Filmkritik und Review

Sleep Dealer (2008)

Memo lebt ihn einem kleinen Dorf in Mexiko. Da ein amerikanischer Konzern den Fluss, der einst die Farm seines Vater mit Wasser versorgte, aufgestaut hat, ist das Leben dort in jeder Hinsicht mehr als öde. Memo will dort Raus und hackt sich mit einer selbstgebauten Maschine ins weltumspannende Kommunikationsnetz. Dieses wird jedoch als Hacker Attacke von Wasser Terroristen gewertet, weshalb eine Kampfdrohne sein Haus zerstört und seinen Vater tötet. Memo wird live Zeuge, da der Angriff im Rahmen einer Reality-Show im Fernsehn übertragen wurde.
Nun halt ihn nichts mehr in seinem Dorf und er reist in die Stadt, wo er sich von der hübschen Luz Anschlüsse in den Körper implantieren lässt, um mit diesen durch die Kraft seiner Gedanken online zu gehen. Denn so kann er in einer Sleep Dealer Fabrik arbeiten. Hier arbeiten Mexikaner, die allesamt verkabelt sind und so Roboter jenseits der Grenze in den USA Roboter bedienen.
Währenddessen macht sich Ruby, der ebenfalls verkabelte Pilot auf den Weg nach Mexiko. Er hat im Netz die ERinnerungen von Luz gekauft und weiß dadurch, dass er er mit Memos Vater einen Unschuldigen ermordet hat.
Ausbeutung von mexikanischen Arbeitern, die man dafür noch nicht mal in die USA lassen muss. Eine unüberwindbare Grenze. Eine von Großkonzernen kontrollierte Wasserversorgung. Realityshows in denen privater Krieg gezeigt wird. Totale Vernetztung.
Sleep Dealer hat ein enormes Potential aber nutzt es in keinser Weise. Inspieriert durch Filme wie Matrix oder auch Ghsot in the Shell interessiert sich Sleep Dealer nicht für politische oder wirtschaftliche Hintergründe. Statt ein Thriller in einer schönen neuen Welt zu sein, ist er ein odes Drama. Die Liebesgeschichte um Memo und Luz, die unter dem Schatten steht, dass Luz Memos Geschichte verkauft hat, wirkt aufgesetzt und auch Rubys “Überwindung der Grenze” mag nicht recht fesseln.
Außerdem gibt es die ein oder andere Logiklücke. Warum muss man sich bespielsweise Seine Verkableung auf dem Schwarzmarkt besorgen, wenn die billigen Arbeitskräfte in den USA doch unentbehrlich sind?
Die Computereffekte sind übrigens für heute Verhältnisse sehr bescheiden. Aber diese Umstand ist eigentlich nicht weiter störrend. Denn selbst wenn die Animationen auf Hollywood Level wären, würde das Sleep Dealer nicht retten.

Regie: Alex Rivera

Sleep Dealer in der IMDB

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Posted by Sodomedia    Date: Dienstag, November 17, 2009

Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Science Fiction

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Saw 6

Über den letzten Saw Film habe ich ja nichts mehr geschrieben, weil über die Saw Reihe schon alles gesagt und geschrieben wurde. Das ändert sich mit Saw 6 zwar auch nicht, aber irgendie juckt es mich doch ein wenig in den Fingern ein paar Sätze zu dem Film zu schreiben.

Da ich nicht vermute, dass Saw Fans lesen können, werde ich nicht zu viel Zeit darauf verwenden, die Story (oder das was man so nennt) von Saw 6 zu erläutern. Die Hintergrundgeschichte rund um die Polizei war schon im guten ersten Saw Film eher hinderlich. Ab dem zweiten Teil war sie zwar nicht mehr hinderlich, da auch der Reste der Filme überflüssige war. Die Story wurde in den letzten Filmen immer weiter gesponnen und ist eine Art Mischung aus Twilight und Telenovela, die in Saw 6 munter weitergestrickt wird. Der Polizist, der sich bereits im letzten Teil als Edward Cullens (Jigsaw) Erbe herausstellte, macht seinen Job und am Ende erfährt man, dass alles ganz anders ist, als man es bisher gedacht hat. Das macht zwar genauso wenig Sinn wie Vampire bei Tageslicht, aber wir sind hier nun mal bei Twilight Saw 6. Ähnlich wie in Saw 3 und/oder Saw 4 darf dieses mal eine Einzelperson und keine Gruppe durch einen gigantomanischen Folterfallen Hindernispakur. Dabei ist er mit Sprengladungen ausgerüstet, die ihn nach 60 Minuten zerfetzen würden wenn er die perfiden Edward Cullen Spiele nicht mitspielt. Da man sich in Zeit der Finanzkrise befindet, ist das Schlachtvieh dieses mal aus der Finanz- Versicherungsbranche.

In Menschenverachtung und Gemetzel legt Saw 6 im Vergleich zu seinen Vorgängern aus der Twilight Saw Reihe nochmal eins drauf. Die wie üblich, den Rest des Films in den Schatten stellende, Anfangsszene ist vermutlich eine der härtesten der letzten Twilight Saw Filme. Zwei Menschen müssen sich selbst Körperteile abhacken oder Fleisch aus dem Körper schneiden um eine Wage zu ihren Gunsten zu beschweren. Wer am Ende mehr Fleisch auf der Wage hat, bekommt nicht nur ein Stück Wurst von der EDEKA Fleischwarenfachverkäuferin sondern auch keine Schrauben in den Kopf gebohrt. Nach diesem Splattermässig gutem Einstieg dürfen die Gorehounds eigentlich fast schon das Kino verlassen und auf Saw 7 warten.

Die Szene in der Edward Cullens Opfer sich entscheiden muss, welchen Mensch er rettet und welcher mit Stacheldraht gehängt wird, ist nur noch Tortureporn und kein Splatter. Außerdem gab es diese Situation gefühlt auch schon in jedem Batmanfilm. Die einzige kleine Überraschung in Saw 6 wäre es die Szene in der unser Opfer eine junge Frau durch einen Parkur aus heißem Dampf schicken muss. Denn nachdem dies geschafft ist, realisiert die Frau, dass der Schlüssel, der ihr das Leben retten kann, von Edward Cullens Erbe in sein Opfer transplantiert wurde. Das gab es aber in ähnlicher Form schon im ersten Saw Film und ist deswegen nicht mehr wirklich neu. Und mit Kreissägen hantierende Frauen gibt’s in High Tension auch wesentlich schöner.

Da Schrottflinten vermutlich billiger sind als echt Splattereffkte, gibt’s im Anschluss noch ein „Shotgun Wheel of Fortune“ oder Schrottflinten Glücksrad. Das passt nicht nur kein bisschen in die Saw Logik (hats die eigentlich je gegeben???), sondern ist auch Splattertechnisch so interessant wie Twilight 2 – New Moon. Damit die Splatterfreunde, die das Kino nicht nach der Startszene verlassen haben, auch noch ihren Spass haben, wird am Ende noch jemand mit Säure voll gepumpt. Das wäre ja eine tolle Sache, wenn nicht jeder Splatter Fan vermutlich ein halbes Dutzend Filme kennen würde, in denen es schönere Säure Szenen gibt.

Sollte man Saw 6 etwas possitives abgewinnen wollen, dann kann man dem Film immerhin zu Gute halten, dass Erbe von Edward Cullen, dieses mal eine angenehm fiese Badass Visage präsentiert. Das geht im restlichen Murks des Films zwar unter, aber immerhin gibt er sich Mühe. Ansonsten war das Einspielergebnis von Saw 6 nicht so berauschend, so dass man hoffen kann, dass der Mist irgendwann aufhört. Jedoch werden Aufgrund der Gewinnspanne wohl noch ein paar Filme gedreht. Und ich vermute, mal die Produzenten werden eher noch tiefer in die Tortureporn Kiste packen anstatt zu versuchen vielleicht mal etwas anständiges zu machen. Zumal Saw ja inzwischen eigentlich schon ein Äquivalent zu Torture Porn ist.

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Posted by Sodomedia    Date: Montag, November 2, 2009

Categories: Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror

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Southern Comoforts (1971)

Bei meinem Versuch mich dem Bethel Buckalew Film Tobacco Roody filmkritisch anzunähern bin ich gescheitert. Deshalb fällt die Filmkritik zu Southern Comoforts jetzt etwas anders aus. Im Großen und Ganzen geht es (wie auch in den anderen Buckalew Filmen die gesehen habe) um amerikansiche Südstaatler. Die Mädchen vertreiben sich die Langeweile mit Sex untereinander, oder kümmern sich um die Aufklärung des Stallburschen. Letzter kommt auf den Geschmack und hat nun auch eine andere Beschäftigung als Kühe zu jagen. Der Alte Cornel vergnügt sich mit einer Afroamerikanerin und am Ende gibt es einen Schönheitscontest (Nacktcontest wäre wohl zutreffender). Nackt baden und Sex im Heu gibt’s natürlich auch wieder. Und als absolutes Highlight fideln zwischendurch ein paar Geigenspieler.

In Southern Comoforts gibt es im Vergleich zu The Pigkeepers Daugther und Tobacco Roody eine, durch den Schönheitswettbewerb bedingt, größere Anzahl Darstellerinnen. Die Kulisse vor der der Film gedreht wurde, ist aber vermutlich die gleiche wie bei diesen beiden Filmen. Die heruntergekommene Farm. Wie gehabt wird wieder mit den Hinterwäldler Klischees gespielt und der Film lässt sich wieder ganz klar als Hixploitation (also Sexploitation mit Hillybillies) definieren. Für den Otto Normal Filmfreund reicht es vermutlich aus einen einzigen Bethel Backelow Film zu sehen. Aber wer extrem Sleaze mässige Sexfilme mag, wird vermutlich bei keinem seiner Filme enttäuscht.

Die einzige spannende Frage die Southern Comforts übrigens aufwirft, ist die ob die Sexszene des alten Cornels mit der jungen Afroamerikanerin jetzt rassistisch ist oder ob es sich mit ihr so verhält wie mit dem ersten Kuss zwischen Captain Kirk und Ohura.

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Posted by Sodomedia    Date: Samstag, Oktober 31, 2009

Categories: Erotikfilm Sexfilm Sexploitation Sleaze, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres

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Tobacco Roody (1970)

Tobacco Roody ist Südstaatendrama und scharfen Sittengemälde in einem. Dabei ist die Handlung mehr oder weniger nicht vorhanden. Zwei Schwestern sind gemeinsam am Fluss nackt baden zu gehen. Sie beginnen aneinander rumzufummeln und an „Harry“ zu denken. Dabei werden sie von ihrer verhassten (Stief)Sschwester Tottie überrascht, die auch baden will. Doch kaum sind alle drei nackt, wird die Stiefschwester hinterrücks mit Matsch beschmiert und ergreift die Flucht. Netterweise hilft Daddy ihr dabei, sich wieder sauber zu machen indem er sie mit dem Wasser Wasserschlauch abspritzt. Da sich das so gut anfühlt, verziehen sich beide in die Scheune und noch ein bisschen mehr Spass zu haben. Währenddessen vergnügt sich die Mutter mit dem Sheriff und dem örtlichen Großgrundbesitzer und die Schwestern vergnügen sich miteinander. Später taucht noch eine Französsin auf, die mit Daddy ebenfalls ins Heu geht. Schlussendlich betrinken sich dir Farmboys und um im Anschluss im Haus auf die drei nackt und teilweise auf dem Boden schlafenden Schwestern zu treffen.
Öhm ja. Wo fange ich an? Bethel Buckalew ist vermutlich einer der unterschätztesten Regisseure der Kinogeschichte. Auch wenn sein wirken sich auf Sexfilme wie diesen beschränkt, war er wirklich nicht untalentiert. So schneidet er in Parallelmontage von sich gegenseitig befummelnden Schwestern in die gleiche Einstellung in der Harry fummelt. Das hätte Kubrick auch nicht besser machen können. Den gleichen Trick verwendet Buckalew später noch einmal. Ebenso benutzt er eine subjektive Kamera, die die schlafenden, nackten Schwestern aus der Perspektive eines Betrunkenen zeigen. Große Kunst. Aber Tobacco Roody ist nicht nur eine Film für Freunde hoher Filmkunst oder nackter Weiber.
Der Film ist reiner Sleaze und bedient dabei die Klischees der amerikanischen Rednecks und Hillbillys: Der normale Südstaatler verbringt den gesamten Tag mit Sex im Heu, Inzest oder Alkohol. Das ist zwar nicht sonderlich intelligent, aber es macht dennoch Spass. Buckalew zitiert sogar an einer Stelle Susi und Strolch. Das Einzige was den Filmspass ein bisschen einschränkt ist der permanente Beschallung mit Country Musik. Aber die gehört ja wie der Inzest einfach zu einem Südstaatenfilm dazu.

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Posted by Sodomedia    Date: Freitag, Oktober 30, 2009

Categories: Erotikfilm Sexfilm Sexploitation Sleaze, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres

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Der Weg nach Mekka – Die Reise des Muhammad Asad (2008)

Gut gemachte Dokumentation, die auf den Spuren des vom Judentum zum Islam konvertierten Muhammad Asad wandelt und dabei die Stationen seines Lebens besucht. Auch wenn man dem Film teilweise Einseitigkeit vorwerfen kann und komplexe Probleme sehr vereinfacht dargestellt werden, fasziniert er über die gesamte Laufzeit. Die verschiedenen bereisten Ort von der Ukraine, über Wien in den Nahen Osten und schließlich über Pakistan nach New York und Spanien sorgen für viel Abwechselung und zudem gelingt die Annäherung an Muhammad Asads Person und sein Werk.

Der Weg nach Mekka – Die Reise des Muhammad Asad auf der AMAL Filmfestival Seite

Kritiken bei Moviematze und JURBLOG

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Posted by Sodomedia    Date: Freitag, Oktober 30, 2009

Categories: Dokumentarfilm, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres

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Roja Oriental (2009)

Tunesien: Lilia, eine Hausfrau in den besten Jahren, lebt seit dem Tod ihres Mannes ein eher langweiliges Leben. Ihr Alltag besteht aus Putzen, Stricken und Kochen. Natürlich hat sie auch ein Auge fast erwachsene Tochter Salma, die lieber mehr Freiheit hätte und statt dessen gerne auf Mamis selbst gestrickte Pullover verzichten würde. Lilia vermutet indes, dass Salma eine Beziehungmit dem Musiker Chokie haben könnte. Als ihre Tochter eines Nachts nicht nach Hause kommt, sucht sie das Tanzvarietee auf, in dem dieser arbeitet und entdeckt eine völlig neue Welt.
Sie ist schockiert und fasziniert von dem Etamblisment in dem bei heißen, arabischen Rhythmen Bauchtänzerinnen die Hüften kreisen lassen. Angetrieben von größtenteils männlichen Zuschauern. Obwohl sie bei ihrem ersten Besuch dort in Ohnmacht fällt, kehrt sie zurück und schlüpft eines Nachts selbst in eines der glitzernden Bauchtankostüme. Ehe sie sich versieht steht sie selbst auf der Bühne und tanzt ekstatisch.
Lilia schließt Freundschaft mit einer anderen Bauchtänzerin und lässt sich von ihr in die Geheimnisse der Bauchtanzkunst einweisen. Der Tanz erweckt ihre Lebensgeister und Lilia beginnt ihr (Doppel)Leben zu genießen. Sie kauft neue Schuhe, legt sich einen jugendlichen Haarschnitt zu und erweckt schließlich auch das Interesse Chokris an ihr. Dieser weiß natürlich nicht, dass Lilia die Mutter seiner Freundin ist.
Roja Oriental erzählt die Geschichte der Geschichte der einsamen, gelangweilten Witwe, die zurück ins Leben findet. Zuschauern die nicht mir der arabischen Welt, vertraut sind, wird der Film vermutlich etwas irritieren. Denn Roja Oriental hat wenig mit westlichen Klischees über die arabische Welt zu tun. Tochter Selma hat eine sexuelle Beziehung zu einem Mann und kämpft vermutlich den gleichen Kampf gegen elterliche Autorität wie andere junge Menschen. Kopftücher gibt es im ganzen Film nicht. Wobei ich kann natürlich wenig darüber sagen kann, wie weit das Kopftuch in Tunesien verbreitet ist.
Der Film konzentriert sich ganz auf Lilias Entwickelung. Der Höhepunkt dieser ist natürlich der finale Sex mit Chokri Lilia verführt den sehr viel jüngeren Freund ihrer Tochter in einer Nacht, in der diese eigentlich mit ihm verabredet und deshalb extra einen Freundin „zum lernen“ gegangen war. Der Sex zwischen Choki und Selma wird im Film nur dadurch angedeutet, dass man sieht was davor oder danach passiert. Anders sieht es bei der Sexszene mit Lilia aus. Hier geht es, für konservativ islamische Verhätnisse wahrscheinlich extrem heiß zu.
Lustigerweise fast die, an diesem Abend vom Freund versetzte Tochter am nächsten morgen Mut und plant nun, der Mutter ihren Freund vorzustellen. Das die beiden sich schon mehr als gut kennen, wird Selma wohl nie erfahren. Als etwas konservativ geratenes Ende heiraten Chokri und Selma schließlich. Der Mutter-Tochter-Konflikt wird also ausgespart. Kleiner Bonuspunkt für das biedere Ende ist immerhin die Szene in der Lilia mehr oder weniger Eindeutig mit dem Bräutigam tanzt.
Roja Oriental ist ein überaus gelungener Film, der neben tollen Tanzeinlagen und guten Schauspielern auch einen nicht westlichen Blick auf Themen wie weibliche Sexualität und Selbstverwirklichung eröffnet.

Roja Oriental WebSeite beim Amal Festival

Trailer:

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Posted by Sodomedia    Date: Mittwoch, Oktober 28, 2009

Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres

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Lady Snowblood -aka- Shurayukihime (1973)

Es sind unruhige Zeiten im Japan kurz vorm Anbrechen des 20. Jahrhunderts. Das Land, dass sich lange Zeit dem Westen gegenüber verschlossen hat, öffnet sich und will sich zur Weltmacht entwickeln. Deswegen wird die, im alten Japan des Shogun und Samurai, völlin unbekannte Wehrpflicht eingeführt.

In einem kleinen Dorf kommt, auf Grund von Gerüchten zur Tragödie. Drei Männer und eine Frau töten den neuen Grundschullehrer des Dorfes. Sie geben vor ihn für den in Weiß gekleideten Beamten der Regierung zu halten, der zur Überwachung der Wehrpflicht beauftragt ist. Sie metzeln den Mann brutal nieder, töten seinen kleine Sohn und vergewaltigen tagelang seine Frau. Anschließend erzählen sie den Leuten in Dorf sie könnten sich von der Wehrpflicht frei kaufen, in dem sie 270 Yen bezahlen. Einer der Betrüger macht sich mit seinem Anteil auf nach Tokio und nimmt die zuvor geschändete Frau des Lehrer mit, da er ihr verfallen ist. Diese tötet ihn schließlich und wird dafür ins Gefängnis gesteckt.

Dort verhält sie sich wie eine läufige Hündin und hat Sex mit jedem Mann, der ihr über den Weg läuft. Sie will unbedingt schwanger werden und einen Sohn gebären, der ihre Rache fortführen kann. Bei der Geburt einer Tochter stirbt die Frau und das Kind wird von einer wenig später freigelassenen Mitgefangenen zur Lehre bei einem Kampfkunstmeister gegeben, der sie zum gnadenlosen Racheengel ausbildet.

Als das Mädchen zu einer bildhübschen Frau herangewachsen ist, macht es sich daran die Rache ihrer Mutter zu vollendenden. Lady Snowblood genannt. Mit Hilfe des japanischen Bettlerkönigs spürt sie die Mörder von damals auf und folgt ihrer Bestimmung.

Ihr erstes Opfer ist inzwischen ein kranker, alter Säufer. Seine Tochter prostituiert sich heimlich um ihrem Vater Schnaps und Medizin zu kaufen. Der zweite Mann auf ihrer Liste ist angeblich bei einem Opiumschmuggel gestorben. Auch beim Versuch Rache an der Frau die unter den Mördern war, scheitert sie. Diese ist inzwischen Anführerin einer Mafiagruppe und erhängt sich bevor sie gerichtet wird.

Doch mit dem Auftauchen des letzten Mörders, der nicht ertrunken, sondern sehr lebendig ist muss ihre Rache vollenden und kann sich nicht dem Leben mit dem Journalisten und Buchautor widmen, der ihre Geschichte als Roman herausgebracht hat.

Rache! Immer wieder ein großartiges Filmthema. Mit Lady Snowblood setzt es Regisseur Toshiya Fujita auf überaus poetische Weise in Szene. Die Heldin wird lediglich zum Zweck der Rache gezeugt und geboren (Ich frage mich ob sich die Nighmare on Elmstreet Macher davon haben inserieren lassen. Wir erinnern uns: Freddy Kruegers Mutter war Nonne und wurde in einer Psychiatrie von sämtlichen Irren vergewaltigt. Freddy ist ja auch eine Rachfigur). Es wird in manchen Szenen deutlich, wie sehr Lady unter ihrer Rolle leidet. Wenn sie nicht das Schwer schwingt um Blut zu vergießen wirkt sie erstaunlich zerbrechlich. Ein völlig unfreies, fremd bestimmtes Wesen. Hauptdarstellerin Meiko Kaji spielt ihre Rolle sehr überzeugend und sang auch den Titelsong. Die Filmmusik selbst tut auch ihren Teil zur Atmosphäre des Films.

Der Beginn des Filmes ist sehr verschachtelt erzählt (kein Sorge später wird linear). Es wird gesprungen zischen Lady Snowbloods Mutter im Gefängnis, der Geschichte um den Mord an ihrem Mann, der Jetztzeit in der sich Lady Snowblood bewegt und dem historischen Hintergrund, der in Zeichnungen bzw. Mangazeichnungen erzählt wird. Gerade diese schwarz weiß roten Bilder verfehlen ihre Wirkung nicht.

Rot ist sowieso das Stichwort. An Blut wurde in Lady Snowblood nicht gespart. Jeder Schwertstoß eine Blutfontäne! Es ist schwer zu sagen, ob das übertrieben ist oder eine Abkehr von Filmen in denen überhaupt kein Blut fließt. Definitiv hat Lady Snowblood aber mit den Weg frei gemacht für Filme wie Shogun’s Sadism – The Joy of Torture 2: Oxen Split Torturing. Die Schwertkämpfe für sich sind mit ungeheurer Eleganz choreografiert.

Neben dem Rachemotiv thematisiert behandelt der Film auch die oft im Film verarbeitete (zuletzt durch Last Samurai) Öffnung Japans gegenüber dem Westen. Gerade wie Lady Snowbloods Opfer angeordnet sind ist ein Zeichen dafür. Der Erste ist ein Verlierer, der es in den neuen Zeiten zu nichts gebracht hat. Die Zweite ist Mafiaboss und verfügt bereits über Schusswaffen. Und der dritte ist kein kleiner Verbrecher, sondern Waffenschmuggler, der Geschäft mit der Regierung macht. Nachdem Lady Snowblood ihn getönt hat ist für sie selbst kein Platz mehr, da sie selbst Bestandteil des alten Japans ist (Schön in diesem Zusammenhang ist auch die Szene, in der das letzte Opfer von der Galerie fällt und dort die Japanische Flagge herunter reißt, die dort neben der amerikanischen hing). Jedoch wird sie von der Tochter (die Prostituierte) eines ihrer Opfer getötet, wodurch auch die Botschaft herausgestellt wird, das Gewalt immer nur neue Gewalt hervorruft.

Bekanntheit außerhalb der Eastern Fan Szene bekam der Film erst wieder durch Quentin Tarantinos Kill Bill. Dieser bedient sich ganz offen aus Lady Snowbloods Motiven und zitiert ihn eigentlich ununterbrochen.

Was ich noch sehr gut gemacht fand, war übrigens des Maskenball, der an Sissi Filme erinnerte und so die folgende Gewalt sehr schön kontrastierte. Wobei man sich bei dem Ball natürlich beschweren kann, dass dort Flaggen hängen, die es zur Zeit in der, der Film spielt noch gar nicht gab, weil es die Staaten noch nicht gab. Aber so kleinkariert sollte man nicht sein^^

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Posted by admin    Date: Dienstag, Juli 28, 2009

Categories: Action und Abenteur, Asiatischer Film, Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres

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Death Trance – Versus II (2005)

Eins Vorweg: Death Trance – Versus 2 ist nicht wirklich der zweite Teil des Material Arts, Splatter, Yakuza, Fantasy Krachers aus dem Jahr 2000. Aber da Tak Sakaguchi mitspielt und der Action Derector von Versus Yûji Shimomura hier selbst Regie führte, dachte sich der deutsche Verleih Anolis wohl, man sollte dem Publikum Namensgebung ein bisschen besser auf den Film aufmerksam machen. Nicht zu unrecht wie ich finde.

Ein Mann schreitet durch eine Armee von steinernen Statuen um schließlich einen Tempel zu erreichen. In diesem reichtet er ein Massaker unter den Mönchen an und stiehlt den Sarg, den sie dort bewacht haben. Als später einer der Mönche, der beim Blutbad nicht anwesend war zurück zum Tempel kommt, bekommt er vom hohen Priester (oder was auch immer der Typ genau war) den Auftrag zu verhindern, dass der Sarg geöffnet wird. Denn wenn dies geschehe werde die Göttin der Zerstörung befreit und würde die Welt vernichten. Währenddessen schleift der Mann der den Sarg gestohlen hat diesen in Seelenruhe hinter sich her. Begleitet wird er dabei von einem kleinen Mädchen, das ihm auf Schritt und Tritt folgt. Aber nicht nur der Mann scheint Gerüchte über die Macht des Sargs zu haben. Die Eingeborene Bevölkerung glaub er erfüllte Wünsche und versucht immer wieder ihn in ihren Besitzt zu bekommen. Ebenso so wie ein weiter Mann, der nicht nur mit Schwert, sondern auch mit Panzerfaust und Pistolen bewaffnet und sich zusammen mit dem Mönch der Fährte des Sargs folgt.

Story? Nein Danke! Wer nur Filme mag, bei denen eine schön lineare Geschichte die Handlung des Films bestimmt, ist bei Death Trance – Versus 2 bestimmt an der falschen Stelle. Wichtiger als die minimalistische Story ist hier, der mythologische Überbau und die Metaphorik, die in vielen der einzelnen Szenen steckt, auch wenn diese vielleicht auf den ersten Blick nur wenig Sinn ergeben. So wird einem schon klar, dass der Mann der den Sarg gestohlen hat, als Wunsch den ultimativen Fight hat, welchen ihm die Göttin der Zerstörung auf jeden Fall liefert. Auch die Funktion des kleinen Mädchens wird am Ende erst klar und dürfte wohl Leuten die ein bisschen fit in japanischer Mythologie sind etwas sagen. Aber auch wenn man hier stundenlang weiter über jedes Detail des Films philosophieren könnte, möchte ich dass nicht ausufern lassen und zu wesentlicherem kommen. Die Kämpfe in die gezeigt werden sind wirklich atemberaubend. Cool, schnell, brillant koreografiert und teils mit heftigem Metall Sound eine Metallband unterlegt die kein Mensch kennt (man belehre mich bitte). Splatter wie in Versus gibt in den Kämpfen zwar nicht, aber das sorgt irgnedwie dafür, dass alles eine Spur edeler wirkt. Death Tance – Versus 2 spielt ähnlich wie Versus über lange Strecken in einem Wald, aber die Atmosphäre ist hier weit aus weniger amateurhaft. Neben den Kämpfen lässt man sich sogar Zeit zwischendurch ein wenig Humor durchblitzen zu lassen. So hat der Sargdieb ständig Magenknurren und das kleine Mädchen frisst ihm sämtliches Essen weg (Ja ja, die Japaner und Essen). Eine erstklassige Wirkung erzielt auch der plötzliche Einsatz modernen Waffen und Geräte. Man fühlt sich gerade in einem altertümlichen Material Arts Film, da wird auf einmal irgendeine Schusswaffe, der Raketenwerfer oder gar ein Motorrad ausgepackt. Mag sein, dass das wieder etwas mit der Zerrissenheit Japans zwischen Tradition und Moderne zu tun hat; aber ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist Death Trance – Versus II den Kinobesuch auf jeden Fall wert, wobei ich mir eine echte Versus Fortsetzung auch wünschen würde.

Bin ich eigentlich der einzige, der bei dem Typ mit dem Megaschwert an Final Fantasy denken musste?

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Posted by admin    Date: Dienstag, Juli 28, 2009

Categories: Action und Abenteur, Asiatischer Film, Fantasy, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres

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Das Pendel des Todes -aka- Pit and the Pendulum (1961)

Ein junger Adeliger kommt in das Schloss seines Schwagers Nicolas in Spanien um sich nach den Umständen zu erkundigen, nach denen seine Schwester verstorben sei. Befriedigende Antworten findet er dort aber nicht. Stattdessen seinen Schwager, der dabei ist wahnsinnig u werden, weil er befürchtet, seine Frau lebendig eingemauert zu haben. Als kleines Kind musste er nämlich mit ansehen, wie sein Vater dies mit seiner untreuen Mutter machte, nachdem er sie zuerst fast zu Tode folterte. Weiterhin scheint der Geist der toten Frau im Schloss ihr Unwesen zu treiben um auf ihr Schicksal als lebendig eingemauerte aufmerksam zu machen.

Roger Corman hat mit diesem Film mal wieder etwas bemerkenswertes geschaffen. Mit Hilfe schaurig schöne Kulissen und einem, zwar altmodischen aber spannenden Drehbuch, gelingt es ihm wunderschön gruselige Horroratmosphäre zu schaffen. Der Film der nach einer Vorlage von Edgar Allen Poe entstand verzichtet, wie für 1961 typisch auf blutige Effekte oder sonstigen Schnickschnack, aber das tut der Qualität des Films keinen Abbruch, wobei man wenn man nur Teenyslasher gewöhnt ist, vielleicht Schwierigkeiten habe dürfte sich auf den Film einzulassen. Großartig ist natürlich Vincent Price, der zwar zu Beginn auf Grund seiner Rolle ein bisschen weibisch wirkt, aber im Finale seinem Ruf als Horrorikone mehr als gerecht wird.

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Posted by admin    Date: Dienstag, Juni 9, 2009

Categories: Drama, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Horror

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Ach jodel mir noch einen -aka- Stoßtrupp Venus bläst zum Angriff (1974)

Da spiegel.de so nett war von Ach jodel mir noch einen zu schreiben (der Film soll wohl bei Kino.to der Hit sein) rückt der Film mal wieder etwas nach oben.

Originalpost: 02.04.2007, 19:25

Ein Stoßtrupp weiblicher Außerirdischer von der Venus reist mit seiner fliegenden Untertasse auf die Erde um dort Nachschub für die Samenbank der Venus zu beschaffen. Der kostbare Samen (Reibstoff) ist nämlich auf der Venus zur Neige gegangen, weshalb die fünf Aliens bei den Samen produzierenden Wilden der Erde, das kostbare Gut abzapfen sollen. Diese Mission ist keine ganz ungefährliche! Aus dem Erdfernsehen erkennen die Frauen sogar, dass die Wilden Kannibalen sind, die Frauen aussaugen. Während der Ankunft des Ufos, haben die Zenzi und der Karl gerade Sex im Stall („Hättest du mir gleich gesagt, dass du eine Jungfrau bist, hätte ich mir mehr Zeit gelassen“ „Und wenn ich gewusst hätte, dass du keine Zeit hast, hätte ich mir doch die Strumpfhose ausgezogen.“). Dieses Intermezzo wird dann aber mit der Mistgabel durch die Dorfwirtin beendet, die durch die Landung des Raumschiffes wach geworden ist. Die Venus Mädchen schwärmen später aus um Samen zu beschaffen und werden von der Bevölkerung des bayrischen Dorfs, in dem sie gelandet sind für das französische Skiteam gehalten. Während eine der Frauen es schafft gleich 4 stramme Bayern in das Raumschiff zu locken, um sie dort an die Samenabzapfmaschine anzuschließen, gerät ein anders Besatzungsmitglied in Lebensgefahr, da ein Bursche, dem sie die Skier geklaut hat, ihr den überlebenswichtigen Raumanzug ausgezogen hat. Doch ein Arzt kann sie schnell genug in eine Sauna bringen und sie da direkt auch aufklären. Eine andere gerät an einen Unterwäsche Vertreter, bei dem sie Reibstoff in der Klarsichtpackung bekommt (Kondome) und im Auto von hinten genommen wird (Beim Cunnilingus: „Sind sie einem Kannibalen in die Hände gefallen?“ „Jaaa, er kostet mich bereits!“). Ein anderes Besatzungsmitglied gerät an einen Jäger, bei dem sie die Vorzüge bayrischer Blasmusik kennen lernt, aber vor Überraschung den kostbaren Samen verschluckt. Die letzte Venus Frau gerät schließlich an den Dorfpolizisten, dem sie zuvor die Uniform geklaut hatte („habt ihr so was schon gesehn? Das ist ein schwuler Polizist!“). Zurück im Raumschiff probieren zwei der Aliens erst einmal Erden Dessous aus und lesbisieren ein bisschen rum. Am Ende landet das ganze vermeidliche Skiteam auf dem Blassmusik Tanzabend des Dorfs, bei dem es nicht nur Sex mit einem Skilehrer, sondern auch einen Blowjob unter dem Tisch gibt. Schließlich ziehen sich die Venus Frauen vor versammelter Mannschaft aus, was in einer Massenschlägerei unter den anwesenden Männern mündet.

Aus der Masse der langweiligen, unerotischen, strohdoofen und unkreativen Bayern Sexfilmen sticht „5 Mädchen blasen zum Angriff“ wie der Film auch hieß, auf jeden Fall heraus. Die Story an sich ist eine wirklich witzige Idee und wurde ja quasi sogar für den amerikanischen Film „Good Vibrations – Sex vom andern Stern“ recycelt. Dialoge und Witze sind größtenteils nicht der totale Bodensatz des derben Klamauks, sondern wirklich spaßig. Auch wenn gewisse Standarts des bayrischen Sexklamauk geboten werden. Erfreulich sind auf jeden Fall die weiblichen Darstellerinnen und die Tatsache, dass sei genug Gelegenheit haben, ihre nackten Körper zu präsentieren. Nebenbei gibt’s eine schöne verschneite Bergkulisse und ein nettes Design der Alientechnologie. Stosstrupp Venus ist auf jeden Fall eine Perle des deutschen Sexfilms, der neben Humor und Erotik auch die Elemente des Science Fiktion Films einbaut und so ein absolutes Highlight wird.

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Posted by admin    Date: Montag, April 6, 2009

Categories: Erotikfilm Sexfilm Sexploitation Sleaze, Filmblog, Filmkritik und Review, Genres, Komödie, Science Fiction

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