Fritz the Cat (1972)
Kater Fritz ist Student in New York, aber anstatt für sein Examen zu lernen hängt er lieber mit seinen Kumpels im Park rum um Weiber aufzureißen. Aber die Frauen stehen kein Stück auf seinen Gitarren Sound, sondern schmeißen sich immer gleich den Schwarzen (Krähen) an den Hals, diesen etwas über Black Power und die Unterdrückung zu erzählen. Also muss Fritz tiefer in die Trickkiste greifen und vor den Mädels den leibhaftigen intellektuellen Weltschmerz mimen. Also nimmt er die drei Mädels mit in die Wohnung eines Freundes wo gerade eine kleine Kifferparty steigt. Da also in der Wohnung kein Platz mehr ist, macht er es sich mit den Mädels in der Badewanne gemütlich und nimmt sich jedes der Mädchen hintereinander vor. Dumm für Fred ist nur, dass die anderen Gäste der Party der Tiersex Orgie teilnehmen wollen und es zu einem Gang Bang sonder gleichen kommt, der dann noch von zwei Cops gestört wird. Auf der Flucht vor diesen kommt er durch eine Synagoge wo die Rabbis die Rückgabe von Los Angeles und New York an die USA, im Austausch für mehr Waffen für Israel feiern. Jetzt wo er von der Polizei gesucht wird, lässt er sein Studium völlig sausen und zündet sogar seine Mitschriften an. Es verschlägt ihn nach Harlem, wo er versucht das schwarze Lebensgefühl aufzunehmen, es trotz seines (im Vergleich zu Schwarzen) kleinen Schwanzes mit einer schwarzen Prostituierten und löst am Ende einen Volksaufstand unter den unterdrückten Farbigen aus. Mit einer seiner Liebschaften macht er sich schließlich auf an die Westküste und landet auf dem Weg dahin bei einer militanten Sekte, die nicht nur gerne foltert, sondern auch Fred als Attentäter missbrauchen will ein Kraftwerk für ihren Kampf gegen das System in die Luft zu sprengen. Er überlebt jedoch und kann so wieder eine Tiersexorgie mit seinen Mädels im Krankenhaus veranstalten.
Prädikat Kultfilm, verdient wohl kaum ein Film so sehr wie Fritz the Cat. Bei Zeichentrick für Erwachsene rümpfen zwar viele die Nase, aber der Film karikiert auf herrliche Weise der späten 60er und frühen 70er Jahre in Amerika. Freie Liebe, hemmungsloser Sex, Drogenerfahrungen, Politischer Aktivismus und einfach kein Bock auf alles zu haben sind Thema von Fritz Abenteuern. Dabei ist letzteres bei ihm wohl ein Hauptgrund für sein Handeln. Der Kater ist sexsüchtig und lässt gerne den intellektuellen raushängen, weil er weiß, dass die Bräute darauf fliegen. Dabei ist Fritz immer wieder auf der Such nach etwas Neuem, was ihm am Ende wirklich an den Abgrund führt.
Der Film war der erste Zeichentrickfilm der in den USA ein X-rated bekam und natürlich auch ein kleiner Skandalfilm war. Alle Charaktere sind zwar Anthropomorphe Tiere, doch ihr Treiben ist halt sehr freizügig. Titten und eindeutige Sexuelle Aktivitäten gibt es zu Hauf und an manchen Stellen ist der Film sogar brutal und blutig.
Übrigens:
Comic Zeichner Robert Crumb war mit dem Film gemacht von Ralph Bakshi nicht einverstanden und lies sich deshalb nicht nennen.
