Six-String Samurai (1998)
Im Jahr 1957 fällt die Bombe. Durch den nuklearen Erstschlag übernehmen die Sowjets die Herrschaft in den USA. Der einzige freie Ort in der radioaktiv erstrahlten Wüste ist Las Vegas, wo der zum König gekrönte Elvis residiert. Nach dem Tod des King macht sich Buddy auf nach Las Vegas auf um sein Nachfolger zu werden. Bewaffnet mit Samurai Schwert und Gitarre rettet er auf dem Weg in das gelobte Land, einen kleinen Jungen vor verstrahlten Mutanten, der ihm darauf hin überall hin folgt.Ebenfalls an Buddys Fersen heftet sich der leibhaftige Tod in Form des personalisierten Heavy Metals. Doch der Tod ist nicht die einzige schräge Figur in diesem Endzeitszenario. Eine Killer Bowling Crew, eine kannibalisitische durchgedrehte All-American-Family, seltsame Astronauten, die Rote Armee und die Band „The Red Elvises“ stehen zwischen Buddy und Las Vegas.
Low Budget hin oder her. Six-String Samurai ist ein Meisterwerk. Zwar merkt man jeder Szene an, dass nicht allzu viel Geld da war, aber genau so merkt man wie viel Liebe die Filmemacher in ihr Projekt gesteckt haben. Der Soundtrack untermalt die tristen Bilder der endzeitlichen Wüste, mit der Musik der Red Elvises, was eine einzigartige Atmosphäre sorgt. Die Mischung aus Rock n’Roll und Polka lässt einen die billigen Kostüme schnell vergessen. Zumal der Trashfaktor weniger stark herüber kommt, als man denken mag. Dafür ist die knappe Geschichte einfach zu elegant erzählt.
Natürlich erinnert Six-String Samurai irgendwie an Mad Max, aber wenn es um Coolness geht, schlägt dieser Rock N’Roll Schwertkampffilm den Mel Gibson Steifen um Längen.