The Hills Have Eyes II (2007)

So Schreibblockade überwunden^^

Unter Schmerzen gebiert eine an eine, an ein Bett gefesselte Frau ein Kind. Aus der der Länge ihrer Fußnägel lässt sich schließen, dass sie schon eine ganze Weile so da liegt. Doch das Mutterglück währt nur kurz, da die Frau die grade noch ein blutiges Etwas in die Welt gesetzt hat, von einer grimmigen Gestalt erschlagen wird.

Szenenwechsel. Eine Gruppe Wissenschaftler der US Army wird irgendwo in der Wüste des ehemaligen Atomwaffentestgebiets, von den altbekannten Kannibalen Mutanten des ersten Teils niedergemetzelt.

Szenenwechsel. Im vermeidlichen afghanischen Kandahar gerät eine Einheit von US Marines in einen Hinterhalt. Im Häuserkampf stellen sie sich daraufhin recht dämlich an, schießen ein paar Zivilisten über den Haufen und werden schließlich Opfer einer Selbstmordattentäterin. Gut für die Marines, dass sie sich nicht im echten Kandahar, sondern in einem Trainingscamp befunden haben. Wegen ihres Versagens im Training werden sie zusammen mit ihrem Sergeant sprichwörtlich in die Wüste geschickt, um der oben erwähnten Forschertruppe neue Ausrüstung zu liefern. Da deren Lager verlassen zu sein scheint, macht sich ein Teil der Soldaten in den umliegenden Bergen auf die Suche nach den Forschern. Ein Soldat, der als Bestrafung auf einem Bein stehend zurückbleiben muss, um das Dixi Klo zu bewachen, entdeckt in diesem einen der Forscher. Der Mann war dem Anschein nach mit Schnitten und offenen Wunden übersäht in die Fäkalgruppe geworfen worden. Auf Grund einer Infektion stirbt er den beiden im Lager gebliebenen Marines unter der Nase weg. Kurz darauf sind auch noch die Waffen der beiden verschwunden und es kommt zum ersten Angriff durch die Kannibalen Mutanten, die auch gleich das Fahrzeug der Soldaten in Brand setzten. Es folgt ein gnadenloser Überlebenskampf der Soldaten. Die Kannibalen Mutanten ziehen einen nach dem anderen in ihre unterirdischen Gänge oder sorgten dafür, dass die Soldaten beim Abseilen in den Tod stürzen. Mitten in den Felsen treffen die Überlebenden auf den blutverschmierten Colonel Redding. Dieser klärt sie über die Kannibalen Mutanten auf aber begeht in der Überzeugung, dass es keinen Ausweg gebe Selbstmord. Trotz Reddings Prophezeiung, begeben die Soldaten sich in das Tunnellabyrinth der Monster. Hier treffen sie auf einen netten Kannibalen und ein nicht ganz so netter Kannibale vergewaltigt eine Soldatin zwecks Arterhaltung.

Das Remake von „The Hills have Eyes“ war ja ein recht düsterer und recht spannender Horrorthriller, mit ein bisschen Splatter und ganz soliden Figuren. Der zweite Teil, der jedoch kein Remake der Fortsetzung des Originalfilms ist, hat damit nur noch wenig zu tun. Nicht der Franzose Alexandre Aja führte diesmal Regie sondern der deutsche Martin Weisz, der bisher Musikvideos und den kontroversen, aber wohl grottenschlechten Rohtenburg drehte. Da das Drehbuch aber von Altmeister Wes Craven (und seinem Sohn) stammt, sollte man den Film nicht im Vorfeld verurteilen.

Man bekommt zwar nicht unbedingt Spannung geboten. Die Kannibalen kommen recht schnell ins Bild, so dass die unbekannte Bedrohung als Spannungsfaktor ausfällt. Auch die Tatsache, dass die Soldaten sich meisten strohdoof verhalten ist er hinderlich für Spannung. Zumal ihre Figuren so Eindimensional angelegt sind, dass es fast schon weh tut (lediglich die Soldatin, die am Ende vergewaltigt wird, darf sich Handyvideos von ihrem kleinen Sohn angucken). Doch auch wenn dass alles, den Film verdammt trashig werden lässt, macht er gerade deswegen Spaß. Es wird lustig gemetzelt (tolle Splatter Effekte), total übertrieben gehandelt und wer will kann auch einen Kommentar zum Irakkrieg sehen. Zumal ein Soldat den Präsident sogar einen Lügner schimpft.

Freunde des Horrorfilms können mit „The Hills have Eyes 2“ wenig falsch machen. Auch wenn man nichts wirklich Neues geboten bekommt, macht der Film definitiv Spaß und ist um längen besser als der Mist den z.B. Micheal Bay so abliefert. Zudem wird hier nicht krampfhaft versucht spannend oder gruselig zu sein, wie in den strohdoofen Saw Fortsetzungen. Splatter für die Gorehounds und Spass und Action für die Partyfraktion, lassen die Fortsetzung der „Hügel der blutigen Augen“ zwar keine neu Maßstäbe setzten, doch für Unterhaltung ist gesorgt.

 

Regie:

Martin Weisz

Drehbuch:

Jonathan Craven

Wes Craven

Darsteller:

Michael McMillian PFC David ‚Napoleon‘ Napoli

Jessica Stroup PFC Amber Johnson

Daniella Alonso PFC ‚Missy‘ Martinez

Jacob Vargas PFC ‚Crank‘ Medina

Lee Thompson Young PFC Delmar Reed

Ben Crowley PFC ‚Stump‘ Locke

Eric Edelstein Cpl.’Splitter‘ Cole

Flex Alexander Sgt. Jeffrey „Sarge“ Millstone

Reshad Strik PFC Mickey Elrod

Michael Bailey Smith Hades

David Reynolds Hansel

Derek Mears Chameleon

Tyrell Kemlo Stabber

Jason Oettle Letch

Gáspár Szabó Grabber

Also Known As:

Colline hanno gli occhi 2, Le (Italy) [it]

Despertar del diablo 2 (Argentina) [es]

Despertar del diablo II, El (Mexico) [es]

Mägedel on silmad 2 (Estonia) [et]

Veröffentlicht unter Film und Kino

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