Nothing (2003)

Dave und Andrew sind Versager wie sie im Buche stehen. Schon in ihrer Schulzeit fanden die beiden zueinander und stellten fest, dass es sich in einer Welt, die sie zu hassen schien, zu zweit einfacher überleben lies. Irgendwann zog Dave, der nicht schaffte Karriere zu machen bei Andrew ein, der vor lauter Angst vor der Außenwelt, nie sein zwischen zwei Highways gelegenes Haus verlies. Als Dave eines Tage ausziehen will um mit seiner Freundin zusammen zu ziehen bricht für Andrew eine Welt zusammen. Doch Daves Freundin hat mit seinem Passwort Gelder seines Arbeitgebers veruntreut und es ihm in die Schuhe geschoben, so dass es nun nicht mehr nur seine Kollegen, die ihn täglich nach Strich und faden verarschen, auf ihn abgesehen haben, sondern auch die Staatsanwaltschaft. Mit dem Gesetzt gerät auch Andrew in Konflikt, als er eine kleine Pfadfinderin die ihm eigentlich nur helfen wollte so fest am Arm fasst, dass ihre Mutter gleich an Kindesmisshandlung denkt. Zu allem Überfluss soll das Haus der beiden auch noch abgerissen werden, da es eine Gefährdung für den Straßenverkehr darstelle. In dem Augenblick, als dann die ganze verhasste Außenwelt in das Haus drängt wünschen sie Dave und Andrew, dass die Welt, die sie beide so sehr hassen verschwinden würde.

Und tatsächlich. Auf einmal herrscht völlige Ruhe und als die beiden vor die Tür gehen stehen sei vor einem endlosen weißen Nichts. Nach anfänglicher Panik und Furcht vor dem Nichts, werden die beiden mutiger und haben schließlich ihren Spaß an der totalen Freiheit in dieser unendlichen tofuartigen Welt. Doch irgendwann kommt es zu den ersten Konflikten und die beiden stellen fest, dass sie durch ihren Hass auch andere Dinge verschwinden lassen können.

Die Idee von Nothing ist, dass muss man wirklich sagen, nicht neu aber irgendwie doch genial. Nur leider muss man sagen, dass „Cube“ Macher Vincenzo Natali die Idee nicht optimal umsetzt. Der Beginn des Films ist ganz ordentlich, aber ich hätte mir gewünscht, dass der gegenseitige Hass zwischen den beiden Helden und der Welt an sich stärker inszeniert worden wäre. Wenn dann dass Nichts beginnt, hat der Film immer wieder seine guten Momente, aber auch recht viele Stellen die einfach nerven. Nichts reicht eben nicht aus um einen ganzen Film auszufüllen. Dabei ist zu erwähnen, dass es Vincenzo Natali auch nicht daran gelegen hat, sein kafkaeskes Szenario mit den untiefen menschliche Abgründe oder elementaren Fragestellungen zu füllen. Er hat vielmehr eine groteske Komödie geschaffen, die jedoch ihr eigenes Potenzial nicht nutzt und stattdessen bisweilen auf eher flachen Humor setzt. Ein bisschen mehr Tiefe und weniger Albernheit hätten wesentlich besser ins Setting gepasst und wären dabei unterhaltsamer geworden. Zwischendurch hat „nothing“ aber auch wirklich gelungene Momente. So gibt es ein paar klasse Bildcollagen, eine blutige Vision der beiden über Mord und Kannibalismus (die zwar irgendwie nicht in den Film passt aber trotzdem geil ist) und ein paar an Hollow Man erinnernde Effekte wenn sich die beiden gegenseitig „weg hassen“. Letzten Endes bleibt „Nothing“ eine kurzweilige Unterhaltung, die zwar „mal was anderes“ ist, aber niemanden vom Hocker reißen dürfte.

Das ganze Szenario erinnert übrigens recht stark an ein paar Dragon Ball Z Episoden.

Regie:

Vincenzo Natali

Drehbuch und Story:

Vincenzo Natali

Andrew Miller

David Hewlett

Darsteller:

David Hewlett …. Dave

Andrew Miller …. Andrew

Gordon Pinsent …. Man In Suit

Marie-Josée Croze …. Sara

Andrew Lowery …. Crawford

Elana Shilling …. Little Girl

Soo Garay …. Little Girl’s Mother

Martin Roach …. Co-worker

Angelo Tsarouchas …. Foreman

Rick Parker …. Mounted Police Officer

Maurice Dean Wint …. Narrator

Elizabeth McCallum …. (voice) (uncredited)

Veröffentlicht unter Film und Kino

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Oktober 2006
M D M D F S S
« Sep   Nov »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  
Seiten