Cicero goes Porno – Oder eben auch nicht

Wilde Sexpartys, Affären mit Models und heftige Drogenexzesse. Sieht so das Leben deutscher Politiker aus, die in Berlin fernab ihres Wahlkreises richtig die Sau raus lassen können? Wie ich bei „Wein Weib und Gesang“ entdeckt habe, berichtet das Magazin für politische Kultur Cicero in seiner Februar Ausgabe darüber.

Aber wenn man WwuG glaubt, verspricht Cicero viel und hält wenig. So sei in dem Heft nichts Neues zu lesen. Sexgeschichten von Joschka Fischer oder Horst Seehofer sind der Öffentlichkeit seit Jahren bekannt und nun wirklich kein Grund mit der Überschrift „Sex, Lügen und Politik“ zu werben. Auch das der Autor Hajo Schumacher über Klaus Wowereit schriebt ist wohl nicht so verwunderlich, da auch eine Biografie über eben diesen schwulen Bürgermeister veröffentlicht hat.

Die Frage, ob die lustigen Gesellen von der CDU und CSU, langsam damit anfangen, das zu praktizieren, was sie den bösen 68ern immer vorwerfen, klärt das Heft anscheinend auch nicht. Aber ich könnte mir „Frei Liebe“ in der Union auch schwer vorstellen. Höchstens vielleicht auf einer Amsterdamfahrt der Konrad Adenauer Stiftung.

Die Behauptung „Die Hauptstadt ist durch und durch sexualisiert“ ist für den Cicero, wohl vor allem eines. Eine Verkaufsstrategie den die Macher scheinen zu wissen dass „Sex Sells“. Auch oder gerade besonders bei Freunden der politischen Kultur.

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