30 Days of Night (2007)

30 Tage Nacht. Das gibt es nur am Polarkreis. Eine prima Gelegenheit für eine Gruppe Vampire, die ja bekanntlich nur das Nachts auf Erden wandeln können, sich ein kleines Dorf in Alaska vorzunehmen und es in ein Buffet zu verwandeln. Die Blutsauger metzeln sich fröhlich durch die Einwohner und nur Sheriff Eben schafft es sich mit einer kleine Gruppe überlebender zu verstecken.

Vampirfilme die, die Welt nicht braucht. Eine 30 tägige Nacht zu veranstalten macht die Vampire einfach übermächtig und beraubt sei ihrer Schwäche und so gleichermaßen ihres „klassischen“ Reizes. So sind die Vampire in 30 Days of Night eher solche komischen Kreaturen wie in „From Dusk Till Dawn“. Gothic Horror Elemente Fehlanzeige. Außerdem wirkt der Film obwohl er in totaler Dunkelheit spielen soll nie wirklich dunkel.

Ebenfalls recht negativ ist die nicht vorhandene Logik und die Vorsehbarkeit, mit der man als halbwegs erfahrener Horrorfilm Kenner konfrontiert wird. Auf Logik kann man zwar verzichten, aber bei einem Film, der fast zwei Stunden dauert, stellt man sich schon irgendwann die Frage nach dem „wieso“.

Der ganze Film geht zudem völlig witzlos vorbei. Man hat sich zwar dazu herabgelassen das Slasher Gesetz (Sex oder Drogen gleich tot) mit einzubauen, aber irgendwie wirken Sex und Kiffen doch arg fehl am Platz. Wobei es mal eine nette Idee ist, dass es hier die Oma ist die kifft und Zeug anbaut, weil sie das gegen ihren Krebs braucht. Auch das die Lampe die sie fürs Gras anbauen benutzt später gegen die Vampire eingesetzt wird ist ne ganz nette Idee, die den Film aber nicht aufwerte. Genauso wenig wie die Szene in der sich zwei Pipiline Arbeiter auf einen flotten Dreier mit ihrer Kollegin freuen und dann von den Vampiren geschnappt werden.

Ansonsten zeigt der Film eine schwache Frau, die im Laufe der Handlung erkennt, was für ein Fehler es war ihren Macker zu verlassen und einen jungen der zum Mann wird. Großartig neue Idee. Aber auch wie das Drehbuch die „Gruppe von Leuten in einer Extremsituation“ stupide, 30 Tage von Versteck zu Versteck huschen lässt einen nur müde gähnen. Ganz nett ist vielleicht noch der Einfall, dass ein Vater seine ganze Familie umbringt um sie vor den Vampiren zu schützen.

Obwohl Horror Altmeister Sam Raimi bei dem Mumpitz Produzent war, wurde am Splatter gespart. Wenn endlich das große Baufahrzeug, mit der überdimensionalen Säge vom Anfang des Films angelassen und die ebenfalls überdimensionale Schrädermaschine ihren Job tut, bekommt man zwar eine nette abgetrennt Hand, aber ansonsten ist der Film zu blutleer. Okay, es gibt da noch ein Vampirkind das geköpft wird. Aber im allgemeinen ist 30 days of Night kein Film für Freunde der, stimmungsvoll inszenierten Enthauptung. Und die „mit der Faust durch den Schädel hau“ Szene hat auch niemanden vom Hocker.

Ganz harten Josh Hartnett Fans gefällt der Film vielleicht, jedem anderen sei aber abgeraten.

Ach, bevor ich es vergesse. Die Kamerafahrt über die Stadt in der gerade die Vampire metzeln ist doch ganz gut gelungen.

Veröffentlicht unter Film und Kino
Ein Kommentar auf “30 Days of Night (2007)
  1. michel sagt:

    also ich fand den film absolut miserabel. schlechte schauspieler, keine wirkliche spannung bzw überzeugende story. 3 von 10 punkte!
    eine kritik die das anders als ich sieht gibt es hier:
    http://www.resurrection-dead.de/dailydead/30_days_of_night

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