Russ Meyer’s Vixen -aka- Vixen! -aka- Ohne Gnade – Schätzchen (1968)
Im idyllischen Kanada geht es heißer her als man denken mag. Die hübsche (und natürliche großbrüstige) Vicky „Vixen“ Palmer, vertreibt sich die Zeit in ihr Freund Tom (Ehemann?) als Buschpilot unterwegs mit jedem anderen Mann der ihr über den Weg läuft. Vom örtlichen Mountielässt sie sich im Wald flach legen und als das Ehepaar King zu Besuch kommt, verführt sie auch schnell Mister King. Dessen Frau ist davon wenig begeistert, zumal ihr Mann in letzter Zeit wenig Interesse am Beischlaf mit ihr zeigt. Doch da Vicky wirklich als nymphoman einzustufen ist, verführt sie auch schnell Janet King und sorgt dafür, dass auch diese ein bisschen Spaß hat. Außerdem versucht sie auch den jungen George (Judd?) zu verführen, der ihr aber noch widerstehen kann, bis er mit ihr unter der Dusche landet. Wenn Vicky grad keinen Sex hat, diskriminiert sie mit Inbrunst Judds schwarzen Freund Niles. Zum Showdown zwischen der Rassistin und dem „Nigger“ kommt es nachdem die beiden nach einer fast intimen Begegnung zusammen im Flugzeug sitzen. Tom Maschine wurde nämlich von einem Drogenschmuggler gechartert, der mit dem Schwarzen seinen Stoff unter die Leute bringen will.
Eins vorweg. Ich vermute, dass beider deutschen Synchronisation etwas verloren gegangen ist, da es im Film eigentlich Inzest geben solle. Schätzungsweise ist George im Original doch irgendwie mit Vicky verwandt, aber das ist nur meine Vermutung. Auch ohne Inzest hat der Film durch eine gehörige Portion Rassismus noch einen gewissen Skandalwert. So gibt es neben Vicky jede Menge Nazi Symbolik an Georges Kleidung zu sehen. Leider bin ich wirklich kein Russ Meyer Experte und kann das, was garantiert dahinter steckt nicht so ganz beurteilen, aber Russ Meyer wollte wohl eher ein Statement gegen Rassismus setzten. Erstaunlich im Vergleich zu manch anderem Russ Meyer Film ist, dass hier mehr Wert auf die Geschichte als auf Sex und Frauen mit großen Brüsten gelegt wurde. Zwar gibt es Sex im Wald, Sex im Wasser, lesbischen Sex, fast eine Vergewaltigung, Ehebruch und eben vielleicht Inzest, aber die Sexszenen machen nicht den Großteil der Spielzeit aus. Außerdem sind die Brüste, auch wenn Erica Gavin und Vincene Wallace nackt wirklich eine gute Figur machen, diesmal nicht so riesig wie sonst schon mal. Da Vixen nur eine Laufzeit von 70 Minuten hat, wird es auch nie wirklich langweilig und man hat am Ende einen nicht unbedingt künstlerisch wertvollen, aber doch unterhaltsamen Russ Meyer Film gesehen, der garantiert doch eine Botschaft hat (die nur vielleicht in der Deutschen Synchronisation icht so gut rüber kommt).
Als Service gibts hier mal den Trailer:
Regie: Russ Meyer
Darsteller:
Erica Gavin … Vixen Palmer
Garth Pillsbury … Tom Palmer
Harrison Page … Niles
Jon Evans … Judd
Vincene Wallace … Janet King
Robert Aiken … Dave King
Michael Donovan O’Donnell … O’Bannion
Peter Carpenter … Mountie
John Furlong … Sam the Gas Station Attendant
Jackie Illman … Tourist
