Der Fluch der schwarzen Schwestern -aka- Veil of Blood (1973)

In einem entlegenen Schloss irgendwo in den Bergen kommt es zum Zusammentreffen der Nachfahren einer Baronin, die hier ihre grausame Regentschaft ausgeübt haben soll. Der Legende nach sie sie ein blutdurstiges Monster gewesen, was sein Ende durch Lynchjustiz fand, weshalb nun ein Fluch auf dem Schloss, ihren Nachfahren und den Nachfahren ihrer Mörder laste. Auf Grund einer Autopanne landen auch Peter und seine Schwester Julia in dem Schloss, in dessen Gewölben die Haushälterin okkulte Rituale zelebriert, bei denen sich nackte Frauen (mit komischen Bemalungen) in Ekstase tanzen und eine lesbische Sexorgie veranstalten. Diese Rituale dienen dem Zweck die Baronesse wieder zum Leben zu erwecken. Doch die lesbischen Priesterinnen brauchen dafür noch die jungfräuliche Erbin Helga.

Die Geschichte dieses Gothic Horror Sexploitation Verschnitts bietet wirklich nichts neues und so kommt es in „Der Fluch der schwarzen Schwestern“ recht häufig zu nervigen und langweiligen Längen, was da der Film an sich über 100 Minuten geht, schon recht ärgerlich ist. Die Atmosphäre ist dagegen manchmal schon recht gruselig, was aber durch die schauspielerische Darbietung teilweise wieder zu Nichte gemacht wird. Auch das vermeidliche Schloss, sieht ehr lächerlich aus, weshalb man wohl auf Außenaufnahmen größten Teils verzichtet hat. Das der sich Film zumindest was die Idee angeht bei alten Hammer Filmen bedient ist augenscheinlich (Besonders Countess Dracula schwirrte mir irgendwie durch den Hinterkopf). Angeblich existiert eine Harcore Fassung des Films, was hieße das ich nur eine geschnitten Fassung gesehen habe. Unwahrscheinlich ist das nicht, aber ich kann hier nur von Softcore berichten. Davon gibt es eine Menge. Die in lesbischen Gruppensex ausarten Tänze, lesbischer Sex zwischen den Beteiligten, ein wenig Masturbation und immer wieder nackte Frauen bringen zwar den Film und seine Horrorelemente nicht wirklich weiter, aber ihre Zweck erfüllen sie alle mal. Die Szene in der die nackten Tänzerinnen anfangen ein Ritual mit Peniskerzen durchzuführen lässt einen sogar richtig schmunzeln (wer hätte den auch gedacht, dass man sich für ein okkultes Ritual so gut im Beate Uhse Shop eindecken könne?). Wobei man die Auswahl der Darstellerinnen wirklich loben muss. Es gibt wirklich eine enge sehr schön geformte Brüste, an denen auch ganz passable Frauen dran hängen^^.

Eine wirklich gute Mischung aus Horror und Erotik bietet Der Fluch der schwarzen Schwestern nicht. Dafür wirken der Okkultismus und das Verhalten der Leute zu lächerlich und der Vampir taucht auch einfach zu spät auf. Als halbwegs unterhaltsamer Vampir Sexploitation funktioniert der Film da schon eher, vor allem wenn man sich durch den „Tits and Sex“ Anteil über die Längen hinweg freuen kann. Denn wenn dieses einem nicht gelinkt, braucht man schon ein wenig Sitzfleisch oder muss einen anderen Grund finden den Film toll zu finden.

Übrigens: Die Alternativtitel Vampire Ecstasy und Den Pornografiske jungfrun sind doch mal wirklich geil.

Darsteller:

Nadia Henkowa …. Wanda, The evil lesbian

Anke Syring …. Julia Malenkow

Ulrike Butz …. Monika

Nico Wolferstetter …. Peter Malenkow (as Nico Wolf)

Flavia Keyt

Alon D’Armand

Claudia Fielers (as Irina Kant)

Natasha Michnowa

Eric Mancy

Christa Jaeger

Heidrun Hankammer

Marie Forså …. Helga, The virgin

Regie:

Joseph W. Sarno

Aka:

Möte med djävulen (Sweden) (reissue title)

Pornografiske jungfrun, Den (Sweden)

The Curse of the Black Sisters (USA) (literal English title)

Vampire Ecstasy (USA)

Veil of Blood (USA)

Veil of Lust (USA)

Ancora di più (Italy) [it]