2001 Maniacs (2005)

Anderson Lee und seine Kumpels gehören nicht zu den Menschen die ihr Studium all zu ernst nehmen. Ihre letzte Vorlesung in Geschichte bietet ihnen da einen willkommen Anlass um die den amerikanischen Bürgerkrieg mit ein paar Bilder ihrer letzten Sauforgie zu untermalen. Doch ihr Professor ist weit aus weniger begeistert zwischen den Photos aus der Zeit des Sezessionskriegs, kotzende Besoffene zu sehen. So wird die ganze Truppe dazu verdonnert jeweils eine neue Semesterarbeit zu verfassen. Getreu dem Motte: „Wer nicht aus der Geschichte lernte ist gezwungen sie zu wiederholen“. Dass trifft sich gar nicht gut, da SPRINGBREAK angesagt ist und die College Boys ab nach Florida wollen um sich zu besaufen und willige Mädchen abzuschleppen. Doch aus dem Trip gestaltet sich recht schwierig. Erst schmeißt ihnen ein Anhalter (Hostel Mache Eli Roth) ein Gürteltier vor die Windschutzscheibe und dann treffen sie an einer Tankstelle nicht nur ein Cabrio voll mit heißen Girls, sondern auch einen Jungen der Banjo spielt. Klingt nicht schlimm? Ist es auch noch nicht. Aber als sich die Party auf einmal auf Grund einer Straßensperre zusammen mit den scharfen Weibern und einem Motorradfahrer Pärchen bestehend aus einem Afroamerikaner (Neger oder Nigger wie man hier im Süden sagt) und einer Asiatin, in einem seltsamen Kaff einfindet wird die Situation langsam wirklich merkwürdig. Nicht nur dass der Ort aussieht wie ein Tageslichtmuseum aus der Bürgerkriegszeit auch die Bewohner scheinen den Yankees nicht ganz Geheuer. Die jungen Frauen des Dorfs scheinen ebenso nymphoman wie tief dekoltiert, die gesamte Bevölkerung wirkt genau wie der Ort als sei sie aus dem vorigen Jahrhundert und der einäugige Bürgermeister Mayor Buckman (Robert „Freddy Krueger“ Englund!) ist bedrohend gastfreundlich. Aber die Aussicht auf Freibier, willige Südstaatlerinnen und ein fettes Barbecue lässt die gesamte Gruppe doch im Ort verweilen. Jedoch weiß keiner der Nordstaatler was man in Pleasant Valley unter einem richtigen Grillfest zu Ehren des Dorffestes versteht.

Splatterlegende Hershell Gordon Lewis schuf mit 2000 Maniacs einen (leider von mir bisher noch nicht gesehenen) Klassiker des Splatterfilm. Das Zeug zum Klassiker hat dieses Remake aus dem Jahr 2005 zwar nicht, aber für einen schönen Videoabend ist 2001 Maniacs auf jedne Fall sehr gut geeignet. Hier wird kein Klischee, dass es über die Südstaaten und ihre Bewohner gibt nicht so weit ausgewalzt, dass es nicht schon satirisch wirkt. Dies beginnt bei der obligatorischen Banjo Szene und dem mehrmals erwähnten Schweinesex, was natürlich auf den Klassiker des Südstaatenhorror Deliverance – Beim sterben ist jeder der Erste anspielt und endet mit knuffigen (ob das das richtige Wort ist? Egal!) Bad End. Aber vor allem wie der Süden hier durch den Kakao gezogen wird ist herrlich. Inzest, Sex mit Tieren, Kinder die Tiere quälen und töten, Square Dance, Rassismus und die gesamte Atmosphäre sorgen für bestes Südstaatenklima. Aber natürlich wünscht man sich vor allem Gore und Sex. Und davon gibt’s reichlich. Die Mädels sind heiß und die Tötungen des Grillguts klasse gemacht. Da wird gevierteilt, mit Säure voll gepumpt, zerquetscht, aufgespießt und zermatscht, dass es eine wahre Freude ist. Ernst nehmen kann man die Splatter Effekte aber durch den übertrieben schwarzen Humor kein Stück weit. Spätestens wenn der hübsche Schwule, der gerade noch den Sohn des Bürgermeister dazu gebracht hat wie ein Schwein zu quietschen (weil dieser beim Armdrücken verlor) eine Metallstange in den Arsch geschoben bekommt, die aus dem Mund wieder raus kommt, weiß man was für ein kleiner Schmuddelfilm 2001 Maniacs ist. Und als solcher funktioniert er wunderbar. Auch wenn am Ende nicht wirklich viel Neues geboten wird bleibt der Film ein kleiner Spassgarant von Leuten die das Genre an sich wirklich zu lieben scheinen.

Kannbalismus rockt das Haus^^

Es lebe der Kannibalenfilm.

Regie:

Tim Sullivan

Drehbuch:

Tim Sullivan

Chris Kobin

Darsteller:

Robert Englund …. Mayor Buckman

Lin Shaye …. Granny Boone

Giuseppe Andrews …. Harper Alexander

Jay Gillespie …. Anderson Lee

Marla Malcolm …. Joey (as Marla Leigh Malcom)

Dylan Edrington …. Nelson Elliot

Matthew Carey …. Cory Jones

Peter Stormare …. Professor Ackerman

Gina Marie Heekin …. Kat

Brian Gross …. Ricky

Mushond Lee …. Malcolm

Bianca Smith …. Leah

Brendan McCarthy …. Rufus Buckman

Adam Robitel …. Lester Buckman

Christa Campbell …. Milk Maiden

Schaf Jezebel hat übrigens einen IMDB Eintrag mit Bild!

Veröffentlicht unter Film und Kino

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