Rasputin – Orgien am Zarenhof (1984)
Irgendwo im hinterletzten Fleckchen lebt Rasputin. Seinerseits Mönch, Wunderheiler und ein geiles Sexmonster. Für die armen Bauern hat er ein Herz und für die Damen, seinen Samen.
Derweil liegt im fernen Sankt Petersburg der Sohn des Zaren schwer krank im Bett und die Ärzte scheinen ihm nicht helfen zu können. Deswegen wird die Gräfin Golowina nach Sibirien geschickt um Wunderheiler Rasputin von dort zu holen. Die russische Armee ist wenig von Rasputin begeistert, da er auf der Seite von Rebellen zu stehen scheint, gegen die die Armee mit eiserner Härte vorgeht. Weitaus mehr begeistert ist er von der Gräfin und ihrer Zofe. Mit beiden reist er schließlich nach Sankt Petersburg, wo bereits ein Komplott gegen ihn geschmiedet wird. Neben der Gesundheit des Thronfolgers kümmert er dort um die Titelgebenden Orgien. Denn die Sexpartys die dort gefeiert werden brauchen anscheinend einen Mann von Rasputins schlag.
Porno, Softsex Film, Kostümfilm? Rasputin – Orgien am Zarenhof ist alles irgendwie, aber nichts so richtig. Seiner Zeit wurde der Film zum einen in einer expliziten Hardcore Fassung verliehen und auch in einer Softsex Version. Das bekommt dem Film natürlich nicht. So sind bei manchen Softsex Szenen, Body Doubles hinein geschnitten. Wer auf Penetration in Großaufnahme steht, wird daran seine Freude haben, aber letztendlich sieht so etwas einfach scheiße aus. Doch wer es bis zur zweiten Hälfte des Films durchhält, wird zumindest pornografisch entschädigt. Ein Paar aneinander gereihte, explizite Sexszenen und eine Sexorgie dürften das Herz des Pornofreundes, erfreuen. Natürlich bleibt zu berücksichtigen, dass die Intimfrisuren nicht mehr dem heutigen Geschmack entsprechen.
Wenn man die Erotikebene verlässt, ist Rasputin – Orgien am Zarenhof eigentlich ein sehr interessanter Film. Er ist mit einem Budget gedreht, von dem eine Pornoproduktion heute nur träumen kann. Kostüme, Pferde, eine brennende Hütte und blutige Splattereffekte (!) sieht man heute eher selten. Mir persönlich hat auch gefallen, wie Rasputin politisch Partei ergreift für die unterdrückten Bauern und Rebellen, wobei die Story des Films gegen Ende vor lauter Sex versackt. Richtig fasziniert haben mich zwei Szenen, die aus der First Person Perspektive gedreht waren. Bei diesen sah man über den Lauf einer Waffe, wie Bauern erschossen werden. Das kannte ich bisher nur aus dem DOOM Film.
Regie führte übrigens Mr. Schulmädchenreport Ernst Hofbauer und der Produzent war Alois Brummer. Rasputin Darsteller Alexander Conte hat nach dem Film, nicht wirklich Karriere beim Film gemacht. Doch dass er einen Miniauftritt bei Read Heat mit Arnold Schwarzenegger hatte, ist für sich genommen schon ganz cool.
So sehen übrigens die Szenen in Egoshooter Perspektive aus:
Darsteller:
Alexander Conte … Rasputin
Uschi Karnat (as Sandra Nova)
Marion Berger
Werner Singh (as Frank Williams)
C.M. Sherland
Nadja Boyer
Konrad Jank
Vladimir Tartakovski
Enrico Franke
Mara Kocak
Tatjana Woroschin
Carlos Jansen
Eva Maria Falk
Frank Williams
