Black Christmas -aka- Jessy – Die Treppe in den Tod (1974)

Ein paar Studentinnen freuen sich auf ein besinnliches Weihnachtsfest und feiern mit ihrer versoffenen Anstandsdame eine kleine Weihnachtsfeier. Das bunte Treiben wird jäh von den mysteriösen Anrufen eines scheinbar Wahnsinnigen gestört. Eine Studentin verirrt sich im Laufe des Abends sogar, auf den unbenutzten Dachboden des Wohnheims und wird dort Opfer eines Mordes. Als ihr Vater sie am Tag darauf abholen will und das Mädchen nicht auftaucht, beginnt die Suche nach ihr und schließlich verirrt sich auch die Anstandsdame auf den Dachboden und fällt dort einem Kacken zum Opfer und im Park findet sich eine Leiche. Studentin Jesse hat nebenher noch ein ganz anderes Problem, dass ihr das Weihnachtsfest wenig besinnlich werden lässt. Sie ist schwanger von ihrem Freund und möchte das Kind abtreiben. Mit diesem Entschluss scheint dieser jedoch gar nicht einverstanden zu sein.

Ich muss zugeben, dass ich auf Black Christmas erst im Zuge, seines frischen Remakes von 2006 aufmerksam wurde. Doch das Original aus den 70ern hat mich, auf jeden Fall Filmhistorisch überrascht. Denn hier werden Elemente des Slasher Films vorweg genommen, welcher ja eignetlich erst durch Halloween im Jahre 1978 „erfunden“ wurde. Auch wenn die Slasher Elemente noch nicht so stark ausgeprägt sind, so muss man Black Christmas auf jedne Fall zugestehen, dass John Carpenter durch ihn zumindest inspiriert wurde. Daneben bildet das Haus im dem der Film größtenteils spielt eine eher klassische Horrorkulisse. Dem Horrorjunkie, der durch zahllose Slasher Gemetzel und spannungsgeladene Horrorfilme ein bisschen abgestumpft ist, wird Black Christmas vielleicht ein wenig öde erscheinen, da er wirklich über weite Strecken nicht sonderlich spannend ist. Hier hätte man durchaus mehr rausholen können, wobei das Finale wirklich gut gelungen ist. Die Morde an sich, sind nicht sonderlich zahlreich und geschehen im Off, wobei die angesprochene Hackenszene in für damalige Verhältnisse wohl schon recht hart war. Was mich auch ein bisschen verwundert hat, ist die Tatsache, dass Thema Abtreibung hier so thematisiert wird (Wobei ich kein Soziologe bin und es auch sein kann, dass man so etwas in den 70er Jahren eher machen konnte, als im Georg. W. Bush Amerika). Als Fazit kann ich ziehen, dass Black Christmas für Fans des Horrorgenres, die gleichzeitig auch Cineasten und kleine Filmhistoriker sind absolute Pflicht ist und dass Saw 2 Fans und Splatter Prols die Finger von diem Klassiker lassen sollten.

 

By the Way: Der Deutsche Titel ist entweder Exploitation pur oder man wollte den Deutschen 1974 das Weihnachtsfest nicht verderben.

 

Regie:

Bob Clark

Drehbuch:

Roy Moore

Darsteller:

Olivia Hussey …. Jessica Bradford

Keir Dullea …. Peter Smythe

Margot Kidder …. Barbie Coard

John Saxon …. Lieutenant Kenneth Fuller

Marian Waldman …. Mrs. Mac

Andrea Martin …. Phyllis Carlson

James Edmond …. Mr. Harrison

Doug McGrath …. Sergeant Nash (as Douglas McGrath)

Art Hindle …. Chris Hayden

Lynne Griffin …. Clare Harrison

Michael Rapport …. Patrick

Leslie Carlson …. Graham (as Les Carlson)

Martha Gibson …. Mrs. Quaife

John Rutter …. Detective Wynman

Robert Warner …. Doctor

Akas:

Silent Night, Evil Night

Stranger in the House (USA) (TV title)

Det er morderen som ringer (Norway) [no]

Jessy – Die Treppe in den Tod (West Germany) [de]

Musta joulu (Finland) [fi]

Natale rosso sangue, Un (Italy) [it]

Stilla natt, blodiga natt (Sweden) [sv]

Veröffentlicht unter Film und Kino

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