Asien Dreier

Da ich mir die letzten Tage gleich drei verschiedene Film angetan habe, von denen  ich zwei nicht unbedingt mit einer Filmkritik ehren wollte, gibt es jetzt einen Kurzzusammenfassung dieser Asienexkursion.

Tokugawa onna keibatsu-emaki: Ushi-zaki no kei –aka- Shogun’s Sadism –aka- The Joy of Torture 2: Oxen Split Torturing (1976)

Der Film ist wohl leider beschlagnahmt und deswegen gibts die Kritik hier nicht mehr zu lesen. Scheiß Faschismus in Deutschland.

IZO (2004)

Kultregisseur Takashi Miike zeigt zwei stunden lang seinen Antihelden Izo. Dieser wurde einst am Kreuz (ähnlich wie in Shogun’s Sadism) hingerichtet und schreitet nun durch Raum und Zeit und metzelt alles danieder auf seinem Rachfeldzug.

Einige starke Bilder enthält Izo auf jeden Fall. Doch die recht billige Produktion, die auch Szenen aus alten Aufklärungsfilmen oder Archivmaterial enthält ist zum einen zu stark mit Metaphern und Deutungsansätzen überladen und zum anderen geht einem die ewigen Schwertkämpfe irgendwann doch ziemlich auf den Sack. Zwischen Tod und Geburt und natürlich der Rache sieht man Izo mal mit ein paar Samurai auf einer Brücke des modernen Japans kämpfen und in der nächsten Szene ist er schon wieder im alten Japan und hat es mit einer Spezialeinheit zu tun. Oder er fickt die Urmutter und in der nächsten Szene taucht wieder der Gitarrenspieler auf der ab und an ein Liedchen trällert. Am Ende Izo zwar eine recht beeindruckende Achterbahnfahrt der Sinne, aber es krankt einfach an zu viel Pseudophilosophie, obwohl der Ansatz wirklich ein guter ist.

Chinjeolhan geumjassi  -aka- Lady Vengeance  (2005)

Geum-ja kommt mit 19 Jahren wegen Entführung und Mordes ins Gefängnis. Nach 13 Jahren kommt sie frei und will sich an dem wahren Schuldigen rächen und endlich ihre Tochter wieder sehen, die nun bei Adoptiveltern in Australien lebt.

Die Rach Trilogie von Chan-wook Park endet nach Mr. Vengeance   und Oldboy mit diesem fantastischen Film. Die Zusammenhänge sind zwar zu Beginn nicht klar, doch erfährt man die Hintergründe schneller als in Oldboy. An diesem kommt der Film zwar nicht ran, aber es gibt trotzdem herrliche Bilder untermalt mit famoser Musik. Gewalt spielt sich größtenteils im Off ab und so wird man nicht Zeuge der Rache der Angehörigen der Opfer an dem Kindermörder.

Veröffentlicht unter Film und Kino

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