Kifferwahn -aka- Reefer Madness: The Movie Musical (2005)

1936. Irgendwo in einer amerkanischen Kleinstadt wird ein Vortrag über die neuste Droge gehalten, die eine Gefahr die Kinder der Nation darstellt. Das Marihuana, Haschisch. Der Film erzählt den zuerst ungläubigen aber dann verstörten Eltern die Geschichte von Highschool Schüler Jimmy Harper (Christian Campbell) der vom Marihuana Dealer Jack in seine Haschisch Hölle gelockt wird und dort extrem süchtigen Kiffer wird. Die Droge lässt ihn sogar seine Vorzeigefreundin Mary Lane vergessen und ihn immer weiter im Sumpf aus Sex, Drogen, Anarchie und unchristlicher Musik versinken lässt.

Im wirklichen Jahre 1936 entstand in den USA der Antidrogen Propaganda Film Reefer Madness, welcher im Großen und Ganzen die gleiche Geschichte erzählt wie diese Neuverfilmung als Musical. Dabei wird der Anti Drogenfilm von damals natürlich kräftig durch den Kakao gezogen. Alle Schauspieler betreiben übelstes Overacting und geben ihren Klischee Rollen schon Anfang an die nötige Unernsthaftigkeit. Der Film lebt aber vor allem von seinen kleinen besonders lustigen Szenen und Anspielungen. Da werden anders denkende direkt als Kommunisten verunglimpft, Babys als Delikatessen an Asiaten verkauft oder der Arme Jimmy hat Halluzinationen von Menschenfressenden Muscheln auf seinen Trips. Was weit aus weniger Spaß macht, sind leider die verschiedenen Lieder. Diese wirken zu konventionell und ihnen fehlt die Liebe wie sie Musicalfilme wie „Cannibal –the Musical“, „Rocky Horror Picture Show“ oder „Little Shop of Horror“ in ihren Songs versprühen. Die Tänze zu den Liedern sind da schon wesentlich besser. Da gibt es mal eine Hommage an alte schwarz weiß Zombie Filme, mal eine wilde Sado Maso Sexorgie und auch mal eine Gastauftritt von Jesus. Er Horrorfilm wird besonders gegen Ende als Vorbild genommen, wenn blutverschmiert, dass Herz des Dealers herausreißt und ein Kiffer mit Fressflash zum Kannibalen wird und die sexy Saly verspeist. Sexappeal hat der Film im Ganzen eine gehörige Portion. Während der Tanznummern wurde eher an Stoff gespart und nicht an lasziven Gesten. Wobei während Sexszenen alle Teilnehmenden noch bekleidet sind, was noch einmal eine Anspielung auf den Orginalfilm von 1936 ist. Ob Kifferwahn das Zeug zum Kultfilm hat, würde ich an dieser Stelle anzweifeln. Es gibt zwar jede Menge Kifferspaß, aber da die Lieder und kleine Längen zwischen den geilen Stellen zu viel Tempo rausnehmen, dürfte er wohl einen Teil der Zielgruppe zu stark verschrecken. Wer jedoch die Albernheit des Films ertragen kann und damit umgehen kann, wird auf jeden Fall seinen Spaß an Kifferwahn haben.

Übrigens:

Das Shakespeare und Jazzmusik die Jugend verderben ist ja wohl sonnenklar.

Regie:

Andy Fickman

Darsteller:

Kristen Bell …. Mary Lane

Christian Campbell …. Jimmy Harper

Neve Campbell …. Miss Poppy

Alan Cumming …. Lecturer/Goat-Man/FDR

Ana Gasteyer …. Mae Coleman

John Kassir …. Ralph Wiley/Uncle Sam

Amy Spanger …. Sally DeBains/Statue of Liberty

Robert Torti …. Jesus

Steven Weber …. Jack Stone/George Washington

Kevin McNulty …. Mayor Harris MacDonald

Stephen J.M. Sisk …. Blumsack (as Stephen Sisk)

Stephen E. Miller …. Mr. Paul Kochinski

Robert Clarke …. Principal Poindexter Short

Ruth Nichol …. Mrs. Roxanne MacDonald

Lynda Boyd …. Mrs. Deirdre Greevey

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