Three… Extremes – Episode Dumplings (2004)

Bin grad ein bisschen auf dem Kurzfilm Trip. Aus diesem Grund gibt es nun aus dem dreiteiligen Episodenfilm Three… Extremes die Episode „Dumplings“ die wohl wegen ihres Kannibalismus Themas irgendwie in meinen Besitz gekommen ist.

 

Die gealterte Schauspielerin Li stattet der für ihre Teigtaschen berühmten Mei, eine Besuch ab, um von dieser angeblich sehr wirkungsvollen aber auch sehr teuren Spezialität zu kosten. Davon verspricht sie sich eine Verjüngung, um damit wieder für ihren Mann attraktiv zu werden. Jedoch haben die Teigtaschen von Mei ein schreckliches Geheimnis! Um den Effekt der Verjüngung zu erreichen verarbeitet sie abgetriebene Embryos in diesen. Li geht der Prozess jedoch nicht schnell genug. Doch grad in diesem Augenblick bringt eine Mutter ihre junge Tochter zu Mei. Das Mädchen ist ungewollt schwanger (vom Vater wie Mann später erfährt) und erwartet einen Jungen. Durch das Verspeisen dieses abgetriebenen Inzest Kindes, stellt sich ei Li eine enorme Verjüngung ein, durch die sie wieder ihren Mann erregen kann und auch ihre Freunde begeistert. Doch stellt sich auf einmal heraus, dass sie, die dachte keine Kinder bekommen zu können selbst schwanger ist. Gerade zu diesem Zeitpunkt, muss Mei die Stadt verlassen, da die Polizei ihr auf die Schlicht gekommen ist. Das vom Vater geschändete Mädchen starb an den Folgen der Abtreibung, was die Mutter dazu brachte den Mann abzustechen. Was Li mit ihrer Schwangerschaft anstellt dürfte klar sein!

So ganz neu ist der Grundgedanke hinter Dumplings nicht. Verjüngung durch Jungfrauenblut war z.B. Thema in „Countess Dracula“ und in „Gesichter des Todes“ wird an einer Stelle eien Nachgeburt verspeist. Doch in dieser Klarheit wurde das Thema Embryonen verspeisen glaube ich noch nicht aufgegriffen. Auch wenn Dumplings recht gradlinig und vorhersehbar inszeniert ist, ist er dennoch beachtlich. Denn gerade durch die unbefangene Atmosphäre, die bei Mei versprüht wird, wenn sie kocht oder erklärt welche Embryos am besten wirken, gewinnt der Film eine erschreckende Alltäglichkeit, die den Horror in tiefere Schichten verdammt. Man sieht zwar einen toten Embryo, bei den Abtreibungen geht es auch blutig zu und nachdem das Mädchen ihr Abtreibung hinter sich hat, hinterlässt sie im Bus eine riesige Blutlache, aber ansonsten wird kein Splatter geboten. Wobei die Szene in der man die beiden Frauen von unten sehen kann, wie sie das Embryo in einer Glassschale ansehen verdammt gut gemacht ist. Regieseur Fruit Chan hat mit Dumpling nicht nur einen bitter bösen Kommentar zum Schönheitswahn der Konsumgesellschaft geschaffen, er erwähnt auch kurz die Tatsache, dass in China eigentlich nur Mädchen abgetrieben werden. Wenn einiges im Film zu kurz kommen scheint, wie der Subplot des Mädchen, so kann das daran liegen, dass der Film einmal als Langfilm geplant war, wobei ich das auf Grund mangelnder Kenntnis in asiatischen Sprachen nicht weiter recherchieren konnte.

 

Ich hoffe übrigens die anderen beiden Episoden von Three Extremes demnächst auch mal sichten zu können.

Veröffentlicht unter Film und Kino

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