Blood Feast 2: All U Can Eat (2002)
Fuad Ramses III eröffnet den Catering Service seines (legendären) Großvaters wieder. Der Polizei schmeckt das gar nicht. Denn dort erinnert man sich sehr genau an das Gemetzel, dass Fuad Ramses der Erste einst anrichtete, als er Menschen seiner Göttin opferte.
Und wie sich schnell zeigt, kommt der Enkel nach seinem Großvater. Im Lagerraum des Ladens findet er die Statue einer alt ägyptischen Göttin, die ihm alsbald befielt für sie zu morden. Ein anstehendes Hochzeitsbuffet gibt ihm die Möglichkeit seine Fähigkeiten als Schlachter zu zeigen.
Herschell Gordon Lewis ist ein Phänomen. Der Mann drehte erst billige Nudistenfilme, erfand dann mit Blood Feast das Splatter Genre und verschwand dann jahrelang in den tiefen der Werbeindustrie, bis er 2002 diese Fortsetzung seines Klassikers drehte. Die Story ist zwar nahezu identisch mit dem ersten Teil, aber dennoch ist der Film Pflicht! Die Schauspieler bestechen durch extremes Overacting, was „Blood Feast 2: All U Can Eat“ auf herrlich amüsante Weise von Beginn an ins unrealistische abgleiten lässt. Neben Fuad Ramses III bestechen die beiden Cops durch ihr famoses Schauspiel. Auch das Lewis quasi zu seinen Wurzeln zurückkehrte und Nudity in den Film eingebaut hat, verstärkt diesen Eindruck der völligen Absurdität und erfreut zudem den geneigten Zuschauer. Der Soundtrack fällt ebenfalls positiv auf und verleiht dem Blut Fest eine gewissen Party Atmosphäre.
Final besticht Blood Feast 2: All U Can Eat natürlich auch auf Grund der Splatter und Gore Effekte. Wenn Fuad Ramses III Schädel und Gehirn mit der Bratensäge aufschneidet, einer Frau das Gesicht vom Schädel abpellt oder auch einfach nur mit Gedärmen oder dem Abschneiden von Köpfen beschäftigt ist, merkt man ganz klar, dass Herschell Gordon Lewis diese filmischen Spielereien erfunden hat.
Gerade weil faschistischen Deutschland Blood Feast 1 seit dem August 2004 vom Amtsgericht Karlsruhe verboten, beschlagnahmt und indiziert ist, lohnt es sich den zweiten Teil anzusehen. Und sei es nur aus demokratischer Pflicht!
