Redbelt (2008)

Mike Terry ist Kampfsportlehrer aus Überzeugung. Bei ihm geht es mehr um die Philosophie, die hinter der Kampfkunst steckt, als ums bloße gewinnen. Sein Leben gerät eines Abends aus dem Ruder, als die Anwältin Laura Black völlig verstört in seinem Jiu-Jitsu Dojo auftaucht und mit der Waffe eines dort trainierenden Cops die Scheibe einschießt. Als wäre das nicht schon Stress genug, gerät er am Abend in eine Kneipenschlägerei in der dem Hollywoodstar Ched Frank (Tim Allen ist ganz schön alt und fett geworden) die Haut rettet.

Um die Wendungen die Redbelt noch auf Lager hat zu erklären würde man ein paar Seiten brauchen, deswegen spare ich es mir diese im Detail zu erklären. Es sie nur gesagt, dass der Film munter von einem Kampfsportdrama, zu einer Abrechnung auf ein korruptes Showgeschäft und Hollywood, über eine kleine Anwaltsstory hin zum Copthriller und wieder zurück zum Kampfsportfilm wandert. Tut das Redbeld gut? Nicht wirklich.

Es werden zu viele dramatische Fässer aufgemacht und zu viele Handlungstränge miteinander verknüpft, als das man die Handlung noch ernst nehmen könnte. Um die einzelnen Stränge des Films zu verknüpfen und am Schluss den für einen Material Arts Film obligatorischen Endkampf zu arrangieren kommt all zu oft der Zufall, das Schicksal oder das Drehbuch von Regisseur David Mamet zur Hilfe. Das ist ärgerlich, denn der House of Games sollte das eigentlich besser können.

Das Redbeld dennoch kein Flop ist, sondern sich durchaus als kleiner Independent Streifen sehen lassen kann liegt besonders an Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor. Er trägt den ruhigen Film über weite Strecken, auch wenn seine Figur des Kämpfer mit Überzeugungen ein wenig ausgelutscht erscheint. Wer harten Karatefilm erwartet wird vermutlich enttäuscht werden, wobei sich die wenigen Jiu-Jitsu Kämpfe die es gibt in de Tat sehen lassen können.