Y Tu Mamá También – Lust for Life –aka- …mit deiner Mutter auch! (2001)

Den beiden mexikanischen Teenagern Tenoch und Julio steht ein Sommer ohne ihre Freundinnen bevor, da diese gemeinsam auf einer Italien Reise befinden. So bleibt den beiden nach der letzten gemeinsamen Nacht, bzw. dem letzten Quicky vor der Abreise nur noch das gemeinsame masturbieren im Freibad. Auf einer Hochzeitsfeier lernen die beiden attraktive Luisa kennen, die Verlobte von Tenochs Cousin. Obwohl diese schon Ende 20 ist, versuchen die beiden sie zu einem Ausflug an einen „himmlischen“ Strand einzuladen. Nach einem Arztbesuch und dem Geständnis ihres Verlobten, sie betrogen zu haben, nimmt sie die eigentlich nicht ganz ernst gemeinte Einladung der Jungs an und begibt sich mit ihnen auf große Fahrt. Aus dem harmlosen Roud Trrip zwischen Bier und Joints entwickelt sich eine Fahrt ins Erwachsen werden für die beiden Freunde, als Luisa mit beiden von ihnen Sex und sie sich gegenseitig gestehen jeweils mit der Freundin des anderen gebumst zu haben. „Coming of age“-Filme, die das Erwachsen werden von Teenagern behandeln gibt es ja eine Menge. Nur leider sind die US amerikanische Komödien a la American Pie die bekanntesten Vertreter des Genres. Filme wie Ghost World, Sonja oder eben auch Y Tu Mamá También vom späteren „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ und „Children of Men“ Regisseurs Alfonso Cuarón, die das Thema wesentlich intelligenter und eher in der Tradition von „Die Reifeprüfung“ oder „Harald und Maude“ behandeln, gehen dazwischen leider oft unter. Zu Unrecht. Denn Y Tu Mamá También geht wesentlich einfühlsamer und realistischer mit seinen Figuren um, als der US Mainstream Ulk. Sex, welcher nun einmal wesentlicher Bestanteil des Erwachsen werden ist, wird hier nicht nur prüde angedeutet, sondern auch unverblümt gezeigt (nein kein hardcore). Dabei wird es jedoch nie so reißerisch wie z.B. in Larry Clarks verunglücktem Exploitation Teenagersex Filmchen „Ken Park“. Dabei bricht auch Y Tu Mamá También Tabus. So sieht man z.B. Sperma ins Wasser spritzen, nachdem die beiden Helden zusammen auf dem Sprungbrett liegend masturbiert haben und wird in den hier begonnen Kreis schließenden Szene, sogar Zeuge, wie die beiden beim Sex zu dritt mit Luisa homosexuele Handlungen vollführen. Neben dem Thema Sex, spielen auch Themen wie Freundschaft, Vetrauen, Liebe und insbesondere die Liebe zum Leben eine Rolle in Y Tu Mamá También. Die Untreue gegeneinander hebt sich jedoch im gemeinsamen Sex auf und wird letzten Endes durch die Trennung von dein Heim kehrenden Freundinnen völlig unwichtig, zumal die beiden Jungen nach dieser Reise aufhören werden Freunde zu sein. Tragisch (und wieder an Harals und Maude erinnernd) ist die Figur der Luisa. Dass diese Todkrank ist, lässt sich zu Beginn zwar erahnen, aber der Zuschauer wird darüber hinaus nicht damit konfrontiert, bis am Ende des Films die Nachricht ihres Todes berichtet wird. Was „Y Tu Mamá También“ neben seinen Grandiosität als Teenager Roadmovie auszeichnet, sind die verweise auf den Alltag in Mexiko. So berichtet der allwissende Erzähler, dessen Stimme immer wieder aus dem Off kommentiert, nicht nur von den Gefühlen und Gedanken der Figuren, sondern macht immer wieder auf soziale und politische Probleme, Ungerechtigkeiten Ereignisse aufmerksam. Übrigens: In der ersten Szene des Film in dem man einen der beiden Teenager sieht, wie er Sex mit seiner Freundin hat hängt ein „Harald and Maude“ Poster an der Wand.

Regie: Alfonso Cuarón

Drehbuch: Alfonso Cuarón (screenplay) Carlos Cuarón (screenplay)

Darsteller: Ana López Mercado …. Ana Morelos Diego Luna …. Tenoch Iturbide Gael García Bernal …. Julio Zapata Nathan Grinberg …. Manuel Huerta Verónica Langer …. María Eugenia Calles de Huerta María Aura …. Cecilia Huerta Giselle Audirac …. Nicole Bazaine Arturo Ríos …. Esteban Morelos Andrés Almeida …. Diego ‚Saba‘ Madero Diana Bracho …. Silvia Allende de Iturbide Emilio Echevarría …. Miguel Iturbide Marta Aura …. Enriqueta ‚Queta‘ Allende Maribel Verdú …. Luisa Cortés Juan Carlos Remolina …. Alejandro ‚Jano‘ Montes de Oca Liboria Rodríguez …. Leodegaria ‚Leo‘ Victoria Silverio Palacios …. Jesús ‚Chuy‘ Carranza Mayra Serbulo …. Mabel Juárez de Carranza Andrea López …. Lucero Carranza Amaury Sérbulo …. Christian Carranza Daniel Giménez Cacho …. Narrator

Aka:

And Your Mother Too (USA) ¡Din morsa också! (Sweden) [sv] …Og din mor! (Denmark) [da] …mit deiner Mutter auch! (Germany) [de] Anyádat is! (Hungary) [hu] E Sua Mãe Também (Brazil) [pt] E a Tua Mãe Também (Portugal) [pt] Et… ta mère aussi (Canada: French title) [fr] Ja äitiäs kans (Finland) [fi] Och även din mamma (Finland: Swedish title) [sv] Og mora di også (Norway) [no] Og mora di, også! (Norway) [no] Tengoku no kuchi, owari no rakuen (Japan) [ja] Y tu mamá también (France) [fr] Y tu mamá también (Spain) [es]

Veröffentlicht unter Film und Kino

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