28 Weeks Later (2007)

Nachdem im ersten Teil 28 Weeks later, Großbritannien durch einen Virus in ein Zombie Eldorado verwandelt wurde, durch das sich Zombiefilm typisch ein paar Überlebende flüchten mussten, spielt der zweite Teil (Oh Wunder) 28 Wochen nach Ausbruch der Zombieseuche. Inzwischen sind alle Zombies verhungert und die US Armee (wer auch sonst) kümmert sich um den Wiederaufbau und die Neubesiedelung. In London wird eine grüne Hochsicherheitszone eingerichtet, in der neben jeder Menge Soldaten auch die ersten Zivilisten leben. Ohne Probleme gelingt es zwei Kinder jedoch aus dieser Zone auszubrechen. Sie entdecken in ihrem alten Haus ihre Mutter, die dort 28 Wochen überlebt hat. Die medizinische Untersuchung durch das Militär zeigt, dass sie das Zombie Virus zwar in sich trägt, aber immun dagegen ist. Als ihr Mann (auch ohne Probleme) zu ihr gelangt und sie küsst, bricht der Virus erneut aus, die Soldaten lassen sich lieber beißen als den einen Zombie zu erschießen und schließlich sperrt man alle Zivilisten in einen Raum, damit sich der Virus auch möglichst gut wieder verbreiten kann. Kein Problem, bombardiert man doch einfach alles mit Napalm. Natürlich kann eine kleine Gruppe fliehen….

Danny Boyles 28 Dayslater brachte frisches Blut ins Zombie Genre. Der Brite schuf eine apokalyptisches Szenario, dass insbesonders in der ersten Filmhälfte mit enormer Wucht über den Zuschauer hereinbrach. Die zweite Hälfte war dann zwar noch ganz lustig, aber nicht mehr auf so hohem Niveau. Im zweiten Teil nun, ist Atmosphäre wiederum extrem dicht und es gibt harten Splatter der überaus realistisch inszeniert ist. Doch leider krank 28 Weeks Later an einer Krankheit die die meisten Zombiefilme befällt. Er ist teilweise einfach nur dumm. Anspielungen auf den Irakkrieg sind ja noch ganz nett, wenn auch offensichtlich, aber ansonsten ist der Film keine intelligente Unterhaltung.

Das liegt einfach daran, dass es zu viele Logiklöcher gibt. Wer darauf achtet kann sich den Film zeimlich versauen. So stellt sich die Frage, wie Kinder so einfach aus einer derart befestigten Anlage ausbrechen können, wie ein Zivilist (access all areas hin oder her) in militärisches Sperrgebiet kommt, wieso so so viele Soldaten es nicht schaffen so ein paar Zombies zu erledigen und warum für einen Ernstfall nicht besser vorgesorgt wurde. Ich meine irgendwie bei George A. Romero ging es da klüger zu. Das Ende ist zwar ganz nett, aber neben dem für einen Horrorfilm üblichen „Unhappy End“ vermutlich auch eine Steilvorlage für den dritten Teil 28 Months later, der 2011 in die Kinos kommen soll.

Wer also keine tiefgründigen Figuren und eine gute Story braucht oder sich einfach an gutem Gore und tollen Bildern erfreuen kann, der macht bei 28 Weeks later nichts falsch.

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