The Black Gestapo (1975)

General Ahmed ist Anführer der People Army, einer Art Heilsarm in SA Uniformen. Diese Gruppe kümmert sich im schwarzen Ghetto einer amerikanischen Stadt um die Bedürftigen und Gefallenen wie Drogensüchtige. Da das Viertel aber von weißen Gangstern malträtiert wird, die Schutzgeld erpressen, mit Drogen dealen und die schwarzen Frauen vergewaltigen bildet sich ein militanter Flügel. Diese Black Gestapo arbeitet mehr auf die harte Tour und kastriert gerne mal einen Vergewaltiger, was zu Krieg mit den weißen Bösewichten führt. Dieser wird irgendwann von der Black Gestapo, welche inzwischen von den SA auf SS Uniformen umgestiegen ist gewonnen, was sie in die erfreuliche Lage versetzt, das Viertel jetzt zu kontrollieren. Unter Führung von Colonel Kojah macht die Black Gestapo, aber genau da weiter, wo die wessen Verbrecher aufgehört haben. Sie dealen, erpressen Schutzgeld von den schwarzen Ladenbesitzern und verdienen ihr Geld mit der Prostitution. Mit den Einnahmen, kann sich die Truppe sogar ein kleines Landhaus kaufen, das zum Ausbildungslager für die neue Armee wird. Natürlich kommt es irgendwann zum offenen Konflikt zwischen der bösen Black Gestapo und General Ahmed. Nachdem dieser knapp einem Mordversuch entkommt, schnappt er sich seine Sporttasche gefüllt mit selbst gebastelten Selbstschussanlagen und beginnt das Lager der schwarzen Nazi Truppe im Alleingang platt zu machen und sich im finalen Endkampf Colonel Kojah zu stellen.

Die Blaxploitation der 70er Jahre rief irgendwann auch Leute auf dem Plan, denen unbedingt nicht daran lag echtes authentisches schwarzes Kino für schwarze Kinobesucher zu machen. Die Rede ist von Wes Bishop Lee Frost die mir noch durch „House on Bare Mountain“ und „Love Camp 7“ (der Film der mich auf die schiefe Bahn des Exploitation Films brachte^^) bekannt sind. Diese beiden überaus weißen Männer, wollte wohl eher ein bisschen Geld verdienen, als etwas für die schwarze Befreiung tun. An der Black Power Bewegung, lassen sie trotz des Happy Ends durch einen schwarzen Helden kein gutes Haar. Aber da die 70er Jahre sowieso vorbei sind, braucht man sich nicht mehr um etwaigen Rassismus oder politische Unkorrektheit des Films aufzuregen. Denn daneben bietet er wunderbare trashige Unterhaltung und eine gute Mischung aus Sex und Crime. Doch die hölzernen Darsteller bemerkt man teilweise gar nicht, da der Funky Soundtrack die Stimmung die meiste Zeit hebt. Die Action ist für ein B-Movie in Ordnung auch wenn man sich vielleicht fragen mag, warum ein Auto zweimal hintereinander explodieren kann (Ersatztank?). Das Finale, in dem der General erst die Wachen ausschaltet, dann eine Truppe Rekruten verarscht und aus dem Camp schickt („Rennt alle so lange weiter bis ihr nicht mehr könnt!“ und dann seine Schussfallen auspackt ist wirklich gelungen. Aber auch sonst stimmt bei „Black Gestapo“ einfach die Mischung und man sollte ihn sich wirklich nicht entgehen lassen.


Regie:

Lee Frost

Drehbuch:

Wes Bishop

Lee Frost

Darsteller:

Rod Perry …. Gen. Ahmed

Charles Robinson …. Col. Kojah (as Charles P. Robinson)

Phil Hoover …. Vito

Edward Cross …. Delmay (as Ed Cross)

Angela Brent …. Marsha

Wes Bishop …. Ernest

Lee Frost …. Vincent

Donna Young …. White whore (as Donna Desmond)

Charles Howerton …. Joe

Rai Tasco …. Dr. Lisk

David Bryant …. Drug pusher

Uschi Digard …. Kojah’s Girl

Veröffentlicht unter Film und Kino

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