern ein Alkoholiker der bei seinen Heldentaten schon mal ganze Stadtteile in Schutt und Asche legt. Die Bevölkerung von Los Angeles hasst ihn, auf YouTube gibt es Videos seiner schlimmsten Aktionen und zu allem Überfluss weiß der mit übermenschlichen Kräften ausgestattete noch nicht einmal wer er ist. Erst PR Berater Ray versucht Hancock, nachdem der ihm das Leben gerettet hat, zu einem echten Helden zu machen. Dafür schickt er ihn erst einmal – wie von der Bevölkerung und der Staatsanwaltschaft gefordert – in den Knast. Quasi um Busse zu tun. Als dann jedoch ein Geiseldrama die Stadt erschüttert, kommt Hancocks große Stunde. Ray hat ihn nicht nur mit einem schwarzen Lederkostüm sondern auch mit kleinen Lektionen in guten Umgangsformen ausgestattet. Hancock wird zum gefeierten Helden, fühlt sich jedoch auch zu Rays bildhübscher, blonder Frau Mary hingezogen, die mehr ist und über Hancock zu wissen scheint, als sie zugeben will.
Eigentlich dachte ich Hancock sei ein reiner Familienfilm mit leicht satirischem Ansatz. Jedoch ist der Film, auch wenn es jede menge gute Gags gibt, eher tragisch komisch und an vielen Stellen ernster und erwachsener als erwartet. Statt in der Sammelfiguren und Comic Welt von Spiderman gegen einen Superbösewicht zu kämpfen, kämpft Hancock mehr mit sich selbst. Zwar ist er als Alki unterhaltsamer, doch auch wenn sich gegen Ende Licht ins Dunkel seiner Identität kommt wird der Film nicht langweilige. Für ordentliche Action wurde eh gesorgt. So ist Hancock mal ein erfrischender, kurzweiliger Hollywood Film, den man ruhiger Gewissens ansehen kann.
Categories: Action und Abenteur, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres Tags: Superheld, Will Smith
