Flash Gordon (1980)
Der intergalaktische Diktator Ming bedroht die Erde indem er den Mond auf den hoffnungslos primitiven Planten stürzten lässt. Eigentlich hat Football Star Flash Gordon damit wenig bis gar nichts zu tun, doch dummerweise stürzt sein Flugzeug mit samt der hübschen Dale in das Labor von Dr. Hans Zarkov. Dieser braucht eine zweite Person für ein Himmelfahrtskommando, das den außerirdischen Angriff abwehren soll.
Und ehe man sich versieht, sind Zarkov, Dale und Flash Gordon mit der Rakete des Doktors unterwegs nach Mongo, vom wo Ming über sein Weltraumimperium herrscht. Der Tyrann will Flash Gordon hinrichten und sich Dale als Sexsklavin Ehefrau nehmen.
Natürlich kommt alles ganz anders und Flash Gordon rettet die Erde, gewinnt das Herz von Dale und vereint die Königreiche von Mongo gegen Diktator Ming. Dabei muss er zwischenzeitlich den Anmachen einer sexsüchitigen Schlampe Prinzessin widerstehen, die ihn zwar rettet aber dann an einen eifersüchtigen Liebhaber vom Volk der Baummänner übergibt, der Flash auf ein Schwanzvergleich lebensgefährliches Männlichkeitsritual herausfordert. Vor der finalen Schlacht, verbündet sich Flash dann noch mit dem Volk der Falkenmänner, nicht ohne vorher bei einem Duell auf Leben und Tod gegen den aufmüpfigen Waldmann zu bestreiten.
Drei Jahre nach Star Wars entstand diese knallbunte Space Opera nach Vorlage der Flash Gordon Comics. Und ähnlich bunt wie in einem Comic geht es auch zu. Die Kostüme, Kullissen und die gesamte Gestaltung des Films wirken wie auf einem LSD Trip und erinnern teilweise an Barbarella aus dem Jahr 1968. Zwar gibt es in Flash Gordon nicht Jane Fonda nackt zu sehen, aber dafür erstrahlt Sam J. Jones als blonder Superheld, der Mings Soldaten mit Football Tricks umhaut.
Genau dieser nicht wirklich erst zu nehmende Witz macht, den Charme aus, der Flash Gordan innewohnt. Die Schwelle zum Trash übertretend, wird es jedoch nicht langweilig. Der Kampf zwischen Flash Gordan Prinz Barin (Wer hätte Bonddarsteller Timothy Dalton erkannt?) im Palast der Falkenmenschen hat auch nach knapp 30 Jahren nichts von seiner Wirksamkeit verloren außerdem gibt es da ja noch Queen. Die Rockband steuerte mit ihrem unvergesslichen Soundtrack das i-Tüpfelchen zu Flash Gordon bei, dass ihn erst Recht zu einem Klassiker adeln.
Regissuer Mike Hodges drehte übrigens auch Der Croupier und nach Wunsch von Produzent Dino De Laurentiis sollte Federico Fellini den Film machen!
“Flash GordOn”(!) – oder hab ich eine versteckte Pointe verpasst?