La Strada – Das Lied der Straße (1954)
Zampanò, ein grober Straßenkünstler und Schausteller, kauf die naive, schüchterne und leicht einfältige Gelsomina ihrer Mutter ab. Sie soll seine neue Assistentin werden und ihn bei seinen Auftritten unterstützen. Bei diesen sprengt er durch die Kraft seiner Lungen und Muskeln einen Eisenring, den er zuvor um seine Brust gelegt hat.
Gelsomina will anfangs von ihm weglaufen, da er sie ohne jedes Gefühl behandelt. Doch schließlich bleibt sie bei ihm, da sie nicht in der Lage scheint ohne ihn zu überleben.
Als die beiden sich einem Zirkus anschließen, treffen sie auf den auf den Hochseilartisten Matto, der im Engelskostüm seine Kusntstücke vorführt. Dieser hat seinen Spaß daran Zampano zu provozieren, was dieser auf Grund seines grobschlächtigen und leicht reizbaren Charakters natürlich überhaupt nicht leiden kann. Einmal in Rage geraten versucht er ihn gar zu erstechen. Gelsomina der Matto gar ein Lied auf der Trompete beibringt, mag diesen jedoch, da er der einzige Mensch zu sein scheint, der nett zu ihr ist. Das bringt Zampano noch zusätzlich in Rage. Schließlich verlässt Gelsomina zusammen mit Zampano den den Zirkus.
Während die beiden in einem Kloster Zuflucht vor einem Gewitter suchen will Zampano silberne Herzreliquien stehlen. Gelsomina, die von der Freundlichkeit der Nonnen überwältigt ist, kann damit nicht umgehen. Nachdem die beiden Mallo auf der Strass begegnen und Zampano ihn im Streit ungewollt tötet, entgleitet Gelsomina Zampano vollständig. Er entschließt sich schließlich sie am Strassenrand zurück zu lassen.
Jahre später hört er eine Frau Gelsominas Lied summen. Von ihr erfährt er, dass gestorben sei. Zampano betrinkt sich und bricht am Strand, sich das erste mal seine Gefühle eingestehend, weinend zusammen.
Regissuer Federico Fellini mit La Strada, einen späten, aber wunderschönen Film des italienischen Neorealismus. Wie ein modernes Märchen inszeniert er die Geschichte um Zampano (großartig Anthony Quinn) und Gelsomina (genau so großartig, Fellinis Frau Giulietta Masina). Nüchtern, realistisch und doch bei aller Tristes herzergreifend zeigt der Film die Beziehung der beiden, die eigentlich keine ist, da die beiden innerlich vollkommen voneinander getrennt sind. Zampano beutet Gelsomina außerdem aus. Hierin besticht der Film durch seine, für den Neorelismus typische, Sozialkritik. Weiterhin existiert eine gewisse christliche Botschaft darin, dass die Liebe (wenn in diesem Fall auch zu spät) einen Menschen bessern kann.
Die metaphernreiche und märchenhafte Inszenierung, war zu ihrer Zeit nicht unumstritten, da man Fellini vorwarf, er habe den Neorealismus verraten. Zwar ist La Strada nicht so stark neorealistisch wie Roberto Rossellinis Neorealistische Trilogie (Rom offene Stadt, Paisá, Deutschland im Jahre Null), aber alleine durch die Datierung ist das zu erklären.
Ein bemerkenswerter Film, den die Bundeszentrale für politische Bildung zu Recht in ihren Filmkanon aufgenommen hat.
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