Blutiger Sommer – Das Camp des Grauens -aka- Sleepaway Camp (1983)

Weil ein paar Teenager bei ihrem Motorbootausflug fahrlässiges Verhalten an den Tag legen, kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem sie ein Teil einer Familie der Schiffschraube zum Opfer fallen. Angela die den Unfall überlebte, lebt seit diesem Tag bei ihrer psychisch irgendwie verstrahlten Tante. Diese schickt sie acht Jahre später zusammen mit ihrem Cousin in ein Ferienlager. Nach kurzer Zeit kommt es dort zu schrecklichen Todesfällen. Ein Koch verbrennt sich sei komplette Haut an kochendem Wasser, ein Junge ertrinkt, ein weiter kommt durch einen Bieneangriff (auf der Toilette) ums leben und eine Aufseherin wird beim Duschen von hinten brutal abgestochen. Angela hat unterdessen ganz andere Probleme, da sie sich mit ihrer zurückgezogenen Art nicht unbedingt Freunde im Camp macht.

Vorsicht Spoiler! (Das mein ich ernst)

Hört man etwas von einem amerikanischen Feriencamp an einem See an dem es zu schrecklichen Morden kommt denkt jeder natürlich zuerst an Freitag der 13. Deshalb fällt es leicht diesen Film als miesen Abklatsch des Klassikers zu betrachten. Dies stimmt zum Teil auch, ist aber nur die eine Seite der Medaille. Denn Sleepaway Camp ist kein ideenloser Abklatsch. Da sind zum einen die Teenager. Diese sind noch nicht in der Phase in denen innen nur noch um Sex, Kiffen und Saufen geht sondern eher vom Jüngeren Semester. Deshalb scheiden hier erstmal sämtliche klassischen Killermotive aus und wer der Mörder ist bleibt auch bis zum Ende offen. Aber dazu später mehr. Der Film verwendet viel Zeit darauf den Alltag im Camp zu zeigen. So sieht man die Kiddies beim Baseball oder bei ihren dämlichen Streichen und muss sich insbesondere mit Angelas Sozialen Kontakten auseinander setzten. Das ist zwar öde und interessiert glaube ich die wenigstens sorgt aber für einen gewaltigen Kontrast zu den Morden. Wobei es doch recht unwahrscheinlich ist, dass das Camp nicht geschlossen wird, nachdem die Toten sich häufen. Die Morde selbst sind wirklich okay in Szene gesetzt. Der Ertrunkene aus dessen Mund eine Schlange kriecht hat genau so was wie der Junge dessen Kopf von Bienen bevölkert wird. Das Aufschlitzen in der Dusche ist dagegen Slasher Standart. Was den Film wirklich ist sein Ende. Denn wenn man erfährt Angela eigentlich ein Junge ist und von ihrer Tante einst wie ein Mädchen erzogen wurde, wird einem ihr Verhalten schon klarer und rückt es in ein ganz anderes Licht. Wenn man dann noch sieht wie sie bzw. er nackt mit dem abgehackten Kopf eines Toten kuschelt und anschleißend wild fauchend und blutverschmiert vor einem steht und man ihren Pillemann sieht ist man schon geschockt. Die Flshback Szene, die die Homosexualität von Angelas Vater andeutet macht so auch einen Sinn und auch wenn der Film wirklich Schwächen hat, kann man ihm doch anrechnen, das er kenn typischer Slasher Clon ist. Vielmehr wird hier durch den Transvestitismus direkt auf Psycho angespielt und am Ende ist Sleepaway vielleicht nicht der coolste Horrorfilm, aber als kleine Abwechselung brauchbar.

Darsteller:

Felissa Rose …. Angela

Jonathan Tiersten …. Ricky

Karen Fields …. Judy

Christopher Collet …. Paul

Mike Kellin …. Mel

Katherine Kamhi …. Meg

Paul DeAngelo …. Ronnie

Tom Van Dell …. Mike

Loris Sallahian …. Billy

John E. Dunn …. Kenny (as John Dunn)

Willy Kuskin …. Mozart

Desiree Gould …. Aunt Martha

Owen Hughes …. Artie

Robert Earl Jones …. Ben

Susan Glaze …. Susie

Frank Trent Saladino …. Gene

Rick Edrich …. Jeff

Fred Greene …. Eddie

Allen Breton …. Frank The Cop

Michael C. Mahon …. Hal the Lifeguard (as Mike Mahon)

John Churchill …. Doctor

Dan Tursi …. John

James Paradise …. Lenny

Paul Poland …. Craig

Alyson Mord …. Mary Ann

Carol Robinson …. Dolores

Bram Hand …. Scott

Brad Frankel …. Joey

Dee Dee Friedman …. Marie

Julie Delisio …. Betsy

Michael Lerman …. Greg

Lisa Buckler …. Leslie

Colette Lee Corcoran …. Young Angela

Frank Sorrentino …. Young Peter

Tim Clark …. Boy

Glenn-Thomas Ford …. Asst. Cook

Mike Tatosian …. Assistant Cook

Regie und Drehbuch:

Robert Hiltzik