Stirb langsam 4.0 -aka- Live Free or Die Hard (2007)

John McClane ist wieder da und macht das, was John McClane eben so macht. Terroristen erschießen und sich wundern warum dem selben Kerl immer wieder die selbe Scheiße passiert. Wie der dritte Teil ist Nummer 4 kein Weihnachstfilm mehr und ähnelt auch in seinem Aufbau diesem. Diesmal muss der gute Bruce Willis sich mit einem bösen Computer Hacker rumärgern, der die ganzen USA ins Chaos stürzt, da er mittels seiner fieser Hackertricks die gesamte Infrastruktur des Landes lahm legt. Nebenbei muss noch ein anderer kleiner Hacker beschützt werden, dem die bösen Killer des Oberhackers auf den Fersen sind. Irgendwann wird auch noch die Tochter des Helden entführt, so dass man fast wieder einen Familienfilm vor sich hat.

Prinzipiell ist Stirb langsam an sich ja geil und auch der vierte Teil bietet einem dass was man erwartet: Bruce Willis wie er die Welt rettet. Handgemachte Action und coole Sprüche. Wem es gefällt der wird auf jeden Fall Spass haben und auch wenn ich jetzt negativ werden sollte, heißt dass nicht dass man es nicht mit einem klasse Actionfilm zu tun hat. ABER:

Stirb langsam zwölf Jahre nach dem letzten Teil mit Hackern ins neue Jahrtausend zu holen ist zwar eine nette Idee, aber nach Matrix, Der Staatsfeind Nummer 1, Passwort Swordfish oder auch Goldeneye, wirkt dass ganze irgendwie recht altbacken und war irgendwie auch schon mal da. Eine einfallreichere Story hätte dem Film gut getan. So werden einfach Elemente der oben genanten Filme mit Die Hard Elementen verknüpft, ohne das am Ende etwas stimmiges bei raus kommt. Außerdem sind die Hacker und die Handlanger einfach uncool. Sie sind keine Deutschen vermute ich und die asiatische Killerin und Gespielin erfüllt nur die Funktion ein bisschen Sex Appeal zu verströmen und sorgt dafür, dass John McLane mal eine Frau verprügeln darf. In punkto Action und Gewalt bietet der Film einiges, ohne dabei aber so brutal wie der schon recht heftige zweite Teil zu werden. Problematisch ist es auch, dass Bruce Willis älter geworden ist. Er sieht zwar besser aus als, als junger Bursche, aber fünf oder sechs Jahren wirkte er doch noch etwas frischer. Außerdem trägt er kein verschwitztes Unterhemd und verliert viel zu wenig Blut. Natürlich gibt es ironische Seitenhiebe auf das Altern des Helden, die auch immer gut für einen Lacher sind, aber ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit hätte gut getan. Denn so wirkt alles recht aufgesetzt.

Meiner Meinung war Len Wiseman als Regisseur keine gute Wahl und auch Drehbuchschreiber Mark Bomback hatte einfach zu wenig gute Ideen. Aber wenn interssierts? Hauptsache es knallt.

Veröffentlicht unter Film und Kino

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