Lord of the Undead (2004)

Nach der Kreuzigung Jesus Christi kam Rapper Ferric MC vorbei und hat ihm das Herz heraus gerissen um damit den Antichristen, in Form des Sohn der Dämonin Lilith das Leben zu schenken. Da Gott das Herz Jesu aber mit einem Bann belegt hat, wird die nächsten 2000 Jahre aber nichts mehr aus dem Plan die Ankunft des Antichristen herbeizuführen. So gedulden die dunklen Mächte sich bis ein erfolgloser Autor das Böse dadurch zum Leben erweckt, dass er in seinem Buch über die Jugend des Heiland (über die es dummerweise keine Informationen gibt) einen neuen Namen für diesen erfindet. Nun beginnt der Kampf zwischen Gut und Böse, in dem nicht nur fiese Dämonen ihren Schabernack treiben, sondern auch ein weiß angemalter Spinner mitmischt und irgendwann auch so eine Art guter Held auftaucht.

Es wäre ein leichtes „Lord of the Undead“ als totalen Mist abzukanzeln, aber woher soll Regisseur Timo Rose es auch besser können? Der Amateur Filmemacher hatte vorher nur bescheuerte Gangsta Filme gemacht und ist wohl einfach damit überfordert gewesen einen vernünftigen Film zu machen. Aber ich finde es löblich, dass er es trotzdem versucht. Wobei man auch nicht so hart mit Herrn Rose ins Gericht gehen sollte. Lord of the Undead hätte nämlich – man will es kaum glauben – Potential dazu ein gescheiter zu werden, wenn Timo Rose das Filme machen und speziell das Drehbuchschreiben ein bisschen besser beherrschen würde. Denn die Idee ist, auch wenn sie an Filme wie God’s Army erinnert, nicht so schlecht, dass man sie nicht gescheit umsetzten könnte. Doch leider wird hier alles dadurch verdorben, dass man zu keinem Zeitpunkt der Handlung wirklich versteht worum es eigentlich geht und sich bis es im Finale mal zur Sache geht meistens mit dämlichen Monologen und Dialogen rumplagen die an Dämlichkeit schwer zu überbieten sind. Dabei hatte Timo Rose diesmal nicht nur reine Amateure vor der Kamera sondern auch ein paar Leute die man fast als echte Schauspieler bezeichnen könnte. Dass Lloyd Kaufman hier zwar einen Gastauftritt hat, aber in dieser als besoffener Depp verheizt wird, mag man verzeihen, da der Gute auf Grund der fehlenden deutschen Sprachkenntnisse einfach nicht so leicht im Film unterzubringen zu war. Überhaupt sind es die mal mehr, mal minder unfreiwillig komischen Szenen die einen den Film überstehen lassen. Wenn drei Biertrinker über Horrorfilme debattieren ist das zwar eigentlich völlig bescheuert, aber man hat wenigstens mal Zeit sich von der wirren Handlung zu erholen. Auch das (hässliche) Teenager Pärchen das im Auto nicht treibt beschert eine solche Szene. Wer glaubt, dass wenigstens die Splatter Freunde voll auf ihre Kosten kommen liegt leider auch falsch. Über weite Strecken herrscht Blutarmut und im Finale, in dem sogar ein paar Computereffekte benutzt wurden ist zwar netter Amateur Splatter, aber von der Idee aus Hellraiser geklaut. Mehr eigene Ideen wären doch angebracht. Man kann ur sagen, dass niemand, der Lord of the Undead nicht kennt etwas verpasst hat, aber dass wird Fans des deutschen Amateur Underground nicht jucken und Timo Rose ist halt kein Ittenbach oder Buttgereit. Aber der Mann versucht es wenigstens und das lob ich mir.

Außerdem is Ferris MC toll.^^

Darsteller:

Debbie Rochon …. Lilith

Lloyd Kaufman …. Billy Bum

André Reissig …. Michael

Anja Gebel …. Sira

Sebastian Gutsche …. Demon

Mathias Klaussner …. Ken

Ferris M.C. …. Demonwarrior

Frank-Thomas Mende …. Hank

Andreas Pape …. Azuel

Xenia Seeberg

Peter Thorwarth

Veröffentlicht unter Film und Kino

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